Nutzt ihr Stimming Tools ?

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    • Nutzt ihr Stimming Tools ?

      Abend,

      Ich hab immer das Problem das ich z.b. bei Sozialer Interaktion mit meinen Harren oder dem Handy(mit der Hülle) spiele um einfach die Anspannung in den Griff zu bekommen, naja mit den Harren spielen ist nicht mehr, seit dem ersten Lockdown sind die nicht mehr da :d und das mit dem Handy kommt nicht so gut an, hab jetzt mal einige Sachen getestet einmal so einen Infinity Würfel den man endlos Falten kann und den typischen Fidgetspinner der Würfel ist ansiech recht gut geeignet aber der klackert immer was dann bei Gesprächen auch nicht sehr gut ist, und der Fidgetspinner lenkt ehr die anderen ab als mich.

      Was nutzt ihr, wenn ihr sowas nutzt ?
      "Kennst du einen Autisten, kennst du einen"
    • Ich stricke und habe so mini Magnetkugeln, die ich in meiner Hand "knete". Außerdem habe ich immer irgendwelche Steine, Kastanien, Muschelschalen, geschliffene Glasstücke, Schneckenhäuser etc bei mir, die ich befummeln kann.
      Ich schreibe in der Regel vom mobilen Endgerät aus - merkwürdige Wortkonstrukte sind ggf. der Autokorrektur geschuldet
    • Mich lenken Gegenstände ziemlich ab und machen mich noch zusätzlich nervös. Deswegen benutze ich keine Tools.

      Meistens fahre ich mir mit einem Fingernagel über die anderen Nägel, immer schnell vom Nagelrand oben bis zum Rand, wo die Nagelhaut beginnt und zurück. Keine Ahnung, wie auffällig das ist, aber ich habe zumindest das Gefühl, dass man es nicht so stark mitbekommt, zumal man die Finger auch ein wenig verstecken kann. Und es führt auch nicht zu unbeabsichtigten Verletzungen wie aufgerissener Nagelhaut oder ähnliches. Ich habe mir das aber nicht bewusst ausgesucht, das ist einfach so entstanden.
      Ich nage mir auch schon immer die Hornhaut an den Fingerkuppen weg, aber auch das in einem Maße, dass in der Regel keine kleinen Verletzungen entstehen (als Kind war das noch anders).
      Ich ertappe mich auch oft dabei, dass ich mir die Wangeninnenseite ankaue. Weil ich noch nie Probleme damit bekommen habe, habe ich bislang auch noch nie versucht, mir das abzutrainieren.
      Manchmal reibe ich mir mit beiden Händen fest über Augen und Stirn, das ist allerdings sehr auffällig, empfinde ich aber als sehr wohltuend. Das passiert mir eher in Momenten, in denen ich ein wenig ratlos bin. Ich hatte komischerweise nie das Bedürfnis danach, bis ich mal eine andere Person gesehen habe, die das gemacht hat. Ich habe das nicht bewusst übernommen, mache das aber seither automatisch, obwohl ich es selbst als ziemlich irritierend empfunden habe, ihr dabei zuzusehen.
      Mit dem Fuß wippen etc. gibt es auch, mache ich aber, glaube ich, seltener als die oben genannten Sachen. Ich sitze gern im Schneidersitz (auch auf Sofas und Stühlen), da erübrigt sich das von selbst.

      Wieso kommt es nicht gut an, wenn du mit der Handyhülle spielst?
    • Nur körpereigene "Tools":
      - Haare drehen und (Mehrfach-)Knoten reinmachen, wieder lösen und wieder von vorn. Schon seit Kleinkindalter.
      - Mit den Zähnen oder Fingernägeln auf der Nageloberseite des Daumens schaben.
      - An der Haut der Fingergelenke rumknabbern, manchmal zu lang, bis es blutet.
      - Finger kneten.
      - Füße bizarr verdrehen.

      Andere Tools haben mir bisher nicht wirklich was gebracht. Habe etliches ausprobiert, von einfachen Steinen, Murmeln, Kastanien über Quetschbälle bis hin zu beweglichen Tools wie Fidgetspinner.


      Z_S wrote:

      Manchmal reibe ich mir mit beiden Händen fest über Augen
      Das mache ich auch ab und zu schon seit ewigen Zeiten. Ob's für die Augen gut ist, wage ich zwar ein bisschen zu bezweifeln, aber es fühlt sich total gut an und löst unglaublich gut den Druck.
      - Allein unter Menschen -
    • Mandelkern wrote:

      Ich stricke und habe so mini Magnetkugeln, die ich in meiner Hand "knete". Außerdem habe ich immer irgendwelche Steine, Kastanien, Muschelschalen, geschliffene Glasstücke, Schneckenhäuser etc bei mir, die ich befummeln kann.
      Sehr gute Idee, das Probiere ich mal aus.


      @Asmus das sieht auch gut aus, lässt sich sogar selber bauen das werde ich mal ausprobieren.


      @AuM Ja das mit den körpereigenen Tools kenne ich auch das macht aber auch eine Mange kaput bei mir jedenfalls bin nicht sehr schmerz/reitz empfindlich.


