Seid ihr zu einer Beziehung fähig ?

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    • lilienblut wrote:

      Wenn aber Sich-zufällig-verlieben gemeint ist, auf Gegenseitigkeit, woraus sich eine liebevolle Verbindung entwickelt, dann glaube ich, ist die Antwort Ja - obwohl das eher Hoffnung als Erfahrung widerspiegelt....
      Dazu sage ich wiederum aus Erfahrung "Ja". Dieses ganze Datingszeugs scheint mir übrigens Menschen von vornherein sehr stark auf Funktionen zu reduzieren, die sie erfüllen sollen - das spare ich mir. Kann ebenfalls aus Erfahrung berichten, dass es gegen das eigene Interesse ist, mehr oder weniger genaue Anforderungen an mögliche Partner zu formulieren. Das schränkt nur unnötig den Horizont, die Rolle des Unterbewusstseins und die eigenen Möglichkeiten ein.
      Achtung, eigene Sprache!

      The post was edited 3 times, last by Eurich Wolkengrob ().

    • Sonnenseele wrote:

      Auch wenn man sich viel Wissen über menschliches Verhalten aneignet hat man immer noch keine hellseherischen Fähigkeiten. Man kann immer noch von Menschen belogen werden ohne es zu merken.
      Natürlich. Habe nie was anderes behauptet. Im Gegenteil. Aber wenn man völlig ohne Schutzmechanismen an die Sache rangeht, wirds halt noch übler.
      Una est catena quae nos alligatos tenet, amor vitae
    • Eurich Wolkengrob wrote:

      Dieses ganze Datingszeugs....
      Paradoxerweise guck ich mir viele solcher Dating-Sendungen ganz gern an, und bilde mir ein, dass diese Art der Konfrontation mich

      davor beschützt, in dieses Hamster-Rad einzusteigen :? , und auf der anderen Seite meinen Glauben an ein echtes sich-ineinander-

      Verlieben am Leben hält - vorausgesetzt es ist kein Fake wenn zwei da zueinander finden.

      Ich kann da echte Freude für das jeweilige Paar empfinden - ein schönes Gefühl ist das.

      Trotzdem mag ich mich selbst nirgendwo anmelden mit diesen üblichen Abläufen, geschweige denn vor Kameras auftreten.
    • Eurich Wolkengrob wrote:

      Dazu sage ich wiederum aus Erfahrung "Ja". Dieses ganze Datingszeugs scheint mir übrigens Menschen von vornherein sehr statk auf Funktionen zu reduzieren, die sie erfüllen sollen - das spare ich mir.
      Ja..das find ich auch extrem anstrengend und es ist dann ähnlich wie bei Vorstellungsgesprächen - ich muss mich gut präsentieren/verkaufen und das kann ich nicht und so bin ich nicht. Es ist ein Umfeld was für mich zu verkrampft und erzwungen ist und ich mich da noch wohlfühle.
    • Eurich Wolkengrob wrote:

      Kann ebenfalls aus Erfahrung berichten, dass es gegen das eigene Interesse ist, mehr oder weniger genaue Anforderungen an mögliche Partner zu formulieren. Das schränkt nur unnötig den Horizont, die Rolle des Unterbewusstseins und die eigenen Möglichkeiten ein.
      Es muss ja trotzdem zur Lebensplanung passen. Ich habe mich letztes Jahr sterilisieren lassen, wenn also jemand noch ein Baby möchte, hat es keinen Sinn eine Beziehung einzugehen. Umgekehrt sind für mich Kleinkinder im Alltag sehr stressig, ich will aber mit jemandem wenn man es Beziehung nennt perspektivisch auch Alltag leben, also das sind doch nunmal reale Gründe die man beachten muss.
      Una est catena quae nos alligatos tenet, amor vitae
    • da_hooliii wrote:

      Eurich Wolkengrob wrote:

      Dazu sage ich wiederum aus Erfahrung "Ja". Dieses ganze Datingszeugs scheint mir übrigens Menschen von vornherein sehr statk auf Funktionen zu reduzieren, die sie erfüllen sollen - das spare ich mir.
      Ja..das find ich auch extrem anstrengend und es ist dann ähnlich wie bei Vorstellungsgesprächen - ich muss mich gut präsentieren/verkaufen und das kann ich nicht und so bin ich nicht. Es ist ein Umfeld was für mich zu verkrampft und erzwungen ist und ich mich da noch wohlfühle.
      Ich schließe mich Eurer Meinung an. Dating-Portale haben ohne Zweifel ihre Existenzberechtigung, aber ich sehe mich da nicht. Ich bin nach wie vor davon überzeugt, biologische Prozesse der Anziehung hin oder her, daß VOR allem eine Entscheidung steht, gleich der Betrachtung einer Blume: Ich kann eine Blume anschauen und mich an ihrer Schönheit erfreuen, oder ich kann sie vermessen und beurteilen.
    • Zebra wrote:

      Es muss ja trotzdem zur Lebensplanung passen. Ich habe mich letztes Jahr sterilisieren lassen, wenn also jemand noch ein Baby möchte, hat es keinen Sinn eine Beziehung einzugehen.
      Ja wenn jemand noch ein Baby möchte aber in einem anderen Beitrag schließt du kinderlose Männer grundsätzlich für dich aus - selbst wenn die ganz sicher keine Kinder mehr haben möchten:

      Zebra wrote:

      Ein kinderloser kommt für mich nicht in Frage
      Damit verkleinerst du den Kreis aus völlig irrationalen Gründen, die nicht mehr nachvollziehbar sind. Es gibt eben kein schwarz-weiß und man kann die Wunschliste noch ins Unendliche langziehen und merkt dann am Ende, dass man völlig allein ist weil doch das und das vielleicht doch passieren kann und wenn er das und das machen könnte es nicht klappt und und.
    • da_hooliii wrote:

      Damit verkleinerst du den Kreis aus völlig irrationalen Gründen, die nicht mehr nachvollziehbar sind.
      Stimmt nicht!!!!!!!!!!!!!!!!!!! Du kannst das vielleicht nicht nachvollziehen, meine Gründe sind aber weder irrational noch nicht nachvollziehbar.

      1. schließen die meisten kinderlosen Männer mich aus, weil ich eben durch die Kinder gebunden bin. Die haben keine Lust auf Urlaube mit Kindern oder Alltag mit Kindern. Sonst hätten sie ja welche. Wenn meine aus dem Haus sind (was noch so ca. 5 Jahre dauern wird), ist das wieder was anderes. Momentan ist es aber Fakt dass der Ausschluss auch andersrum funktioniert. Weil diese Leute ja oft mit Grund (keine Verantwortung für einen anderen Menschen übernehmen wollen, aus welchen Gründen auch immer) keine Kinder bekommen haben.
      2. sagt es eben etwas über den Menschen aus, ob er bereit war Verantwortung für eine Familie zu übernehmen oder nicht. Außerdem hat das damit zu tun, dass man Lebenserfahrungen teilt und dass man weiß wie Familienleben funktioniert und das Kinder eben Kinder sind und nicht ständig zu 100% funktioneren können. Da fehlt es bei Kinderlosen am Verständnis und oft genug sind sie von Kindern einfach nur genervt. Gerade Männer. Die wollen dann einfach nur ständig ihre Ruhe (und ich hatte schon 2 lange Beziehungen mit Kinderlosen nach meiner Scheidung, und da wurde immer erwartet dass die Kinder problemlos funktionieren. Was aber nunmal nicht funktioniert. was jeder weiß der Kinder hat. Da sind die Kinder einfach für mich wichtiger, und ich setze ihnen nicht wieder jemanden vor der 0% Verständnis hat. Lieber in den nächsten Jahren in der kinderfreien Zeit nur Affären als nochmal jemanden, der die Kinder nur als notwendiges Übel sieht)
      Una est catena quae nos alligatos tenet, amor vitae
    • Zebra wrote:

