Sich in anderen Bereichen verbessern, um negative Aspekte des Autismus so angenehm wir möglich zu machen

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    • Sich in anderen Bereichen verbessern, um negative Aspekte des Autismus so angenehm wir möglich zu machen

      Hallo zusammen!

      Die negativen Aspekte des Autismus zerren ja schon genug an unseren Kräften und schränken uns schon genug ein. Aber dann kommen noch Dinge hinzu, mit denen jeder Mensch zu kämpfen hat. Mein Ziel ist es, mein Leben in diesen anderen Bereichen so zu verbessern, dass ich die negativen Aspekte des Autismus viel besser ertragen kann und ich die positiven Aspekte des Autismus "glänzen" können.

      Ich gebe mal ein Beispiel:
      Ich sitze zu viel am Pc. Dadurch hatte ich früher immer Rückenschmerzen. Wenn ich dann noch mit Reizüberflutung konfonrtiert wurde, dann konnte ich damit viel schlechter umgehen, weil ich schon Schmerzen hatte. Durch regelmäßigen Sport habe ich seit Jahren keine Rückenschmerzen mehr und kann dann auf Reizüberflutung besser reagieren.

      Wie ist das bei euch? Welche Lebensbereiche versucht ihr zu verbessern, damit eure autistischen Züge mehr "Luft zum Atmen haben". Welche Erfahrungen habt ihr gemacht, welche Tipps könnt ihr geben?
    • Die Rückenschmerzen kommen i.d.R nicht vom vielen sitzen an sich, sondern von einer schädlichen Sitzhaltung. Sport ist gut, keine Frage, aber die Sitzhaltung ist ein nicht zu unterschätzender Faktor.

      Statt ertragen ist Akzeptanz die bessere Wahl.

      Welche negativen Aspekte meinst du genau?
    • Tux wrote:

      Die Rückenschmerzen kommen i.d.R nicht vom vielen sitzen an sich, sondern von einer schädlichen Sitzhaltung. Sport ist gut, keine Frage, aber die Sitzhaltung ist ein nicht zu unterschätzender Faktor.
      Da gebe ich dir recht. Damit eine gute Sitzhaltung über einen langen Zeitraum eingenommen werden kann, muss allerdings die nötige Muskulatur vorhanden sein, die man nicht bekommt, wenn man nur rumsitzt.

      Tux wrote:

      Statt ertragen ist Akzeptanz die bessere Wahl.
      Ich akzeptiere meinen Autimus. Ich will lediglich die Dinge, die nichts mit dem Autismus zu tun haben und die sich negativ auf mich auswirken, verbessern, damit ich nicht diese doppelte Belastung habe.

      Tux wrote:

      Welche negativen Aspekte meinst du genau?
      Reizüberflutung, Schwächen in der Fein- Und Grobmotorik, Konzentrations- und Lernprobleme, usw.
    • @Ant was genau machst du denn so an deinem PC? Ich meine wegen deiner Reitzüberflutung?
      Was deine Rückenschmerzen angeht muß ich @Tux rechtgeben, achte in Zuckunft doch mal.Genau auf deine Sitzhaltung. Weil es in jeder Wirbelsäule kleine Kissen zwischen den einzelnen Wirbeln gibt die eventuell eingeklemmt werden.
      Und was den Autismus im allgemein angeht so habe ich mit der Zeit gelernt mich selbst so zu nehmen wie ich bin, und sollten andere Menschen damit Schwierigkeiten haben. So ist das eben deren Problem.
      Übrigens in der Schule bald ich auch als lehrnbehindert. Heute weiß ich jedoch das die Klassen einfach zu voll und unruhig waren.
    • Nitram wrote:

      @Ant was genau machst du denn so an deinem PC? Ich meine wegen deiner Reitzüberflutung?
      Ich programmiere. Davon kommt die Reizüberflutung nicht, sondern von der Umgebung. Z.B. von lauten Nachbarn, zu viel Verkehr auf der Straße (das Haus, in dem ich wohne, hat dünne Wände), etc. ANC Kopferhörer helfen da schon gut. Wobei ich nie Musik höre, das stört mich auch. Ich mach einfach nur die Noice Cancelling Funktion an.

