Gestern wurde ich geschlagen und getreten als ich am Boden war.

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    • Fidoline wrote:

      Ich sehe da definitiv Unterschiede. Bei mir wurde die Diagnose Borderline nie abgeklärt,
      Ja, die Unterschiede sehe ich auch. Aber es gibt eben in der Symptomatik durchaus Gemeinsamkeiten. Ob diese jetzt als Ursache Borderline oder Autismus haben, das ist dann eher eine theoretische Frage. Eine gute Diagnosestelle klärt das ab, indem sie im Rahmen der Autismus-Diagnostik auch eine Differentialdiagnostik macht. Aber so etwas bracht Zeit und gerade bei Borderline ist das schwer zu erkennen, da man Borderline ja meist nicht aus den Schilderungen einer Person selbst, sondern eher aus den Schilderungen des Umfelds erkennt, wohingegen man für Autismus meist die Person selbst und gegebenenfalls die Eltern befragt.

      Was von beidem nun diagnostiziert wird ist in der Praxis aber egal. Denn beides kann man nicht einfach mit ein paar Medikamenten heilen. Sondern bei beidem muss man lernen, mit den Symptomen zu leben. Und deshalb ist es egal, woher ein Symptom kommt. Man muss erkennen, dass man es hat, sich eingestehen, dass man so ist und dann kann man einen Weg finden, damit zu leben.

      (und ja, ich weiß, dass ich mit dem Beitrag in ein Wespennest gestochen habe, das Thema „Autismus könnte auch Borderline sein“ scheint hier viele zu triggern)
      Wird schon We put the good in the good in 'good life'.
    • Gesetzt den Fall, dass die Schilderungen stimmen, halte ich Wut, Ärger, Aggressionen für eine äußerst gesunde Reaktion. Vielleicht wäre mehr davon zu einem früheren Zeitpunkt besser gewesen, denn erst das hat zur Änderung einer unhaltbaren Situation geführt.

      Sich über sich selbst erheben, nicht mehr unterwürfig sein und für sich einstehen wollen ist ein wichtiger, großer Schritt. Nicht wieder in die Unterwürfigkeit zurückfallen und stattdessen mit noch mehr Wut reagieren wenn man am Boden liegt, ist fast noch wichtiger. Das ist die Energie, die für einen Lebenswandel benötigt wird.
      Warum soviele Autos.
      Warum soviele Hunde.
      Brumm, brumm, kläff, kläff, wau, wau, wau!
    • Was man nicht vergessen darf:
      Viele maskieren durch Imitation des Umfeldes. Man ist es also mehr oder weniger gewöhnt "die anderen nachzumachen". Wenn das Umfeld jetzt aber gefühlt nur aus Borderlinern besteht, ist es nicht abwegig, dass das "abfärbt", weil die Imitation den Alltag sichert - völlig egal, ob das Maskenabbild erstrebenswert ist.
    • Polarlicht wrote:

      weil die Imitation den Alltag sichert
      Wie meinst du das mit dem sichert? Sichert in Form von gleichbleibend oder eher sichert in Form von nicht auffallen?

      Ich sehe das so, einen Alltag hat man, ob man will oder nicht. Die Frage ist nur wie man ihn gestaltet.

      Maskieren durch Imitation des Umfeldes? Das hält niemand durch, weil du mit einer Person ein anderes Umfeld hast als mit zwei Personen. Dann müsstest du zwei Personen imitieren.

      Imitation ist kein maskieren.
    • Tux wrote:

      Aldana wrote:

      Tux wrote:

      Imitation ist kein maskieren.
      Was denn bitte sonst?
      Maskieren bedeutet das nachahmen von Mimik bzw. Gestik.Imitation ist das kopieren eines Verhaltens, also mehr als nur Mimik o. Gestik, z.B. die Art.
      Ist das irgendwo so definiert?