      immer) keine Kinder bekommen haben.
      2. sagt es eben etwas über den Menschen aus, ob er bereit war Verantwortung für eine Familie zu übernehmen oder nicht.
      Aber könnte es nicht sein, dass ein Mann Kinder zwar mag, aber einfach bisher Pech hatte, nur an Frauen geraten zu sein, die keine wollten, und deshalb keine hat? So jemand könnte doch auch zu dir passen.
      Glücklich ist nicht, wer viel hat, sondern wer wenig braucht.
    • Morgenstern wrote:

      Aber könnte es nicht sein, dass ein Mann Kinder zwar mag, aber einfach bisher Pech hatte, nur an Frauen geraten zu sein, die keine wollten, und deshalb keine hat? So jemand könnte doch auch zu dir passen.
      Theoretisch ja. Praktisch sind die aber wenn sie auch um die 40 sind noch aktiv auf der Suche nach zukünftigen Kindesmüttern. Als Mann ist es da ja noch nicht zu spät.
      Und bei den älteren haben die meisten so eine Art "Peter Pan Syndrom", und erwarten dass man sich nur um sie kümmert.
      Una est catena quae nos alligatos tenet, amor vitae

      The post was edited 1 time, last by Zebra ().

    • da_hooliii wrote:

      Zebra wrote:

      Ein kinderloser kommt für mich nicht in Frage
      Damit verkleinerst du den Kreis aus völlig irrationalen Gründen, die nicht mehr nachvollziehbar sind. Es gibt eben kein schwarz-weiß und man kann die Wunschliste noch ins Unendliche langziehen und merkt dann am Ende, dass man völlig allein ist weil doch das und das vielleicht doch passieren kann und wenn er das und das machen könnte es nicht klappt und und.
      Niemandes Gründe müssen für andere nachvollziehbar sein. Von "völlig irrationalen Gründen" würde ich in diesem Zusammenhang grundsätzlich nicht reden - und wie Du siehst, hat auch Zebra ihre Gründe.

      Zebra wrote:

      Es muss ja trotzdem zur Lebensplanung passen. Ich habe mich letztes Jahr sterilisieren lassen, wenn also jemand noch ein Baby möchte, hat es keinen Sinn eine Beziehung einzugehen. Umgekehrt sind für mich Kleinkinder im Alltag sehr stressig, ich will aber mit jemandem wenn man es Beziehung nennt perspektivisch auch Alltag leben, also das sind doch nunmal reale Gründe die man beachten muss.
      Dazu kann ich nur ganz allgemein sagen, dass das Leben für die größten Überraschungen gut ist - jedenfalls verliebte ich mich das letzte Mal in eine Frau, die ich zuvor nach meinen damaligen Kriterien ganz rational aussortiert hatte.
      Zu Deinem Beitrag 469: Das stimmt alles und ist meiner Meinung nach soweit auch ganz vernünftig eingeschätzt - bloß handelt es sich dabei um Allgemeinaussagen, die im (möglicherweise hoch interessanten) Einzelfall nicht zutreffen müssen. Insofern sind das für mich zwar zutreffende Bemerkungen, die ich aber nicht zu Ausschlusskriterien erhöbe.
      Achtung, eigene Sprache!
    • Morgenstern wrote:

      Zebra wrote:

      immer) keine Kinder bekommen haben.
      2. sagt es eben etwas über den Menschen aus, ob er bereit war Verantwortung für eine Familie zu übernehmen oder nicht.
      Aber könnte es nicht sein, dass ein Mann Kinder zwar mag, aber einfach bisher Pech hatte, nur an Frauen geraten zu sein, die keine wollten, und deshalb keine hat? So jemand könnte doch auch zu dir passen.
      Oder er hatte das Pech, noch keine längerfristige Beziehung erlebt zu haben. Oder er hatte eine Partnerin, die bereits Kinder hatte und keine mehr wollte. Oder seine frühere Partnerin und er wollten Kinder, aber es hat nicht funktioniert. Oder er und seine Partnerin waren nie in einer beruflich und finanziell so stabilen Situation, dass sie es verantwortungsvoll gefunden hätten, Kinder zu bekommen. Oder oder oder. Es gibt viele Gründe, warum ein Mensch keine Kinder hat. Das ist nicht nur eine eigene Wahl, in beide Richtungen. Ganz viel ist auch von Glück und Zufall abhängig. Über den Charakter und die Fähigkeit eines Menschen, Verantwortung zu übernehmen, sagt es schon gar nichts aus.

      Davon abgesehen finde ich es allerdings auch wichtig, von Anfang an offen damit umzugehen, wenn man selbst definitiv keine Kinder mehr haben möchte. Alles andere kann zu großer Enttäuschung beim potentiellen Partner und zu Leid auf beiden Seiten führen.

      lilienblut wrote:

      Aber zur eigentlichen Threadfrage:

      Kommt darauf an, wie man Beziehung definiert;

      ist DAS gemeint, was man bekommt, wenn man gedatet hat, wenn dann die Chemie gestimmt hat, man sich wieder trifft um zu sehen ob es (im Bett) klappt, zwischendurch immer wieder whatsappt und telefoniert, sich paar mal die Woche trifft, und das ganze übliche Drumherum?

      Dann ist die Antwort Nein.

      Wenn aber Sich-zufällig-verlieben gemeint ist, auf Gegenseitigkeit, woraus sich eine liebevolle Verbindung entwickelt, dann glaube ich, ist die Antwort Ja - obwohl das eher Hoffnung als Erfahrung widerspiegelt....
      Da kann ich mich voll anschließen. :) Einerseits ist mir schon klar, dass die Chancen bei der systematischen Suche über Singlebörsen wahrscheinlich am besten sind. Auf der anderen Seite finde ich das auch nicht ungefährlich. Nicht nur, weil diese anonymen Treffen tatsächlich an Bewerbungsgespräche erinnern, sie kosten meinem Eindruck nach unglaublich viel Energie und bieten Raum für viele Verletzungen. Ich glaube nicht, dass die längere erfolglose Suche dort stark und selbstbewusst macht. Auch nicht unbedingt kommunikationsstärker.
      From my youth upwards my spirit walk'd not with the souls of men. (...)
      My joys, my griefs, my passions, and my powers, made me a stranger.
    • Morgenstern wrote:

      Zebra wrote:

      immer) keine Kinder bekommen haben.
      2. sagt es eben etwas über den Menschen aus, ob er bereit war Verantwortung für eine Familie zu übernehmen oder nicht.
      Aber könnte es nicht sein, dass ein Mann Kinder zwar mag, aber einfach bisher Pech hatte, nur an Frauen geraten zu sein, die keine wollten, und deshalb keine hat?
      Es könnte auch sein, dass er schlicht zeugungsunfähig ist.
    • Fidoline wrote:

      Leonora wrote:

      Tony Attwood und Christine Preißmann schreiben darüber.
      Aber woher wissen sie das? Schreibt Preißmann da aus ihrer Erfahrung? Ich muss halt sagen, Preißmann ist äußerlich betrachtet ganz anders als ich, deshalb denke ich nicht, dass wir die gleichen Erfahrungen beim anderen Geschlecht machen, auch wenn wir beide Autistinnen sind und Kommunikationsprobleme und andere Probleme teilen.
      Unter anderem aus Studien, die sie zitieren, und durch die autistischen Menschen, die sie aus ihrer eigenen Arbeit persönlich kennen. In Christine Preißmanns Fall natürlich auch aus eigenen Erfahrungen. Aber in ihren Büchern dazu bezieht sie auch Perspektiven anderer autistischer Frauen und von Müttern autistischer Mädchen ein. Natürlich wird auch nirgendwo gesagt, dass das auf alle autistischen Frauen und Mädchen zutrifft. Aber diejenigen, die sich nicht typisch "weiblich" präsentieren bzw. Schwierigkeiten damit haben, sind auch keine ganz kleine Gruppe. Dass attraktive Frauen bessere Chancen als nicht so attraktive Frauen haben, ist wiederum ja universell, das trifft nicht nur auf Autisten zu. Aber für weniger attraktive Autistinnen ist es sicher oft schwieriger, das dann durch Geschick und Kommunikation auszugleichen.
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    • Zebra wrote:

      Außerdem hat das damit zu tun, dass man Lebenserfahrungen teilt und dass man weiß wie Familienleben funktioniert
      Man hat doch nicht automatisch mehr oder weniger Lebenserfahrung nur weil man keine Kinder oder Kinder hat. Es gibt doch so viele verschiedene Konstellationen und Gründe wieso der Mann welche hatte oder keine will und vielleicht kommt er trotzdem mit den Kindern klar und will keine eigenen mehr. Du schließt einfach viel zu viel aus.


      Zebra wrote:

      Lieber in den nächsten Jahren in der kinderfreien Zeit nur Affären als nochmal jemanden, der die Kinder nur als notwendiges Übel sieht
      Ok also lieber sich in irgendwelche Affären stürzen statt jemanden ernsthaft eine Chance zu geben, der es vielleicht verdient hätte aber du es von vornherein ausschließt wegen was auch immer Gründen und mal einer negativen Erfahrung.
    • da_hooliii wrote:

      Man hat doch nicht automatisch mehr oder weniger Lebenserfahrung nur weil man keine Kinder oder Kinder hat.
      Man hat aber nicht die Erfahrung was es heißt Familienleben zu führen. Das kannst du nicht wegdiskutieren.


      da_hooliii wrote:

      Ok also lieber sich in irgendwelche Affären stürzen statt jemanden ernsthaft eine Chance zu geben, der es vielleicht verdient hätte aber du es von vornherein ausschließt wegen was auch immer Gründen und mal einer negativen Erfahrung.
      Süß. Mal einer negativen Erfahrung. Und es ist ja wohl immer noch mein Problem wie ich mein Leben lebe. Du hast ja keinerlei Ahnung was es heißt grundsätzlich jeden Tag lust auf Sex zu haben, also natürlich hab ich dann Affären solange niemand für was ernstes in Frage kommt, warum auch nicht.


      Dr. L84 wrote:

      Es könnte auch sein, dass er schlicht zeugungsunfähig ist.
      So einen hab ich tatsächlich mal getroffen, der war schwer traumatisiert weil die langjährige Freundin sich dann wegen Kinderwunsch getrennt hatte. Der hat mich dann gehosted und sich nie wieder gemeldet.
      Una est catena quae nos alligatos tenet, amor vitae
    • Sorry, dass ich da so reingrätsche aber vielleicht kann jemand meinen Fall als gutes oder schlechtes Beispiel gebrauchen... Ich geh auf die 50 zu, hab zwei Kinder (Tochter 4 Jahre alt & Sohn 7 Jahre alt) und meine Frau lässt sich jetzt nach 17 Jahren (9 davon verheiratet) von mir scheiden. Irgendwie kam sie dann doch nicht mit mir als Autisten klar. Die Kinder sind großartig und allein schon wegen ihnen möchte ich die ganze Erfahrung nicht missen (Scheidung etc ist die Hölle). Ich hatte schon in den letzten Jahren keine Lust mehr auf Sex (Medikamentennebenwirkung?) und auch jetzt, wo ich ja eigentlich wieder "auf dem Markt" wäre, reizt mich -bisher- nichts/keine. Kann aber auch ganz gnädig sein... wenn ich denke, dass mir die Libido den Geist vernebelt und ich enorme Zeit und Energie in Balzverhalten investieren müsste... Ich versuche also erstmal ohne weiblichen Gegenpart auszukommen, verwende meine Energie für Sozialkontakte auf meine Kinder und warte mal ab, was noch so kommt in diesem Leben
    • Zebra wrote:

      Da fehlt es bei Kinderlosen am Verständnis und oft genug sind sie von Kindern einfach nur genervt.
      Das kommt bei mir stark auf das Alter der Kinder an.