      Nitram wrote:

      Was deine Rückenschmerzen angeht muß ich @Tux rechtgeben, achte in Zuckunft doch mal.Genau auf deine Sitzhaltung.
      Ich habe Tux schon geschrieben, dass eine korrekte Sitzhaltung nur mit der nötigen Muskulatur möglich ist. Und wie ich schon sagte, ich habe seit Jahren keine Rückenschmerzen mehr, weil ich eben Sport mache und diese Muskulatur aufgebaut habe. Das sollte nur ein Beispiel sein, was ich allgemein mit der Thematik meine und wie ich in diesem Bereich schon eine Verbesserung erzielen konnte.

      MangoMambo wrote:

      Hast du dir schon mal die Bereiche 1. Ernährung und 2. Achtsamkeit angeschaut?
      Ernährung ja. Ich ernähre mich vegan mit vollfertigen Produkte. Ich koche auch jeden Tag mit frischen Zutaten. Ich esse keine Süßigkeiten, ich trinke kein Alkohol, ich rauche nicht, ich trinke kein Kaffee, ich esse keine Fertigprodukte. Ich trinke jeden Tag mind. 2 Liter Wasser. Ich achte darauf jeden Tag 0,7g - 1g Proteine pro 1 kg Köprergewicht zu mir zu nehmen. Ich achte bei allen Vitaminen und Spurenelementen auf eine ausreichende Versorgung durch natürliche Quellen. Bei B12 geht das nicht, das supplementiere ich jeden Tag. Seit ich meine Ernährung umgestellt habe, geht es mir viel besser und ich konnte mich in allen Bereichen meines Lebens verbessern und habe viel mehr Freude am Leben.

      Was genau meinst du mit Achtsamkeit?
    • Ant wrote:

      Was genau meinst du mit Achtsamkeit?
      Es gibt viele Arten von Achtsamkeitsübungen z.B. verschiedene Meditationsformen.
      Man sollte da etwas finden, womit man sich wohlfühlt.

      Achtsamkeit hat für mich den Umgang mit Emotionen und Reizen im Alltag schon oft leichter gemacht.

      Sehr empfehlenswert ist meiner Meinung nach auch das Buch "Gefühl und Mitgefühl" (Dalai Lama, Paul Ekman), dort werden die Vorteile von Achtsamkeit für den Alltag gut dargestellt. Falls man also noch nicht weiß, wofür man das gebrauchen könnte, bzw. ob sich das für einen selbst lohnt.

      Letztlich kann man durch Achtsamkeit auch lernen den Zeitraum zwischen Emotion und Handlung zu verlängern und so mehr Einfluss auf die eigenen Reaktionen zu nehmen.
    • Seine Umgebung an die eigenen Bedüfnisse anpassen scheint generell eine gute Lösung zu sein im probleme besser ertagen oder los zu werden.
      Das mit dem Sport ist bei Rückenproblemen eh eine gute Idee. Ich habe jetzt schon von mehreren Ärzten gehört das Operationen an den Banscheiben nicht so viel bringen, Sport der die Muskulatur im Rücken aufbaut ist sehr viel besser weil diese dabei helfen die Wirbel im Abstand zu halten und nicht auf die Banscheiben drücken zu lassen.
      Ich bin leider ein Sportmuffel, sollte das auch öfter machen aber außer jeden Tag hier oder mal dort hin laufen oder mal Roller fahren mache ich leider auch nichts.
      Ich habe aber meine Umgebung seit meinem Umzug an meine eigenen Ansprüche auch verbessert und ich fühle mich jetzt innerlich schonmal auch besser und ruhiger oder genauer gesagt zufriedener. Das hat nicht zuletzt auch was damit zutun das ich an meinem neuen Arbeitsplatz das machen kann was ich eh generell am liebsten tue. Mit den Leuten da komme ich auch gut klar, die Leute da helfen mir auch bei Dingen die ich nicht alleine kann und so.
      Mir ging es in Essen in der WfbM ja auch schon besser, als vorher bevor ich dort anfing und nur zuhause war und noch zusätzlich andere Probleme hatte wegen meiner Krankenversicherung und so.
      Diese probleme fallen nun weg, ich bin abgesichert, wir haben hier auch Nachbarn aber irgendwie kann ich jetzt damit leben das man die manchmal hört. Nachts ist es wenigstens ruhig und wenn dann hört man den Lärm von den Party-leuten von draußen, das aber auch nur an warmen tagen. Die letzten Tage war es eher kühl und da sind die nachts nicht unterwegs. Zudem hört man die mit geschlossenem Fenster auch nicht.
      Ich habe zuvor auch schon in Fachliteratur für Autismus gelesen das Ärzte die Therapien versuchten, herausfanden das Autisten besser klarkommen wenn die Bedingungen für sie stimmen.
      Die Symptome minimieren sich scheinbar, auch wenn sie nicht völlig verschwinden.
      Es liegt aber auf der Hand das jeder Mensch besser funktioniert wenn er seelisch und körperlich mit sich und seiner Umwelt gut zurecht kommt und sich wohl fühlt.
      Autisten haben es generell schwerer als andere Menschen die keine Einschränkungen haben, darum sollte man besser versuchen generell so viel wie möglich in seiner Umwelt als Autist etwas so verändern das es für einen passt. Ich musste dafür umziehen aber mir war es das auf jeden Fall wert.
    • Back wrote:

      @RegenbogenWusli Neues Bild . Hat sich sonst was bei dir verändert? (Passt eigentlich nicht hierher/in diesen Thread)
      Dann schreib ihn doch persönlich an?

      @RegenbogenWusli
      Ja, das mit der Umgebung anpassen ist auch ein sehr guter Tipp. Ich warte im Grunde nur noch darauf, dass ich endlich umziehen kann, aber ich muss mich noch ein halbes Jahr gedulden. Ich habe auch den Eindruck, dass es einfacher ist, seine Umgebung zu ändern, als an sich selbst zu arbeiten. Ich muss auf jeden Fall auch immer sehr hart daran arbeiten, um Gewohnheiten zu ändern, also ich kann das mit dem Sportmuffel auf jeden Fall verstehen. Zum Glück habe ich da schon die Arbeit reingesteckt, aber es war am Anfang wirklich die Hölle. Da hilft es, sich immer bewusst zu machen, wofür man es tut.

      MangoMambo wrote:

      Es gibt viele Arten von Achtsamkeitsübungen z.B. verschiedene Meditationsformen.
      Man sollte da etwas finden, womit man sich wohlfühlt.
      Hast du Erfahrung mit verschiedenen Meditationsformen oder kannst du eine Empfehlung aussprechen, über die ich mich dann selbst weiter informieren kann? Mir fällt es sehr schwer, meine Gedanken zu kontrollieren, wenn ich "nichts" tue. Ich fange immer sofort an zu tagträumen. Vielleicht ist nichts tun in Zusamenhang mit Meditation auch ein falscher Ausdruck.

      MangoMambo wrote:

      Sehr empfehlenswert ist meiner Meinung nach auch das Buch "Gefühl und Mitgefühl" (Dalai Lama, Paul Ekman), dort werden die Vorteile von Achtsamkeit für den Alltag gut dargestellt. Falls man also noch nicht weiß, wofür man das gebrauchen könnte, bzw. ob sich das für einen selbst lohnt.
      Vielen Dank für die Buchempfehlung, ich habe es auf meine Leseliste gesetzt.
    • @Ant Negative Aspekte kann man sich, meiner Meinung nach, nicht angenehm gestalten. Man kann versuchen die Stressigen in anderen Bereichen zu minimieren, wobei man darauf auch nicht immer Einfluss hat.
      Das Leben ist zu komplex, um eine festgelegte Meinung zu haben.
    • Ant wrote:

      Mir fällt es sehr schwer, meine Gedanken zu kontrollieren, wenn ich "nichts" tue.
      Suche etwas, wo du nicht nichts tust. Z.B. Gehmeditation, oder Mantras.
      Eine einfache Übung wäre auch sitzen und bei jedem Atemzug hochzählen bis zu 10 Atemzügen und dann wieder bei 1 anfangen.

      Und abschweifen und Tagträumen ist vollkommen okay, das darf ruhig passieren. Nur wenn man das merkt kehrt man wieder zum Zählen zurück (falls du nicht weißt wo du warst wieder zur 1). Und wenn dass ständig passiert ist das auch okay, nur wenn man es merkt zurückkehren.

      Erstmal mit 2 Minuten am Tag anfangen reicht schon.

