Darf ich euch in meinem Buch zitieren?

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    • FrankMatz wrote:

      Warum sollte man so etwas denn nicht zitieren dürfen?
      Ich sehe da keinen Grund. Und keinen Paragraphen, der das verbietet,
      Guck mal ein paar Beiträge weiter oben, da steht der Paragraph dazu und auch was man darf und zu welchem Zweck, usw.

      Wenn man aus Unwissenheit zB was falsch machen sollte und dümmstenfalls dafür eine Klage bekommen würde, hilft einem "ich habe das nicht gewusst" auch nicht. Das heißt, wenn man so was machen würde (was sich beim Thread Ersteller scheinbar erledigt hat, aber allgemein gesprochen) muss/sollte man auch sicher wissen in welchem Umfang /zu welchem Zweck man was darf und wie man es 100%ig richtig macht. Spekulationen oder "ich wüsste nichts dagegen" reicht nicht.

      scribbr.de wrote:

      Wenn du Posts oder Kommentare aus (Diskussions-)Foren benutzt, gelten dafür folgende APA-Richtlinien. scribbr.de/apa-standard/beispiel/forum-post/
      Neben dem Namen der Autorenschaft wird auch der Alias, also der Online-Username, genannt. Dazu solltest du darauf achten, das korrekte Datum und den genauen Titel des Posts anzugeben. Falls der echte Name der Autorenschaft bekannt ist, wird der Nachname zusammen mit den Initialen des Vornamens genannt. Falls der echte Name nicht bekannt ist, wird nur der Alias, also der Online-Username, angegeben.
      Dieser Alias/Online-Username ist (anders wie ein angegebener Nachname) hier zB aber auch änderbar.
      Dann stimmt ggf. schon die Nachverfolgbarkeit der angegebene Quelle nicht mehr, weil es dann den angegebenen Autor/Urheber dort nicht mehr gibt.

      FrankMatz wrote:

      Als Quellenangabe könnte dann einfach aspies.de/selbsthilfeforum angegeben werden.
      scribbr.de/richtig-zitieren/internetquellen-zitieren/
      Hier ist aber nicht aspies.de der Autor der Posts sondern jeder User für seine Posts selbst.
    • Anakin_1 wrote:

      @Leonora: Da sämtliche Beiträge in diesem Forum aufgrund des thematischen Fokus des Forums auf Autismus bei korrekter Angabe der Quelle direkt oder indirekt Gesundheitsdaten betreffen, ist hier das Zitieren durch den Datenschutz drastisch eingeschränkt.
      Wo hast Du denn die Quelle dazu? Meines Wissens nach darf man öffentlich zugängliche Texte prinzipiell zitieren (sofern man die Quelle angibt).

      Zwischenmensch wrote:

      Guck mal ein paar Beiträge weiter oben, da steht der Paragraph dazu und auch was man darf und zu welchem Zweck, usw.
      Der sagt aber doch genau das aus, was FrankMatz schreibt. Bei einem veröffentlichten Werk (worum es sich auch beim öffetlichen Teil eines Forums handelt) darf man zitieren, sofern man die Quelle korrekt angibt und das Zitat nicht zu lang und kein "Selbstzweck", sondern im Kontext des eigenen Werkes sinnvoll ist. Wenn ein User hier andere zitieren möchte, finde ich es trotzdem fair, die Betreffenden zuerst zu fragen (bei den nicht öffentlich lesbaren Passagen ist das sogar rechtlich notwendig), aber das ist ein anderes Thema.
      From my youth upwards my spirit walk'd not with the souls of men. (...)
      My joys, my griefs, my passions, and my powers, made me a stranger.
    • Sind Erzählungen mit rein privaten Inhalten oder Meinungen als "Werk" zu definieren? Nach meinem Verständnis nicht, oder zumindest nicht eindeutig ja.
      Durch welchen "besonderen Zweck" ist in dem Fall das zitieren gerechtfertigt? Dass der TE für sich persönlich manches hilfreich fand rechtfertigt den Zweck nicht.
      Wird durch die Zitate etwas erläutert oder erklärt? Das trifft nach meiner Auffassung am wenigsten zu.

      Dass manche Beiträge dem TE persönlich geholfen haben ist nach meiner Auffassung ein Selbstzweck und dient nicht zu irgend einer Erläuterung für sein Buch.

      Ich finde es eindeutig genug, wie scheinbar uneindeutig der Paragraph und die dazugehörigen Vorschriften aufgefasst werden können.
    • FrankMatz wrote:




      Zu dem gut recherchierten Artikel über Afghanistan (Quellenangabe) schreibt in den Kommentaren der Online-Ausgabe der User Dauermeckerer: "Das ist ein alter Hut...blabblabla..." Sicher sieht Dauermeckerer das nicht ganz falsch, vergisst aber... usw.

