Diagnose: Atypischer Autismus vom psychologischen Psychotherapeuten

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    • Diagnose: Atypischer Autismus vom psychologischen Psychotherapeuten

      Hallo,

      Mein Therapeut hat mit heute die Diagnose Atypischer Autismus gegeben.
      Natürlich habe ich ihn erstmal viel darueber nachgefragt. Ich befinde mich derzeit noch parallel in einer Autismusambulanz welche ebenfalls eine Diagnostik durchführt. Mein Therapeut hat ebenfalls eine spezielle Autismus-Ausbildung gemacht. Auch er haette den z.b ADOS Test durchführen können und sämtliche Test. Da er dies aber nicht täglich macht, war es für ihn sinnvoll diese in der Ambulanz durchzuführen. Nur ist es so das ich ein großes Problem mit dem Diagnostiker habe(er ist Fachartzt) und macht laut. Er schreibt in Briefen nach positiven Ados Test, postive Fremddiagnosetests z.B "...auf extreme Symptompräsentation fixiert" und vieles mehr. Ich war sehr schockiert aber auch mein Therapeut war sehr sauer. Ich habe mich ganz normal für mich verhalten in der Diagnostik.

      Nun zu meiner eigentliche Frage: Was sagt nun mehr aus? Die Diagnose bei meinen Psychotherpeuten oder dann doch das Ergebnisses welches ich warscheinlich im Oktober bekommen werde in der Ambulanz? Kann ich ueberhaupt die Diagnose die ich heute erhalten habe ernst nehmen.
      Mein Therapeut meint er kann diese Diagnose jetzt vergeben weil nunmal die Test positiv waren sowie der Rest. Habe auch Infomaterial soeben per Email von ihm erhalten. 8o
    • Ich würde mich nichts draus machen, egal welsche genaue Autismus Diagnose Du hast kannst Du damit eine Schwerbehinderung beantragen und auch eventuell Rücksicht und Anpassung deiner Umfeld fördern - klappt nicht immer, kann sogar das Gegenteil hervorrufen.

      Der DSM kennt kein Asperger, Atypischer usw mehr, nur Autismus Spektrum. Der ICD macht (noch?) die Unterscheidung.
      Diagnosen werden oft von verschiedene Psychologen verfeinert, wenn nicht gänzlich geändert (zB Bipolar->Asperger).
      Wichtig ist nur, das Du die passende Hilfe erhälst.
    • Foster1993 wrote:

      Die Diagnose bei meinen Psychotherpeuten oder dann doch das Ergebnisses welches ich warscheinlich im Oktober bekommen werde in der Ambulanz?
      Hallo,

      ich würde erst mal abwarten was bei der Diagnostik von der Ambulanz alles geschrieben wird. Wenn du damit einverstanden bist was die dort meinen und schreiben, dann wäre mein Rat dann nur das Schreiben von der Ambulanz zu verwenden. Ich persönlich würde sagen, dass eine Diagnose von einer Ambulanz ausführlicher sein könnte. Und fachlich vielleicht auch besser, weil die Ambulanz ja eher auf das Thema spezialisiert ist, und der Therapeut das nur als Zusatzausbildung hat.

      Oktober ist ja schon bald und ich würde erstmal abwarten was die Ambulanz schreibt, und dann entscheiden wie es weiter gehen könnte.
    • Zwischenmensch wrote:

      Und fachlich vielleicht auch besser, weil die Ambulanz ja eher auf das Thema spezialisiert ist, und der Therapeut das nur als Zusatzausbildung hat.
      Naja, die Psychologen dort haben ebenfalls diese Zusatzausbilung. Es ist nichts anderes. Wohlgemerkt bin ich natürlich mehr bei meinen Therapeuten als in der Diagnostik. Mein Therpeut behandelt sehr viele Autisten. In der Ambulanz sitzt noch ein Psychater.
    • Foster1993 wrote:

      Naja, die Psychologen dort haben ebenfalls diese Zusatzausbilung. Es ist nichts anderes.
      Bei der Ambulanz wo ich war, das waren alles Psychologen. Die haben aber in der Ambulanz nichts anderes gemacht, wie sich mit dem Thema Autismus und der Diagnostik von (möglichen) Autisten zu befassen. Das Thema Autismus war ihr Spezialgebiet, so zusagen. Sie hatten eine umfangreichere Fachkentnis darüber. Ich weiß natürlich nicht wie häufig dein Therapeut (mögliche) Autisten diagnostiziert.
    • On-Off wrote:

      Du hast kannst Du damit eine Schwerbehinderung beantragen
      Nur wenn die Diagnose des Psychotherapeuten durch einen Facharzt schriftlich abgesegnet wird, ansonsten ist sie wertlos.
      Hohe Zahlen bei der Editierungsanzeige zeigen nicht, dass ich permanent meine Meinung ändern würde. Ich habe nur Probleme Rechtschreib- und Grammatikfehler zu tolerieren und korrigiere diese daher, wenn ich sie sehe.
      Dennoch kann auch ich Tippfehler übersehen. In diesem Fall bitte ich um Nachsicht.
    • Ginome wrote:

      Nur wenn die Diagnose des Psychotherapeuten durch einen Facharzt schriftlich abgesegnet wird, ansonsten ist sie wertlos.
      Weshalb wäre das so?