      Wenn es auch eine App sein darf die sich mehr an Kinder richtet aber sehr gut erklärt und in kleinen Schritten vorgeht, was ich gut finde, kann ich "BuddhaBoo" empfehlen. Der kostenlose Kurs reicht da für den Einstieg vollkommen aus. Da werden auch verschiedene Aspekte und Formen probiert.
    • Ant wrote:

      Reizüberflutung, Schwächen in der Fein- Und Grobmotorik, Konzentrations- und Lernprobleme, usw.
      Zwischendurch kurze Pausen machen kann bei Konzentrationsproblemen helfen.
      Mir war z.B. zwischen Aufgaben hin und her springen für die Konzentration hilfreich. Das funktioniert allerdings auch nur zu einem gewissen Grad, aber verbessert nicht Dauerfokussierung (dauerhafte Konzentration über einen längeren Zeitraum). Dabei kann die Häufigkeit der Flüchtigkeitsfehler stark ansteigen.

      Beispiel:

      Du hast zwei Aufgaben, die aus mehreren Teilen besteht. Du erledigst von einer Aufgabe exakt einen Teil und wechselt dann zur zweiten Aufgabe, erledigst exakt einen Teil und springst zur ersten Aufgabe zurück.
      Du arbeitest also quasi parallel. Du musst dir pro Aufgabe merken, welchen Teil du als letztes erledigt hattest.

      Eine andere Möglichkeit ist Fokus an Umwelt aus, sofern das machbar ist.

      Die Feinmotorik kannst du mit Basteln oder Modellbau trainieren.
      Wenn du wie ich, mit einer Schere nicht gerade schneiden kannst und trotz Hilfslinien kleine Wellen an der Schnittseite hast, dann ist mit Basteln nicht wirklich eine Verbesserung möglich.
    • Back wrote:

      Hat sich sonst was bei dir verändert? (Passt eigentlich nicht hierher/in diesen Thread)
      XD
      ich hab im Moment mehr das gefühl mich wie ein anderer Charakter zu fühlen als sonst, ich habe ja so viele. Einige Leute ändern ihren Kleidungsstil oder die Haarfarbe, bei mir sind das fiktive Charaktäre, keine Ahnung wiso.
      Wirklich was verändert, naja das alles steht ja in meinem Autismus-tagebuch-thread. Vermutlich hast du das schon gesehen, aber außer dem umzug und was ich grob hier eben geschrieben habe ist eigentlich nicht so viel passiert.


      Ant wrote:

      Ich muss auf jeden Fall auch immer sehr hart daran arbeiten, um Gewohnheiten zu ändern
      In einer neuen Umgebung muss man zwangsläufig Gewohnheiten ändern, das habe ich jetzt durch den Umzug in mehreren Bereichen erlebt.
      Vorher war ich oft im Aldi die Straße runter oder im großen Edeka einkaufen, aber hier gibt es kein gescheites Aldi, oder man muss da mit der Ubahn hin fahren, Edeka gibt es auch nur unten am Plärrer, daher gehen wir hier öfter nach Norma oder fahren gleich in den großem Marktkauf einmal die Woche, der einzige Laden wo man hier Mehrwegflaschen bekommt (außer Karstadt Lebensmittel).
      Ich fahre jetzt mit der ubahn zur Arbeit, nicht mehr über Land sondern nur wenige Haltestellen, dadurch kann ich länger schlafen als sonst, ist zwar nicht so schön zu fahren (vorher immer in einem ziemlich leeren Bus) aber ich muss nicht so früh aufstehen, alles hat halt Vor und Nachteile.
      Es ist aber praktisch wenn man mal eben noch was braucht, alles ist nur ca 100-200 Meter weit weg egal ob Postfiliale oder verschiedene Supermärkte. Bäcker, Cafés und Restaurants sind noch näher dran.
      Wir wohnen ja direkt in der Altstadt und im Vergleich zu Essen gibt es so zentral dennoch alle möglichen Supermärkte. in essen gab es nur Real in einer Ecke, den Asi-Lidl am Hbf und unten im Einkaufscenter ein Rewe. Aber so zentral wohnte da glaube ich eh keiner, das waren alles nur Bürohäuser.