      Warum sollte man so etwas denn nicht zitieren dürfen?
      Weil es sich nicht gehört, jemanden auf solch eine Weise bloßzustellen? Ich hätte wenig Lust, in einem Buch zitiert werden, in dem dargelegt werden soll, warum ich angeblich Müll rede.
    • Zwischenmensch wrote:

      scribbr.de/richtig-zitieren/internetquellen-zitieren/Hier ist aber nicht aspies.de der Autor der Posts sondern jeder User für seine Posts selbst.
      Okay, mein Vorschlag war vielleicht nicht ganz korrekt. Also: Beim Zitieren aus dem öffentlichen Teil eines Internetforums gilt: Solange ich die genaue Quelle angebe, dazu gehört auch das Datum des Abrufens, ist so ein Zitat legal. Nochmal: Auch aus diesem Forum hier dürfen Posts oder Teile davon verwendet werden.

      Ich finde das auch gut so. Wer im Netz ohne Zugriffsbeschränkung etwas veröffentlicht, muss sich auch zitieren lassen. Sonst verliert das Internet für mich seinen Sinn, es ist schließlich nicht nur eine Plattform für Online-Handel.

      Etwas anderes ist, wenn User sich gegenseitig und außerhalb des Forums zitieren, also das, was die TE ursprünglich nachfragte. Da greift fur mich so etwas wie Anstand, auch Solidarität. Ich würde nie in eknen meiner Leserbriefe zum Beispiel ein Zitat aus dem Forum hier einbauen. Bloß: einklagbar ist so ein anständiges Verhalten nicht.
      "Hast Du aber Deinen Dämon gefunden, dann bist Du nicht mehr allein auf der Welt." (Oskar Panizza, Der Illusionismus und die Rettung der Persönlichkeit.)
    • @Dr. L84: Dein Post kam dazwischen. Deshalb sag ich nochmal, dass Anstand nicht einklagbar ist. Und außerdem : Du redest doch gar keinen Müll. Wenn du es aber tätest, zum Beispiel als Politiker, warum sollte man das nicht veröffentlichen dürfen? Erst denken, dann schreiben. Und wenn das nal nicht klappt, muss man halt zu seinen "Müll" stehen.
      "Hast Du aber Deinen Dämon gefunden, dann bist Du nicht mehr allein auf der Welt." (Oskar Panizza, Der Illusionismus und die Rettung der Persönlichkeit.)
    • FrankMatz wrote:

      @Dr. L84: Dein Post kam dazwischen. Deshalb sag ich nochmal, dass Anstand nicht einklagbar ist. Und außerdem : Du redest doch gar keinen Müll. Wenn du es aber tätest, zum Beispiel als Politiker, warum sollte man das nicht veröffentlichen dürfen? Erst denken, dann schreiben. Und wenn das nal nicht klappt, muss man halt zu seinen "Müll" stehen.
      Ja, Dein voriger Post hat es im Prinzip schon beantwortet. Der Politiker ist eine Person des öffentlichen Lebens, das ist noch einmal etwas anderes, der muss sehr viel mehr ertragen können.
    • @Leonora: Einschlägig ist hier Paragraph 27 Bundesdatenschutzgesetz.

      Sofern das Buch eine wissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem Thema darstellt, sind Gesundheitsdaten umfassend zu anonymisieren, denn die Speicherung und Verwendung solcher Daten stellt eine Datenverarbeitung dar.

      Und Anonymisierung bedeutet nicht nur, Namen wegzulassen, sondern Merkmale so voneinander zu trennen, dass kein Rückschluss auf die Einzelperson möglich ist.

      @FrankMatz: Ein so rechtsfreier und anarchistischer Raum ist das Internet nicht. Auchnhier greifen Datenschutzbestimmungen und das ist auch gut so.

      Aber wenn sogar schon seitens der Moderation geringe bis keine Bedenken gegen die Entnahme von Inhalten aus dem Forum bestehen, bleibt für mich ohnehin zu überlegen, inwieweit eine Teilnahme hier für mich noch zu vertreten ist.
    • Anakin_1 wrote:

      @Dr. L84: Doch um genau diese Daten geht es hier, da durch den Ort des Austauchs und den Inhalt der Beitäge ein Rückschluss auf die gesundheitliche Verfassung gezogen werden kann. Daher handelt es sich ebenfalls um Gesundheitsdaten.
      Nein. Das sind keine personenbezogene Daten! Wenn jemand eine solche Datenbank mit Krankenversicherungsnummern der User usw. aufbauen und veröffentlichen wollte, wäre das ein ganz anderes Thema.