      Eine Maske aufsetzen, also vorgeben jemand zu sein, der man nicht ist, hat für mein Verständnis nicht zwingend mit Nachahmung von Mimik/Gestik zu tun. Es ist vielleicht eine mögliche Form von Imitation, hat aber mehr mit Verschleierung und Schutz zu tun. Z.B. ein Bankräuber maskiert sein Gesicht, damit man ihn nicht wiedererkennt. Trotzdem fällt er auf und das ist ihm auch egal. Um nicht aufzufallen, müsste er das Verhalten anderer imitieren.

      Egal. Ich habe es so verstanden, dass das Maskenabbild, welches man trägt, durch Eindrücke von außen geprägt wird. Etwa: jemand ist gewalttätig und kann sich auf diese Weise im Umfeld behaupten und durchsetzen, also orientiert man sich daran und ahmt es nach, um sich ebenfalls behaupten und durchsetzen zu können. Dadurch (durch diese Maske) zeigt man nicht mehr sich selbst (z.B. wie verwundbar man ist) und erhält dadurch einen Schutz.
    • hundefreund wrote:

      Was von beidem nun diagnostiziert wird ist in der Praxis aber egal. Denn beides kann man nicht einfach mit ein paar Medikamenten heilen. Sondern bei beidem muss man lernen, mit den Symptomen zu leben. Und deshalb ist es egal, woher ein Symptom kommt. Man muss erkennen, dass man es hat, sich eingestehen, dass man so ist und dann kann man einen Weg finden, damit zu leben.
      Für mich ist es gar nicht egal, aber es kann sein, dass ich eine Ausnahme bin. Mir hilft die Diagnose. Vorher hat mir nichts geholfen.
      Viele, die sich mit Autismus nicht wirklich auskennen, sehen da alle möglichen Ähnlichkeiten zu anderen Diagnosen, aber wenn man tiefer blickt, gibt es diese Ähnlichkeiten in der Form nicht, sondern es wird aus Unwissenheit etwas falsch interpretiert.
    • Fidoline wrote:

      Viele, die sich mit Autismus nicht wirklich auskennen, sehen da alle möglichen Ähnlichkeiten zu anderen Diagnosen, aber wenn man tiefer blickt, gibt es diese Ähnlichkeiten in der Form nicht, sondern es wird aus Unwissenheit etwas falsch interpretiert.
      Da hast du Recht und ich stimme dir zu.

      Das ist bei ADHS auch nicht anders.
    • Hey, herzlichen Dank.
      Der Trâger, meint, dass ich keine neue WG bei einem anderen Trâger, im Zeitraum von weniger als 3 Monate Wartezeit bekomme.

      Da die 3 Borderlinefrauen Uber uns sch auch fast an die Gurken gehen, versuchen wir, dass ich mit jemanden evtl die WG wechseln kann.
      Hoffe, dass sich jemand findet.
      L.G. Daniel :thumbup: :thumbup:
    • @Nitram, körperlich ok, bisschen grün da und da ( meines Wissens nach kein Bluterguss) Wie Muskelkater am gesamten Körper.
      Psychisch fühle ich mich fertig, habe sehr starke Aggressionen, könnte alles zusammenschlagen und habe grössere Ângste, wenn ich draussen bin.

      L.G. Daniel :thumbup: :thumbup:
    • Kannst du deine Aggressionen vielleicht umleiten in etwas anderes, z.B. sportliche Betätigung oder Bewegung allgemein? Du hast wahrscheinlich jetzt (oder überhaupt) viele Stresshormone im Organismus, die kann man abbauen durch Sport.
      Glaub nicht alles, was du denkst.
    • hallo daniel,

      bei traumatischen erlebnissen (also solchen erlebnissen, bei denen man völlig überfordert ist und sich stark bedroht fühlt), kann das gehirn nicht mehr alles richtig sortieren. deswegen kommt es dir vor, wie bruchstücke.
      der mensch reagiert mit kampf, flucht oder erstarren ("einfrieren"). scheinbar hast du den modus "kampf" aktiv in dir.
      mir hilft bei sowas auch ganz viel sport. es muss nicht stunden lang sein, wichtiger ist auch, dass es intensiv ist (so, dass du richtig aus der puste kommst und dein herz ganz schnell schlägt). dann werden, wie schon oben erwähnt wurde, stresshormone abgebaut. es gibt auch noch mechanismen, die im gehirn passieren, aber die weiß ich nicht mehr auswendig.


