Mein Alltag - Tipps?

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    • TeeWueste wrote:

      Danke, das könnte ich versuchen. Ich versuche solchen Sachen halt immer aus dem Weg zu gehen, weil viele sich dann zurückgewiesen fühlen (könnten) oder dann sogar nachfragen warum.
      Dann wiederholst du dich: "Weil es mir nicht so gut geht."bzw. "Weil ich mich jetzt auf die Übung konzentrieren will." (Gesprungene Schallplatten-Technik) Ein normal verständiger Mensch sollte dich dann in Ruhe lassen. Du musst das nicht für andere angenehm machen. Du bist in dem Kurs um etwas zu lernen, und nicht, um andere zu bespaßen.
    • TeeWueste wrote:

      Sie fragt mich aber ständig wie es mir geht und sagt ständig hallo und sie "denglischt" auch die ganze Zeit.
      Sie ist freundlich zu dir. Was an Freundlichkeit nervt verstehe ich nicht wirklich, aber vielleicht erläuterst du das mal ein wenig ausführlicher.

      TeeWueste wrote:

      Die Situation dort ist auch sehr überfordernd für mich, weil ich in sehr kurzer Zeit wirklich enorm viel lernen muss und mich konzentrieren können muss, was dort einfach oft nicht gegeben ist.
      Hast du viele Störende darum sitzen, die nur Quatsch machen und reden?
      Das hatte ich während meiner Ausbildung. Ich war vom Alter her der "Opa". Wie ich das, auch zur Freude der Lehrer, hinbekommen habe, war ganz einfach.

      Ich habe mitten in der Stunde, das gequasel lautstark übertönt und gesagt: "Könnt ihr mal eure verdammte Klappe halten?
      Ich möchte gerne etwas vom Unterricht mitbekommen. Ich habe keinen Bock, wegen euch Quatschköpfen, mich noch mal zu hause hinsetzen und lernen zu müssen.". Hat geholfen.

      Mr. Quaselstrippe (redete im Waserfallstil, kam an die Niagarafälle ran) wurde dann neben mich versetzt. Jedesmal wenn er mit mir anfangen wollte zu reden und das Thema nix mit dem des Unterrichts zu tun hatte, habe ich ihm gesagt: "Klappe, das kannste mir in der Pause erzählen.". Die Erziehungsmaßnahme war erfolgreich und er wurde ruhiger.

      Der "Alte Sack" musste notgedrungen mal ein Machtwort sprechen (RW).
    • TeeWueste wrote:

      Danke, das könnte ich versuchen. Ich versuche solchen Sachen halt immer aus dem Weg zu gehen, weil viele sich dann zurückgewiesen fühlen (könnten) oder dann sogar nachfragen warum.
      Damit schadest du dir selbst am meisten. Du mußt ganz dringend lernen, deine Grenzen klar zu setzen und auch deutlich zu kommunizieren (nicht jeder versteht nonverbale Signale).
      Anständige Menschen nehmen es nicht persönlich, wenn man mit einer kurzen, aber plausiblen und freundlichen Begründung seine Grenzen setzt.
      Die Leute, die es trotzdem persönlich nehmen, haben einen schlechten Charakter sind es nicht wert, dass man auch nur einen Gedanken mehr an sie verschwendet.

      The post was edited 2 times, last by Aldana ().

    • Schwarze Katze wrote:

      Dann wiederholst du dich: "Weil es mir nicht so gut geht."bzw. "Weil ich mich jetzt auf die Übung konzentrieren will." (Gesprungene Schallplatten-Technik) Ein normal verständiger Mensch sollte dich dann in Ruhe lassen. Du musst das nicht für andere angenehm machen. Du bist in dem Kurs um etwas zu lernen, und nicht, um andere zu bespaßen.
      Gibt es die" Gesprungene-Schallplatten-Technik" tatsächlich in der Kommunikation? Ist sehr interessant und ein guter Ansatz. Danke!
    • Tux wrote:

      Sie ist freundlich zu dir. Was an Freundlichkeit nervt verstehe ich nicht wirklich, aber vielleicht erläuterst du das mal ein wenig ausführlicher.
      Es stört mich ganz einfach, weil ich es nicht verstehe warum man mehrere Male am Tag "Hallo" sagen sollte. Genauso, wenn wir seit Stunden nebeneinander sitzen, rechnen und plötzlich die Frage aufkommt wie es mir denn geht. Ich finde das komisch und unangenehm. Wie soll es mir schon gehen. Also finde das irgendwie total überflüssig, vor allem weil sie mich auch fast jeden Morgen danach fragt.