      Der von Dir zitierte Artikel bezieht sich hierauf:

      Die Verarbeitung personenbezogener Daten, aus denen die rassische und ethnische Herkunft, politische Meinungen, religiöse oder weltanschauliche Überzeugungen oder die Gewerkschaftszugehörigkeit hervorgehen, sowie die Verarbeitung von genetischen Daten, biometrischen Daten zur eindeutigen Identifizierung einer natürlichen Person, Gesundheitsdaten oder Daten zum Sexualleben oder der sexuellen Orientierung einer natürlichen Person ist untersagt.

      The post was edited 1 time, last by Dr. L84 ().

    • @Dr. L84: Da werden wir keine Einigkeit erzielen. Möge derjenige/diejenige, die es so sieht sie Du, das Risiko eingehen.

      Da wir beide hier ja keine Rechtsberatung leisten, sondern nur Standpunkte zu einer Rechtsfrage austauschen, ist es am Ende ohnehon weder Dein noch mein Problem (rw), wenn der jeweils andere Recht behält.
    • Zwischenmensch wrote:

      Wenn das nun jemand aufgrund deiner Einschätzung so macht und dafür eine Klage bekäme, würdest du dann dafür "gerade stehen" (RW)?
      Nein, das würde ich nicht. Denn was ich hier tue, was wir alle hier tun, ist Meinungsäußerung und -Austausch, aber keine verbindliche Rechtsberatung, wie @Anakin_1 oben drüber richtig feststellt. Und wieder muss ich sagen: Und das ist auch gut so, denn es wäre unerträglich, wenn jede öffentlich oder privat getätigte Meinungsäußerung stets in juristischem Sinn rechtsgültig sein müsste. So etwas wie Tripadvisor (wo Restaurants vorgestellt und von Gästen bewertet werden können, und da gibt's manchmal heftige Äußerungen) wäre dann nicht mehr möglich. Filmkritik, Musik- und Theaterkritik, all das könnte es nicht mehr geben.

      @Anakin_1: Ich sehe das ähnlich wie @Dr. L84, die Daten auf mein Krankenkassenkarte, die in den Akten meiner Ärzte, bei Beamten auch beim Arbeitgeber, das sind Gesundheitsdaten. Wenn ich mich aber öffentlich zu einer Krankheit äußere, sind das, selbst wenn jemand vermuten kann "Ah, der ist selbst betroffen", noch keine Gesundheitsdaten. Wie wäre es denn, wenn jemand Schäuble fotografiert, in seinem Rollstuhl - sind das Gesundheitsdaten, weil der Betrachter sofort weiß: Der hat einen Querschnitt oder eine Muskelatrophie oder so etwas? Da wird der Begriff "Gesundheitsdaten" mMn zu weit gefasst.
      "Hast Du aber Deinen Dämon gefunden, dann bist Du nicht mehr allein auf der Welt." (Oskar Panizza, Der Illusionismus und die Rettung der Persönlichkeit.)
    • Anakin_1 wrote:

      @Dr. L84: Da werden wir keine Einigkeit erzielen. Möge derjenige/diejenige, die es so sieht sie Du, das Risiko eingehen.

      Da wir beide hier ja keine Rechtsberatung leisten, sondern nur Standpunkte zu einer Rechtsfrage austauschen, ist es am Ende ohnehon weder Dein noch mein Problem (rw), wenn der jeweils andere Recht behält.
      Natürlich leisten wir keine Rechtsberatung, das wäre auch meines Wissens illegal. Ich meine es aber gut, Dich darauf hinzuweisen, dass personenbezogen eine andere Bedeutung hat als Du annimmst. Ich musste mich nämlich selbst vom Datenschutzbeauftragten meines Landes darüber aufklären lassen als ich einen vermeintlichen Gesetzesverstoß skandalisieren wollte, was dann etwas peinlich war.
    • zaph wrote:

      Dr. L84 wrote:

      Natürlich leisten wir keine Rechtsberatung, das wäre auch meines Wissens illegal.
      Ich denke, ihr seid keine Juristen. Deswegen könnt ihr hier 24/7 "Rechtsberatung" machen.
      :d Ich bin tatsächlich Volljurist. Dennoch dürfen wir keine Rechtsberatung vornehmen, aber jederzeit ein Rechtsgespräch bzw. eine juristische Diskussion über einen theoretischen Fall führen. Insofern passen die Anführungszeichen schon sehr gut :) .
    • Ich werde nicht zitieren. Ich hatte außerdem nur vor die Hilfestellung die ich im Forum bekommen hatte mit einfließen zu lassen.
      Ich wollte niemanden bloßstellen , in ein negatives Licht rücken RW etc.
      Es gibt keinen Grund zur Aufregung.
      Auch wollte ich keine Personen beschreiben oder Krankengeschichten von jemandem veröffentlichen.