      Ant wrote:

      Ja, das mit der Umgebung anpassen ist auch ein sehr guter Tipp. Ich warte im Grunde nur noch darauf, dass ich endlich umziehen kann, aber ich muss mich noch ein halbes Jahr gedulden. Ich habe auch den Eindruck, dass es einfacher ist, seine Umgebung zu ändern, als an sich selbst zu arbeiten.
      Man muss schauen was man an sich selbst ändern kann und will. Ich glaube es ist manchmal ratsam etwas an sich selbst zu ändern, vorallem wenn andere unter einem dann leiden, aber nicht alles an sich selbst ist schlecht, nur weil andere es seltsam oder für sich selbst als unbequem sehen. Da sind die anderen dann auch wieder etwas egoistisch.
      Ich höre nicht auf so zu reden wie ich rede nur weil manche das ansträngend finden.
      Ich wollte auch schon sehr viel eher umziehen, wir haben angefangen zu sparen im Sommer 2016 und konnten erst anfang 2021 umziehen weil da alles andere auch abgesichert war. Ich war endlich aus der freiwilligen Versicherung raus und über die WfbM bzw das System darüber abgesichert, meine Mutter ging erst letztes jahr in volle Altersrente...bevor das nicht gegessen war, ging das nicht.


      Back wrote:

      Negative Aspekte kann man sich, meiner Meinung nach, nicht angenehm gestalten. Man kann versuchen die Stressigen in anderen Bereichen zu minimieren, wobei man darauf auch nicht immer Einfluss hat.
      Das ist richtig, meine Erfahrung in der alten Umgebung hat mir das auch so gezeigt. Ich konnte nichts daran ändern das der Nachbar über mir ein Arsch war und die Vermieter nichts taten um seinen lärm einzudämmen, oder den anderen Mitmietern beibringen wie man die Mülltonnen richtig befüllt etc etc. Da mir das haus ja nicht selbst gehörte, konnte ich außer Meckern oder selbst so zu sein wie die anderen nichts machen. Da blieb mir nur die Möglichkeit etwas besseres zu suchen wo die Leute nicht so sind.
    • Hallo Ant,

      nur eine Ergänzung, kein Widerspruch zu den Tipps von MangoMambo. Es funktionieren nicht alle Methoden für alle gleichgut. Ich hatte mal in einer Gruppe in einer Tagesklinik Meditation mit der Zähl-Methode machen sollen und es war für mich total kontraproduktiv, weil ich dadurch nicht loslassen konnte, sondern im Gegenteil mich darauf konzentriert habe, zu zählen und auch, richtig zu zählen. Ging auch anderen so. Wenn ich dann abgeschweift bin und wieder zurück zu den Zahlen wollte, wusste ich nicht mehr, bei welcher ich stehengeblieben bin, das hat es für mich arg verkompliziert. Wenn es unbedingt zählen sein muss, fahre ich am besten damit, keine Reihenfolge einzuhalten. Also nicht 1 bis 10 und dann wieder von vorn, sondern einfach nur "eins", "eins", "eins", .... Dann muss ich nicht überlegen, bei welcher Zahl ich zuletzt war, welche die nächste ist, wann ich wieder von vorne anfangen muss usw. Noch einfacher finde ich aber ohne Zahlen.

      "Gedanken kontrollieren" ist aus meiner Sicht ein Missverständnis. Wie MangoMambo sagt, es ist normal und es passiert jedem, dass man abschweift. Es geht einfach nur darum, dass wann immer es Dir auffällt, zurückzugehen. Zu Deinen Zahlen oder Deinem Atem oder einem schönen Bildmotiv oder was auch immer Du Dir als Fokus ausgesucht hast.

      The post was edited 1 time, last by Dr. L84 ().

    • RegenbogenWusli wrote:

      Man muss schauen was man an sich selbst ändern kann und will. Ich glaube es ist manchmal ratsam etwas an sich selbst zu ändern, vorallem wenn andere unter einem dann leiden, aber nicht alles an sich selbst ist schlecht, nur weil andere es seltsam oder für sich selbst als unbequem sehen. Da sind die anderen dann auch wieder etwas egoistisch.
      Ich höre nicht auf so zu reden wie ich rede nur weil manche das ansträngend finden.
      Mir geht es überhaupt nicht um andere Leute. Mir geht es erstmal nur darum, mich selbst zu verbessern, weil mich Dinge an mir selbst stören, die mich daran hindern, meine Träume zu verwirklichen. Nur, weil man eine Verhaltensweise ändert, ändert man ja nicht seinen Charakter. Mein Ziel ist es, die beste Version meiner selbst zu werden, damit ich meine Träume verwirklichen kann. Und es funktioniert, es gibt schon Träume, die ich verwirklicht habe. Die sind jetzt Realität und ich bin stolz darauf, denn ich habe hart dafür gearbeitet.
      Es gibt Leute, die sich z.B. den ganzen Tag selbstbemitleiden wegen irgendetwas, was sie stört, aber sie ändern nichts an der Sache, obwohl sie es könnten. Es gibt Leute, die den ganze Tag darüber reden, wie gern sie dies und jenes machen würden, aber einfach nicht den ersten Schritt gehen und stattdessen endlos auf Instagram scrollen. Und dann werden sie alt und bereuen es. Das ist einer der traurigsten Dinge, die ich mir für mein Leben vorstellen kann und das will ich nicht.
    • Ant wrote:

      Mir geht es überhaupt nicht um andere Leute. Mir geht es erstmal nur darum, mich selbst zu verbessern, weil mich Dinge an mir selbst stören, die mich daran hindern, meine Träume zu verwirklichen. Nur, weil man eine Verhaltensweise ändert, ändert man ja nicht seinen Charakter. Mein Ziel ist es, die beste Version meiner selbst zu werden, damit ich meine Träume verwirklichen kann. Und es funktioniert, es gibt schon Träume, die ich verwirklicht habe. Die sind jetzt Realität und ich bin stolz darauf, denn ich habe hart dafür gearbeitet.
      Jetzt hast Du mich neugierig gemacht ... war es der Traum vom Fallen, oder der, wo Dich der gesichtslose Antagonist durch lange Gänge verfolgt? Der, wo Feuer und Vernichtung vom Himmel regnen kann es ja kaum sein, das hätte ich gemerkt. Aber wahrscheinlich ist es der, bei dem Du Dein Diplom nach 10 Jahren wegen eines Formfehlers zurückgeben musst. ... alles generische Träume, die wahrscheinlich jeder hat. Keiner davon wirklich angenehm ... Nee, erstaunt mich irgendwie, wenn Du von "verwirklichten Träumen" sprichst. Der Satz ist so, naja, metaphorisch. Also eigentlich eine tote Metapher. Ungewöhnlich hier.
    • Lars77 wrote:

      Ant wrote:

      Mir geht es überhaupt nicht um andere Leute. Mir geht es erstmal nur darum, mich selbst zu verbessern, weil mich Dinge an mir selbst stören, die mich daran hindern, meine Träume zu verwirklichen. Nur, weil man eine Verhaltensweise ändert, ändert man ja nicht seinen Charakter. Mein Ziel ist es, die beste Version meiner selbst zu werden, damit ich meine Träume verwirklichen kann. Und es funktioniert, es gibt schon Träume, die ich verwirklicht habe. Die sind jetzt Realität und ich bin stolz darauf, denn ich habe hart dafür gearbeitet.
      Jetzt hast Du mich neugierig gemacht ... war es der Traum vom Fallen, oder der, wo Dich der gesichtslose Antagonist durch lange Gänge verfolgt? Der, wo Feuer und Vernichtung vom Himmel regnen kann es ja kaum sein, das hätte ich gemerkt. Aber wahrscheinlich ist es der, bei dem Du Dein Diplom nach 10 Jahren wegen eines Formfehlers zurückgeben musst. ... alles generische Träume, die wahrscheinlich jeder hat. Keiner davon wirklich angenehm ... Nee, erstaunt mich irgendwie, wenn Du von "verwirklichten Träumen" sprichst. Der Satz ist so, naja, metaphorisch. Also eigentlich eine tote Metapher. Ungewöhnlich hier.
      Also ich kenne das Wort Traum auch unter dieser Bedeutung, die im Duden steht:

      Duden wrote:

      2.a) sehnlicher, unerfüllter Wunsch

      Beispiele
      • der Traum vom Glück
      • Fliegen war schon immer sein Traum
      • es ist ihr Traum, Schauspielerin zu werden
      • sein Traum hat sich endlich erfüllt
      • das ist der Traum meines Lebens (mein sehnlichster Wunsch)
      • das habe ich in meinen kühnsten Träumen nicht zu hoffen gewagt!
      • der Traum [vom eigenen Haus] ist ausgeträumt, ist vorbei
      • aus [ist] der Traum! (umgangssprachlich; es besteht keine Hoffnung mehr, dass der Wunsch in Erfüllung geht)

      Wenn ein Traum in diesem Kontext ein unerfüllter Wunsch ist, kann er Realität werden. Dann ist es kein Traum, das ist richtig. Aber in der Vergangenheit war es dann ein Traum. Ich hoffe, das klärt das Missverständnis auf.

      The post was edited 1 time, last by Ant ().