      Ich kenne es halt auch anders, aber vielleicht weißt du dazu mehr als ich.
      Macht ist das Spielzeug der Reichen, das sie mit niemandem teilen (Muriel Barbery, "Die Eleganz des Igels")
    • @Capricorn In meinem Befundbericht (Psychologin) steht Folgendes unter Empfehlungen:

      "ggf. Validierung der Diagnose durch einen Facharzt (Psychiater) falls irgendwann Leistungen durch Ämter in Anspruch genommen oder ein GdB beim örtlichen Versorgungsamt beantragt werden sollten."
      "Auf der Metaebene lässt sich Abstand gewinnen zum Geschehen. [...] Und dabei zeigt sich, dass es andere Perspektiven, andere Erlebensweisen und viel mehr Möglichkeiten für Lösungen gibt, als sich der Mensch in seiner alten kleinen Welt hatte träumen lassen." (Brit Wilczek)
    • Capricorn wrote:

      Weshalb wäre das so?
      Weil

      Kayt wrote:

      "ggf. Validierung der Diagnose durch einen Facharzt (Psychiater) falls irgendwann Leistungen durch Ämter in Anspruch genommen oder ein GdB beim örtlichen Versorgungsamt beantragt werden sollten."
      this...

      Versorgungsämter haben schon Probleme Diagnosen von Psychologen anzuerkennen. Dabei sollte das ja geändert werden. Von normalen Therapeuten kannste das völlig vergessen. Es sei denn natürlich es ist ein "ärztlicher Psychotherapeut".
      Hohe Zahlen bei der Editierungsanzeige zeigen nicht, dass ich permanent meine Meinung ändern würde. Ich habe nur Probleme Rechtschreib- und Grammatikfehler zu tolerieren und korrigiere diese daher, wenn ich sie sehe.
      Dennoch kann auch ich Tippfehler übersehen. In diesem Fall bitte ich um Nachsicht.
    • zaph wrote:

      Weil Diagnosen von Ärzten gestellt werden.
      Aber nicht ausschließlich. Es gehört zum Berufsalltag von Psychologen/psychologischen Psychotherapeuten Diagnosen zu stellen.
      "Auf der Metaebene lässt sich Abstand gewinnen zum Geschehen. [...] Und dabei zeigt sich, dass es andere Perspektiven, andere Erlebensweisen und viel mehr Möglichkeiten für Lösungen gibt, als sich der Mensch in seiner alten kleinen Welt hatte träumen lassen." (Brit Wilczek)
    • Nein psychologen dürfen Diagnosen stellen in 99%der Faelle. Einige Störungen müssen aber z. B durch Teste wiederlegt werden. Wenn diese vorhanden sind und positiv sind, koennen sie auch diese Stoerungen vergeben. So hat es mir mein psychologischer psychotherpeut gesagt.
    • Foster1993 wrote:

      Nur genau das mit den Ämter hab ich mir schon dabei gedacht,dass das dort keine Tragkraft hat.
      Na ja, es käme auf den Versuch an....

      Diagnosen sind ja zum Verständigen der Fachkräfte untereinander gut geeignet.

      Aber für die Erstellung einer Beurteilung zum Beispiel für einen Pflegegrad oder die Behinderungen bei Schwerbehindertenantrag sind doch genaue Schilderungen der Einschränkungen wichtiger.
      Ich weiß, dass auch in Sozialgerichtsverfahren Berichte von Psychologen Beachtung erhalten.

      Und noch ein Beispiel: Bei der Diagnostik von schulischen Teilleistungsstörungen (Lese-, Rechen- und Rechtschreibstörungen) werden nicht nur ärztliche Atteste, sondern auch Berichte von besonders erfahrenen (Kinder-)Psychologen und Pädagogen anerkannt.
      Da ist die klinische Erfahrung wichtiger als das Medizinstudium.
      Macht ist das Spielzeug der Reichen, das sie mit niemandem teilen (Muriel Barbery, "Die Eleganz des Igels")
    • Ginome wrote:

      Versorgungsämter haben schon Probleme Diagnosen von Psychologen anzuerkennen.
      Also die Ämter, die ich kenne, haben das nicht.

      Probleme gibt es eher bei Physiotherapeuten oder Logopädiebehandlung.

      Da dort in der Regel nur ein Teilbereich behandelt wird, ist es für mich auch einleuchtend, wenn ein einziger Bericht vom Physiotherapeuten nicht ausreicht, um damit Merkzeichen "G" zu begründen (Ausnahmen bestätigen die Regel).
      Macht ist das Spielzeug der Reichen, das sie mit niemandem teilen (Muriel Barbery, "Die Eleganz des Igels")