Leute auf der Straße anschauen

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    • Leute auf der Straße anschauen

      Hallo, ich wollte mal fragen wie ihr das macht, wenn euch Leute auf der Straße oder im Wald beim spazierengehen begegnen? An Orten wo sehr wenig los ist, mache ich es in der Regel so, dass ich die Person/en kurz anschaue und wenn sie nicht zu mir schaut, dann sage ich nichts und laufe weiter und wenn sie herschauen, sage ich meistens Hallo.
      In der Stadt wo mehr los ist, schaue ich, aber eher keine anderen Personen an. Es ist auch so, dass ich zu jüngeren Frauen oder Mädchen, nicht hinschaue, weil ich immer denken, dass das aufdringlich oder belästigend wirkt.
    • Bei mir ist es schlimmer, ich denk ich bin Paranoid geworden, ich fühl mich ja wie in der Trumanshow, und wenn ich Nachts jemanden begegne, z.B. im Wald wo ich eigendlich alleine sein wollt, da hab ich irgendwie die Denkweise das es von dem anderen Absicht ist. Genauso, fühlt es sich auch mit Autofahrern an, da ist ewig nix los auf der Strasse, und allein mal in 4 Minuten waren 11 Autofahrer unterwegs, gerade dann wenn ich da entlang geh... und damals, des wirkt in meinem Gedanken noch nach, es Regnet und ich war nochmal mit Hund draußen, bin die Straße entlang gelaufen, und k.A. ich dreh mich um, und 3 Autos waren auf einmal die Lichter an und sind ausgestiegen, nicht hintereinander, schon getrennt. nur da denk ich echt, war das extra für mich, oder warum fangen Leut an Nachts ihre Mülltonen zu schieben.. Bumbum rummelrummel

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    • Ferer97 wrote:

      An Orten wo sehr wenig los ist, mache ich es in der Regel so, dass ich die Person/en kurz anschaue und wenn sie nicht zu mir schaut, dann sage ich nichts und laufe weiter und wenn sie herschauen, sage ich meistens Hallo.
      Im Wald mache ich das manchmal so, wie du schreibst.
      Aber manchmal ist mir nicht danach, und dann schaue ich in die andere Richtung oder auf den Boden und ignoriere die Leute. Wenn viele unterwegs sind, ignoriere ich sie auch. In der Stadt mache ich das immer so, außer direkt in dem Ort, wo ich wohne, dort mal so mal so, wie im Wald.
      Ich fühle mich immer gestört und unwohl, wenn mir jemand entgegen kommt an Orten, wo wenig los ist. Wenn ich dann vorbei bin, entspanne ich mich wieder.
      Historisch gesehen waren die schrecklichsten Dinge wie Krieg, Genozid oder Sklaverei nicht das Ergebnis von Ungehorsam, sondern von Gehorsam.
      (Howard Zinn)
    • Also erlich gesagt, da habe ich noch gar nicht so sehr darauf geachtet. Im Wald spazieren gehen war ich eh nicht. Im einer Fußgängerzone, tja, ich denke mal da kommt es darauf an ob die Menschen dort irgend wie interessant sind.

      Ich denke noch einmal darüber nach und wenn mir noch etwas hier zu einfällt melde ich mich noch mal. :nerved:
    • Ferer97 wrote:

      An Orten wo sehr wenig los ist, mache ich es in der Regel so, dass ich die Person/en kurz anschaue und wenn sie nicht zu mir schaut, dann sage ich nichts und laufe weiter und wenn sie herschauen, sage ich meistens Hallo.
      Bei richtigem Wandern in der freien Natur, in den Alpen ist es üblich, sich kurz zu begrüßen. Das mach ich auch. Im Stadtwald, selbst wenn nur wenige unterwegs sind, tu ich das aber nicht. "Hallo" sag ich irgendwie nicht so gern, lieber "servus" oder auch "Guten Morgen", "Guten Tag". Ich schaue dabei den/die anderen nicht direkt an, aber ich schaue auch nicht demonstrativ irgendwo anders hin.

