Gerne telefonieren ?!?!

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    • knarzbreze wrote:

      Ich mag es gar nicht spontan angerufen zu werden und wenn es nicht bei der Arbeit ist, gehe ich grundsätzlich nicht dran. Ich schaue dann wer es war, sammel mich und rufe zurück. Im Arbeitsumfeld bevorzuge ich es teilweise, die Leute anzurufen, um etwas zu klären. Vor allem, wenn es Leute sind, bei denem ich im Kontakt unsicher bin bzw. bei Leuten, die ich nicht kenne. Das hat den Hintergrund, dass es mir Angst macht, Dinge mit NT's schriftlich zu klären, da ich es sehr sehr schwer finde, schriftlich den richtigen Ton zu treffen (nicht zu unhöflich <--> nicht zu nachgiebig) und zusätzlich ein schriftlicher "Beweis" meiner potentiellen Unhöflichkeit entsteht. Am Telefon kann ich besser spontan durch freundliches Masking gegensteuern, wenn ich merke, dass ich zu direkt oder so war. Kostet dann zwar viel Kraft, hält so aber meine Ängste in Schach...

      knarzbreze wrote:

      Ja, in Telefonkonferenzen mit mehrere Menschen (danke Corona!), versage ich da auch häufig, vor allem wenn ich im Stress bin. Füher habe ich auch Mails schreiben bevorzugt, aber das Forumlieren kostet mich einfach sehr viel Kraft und Zeit und am Ende gebe ich doch die Kontrolle ab, weil ich das Gesicht des Emfängers bei Erhalt und die direkte Reaktion nicht mitbekomme. Ich bin beruflich so im Stress und muss zur Zeit so viel kommunizieren, dass ich es mir nicht leisten kann, pro Mail teilweise eine Stunde zu benötigen und dann im Anschluss noch rumzugrübeln, ob ich jetzt jemanden verärgert habe.

      EDIT: ja, ich habe vielleicht den falschen Job und sollte mir einen Wechsel überlegen :D
      Ich schreibe aus ähnlichen Gründen ungerne Emails beruflich. Einerseits kosten sie mich auch sehr viel Zeit, weil ich auf so viele Dinge achten muss, eben sowas wie Rechtschreibung, Form und vor allem ja wie formuliere ich es angemessen, das ist ja auch sehr abhängig davon wem ich schreibe und was der erwartet, was sich ja auch ändern kann, das finde ich sehr anstrengend. Und es ist eben fest, ich kann es nicht mehr ändern und jeder kann es nachlesen, das macht mir auch sehr viel Stress. Und natürlich das ich es gar nicht mehr beeinflussen kann, also bei Telefongesprächen kann man ja merken, dass der andere es nicht verstanden hat und dann erklären, während man bei Emails nicht weiß, ob man zuviel oder zu wenig geschrieben hat. Und am schlimmsten bei Emails ist, dass ich keine direkte Antwort bekomme und auch nicht weiß, wann ich sie kriege und auch nicht weiß, wieso ich noch keine Antwort bekomme. Je nach Email mache ich mich dann ewig verrückt und kann mich schwer auf andere Dinge konzentrieren. Bei telefonaten gibt es dann dieses elende warten nicht und ich weiß´wenigstens direkt, wenn was schlecht war bzw. zu einem Konflikt wird.

      Bei mir kommt dann noch hinzu, dass ich einfach sozialen Kontakt brauche, weil ich teilweise beim reden denke und einen gewissen redebedarf habe und den ausleben muss. Außerdem können telefonate einen ablenken, wenn man gerade woanders nicht weiterkommt und sie verbrauchen nicht selten viel Zeit und dann habe ich das Gefühl was getan zu haben. Von daher würde ich für mich nicht sagen, dass ich den falschen Job habe, sondern den genau richtigen, wobei ich meine Telefonate auch sehr steuern kann, also ich muss nicht ans Telefon gehen und kann selber entscheiden wann ich zurückrufe, ist bei Kundendiensten oder so sicherlich anders.
    • Zodd wrote:

      Und am schlimmsten bei Emails ist, dass ich keine direkte Antwort bekomme und auch nicht weiß, wann ich sie kriege und auch nicht weiß, wieso ich noch keine Antwort bekomme. Je nach Email mache ich mich dann ewig verrückt und kann mich schwer auf andere Dinge konzentrieren.
      Das funktioniert bei mir hervorragend. Sobald die Mail abgeschickt ist, ist das Thema nicht mehr auf meinem Schreibtisch und ich arbeite daran erst wieder, wenn ich Antwort erhalten habe oder mein Terminkalender meint, dass ich seit einer Woche keine Antwort bekommen habe.
      _,.-o~^°´`°^~o-.,_Ich ess Blumen...,.-o~^°´`°^~o-.,_
    • Garfield wrote:

      Das funktioniert bei mir hervorragend. Sobald die Mail abgeschickt ist, ist das Thema nicht mehr auf meinem Schreibtisch und ich arbeite daran erst wieder, wenn ich Antwort erhalten habe oder mein Terminkalender meint, dass ich seit einer Woche keine Antwort bekommen habe.
      Ja dafür kann ich dann beim telefonieren besser improvisieren bzw. denken als du. Ja ich mache mir gerne vorher notizen um nichts zu vergessen und oft genug fallen mir Dinge währendessen auch nicht ein, aber wenn es was Wichtiges ist, rufe ich direkt danach noch mal an und sage "Moment ich habe Folgendes vergessen". Und dann hab ich das abgehakt und direkt das Erfolgserlebnis und muss darauf nicht warten. Dadurch bin ich auch ziemlich schnell, weil ich eben nicht auf Emails warten muss, sondern Dinge schnell am telefon klären kann. Bzw. teilweise sind es sehr dringende Sachen, da dann auf eine Email zu warten kann wichtige Zeit kosten.

      Hat alles seine Vor- und Nachteile, wichtig finde ich, dass man in einer Position ist, wo man sich das so zu Recht legen kann, dass es für einen passt.
    • Es gibt ja auch noch das Zwischending "Skype" und Co. Damit hat man schnell eine Antwort, kann trotzdem in Ruhe überlegen und wenn es gar zu unverständlich wird, kann man immer noch ein Telefonat daraus machen. Dazu noch die Möglichkeit des Bildschirmteilens - da reicht mir dann auch ein "Guck mal hier: Was bedeutet das und was kann ich dagegen tun? " ;)
      _,.-o~^°´`°^~o-.,_Ich ess Blumen...,.-o~^°´`°^~o-.,_
    • kim wrote:

      Ich mag es tatsächlich nicht besonders zu telefonieren und vermeide es wo es geht. Ich bevorzuge Email Kontakt und noch viel praktischer finde ich bei der Arbeit Teams zum Chatten. Ich rufe nur bei jemandem an, wenn es sich nicht anders vermeiden lässt. Ich habe leider einige Kollegen, die das genau anders herum sehen. Ich finde das Chatten besser, weil man nicht sofort darauf reagieren muss wie beim Telefon. Mann kann sich das Problem anschauen, in Ruhe überlegen und dann antworten.

      kim wrote:

      knarzbreze wrote:

      Am Telefon kann ich besser spontan durch freundliches Masking gegensteuern, wenn ich merke, dass ich zu direkt oder so war. Kostet dann zwar viel Kraft, hält so aber meine Ängste in Schach...
      Genau das kann ich am Telefon nicht, wenn ich spontan sein muss, bin ich einfach extrem unbeholfen. Schriftlich kann ich es mir vor dem Absenden aber noch mal durchlesen und überlegen, ob ich etwas anders formuliere oder irgendwelche Höflichkeitsfloskeln hinzufüge.
      Genau so ist es bei mir (mittlerweile) auch so. Früher als ich noch nicht dieses Energie-Problem ging es noch besser. Aber mittlerweile, anständig telefonieren mit guten Gefühl kann ich kaum noch.
    • ich hab früher nicht gerne telefoniert, bin dann einfach nicht dran gegangen, dank Displays und Nummernübertragung wurde das leichter. Nur bei fremden Nummern lass ich die auch erst auf AB sprechen, wenns wichtig ist sprechen die auch darauf.
      War früher auch so das meine Mutter mich von der Arbeit immer von bestimmten Zeiten anrief, ja da kommt auch mal was anderes rein, ich hab dann immer die Uhrzeit gesagt ab wann die wieder anrufen können.. Telefon ist so schlimm wie welche die vom ASB an Haustüren betteln gehn.. da hab ich erst nein gesagt und blabla die stehen fast im Türspalt und haben mir so nen Abo für ihren Rettungsdienst aufgeschwatzt, ich hab das dann nur nicht gezahlt und war da zum Glück ohne Kosten draußen.

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    • Nerven an Haustüren geht gar nicht, was da hilft, Telefon in die Hand nehmen und sagen, ich nehme mein Hausrecht wahr und verweise sie von meinem Grundstück, wenn sie sie nicht gehen, rufe ich die Polzei an und lasse sie entfernen und erstatte gleichzeitig Anzeige wegen Hausfriedensbruch. Und dann das Telefon zücken. Funktioniert auch bei lästigen Sekten u.ä.
      diagn.
    • Wir haben momentan Probleme mit einem Nachbarn, der jeden Tag mittags oder Nachmittags kurz klingelt um sinnlosen Smalltalk zu machen.
      Selbst ein Zettel an der Tür hilft nicht.
      Ich überlege schon, den Klingelknopf an der Tür zuzukleben.
      Anfang der neunziger Jahre waren es Vertreter und die Zeugen Jehovas, die nervten. Genau aus dieser Zeit stammt dieses Lied :

      Man muss die Schuld auch mal bei den Anderen suchen