Sich in anderen Bereichen verbessern, um negative Aspekte des Autismus so angenehm wir möglich zu machen

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    • RegenbogenWusli wrote:


      Es liegt aber auf der Hand das jeder Mensch besser funktioniert wenn er seelisch und körperlich mit sich und seiner Umwelt gut zurecht kommt und sich wohl fühlt.
      Autisten haben es generell schwerer als andere Menschen die keine Einschränkungen haben, darum sollte man besser versuchen generell so viel wie möglich in seiner Umwelt als Autist etwas so verändern das es für einen passt. Ich musste dafür umziehen aber mir war es das auf jeden Fall wert.
      Mir geht es auch so, dass ich mich deutlich besser fühle und auch aufnahmefähiger bin wenn die Umgebung passt. Ich hatte schon den Fall, dass ich total ausgelaugt war bei einem Praktikum oder Ausbildung wenn die Arbeit nichts für mich war, ich mit den Menschen dort nicht klarkam, ich weit fahren musste, total fertig war am Abend und zu viele Reize auf mich eingeprasselt sind - eine andere Umgebung (die ich seit einigen Jahren bei einem Job habe, der mein Spezialinteresse beinhaltet) sorgt dafür, dass ich nicht wegen der Arbeit total fertig bin (klar es gibt auch mal stressige Tage oder man muss mal Überstunden machen aber das wird es in jedem Job geben damit kann ich hier gut leben) und mich den Rest vom Tag auf andere Sachen konzentrieren kann. Ich kann bis zu einem gewissen Punkt selbst an mir arbeiten aber bei manchen Dingen muss ich auf gute äußere Umstände hoffen, damit ich mich wohlfühle - das wird durch irgendwelche Meditationen oder sonst irgendwas nicht besser. "Autistenfeindliche Situationen" halte ich auf Dauer auch nicht mit Entspannungsübungen aus. Zum Glück habe ich mir mein Umfeld in den Jahren so aufgebaut, dass ich nicht mehr so oft in blöde Situationen komme.
    • Ant wrote:

      Mir geht es erstmal nur darum, mich selbst zu verbessern, weil mich Dinge an mir selbst stören, die mich daran hindern, meine Träume zu verwirklichen. Nur, weil man eine Verhaltensweise ändert, ändert man ja nicht seinen Charakter.
      Das ist bei mir anders, ich kann ja auch nur von mir selber sprechen. Ich sehe an mir selbst kaum etwas was ich an mir ändern würde. Die meisten Dinge wo andere schonmal meinten das es nervig, unnormal oder sonst was ist, sind Dinge die mich aber ausmachen und sie würden mich als Persönlichkeit ändern wenn ich sie jetzt unterdrücken würde oder etwas anderes als Ersatz/Ausgleich mir antrainiere und das sehe ich nicht ein das für ein paar Individuen zu tun da ich damit selbst keine Probleme habe.
      Manche Dinge an mir würde ich auch ändern, ich möchte mich definitiv operieren lassen damit ich einen männlichen Körper bekomme, bin ja transgender, aber das ist ja auch nicht von jetzt auf gleich getan. Ich bin jetzt gerade erstmal umgezogen damit ich auch schonmal etwas näher an der Klinik meiner Wahl lebe, das macht das ganze schonmal etwas einfacher.
      Jetzt muss ich mich darum kümmern irgendwie die Kostenübernahme von der Krankenkasse zu bekommen, aber ich habe da noch keine Ahnung was ich da genau machen muss.
      Ich wollte eigentlich auch hier zu einer Transgender Psychotherapeutin, aber die Klinik verlangt die Stellungnahme von einem Spezialisten wo man schon länger war, da wäre diese neue Therapeutin total ungeeignet, das würde dann meine alte Therapeutin in Essen machen müssen.
      Das ist im Moment das einzige was ich ändern möchte an mir selbst und mein Leben betreffend.
    • Ant wrote:

      Also ich kenne das Wort Traum auch unter dieser Bedeutung, die im Duden steht:

      Duden wrote:

      2.a) sehnlicher, unerfüllter Wunsch

      Beispiele
      • der Traum vom Glück
      • Fliegen war schon immer sein Traum
      • es ist ihr Traum, Schauspielerin zu werden [...]

      Wenn ein Traum in diesem Kontext ein unerfüllter Wunsch ist, kann er Realität werden. Dann ist es kein Traum, das ist richtig. Aber in der Vergangenheit war es dann ein Traum. Ich hoffe, das klärt das Missverständnis auf.
      Klar, passiv kenn ich diese übertragene Bedeutung von "Traum" auch... aber das ist irgendwie eine schrecklich neurotypische Metapher. Dachte, Autisten träumen, naja, konkreter... . Nicht sicher, ob ich zum Beispiel vom "eigenen Haus" träumen könnte ... mein Traum-ich ist mit solchen Abstraktionen wie Eigentum an Immobilien überfordert, das könnte gar kein passendes Traumsymbol dafür anfertigen.

      Annyway, wenn Du mich nach Träumen im Sinne von "sehnlicher, unerfüllter Wunsch" fragst, würde ich wahrscheinlich sowas antworten wie "die Basis für genetische Schlaflosigkeit ausarbeiten, in einen modifizierten Tollwut-Vektor integrieren und für lächerlich viel Geld an die Managerkaste verkaufen ... wie geil ist das denn? Die zahlen mich dafür, dass ich sie mit Tollwut infiziere ...". Bin aber nicht sicher, ob das die nötige Qualität von "sehnlich" hat ... . Oder vielleicht "Gewehre entwickeln, die von Bären bedient werden können und dann Bären darauf trainieren, sie zu benutzen, damit ich von meinem 'Right to Arm Bears' gebrauch machen kann ...". Auch nicht wirklich "sehnlich". Vielleicht wird es doch nur die Stiftung, die jedem Kind ermöglicht, Trompete zu spielen.
    • Lars77 wrote:

      ist irgendwie eine schrecklich neurotypische Metapher
      Nein. Im Duden steht, wie ich schon geschrieben habe, diese Bedeutung ebenfalls mit drin. Das Wort Traum ist demnach eine Vokabel, mit mehreren Bedeutungen, die man einfach nur auswendig lernen muss.

      Ich möchte gerne zum Thema dieses Theards zurückkehren.