      Ferer97 wrote:

      In der Stadt wo mehr los ist, schaue ich, aber eher keine anderen Personen an.
      Mach ich auch nicht, warum auch? Bei mir im Zentrum einer Großstadt käme ich ja aus dem Anschauen gar nicht mehr heraus.
      "Hast Du aber Deinen Dämon gefunden, dann bist Du nicht mehr allein auf der Welt." (Oskar Panizza, Der Illusionismus und die Rettung der Persönlichkeit.)
    • Seit ich denken kann schaue ich beim Laufen auf den Boden. Wenn man mich nicht aktiv anspricht kriege ich von Menschen nichts mit.
      Hohe Zahlen bei der Editierungsanzeige zeigen nicht, dass ich permanent meine Meinung ändern würde. Ich habe nur Probleme Rechtschreib- und Grammatikfehler zu tolerieren und korrigiere diese daher, wenn ich sie sehe.
      Dennoch kann auch ich Tippfehler übersehen. In diesem Fall bitte ich um Nachsicht.
    • Bzgl. Grüßen: In der Nähe von meinem Haus grüße ich meistens jeden, schon allein aus 2 Gründen: Manche kommen mir wirklich bekannt vor, und weil ich aus Erfahrung weiß, das ich schlecht im Wiedererkennen von Personen bin.
      Weiter weg vom Haus im Stastgebiet und wenn wo relativ viele Menschen sind, grüße ich eher nicht. Wenn wo ganz wenige sind, also in der freien Natur, schon wieder eher. Aber da hängt es auch von den Umständen ab, also als Frau im Wald grüße ich z.B. eher nicht von mir aus Männer (sorry wenn das unhöflich ist. Zurückgrüßen tue ich aber).
      Habe festgestellt, dass ich eher ältere Menschen grüße, k.A. warum. Vielleicht, weil sie weiter weg von mir sind und ich sie irgendwie als Respektperson sehe, oder weil sie auch eher grüßen, da es früher als unhöflich angesehen wurde, das nicht zu tun? Hab zumindest auch mal gelesen, dass früher die Jüngeren die Älteren grüßen sollten, also es wurde erwartet, dass Kinder zumindest Nachbarn oä. zuerst grüßen. Erlebe ich heute kaum von Kindern, aber das macht mir auch nichts. Sehe zudem auch nicht besonders alt aus.

      Bzgl. ob überhaupt angucken, wenn jemand entgegen kommt: Da frage ich mich schon lange, was da denn da überhaupt normal wäre. Ist es normal, gar nicht zu gucken? Oder kurz? Aber wenn ja, wie früh/ab welcher Entfernung, und wie schnell soll man wieder weggucken? Und dann nochmal hingucken, wenn die Person noch nicht so schnell vorbei ist? Und wenn man das Hin- und Her nicht beherrscht, darf man dann auch länger gucken, oder gilt das als Anstarren?

      Ich erwarte jetzt keine Antworten à la: Trau dich doch/steh dazu, nicht oder nur kurz zu gucken. Sondern nur aus Interesse, wie das denn normal läuft? Ich kenne es ja nur bei Leuten, die mir entgegenkommen, und die sind ja da durch mich beeinflusst, und ich verhalte mich dabei bestimmt nicht normal.
    • Wenn ich bei mir im Ort einkaufen gehe grüße ich die Menschen, mit einem simplen "Hallo", in meiner Straße und auf dem Weg zum Laden.

      Ich erkenne Personen, die ich länger nicht gesehen habe nicht bzw. sehr schwer wieder. Mit den Masken auf erkenne ich die Personen höchstens an der Stimme, sofern sie als einziges Erkennungsmerkmal ausreichend ist. Sofern ich jemanden erkenne grüße ich auch. Klar die Mitarbeiter im Laden grüße ich i.d.R. regelmäßig.
    • Ferer97 wrote:

      An Orten wo sehr wenig los ist, mache ich es in der Regel so, dass ich die Person/en kurz anschaue und wenn sie nicht zu mir schaut, dann sage ich nichts und laufe weiter und wenn sie herschauen, sage ich meistens Hallo.
      In der Stadt wo mehr los ist, schaue ich aber eher keine anderen Personen an.
      Das ist bei mir genauso (meist mit "moin" statt "hallo"). Im Wald zum Beispiel ist - meistens jedenfalls (glücklicherweise) - nicht viel los, so dass ja eine Begegnung fast schon etwas "Besonderes" ist und man, was das Wandern oder Spazierengehen betrifft, hier ja schon so etwas wie ein gemeinsames Interesse hat. Bei so manchem einsamen Wanderer denke ich: Mensch, der/die ist genau wie ich allein im Wald unterwegs, vielleicht "tickt" der/die ja ähnlich wie ich.
      In der Stadt bzw. wenn mehr Menschen in der Nähe sind, ist das natürlich nicht mehr so, da nehme ich andere Menschen praktisch auch nicht mehr wahr.
    • Hallo zusammen,
      ich habe an verschiedenen Orten in Deutschland gewohnt und finde es krass, wie verschieden da die Gepflogenheiten sind. In der einen Gegend haben sich die Menschne vielh häufiger gegrüßt, in der anderen Gegend ist man immer angestarrt worden (auf eine sehr unangenehme Weise) und jetzt, da ich wieder in der Gegend bin, in der ich aufgewachsen bin, fällt mir auf, dass sich hier 60% irgendwie ignorieren. Diese Mischung finde ich irgendwie unangenehm, weil ich nie richtig weiß, was ich tun soll. Weil: ignorieren die mich, weil ich sie nicht anschaue oder weil sie das einfach so machen? Gerade beim Spazieren gehen, wenn ich am liebsten einfach keine Menschen um mich herum haben möchte, verunsichert mich das. Aber da hab ich jetzt so eine Regel: ich schaue von weitem, ob die Person schaut, dann schaue ich weg und wenn wir uns dann relativ nah sind (so 2-3 Meter) schaue ich nochmal. Wenn die dann nicht schaut, sag ich nichts, wenn ja, grüße ich.

      Aber in Fußgängerzonen finde ich das irgendwie schwerer. Allein schon abzuschätzen, wie lange man jetzt jemanden anschauen "darf". Vor allem erkenne ich Menschen eher an der Kleidung und an der Art, wie sie sich bewegen, erst sehr spät am Gesicht. Und in der Stadt, wo ich gewohnt hatte, kannte man sich (es war eine kleine Stadt), es waren aber auch viele Touris unterwegs. Es war also an manchen Tagen eine echte Herausforderung für mich, durch die Fußgängerzone zu gehen. Vor allem, weil ich gerne auch "im Blindflug" unterwegs bin, wenn ich zum Beispiel auf dem Weg wohin ware, habe ich oft alles ausgeblendet. Es ist für mich immer noch ein Rätsel, wie das eigentlich geht und ich frage mich, ob es Menschen gibt, die das einfach total natürlich finden oder sich darüber gar keine Gedanken machen müssen.
    • Lachatte wrote:

      Sondern nur aus Interesse, wie das denn normal läuft?
      Ich glaube, es ist normal so, dass man sich anschaut, wenn man noch so ca. 3 m entfernt ist. Bei ca. 1 m Entfernung sagt man freundlich Hallo und läuft aneinander vorbei. So beobachte ich es jedenfalls bei anderen Leuten.
      Ich selbst fühle mich aber trotzdem unwohl dabei. So ein bisschen Abstimmungsprozess ist trotz dieser Regel damit verbunden, weil nicht alle Leute zurückschauen oder grüßen. Also muss man immer noch entscheiden, ob man wirklich Hallo sagt oder nicht, je nachdem, wie die anderen sich verhalten.
      Historisch gesehen waren die schrecklichsten Dinge wie Krieg, Genozid oder Sklaverei nicht das Ergebnis von Ungehorsam, sondern von Gehorsam.
      (Howard Zinn)
    • Ist das so ein Landding, fremde Menschen zu grüßen?
      Ich bin in einer Halbmillionenstadt aufgewachsen und so erzogen worden (meine Mutter hat da immer sehr drauf geachtet), dass man die Leute, die einem im Wohnhaus begegnen, anschaut und immer deutlich hörbar grüßt, und auf der Straße die Leute hingegen nur kurz anschaut, um zu prüfen, ob man sie kennt (also so aus einer Entfernung zwischen 3-10 m), und dort auch nur Bekannte grüßt (da reicht dann je nach Person und Situation ggf. auch ein wortloser Gruß). Das habe ich in anderen Städten, in denen ich gewohnt oder gearbeitet habe, auch kein bißchen anders erlebt (abgesehen von wenigen Ausnahmen, die dadurch ziemlich strange rüberkamen).
    • Ginome wrote:

      Seit ich denken kann schaue ich beim Laufen auf den Boden. Wenn man mich nicht aktiv anspricht kriege ich von Menschen nichts mit.
      Habe ich bis vor relativ kurzer Zeit auch so gehandhabt. Es war ein großer Fehler (für mich).