      Tux wrote:

      Hast du viele Störende darum sitzen, die nur Quatsch machen und reden?
      Das ist ganz unterschiedlich. Mal reden sie viel, dann reden sie viel über die Rechnungen selbst (wo ich ja auch nicht wirklich etwas sagen könnte dagegen, wenn sie selbst lernen), aber oft sind es einfach die "Raum-Geräusche": Papierrascheln, Tasten tippen, Geflüster, Essensgeräusche, Gerede aus dem Nebenraum, das Klopfen auf den Tisch, wenn meine Sitznachbarin schreibt oder im Taschenrechner etwas eingibt (auch ihr Schmatzen, Säufzen und Gähnen), etc.

      Ich nehme das nicht dauerhaft aktiv wahr, aber ich kann mir nicht anders erklären woher dieser gefühlte Ausbruch sonst herkommen sollte. Es ist dann plötzlich, dass ich gar nichts mehr aushalte und mal aus dem Raum gehen muss. Das hilft mir wenig, aber ich merke ich werde in den Situationen sehr wütend und muss weg. Da ich nicht diagnostiziert bin, weiß ich natürlich nicht ob das eine Reizüberflutung ist, ich nehme es zwar an, aber das könnte theoretisch natürlich auch woanders herrühren. Das weiß ich aber leider nicht.
    • Marnie wrote:

      Hast du dir Möglichkeit alleine zu sitzen? Evtl kannst du mit der Kursleitung abklären, ob ein Einzelsitzplatz für dich möglich wäre?
      Das wäre wirklich herrlich, das geht nur leider nicht. Wir haben totalen Platzmangel in meinem Kursraum. Wir haben zwar so Stühle die einen kleinen Tisch haben, an den ich mich auch am ersten Tag gesetzt habe, da hat man aber leider viel zu wenig Platz.
    • Aldana wrote:

      Damit schadest du dir selbst am meisten. Du mußt ganz dringend lernen, deine Grenzen klar zu setzen und auch deutlich zu kommunizieren (nicht jeder versteht nonverbale Signale).Anständige Menschen nehmen es nicht persönlich, wenn man mit einer kurzen, aber plausiblen und freundlichen Begründung seine Grenzen setzt.
      Die Leute, die es trotzdem persönlich nehmen, haben einen schlechten Charakter sind es nicht wert, dass man auch nur einen Gedanken mehr an sie verschwendet.
      Ich weiß. Ich bin da leider nur echt schlecht drin, war ich schon immer. Ich möchte einfach niemanden verletzten und kann das einfach schlecht einschätzen. Ich war selbst (denke ich) nie in der Situation, wo mir jemand aktiv gesagt hat, er möchte sich zB wegsetzen und so seine Ruhe haben. Wenn ich mir das aber vorstelle, und mir denke ich mag die Person und plötzlich sagt sie mir, sie möchte nicht mehr in meiner Nähe sein, dann würde mich das (vielleicht) schon verletzen.

      Ich wurde selbst oft verletzt und möchte nicht in die Rolle der Person schlüpfen, die verletzt. Das ist für mich ganz schwierig und wichtig, nicht in die Situation zu kommen. Aber das macht es natürlich auch schwer, meine Grenzen durchzubringen, wobei ich das schon besser kann als früher.
    • TeeWueste wrote:

      Es stört mich ganz einfach, weil ich es nicht verstehe warum man mehrere Male am Tag "Hallo" sagen sollte. Genauso, wenn wir seit Stunden nebeneinander sitzen, rechnen und plötzlich die Frage aufkommt wie es mir denn geht. Ich finde das komisch und unangenehm. Wie soll es mir schon gehen. Also finde das irgendwie total überflüssig, vor allem weil sie mich auch fast jeden Morgen danach fragt.
      Und wenn du es einfach ehrlich kommunizierst?
      "Habe ich dir doch heute früh schon gesagt"
      "Wir hatten uns doch heute schon einmal begrüßt" (mir wird übrigens nicht Grüßen genauso übel genommen wie versehentlich doppelt Grüßen)
      "Bis eben gut konzentriert am Rechnen, jetzt bin ich raus und hab schlechte Laune/bin genervt"