      Ich komme mit Kindern unter 6 Jahren gar nicht zu Recht. Dagegen habe ich mit allem ab ca. 10 Jahren überhaupt keine Probleme und mach gerne etwas mit ihnen. Deswegen wäre ein Kleinkind nichts für mich, bestehende Kinder ab X Jahren aber schon. Dazu kommt, dass ich gar nicht so viel Wert darauf lege, meine weit entfernt von perfekten Gene an jemanden weiter zu geben.

      Aber ich kann dein Problem nachvollziehen, ich habe das gleiche Problem mit den Tieren. Wer nicht selbst passende Tiere und Tiererfahrung hat (und nicht gerade den unkomplizierten Sofa-Hund, sondern etwas mit mehr Aufwand) versteht das einfach nicht so. Und genau so mit der Arbeit: Wer entweder keine Arbeit hat oder gewohnt ist, nur den ganzen Tag in einer Arbeitsstätte zu arbeiten, versteht auch nur schwer, was daheim arbeiten mit flexiblen Arbeitszeiten bedeutet und dass das eben nicht die ganze Woche Freizeit bedeutet. Aber das sind alles erlernbare Dinge, weshalb ich sie nicht als harte Ausschlusskriterien sehe. Es sollten halt nicht zu viele Faktoren fehlen und es sollte ein Interesse bestehen, sich darauf ein zu lassen.
      Wird schon Du machst es nicht falsch, wenn keiner weiß, dass du es machst.
    • Leonora wrote:

      Unter anderem aus Studien, die sie zitieren, und durch die autistischen Menschen, die sie aus ihrer eigenen Arbeit persönlich kennen. In Christine Preißmanns Fall natürlich auch aus eigenen Erfahrungen. Aber in ihren Büchern dazu bezieht sie auch Perspektiven anderer autistischer Frauen und von Müttern autistischer Mädchen ein. Natürlich wird auch nirgendwo gesagt, dass das auf alle autistischen Frauen und Mädchen zutrifft. Aber diejenigen, die sich nicht typisch "weiblich" präsentieren bzw. Schwierigkeiten damit haben, sind auch keine ganz kleine Gruppe. Dass attraktive Frauen bessere Chancen als nicht so attraktive Frauen haben, ist wiederum ja universell, das trifft nicht nur auf Autisten zu. Aber für weniger attraktive Autistinnen ist es sicher oft schwieriger, das dann durch Geschick und Kommunikation auszugleichen.
      Okay, das kann sein. Es liegt dann aber eben am Aussehen und der Autismus kommt erschwerend hinzu.

      Mich würde auch interessieren, ob sie im Buch auch Studien aufführt, dass es für autistische Männer besser ist?

      Zebra wrote:

      Man hat aber nicht die Erfahrung was es heißt Familienleben zu führen. Das kannst du nicht wegdiskutieren.
      Man ist ja selbst in einer aufgewachsen! Und ich hatte auch zwei wesentlich kleinere Brüder, der eine könnte locker mein Sohn sein.

      Außerdem kann man nicht automatisch gut mit Kindern umgehen, nur weil man Elternteil ist. Das wird zwar allgemein so angenommen, aber die Realität sieht anders aus. Wenn ich oft mitbekomme, wie Eltern ihre Kinder behandeln, sträuben sich mir echt die Haare.
      Dass fängt schon damit an, dass viele meinen, dass Kind sei ihr Klon und ihr Eigentum. Ein Kind ist aber genauso eine eigenständige Persönlichkeit und wenn ich nicht damit klarkomme, dass es ganz anders ist als ich, hätte ich besser keins in die Welt gesetzt.
      Nur so als Beispiel.