      Manche Menschen sehe ich nun immer wieder, daher weiß ich, dass sie auch in der Umgebung wohnen/leben. Ich weiß aber nicht, wie lange sie mich schon "kennen" und welches Bild sie von mir haben, ich mache mir erst seit kurzem eins von ihnen. Sie kennen mich also besser als ich sie. Wenn sie mich ansprechen, wissen sie, mit wem sie es zu tun haben. Ich aber nicht bei ihnen. Bei manchen weiß ich nun aber, das ich sie besser von vornherein meide. Das sind wichtige Informationen, die ich vorher nicht hatte.

      Letztes Jahr blieb mein Blick dann in den Augen einer Frau hängen und dann auch immer wieder, als ich sie sah. Das war/ist strange in vielerlei Hinsicht für wahrscheinlich uns beide. Vielleicht sieht/kennt sie mich seit vielen Jahren und wundert sich, warum ich sie plötzlich immer anschaue, nachdem ich sie zuvor jahrelang ignoriert habe. Vielleicht sind wir schon hunderte Male aneinander vorbeigelaufen, aber ich hatte sie nie gesehen.

      Die ersten zwei, drei Male war ich noch etwas unsicher, ob es dieselbe Person ist. Aber ich erkenne und registriere sie nun selbst im Rush-Hour-Getümmel aus dem Blickwinkel heraus aus einiger Entfernung zwischen sovielen Leuten und sie mich auch.

      Ich weiß nicht, was und wen ich sonst noch so alles verpasst habe.

      = Es lohnt sich, nicht nur auf den Boden zu schauen.
    • Bei uns im Dorf kennen und grüßen sich alle. Wenn ich dann mit meinen Kindern in die Stadt fahre, erkennt man meine kleinen Landeier immer daran, daß sie jeden anlächeln und grüßen.. :) .. immerhin sind sie beschäftigt.

      Wenn ich das ebenso machen würde, würden sie mir wahrscheinlich in eine Zwangsjacke stecken und abtransportieren...
    • Dr. L84 wrote:

      Es lohnt sich, nicht nur auf den Boden zu schauen.
      Dazu müsste ich mich aktiv bei jedem Schritt zwingen. Wie gesagt, ich habe noch nie anders gemacht. Erst wenn meine Mutter darauf bestand "Schau den Herrn an und gib ihm die Hand" ist das widerwillig geschehen und auch nur ganz kurz.

      Dafür habe ich aber schon häufiger Geld auf dem Boden gefunden. Es kann sich also auch lohnen auf den Boden zu schauen. :lol:
      Hohe Zahlen bei der Editierungsanzeige zeigen nicht, dass ich permanent meine Meinung ändern würde. Ich habe nur Probleme Rechtschreib- und Grammatikfehler zu tolerieren und korrigiere diese daher, wenn ich sie sehe.
      Dennoch kann auch ich Tippfehler übersehen. In diesem Fall bitte ich um Nachsicht.
    • Gerit wrote:

      Bei uns im Dorf kennen und grüßen sich alle. Wenn ich dann mit meinen Kindern in die Stadt fahre, erkennt man meine kleinen Landeier immer daran, daß sie jeden anlächeln und grüßen.. :) .. immerhin sind sie beschäftigt.
      Deine süßen kleinen Landeier machen aber sicher auch vielen Menschen eine Freude damit und das ist es wert. :)

      Ich grüße in meiner Straße alle älteren Leute, weil ich mal irgendwann festgestellt habe, wie sehr sich viele von denen darüber freuen. Nun muss ich es weiter machen, weil ich mir nicht merken kann, wen ich alles schon gegrüßt habe.

      Aber mit Ü50 ist mir auch egal, was "die Leute" denken, denn da ist niemand mehr erziehungsberechtigt.