      gut kann auch sein, das erlebte zu besprechen (vertrauensperson oder fachmenschen, eventuell gibt es auch eine ambulanz oder ähnliches wo du kurzfristig hingehen kannst). durch das erinnern ordnen sich erinnerungen und können integriert werden. aber es kann auch zu belastend sein, deswegen sind fachmenschen manchmal die bessere wahl. sei vorsichtig dabei.
      oder es mit schreiben oder malen/ basteln rauslassen (kein künstlerischer anspruch, wenn du nur rot und schwarz "kritzelst" und dann alles zerreißt ist es auch gut). oder collagen basteln mit bildern/ wörtern aus zeitungen. oder einen stein oder holzblock bearbeiten falls du werkzeug dafür hast.
      ein betreuer hat mal ein altes buch mit mir zerrissen. das war zuerst eine große überwindung es zu zerstören, aber dann hat das ganze zerreißen sehr gut getan.
      oder photos (ggf mit dem handy) machen und sie bearbeiten oder mit sprüchen versehen (oder ausdrucken und kaputt machen).

      dass du viel spazieren gehst ist auch gut für die nerven und das gehirn!!



      gut, dass dein träger zumindest versucht, dir zu helfen. borderline hin oder her, körperliche gewalt ist nie ok!
      vielleicht kannst du ja längerfristig dich woanders bewerben (z.b. haben manche ATZs auch betreutes wohnen oder kooperieren mit bestimmten trägern). es wäre schon wichtig, dass sich auch jemand mit dem autismus auskennt.
      ansonsten wäre es vielleicht hilfreich, wenn du mit "leichteren" erkrankungen zu tun hättest (im sinne von, für dich besser "lesbar" oder vorhersehbarer).


      ich hatte lange eine fehldiagnose mit borderline. ich finde nicht, dass es egal ist, was diagnostiziert wird, weil die gründe hinter scheinbar gleichem verhalten doch unterschiedlich sind. seit ich die richtige diagnose habe (und spezifische therapien bekomme) geht es mir (mit der zeit) viel besser und einige hartnäckige probleme sind verschwunden (früher hatte ich probleme mit selbstverletzung und hatte auch häufiger lautstarke konflikte mit meiner umwelt).
      manche startegien "gegen borderline" haben mir auch geholfen (z.b. achtsamkeit). es war wegen der falschdiagnose nicht auch komplett alles falsch.
      die vielen therapeuten und andere fachpersonen haben immer wieder gesagt, die beziehungsgestaltung ist ein wichtiges merkmal bei borderline. meine war immer konstant.

      ich habe einige autisten kennengelernt, wo ich zuerst dachte, sie hätten wohl eher eine persönlichkeitsstörung. mit der zeit habe ich dann doch ihren autismus gesehen. vielleicht haben sie beides (oder "züge" davon). wenn man lange nicht diagnostiziert wird, können auch viele schwierige muster sich entwickeln.

      gute besserung!
    • Daniel1 wrote:

      Meine Sozialarbeiterin, meint, dass er was anderes behauptet, wobei ich nicht weiss, was.(Schweigepflicht).
      Du wirst ihm halt auch Verletzungen zugefügt haben.

      Daniel1 wrote:

      Dazu habe ich gefragt, ob er wieder durchgedreht ist und die WG in Schutt und Asche gelegt hat.
      Du hast aber schon eine Art, die die Leute zur Weißglut treibt, oder?
      Aber nie an was schuld.
    • Daniel1 wrote:

      Da die 3 Borderlinefrauen Uber uns sch auch fast an die Gurken gehen, versuchen wir, dass ich mit jemanden evtl die WG wechseln kann.
      Hoffe, dass sich jemand findet.
      Hab ich das richtig verstanden, du willst mit einer der Borderlinerinnen tauschen? Hältst du das für eine kluge Idee, also die scheinen da ja auch nicht so sozialberträgölich zu sein.