Präventive Behandlung - Autismus lässt sich in vielen Fällen verhindern

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    • Shenya wrote:

      Dann würde mich interessieren, wie das Gehirn beeinflusst werden sollte, um z.B. Über- und Unterempfindlichkeiten zu verhindern oder zu vermindern. Oder die Unfähigkeit, viele Reize gleichzeitig zu verarbeiten.
      Sollte man das Kind vermehrt den Reizen aussetzen, auf die es empfindlich reagiert, oder lieber schonen? War das Inhalt der Studie?
      Ich hatte das Training so verstanden, dass die Eltern für die soziale Interaktion noch einmal speziell geschult werden. Wenn das gut gemacht ist, mag es den Kontakt verbessern und auch insgesamt zu einem besseren Verlauf führen. Allerdings wird es das tendenziell empfindlichere Nervensystem nicht grundsätzlich verändern, denke ich. Egal, wie jung das Kind ist. Prinzipiell halte ich den Ansatz schon für sinnvoll, zugleich hat er aber auch schwierige Aspekte. Ein potenziell autistisches Kind quasi dazu zu zwingen, primär auf soziale Interaktion zu fokussieren, kann ihm eventuell auch schaden. Ich glaube nicht, dass die Kapazitäten dadurch größer werden, und so bleibt vielleicht in anderen Bereichen die Entwicklung generell stärker zurück. Daher kommt es, denke ich, sehr darauf an, wie ein solches Programm konkret aussieht.
      From my youth upwards my spirit walk'd not with the souls of men. (...)
      My joys, my griefs, my passions, and my powers, made me a stranger.

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      mdr.de/wissen/mensch-alltag/au…der-vorantreiben-100.html
      Hier noch ein etwas ausführlicherer Bericht der auch viele hier angesprochene Punkte erwähnt.
      Interessant das Ende:

      Hinweis: Nach kritischem Feedback auf diesen Beitrag haben wir einige Formulierungen geändert und um Einordnungen ergänzt, um mögliche Missverständnisse auszuräumen. Vielen Dank für die Hinweise. Außerdem sind Aussagen einer unabhängigen Expertin eingeflossen, die die Ergebnisse der Studie inzwischen bewertet hat.

      The post was edited 2 times, last by Backnetmaster ().

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      Mir gefällt die Aussage des Autors: Auch Jonathan Green selbst warnt vor überzogenen Erwartungen an die von ihm entwickelte Therapie. Sie sei keine Heilung oder Verhinderung von Autismus.

      Für mich geht es in dem Artikel hauptsächlich darum, dass autistische Kinder (bzw. die Kinder mit dem Verdacht auf Autismus) gezielt gefördert werden.

      Interessant finde ich auch den Verdacht, dass besonders geförderte Kinder später nicht diagnostiziert werden und es deshalb später schwerer haben. Und dass bei diesem Problem der Fehler im System liegt.
      Jedes mal, wenn man mir sagt, ich wäre nicht gesellschaftsfähig,
      werfe ich einen Blick auf die Gesellschaft und bin überaus erleichtert.