      Sie wird dir deine Gereiztheit vermutlich nicht einmal ankreiden, da das vielen passiert, wenn es in Richtung wichtiger Abschlussprüfungen geht.
    • @TeeWueste:

      Beim Grenzen setzen verletzt man niemanden. Du teilst nur mit bis hier hin und nicht weiter.

      Wenn jemand weiterhin die Grenze nicht respektiert, dann muss diese Person mit den Konsequenzen leben, auch wenn man die Person mag. Die Respektlosigkeiten hören sonst niemals auf.

      Grenzen setzen hat auch etwas mit Psychohygiene zu tun, weil du eine psychische Überlastung unterbindest. Du schützt also deine Gesundheit und sorgst dafür das es dir gut geht.

      Leider ist es üblich, dass die Grenzen von einigen ignoriert werden, damit man jemanden klein halten und erniedrigen kann, um der Machtgeilheit genüge zu tun und zu glauben man sei was besseres. Wird leider zwanghaft noch aus Höhlenzeiten mit geschleppt.
    • Hallo @TeeWueste das mit den super langen Fahrzeiten kenne ich noch aus meiner Lehrlingszeit. Ich habe diese Zeit ( Busreise ) meistens mit schlafen verbracht. Das hatte die Vorteile das mir die Zeit nicht so lang vor kahm, das ich mich vor und nach der Arbeit noch etwas ausruhen konnte und somit war ich eben morgens auf der Arbeit, oder zuhause schon wieder ausgeruht. :thumbup:
      Möglicherweise ist das ja auch etwas für dich? Mit deiner Banknachbarin würde ich eben wie oben schon erwähnt Verfahren. Bitte sie erst einmal im ruhigen Ton still zu sein, mit dem Hinweis das du dich dort sehr Konzentriren mußt. Reagiert sie darauf einige Zeit nicht bitte sie ruhig nachdrücklich. Dabei kannst du sie ja auch auf ihren strengen Geruch aufmerksam machen. Sicher das ist gerade zu Beginn nicht einfach, doch nimm ruhig einmal all deinen Mut zusammen nehmen.
    • TeeWueste wrote:

      Genauso, wenn wir seit Stunden nebeneinander sitzen, rechnen und plötzlich die Frage aufkommt wie es mir denn geht. Ich finde das komisch und unangenehm. Wie soll es mir schon gehen. Also finde das irgendwie total überflüssig, vor allem weil sie mich auch fast jeden Morgen danach fragt.
      Deiner Beschreibung nach geht es dir schlecht, was deine Sitznachbarin womöglich bemerkt und deshalb fragt. Eine mögliche Antwort könnte sein: "Danke der Nachfrage, aber sie ist nicht nötig. An sich ist alles okay, ich habe nur Schwierigkeiten mich zu konzentrieren, wenn es so unruhig ist und viel geredet wird. Wenn ich deine Hilfe brauchen kann, dann sag ich dir Bescheid."
      "Auf der Metaebene lässt sich Abstand gewinnen zum Geschehen. [...] Und dabei zeigt sich, dass es andere Perspektiven, andere Erlebensweisen und viel mehr Möglichkeiten für Lösungen gibt, als sich der Mensch in seiner alten kleinen Welt hatte träumen lassen." (Brit Wilczek)
    • TeeWueste wrote:

      Gibt es die" Gesprungene-Schallplatten-Technik" tatsächlich in der Kommunikation? Ist sehr interessant und ein guter Ansatz. Danke!
      Die Technik der "gesprungenen Schallplatte" kommt aus dem Buch "Sage 'Nein' ohne Skrupel". Da werden auch andere Techniken beschrieben, z. B. die Vernebelungstaktik, wenn man über etwas nicht reden will. Ist aber auch eine gängige Sache in der Therapie. Normale Leute sollen einen nach etwa drei Runden Schallplatte in Ruhe lassen.