      @Ant Das kenne ich auch, hab zusätzlich noch Nesselsucht da lässt sich super Kratzen, das ist auch der Grund warum ich Stimming Tools suche

      @Z_S Handys bei Gesprächen sind nicht gerne gesehen, kann ich auch irgent wie nachvollziehen, wenn ich das erkläre wird das oft als ausrede angesehen.
      "Kennst du einen Autisten, kennst du einen"

      The post was edited 2 times, last by Hyres ().

    • Haargummis (matt, schwarz), die die aussehen wie ein ursprüngliches analoges Telefonkabel sind mein Favorit, eben da es kaum auffällt, auch meíne Hände nutze ich, ach ja und auf der Arbeit esse ich seeerh viele kleine Salzbrezeln von ja!, das fällt auch nicht auf und stimuliert zusätzlich den Vagusnerv, was beruhigend ist ...

      The post was edited 1 time, last by maksa ().

    • Früher habe ich einen Schlüsselring am Ringfinger getragen, mit dem ich rumgespielt habe. Weil der irgendwann abgefärbt hat, habe ich mir einen dünnen weißgoldenen Ring geholt, der denselben Zweck erfüllt. Mit dem spiele ich umher, wenn ich nachdenke.

      Das einzige Problem an einem Ring: Ich werde hin und wieder gefragt, ob ich denn jetzt verlobt sei, manche Leute gratulieren mir einfach direk zur Verlobung. Das nervt ein wenig, aber der Vorteil, immer etwas zum Hibbeln dabei zu haben, macht diesen Nachteil wieder wett.
    • Ich hab auch diese kleinen magnetischen Kugeln, die find ich ganz gut und dann noch ein Teil da sind so zwei Walzen aneinander, das mag ich am liebsten, das ist aus Metall und es läuft so schön weich durch die Handinnenflächen. Wenn ich die nicht habe kratze ich mir im Gesicht rum, was echt peinlich ist, weil ständig was blutet und mich dann jemand darauf hinweist. Ansonsten kau ich in der Wange, was auch doof aussieht während man es macht und hinterher weh tut, wenn alles entzündet ist. Ich knacke viel mit den Fingern und ich dreh Strähnen von meinen Haaren auf, fühl dann über die glatte Struktur, lass sie los und mach es nochmal. Scheint die Menschen aber zu stören, werde regelmäßig darauf hingewiesen, dass sie es ablenkt wenn sie mit mir reden. Wenn die wüssten, was mich alles ablenkt, wenn sie reden..
    • Mit den Haaren habe ich auch schon als Kind massiv zwanghaftes Rumgespiele entwickelt, was sich zu einer manifesten Trichotillomanie entwickelt hat. Trage deshalb mittlerweile kürzere Haare (Bob ähnlich), damit ich das zumindest nicht mehr so stark in der Öffentlichkeit mache. Das scheint nämlich verpönt zu sein. Ebeneso wie das Rumknibbeln auf der Kopfhaut. Meine Hände müssen deshalb unbedingt anderweitig beschäftigt sein.
      Ich schreibe in der Regel vom mobilen Endgerät aus - merkwürdige Wortkonstrukte sind ggf. der Autokorrektur geschuldet
    • Wenn ich so darüber nachdenke, dann nehme ich zu beruflichen Gesprächen immer einen Kugelschreiber oder Bleistift mit, den ich, wie nennt man das, zwischen den fingern "drehe?".
      Ein Halbkreis bis er ansteht und dann in Gegenrichtung beschleunigen. Zwischen 2 Finger.
      Aber ich habe mir bis jetzt nur Gedanken darüber gemacht. Könnte aber auch die Funktion haben.
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    • Ich versuche gerade, mir das Spielen mit den Haaren abzugewöhnen. Meine Befürchtung ist, dass mein Haarbruch darauf zurückzuführen ist. Ich drehe einzelne Strähnen ein und ziehe dann daran. Die vorderen Partien sind (dadurch?) ausgedünnt. Das mache ich sehr exzessiv, wie ich festgestellt habe, als ich einmal darauf geachtet habe. Jetzt habe ich so einen Fidget-Würfel, aber so richtig funktioniert die Umgewöhnung nicht. Sobald ich wieder in Gedanken versinke, ertappe ich mich dabei, wieder an meinen Haaren zu spielen.
    • Ich muss auch immer meine Finger beschäftigen, aber dazu reichen Alltagsdinge wie Stifte, Büroklammern, Schrauben, Steine, Kastanien, getrocknete Bohnen… da hab ich immer was in der Tasche. Das ist auch unauffällig (glaub ich zumindest) und klappert nicht. Für Familientreffen oder so nehme ich gerne Strickzeug mit, das hat eine ähnliche Funktion für mich.
    • Ich reibe oft mit den Fingernägeln meiner einen Hand über die Fingernägel der anderen. Lege dabei die Hände meist in den Schoss in einer Art Herzform. Das schnelle Reiben der Fingernägel gegeneinander beruhigt mich sehr.
      Ich denk mir meinen Teil und mach daraus ein Ganzes.