Welche Krankheitsbilder sind in der Regel im einer betreuten WG wo Autisten sind? Welche Krankheitsbilder steckt man normalerweise zusammen(auch ohne Autismus) Kennt ihr betreute WGs?

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    • Welche Krankheitsbilder sind in der Regel im einer betreuten WG wo Autisten sind? Welche Krankheitsbilder steckt man normalerweise zusammen(auch ohne Autismus) Kennt ihr betreute WGs?

      Bei uns ist einer mit Borderline/Depressionen, ich mit Asperger/Angst/Panik/Depressionen und eine aus Ghana, wo mir nur ständige Regelverletzungen in allen Ebenen von ihr bekannt ist, welche aber gleich mit ihrem Freund eingezogen ist, der psychisch gesund ist.

      Bei uns zählt das Recht des Stärkeren, wo ich der Schwächste bin.

      Da die aus Ghana eine andere Sozialarbeiterin hat als der mit Borderline und ich, ändert sich nie was, da meine Sozialarbeiterin nicht für die aus Ghana zuständig ist und deren ihre Sozialarbeiterin sich nur für die aus Ghana zustândig fühlt, wo meine So ozialarbeiterin scheinbar auf Beton stösst.

      Welche Krankheitsbilder sind normalerweise kompatibel in einer WG?
      Welche Krankheitsbilder sind normalerweise kompatibel in einer WG, wo Autisten leben?

      Der mit Borderline ist gestern so durchgedreht, dass ich die ersten Stunden gezittert habe, obwohl ich deswegen schon um 6. Uhr geflüchtet bin.
      Die aus Ghana, war in der Gemeinschaftsküche, wo ihr Behälter ihres Gefrierfaches ihr runtergefallen ist.
      Bin dadurch aufgewacht wollte sie auf ihre ständige Regelbrüche ansprechen, dass andere auch Schutz, Sicherheit und einen Schutzraum brauchen.
      Wie immer, kam nur neim nein nein, wobei sie sehr laut wurde.
      Die Freundin des mit Borderline war rauchen am m Balkon, weswegen die Tür des Mannes mit Borderline offen war.
      Er schrie alles zusammen, (leise)so dass ich den ganzen Tag bedient war.
      Heute war es über uns lauter, da hat auch wieder jemand geschrien, wo's gleich leiser wurde.
      Kann nur er gewesen sein.

      Wie kennt ihr es in betreuten WGs, welche Krankheitsbilder steckt man normalerweise zusammen, wlche wenn ein Autist dabei ist.

      Herzlichen Dank.
      Alles Gute
      L.G. Daniel :thumbup: :thumbup:

      The post was edited 2 times, last by Daniel1 ().

    • Also, in deiner WG muss man ja psychisch krank werden, wenn man es voeher nicht ist!
      Ich kenne keine für Autisten, nur eine, in der eine Freundin von mir lebt. Das ist eine reine Frauen-WG und es gibt klare Regeln. Männerbesuch muss man den Mitbewohnerinnen ankündigen, wobei sie die einzige ist, die von Männern besucht wird.
      Es gibt eine "Betreuerin", die einmal pro Woche kommt und einen genauen Putzplan. Zu den einzelnen Störungen kann ich dir nichts so Genaues sagen. Meine Freundin hat eine diagnostizierte Psychose und Depressionen, wobei ich bezüglich der Psychose
      eigentlich nichts merke.
      Eine Mitbewohnerin verletzt sich selbst, ob sie auch Borderline hat, weiß ich nicht. Aber die fände ich auch zu anstrengend. Wenn bei ihr was nicht klappt, schimpft sie voll rum. Wobei es glaube ich nicht so heftig wie bei dir in der WG ist. Ich muss aber
      auch dazu sagen, dass meine Freundin mit fast jedem auskommt und sehr offen ist, was Autisten ja tendenziell eher nicht.

      Für mich wäre eine WG ja gar nichts und mit diversen psychischen Krankheitsbildern (außer vllt Depressionen) schon gar nicht.

      Ich rate dir, dich nach einer anderen Möglichkeit umzuschauen.
    • Ich denke das kommt auf den Anbieter drauf an, hab noch nie in solch einer WG gelebt kenne aber einige und hab da noch nie festgestellt das da auch nur in irgendeiner Form nach Krankheiten getrennt wird, meist ist es ehr eine Unterbringung weil man nicht weiß wohin mit den Menschen.

      Du könntest ja mal schauen ob vielleicht andere Wohnformen für dich geeigneter sind, da gibt es so einiges auch mit eigenen Wohnungen aber trotzdem mit der Engeren Anbindung, oder Wohnprojekte im Ländlichen Bereich muß ja auch nicht für Psychisch kranke sein sondern könnte ja auch Behinderten-Wohnen sein, wobei das auch nicht immer so angenehm ist.

      Ich schaue da selber gerade nach allerdings ehr normale Wohnprojekte z.b. generations Heuser, leben aufm Bauernhof ...
    • Daniel1 wrote:

      Welche Krankheitsbilder sind normalerweise kompatibel in einer WG, wo Autisten leben?
      Borderline schonmal nicht..

      Daniel1 wrote:

      Wie kennt ihr es in betreuten WGs, welche Krankheitsbilder steckt man normalerweise zusammen, wlche wenn ein Autist dabei ist.
      Ich kenne es nur so, dass einfach nach Platz wild zusammengestopft wird. Für die Betreiber ist alles "psychisch krank".
      Hohe Zahlen bei der Editierungsanzeige zeigen nicht, dass ich permanent meine Meinung ändern würde. Ich habe nur Probleme Rechtschreib- und Grammatikfehler zu tolerieren und korrigiere diese daher, wenn ich sie sehe.
      Dennoch kann auch ich Tippfehler übersehen. In diesem Fall bitte ich um Nachsicht.
    • Ich kenne beides: Dass alle möglichen Diagnosen kunterbunt gemischt werden, aber auch WGs für Leute mit Schizophrenie, für Leute mit Persönlichkeitsstörung, für Frauen mit Trauma, für Suchtkranke, für Menschen mit Essstörungen, für Autisten usw.

      Hyres wrote:

      muß ja auch nicht für Psychisch kranke sein sondern könnte ja auch Behinderten-Wohnen sein
      Ähm - ist das nicht das Gleiche?
      Surprised by the joy of life.
    • Surprised wrote:



      Hyres wrote:

      muß ja auch nicht für Psychisch kranke sein sondern könnte ja auch Behinderten-Wohnen sein
      Ähm - ist das nicht das Gleiche?
      Nein, bei letzterem kann auch jemand einfach "nur" eine körperliche Behinderung haben (zB blind sein, im Rolli sitzen...). Evtl für manch einen einfacher als die Ansammlung von psychischen Besonderheiten in einer wg für psychisch kranke.
    • Polarlicht wrote:

      Nein, bei letzterem kann auch jemand einfach "nur" eine körperliche Behinderung haben (zB blind sein, im Rolli sitzen...). Evtl für manch einen einfacher als die Ansammlung von psychischen Besonderheiten in einer wg für psychisch kranke.
      Die Frage ist, ob in eine WG für Körperbehinderte ein nicht körperbehinderter Autist einziehen kann. Mag je nach Örtlichkeit unterschiedlich sein. Aber hier, wo ich lebe, kenne ich keine WG (für Körperbehinderte) wo das ginge und die über die Eingliederungshilfe finanziert wird.
      Surprised by the joy of life.
    • Hier in HH gibt es da einiges wo das möglich wehre wie das woanders ist kann ich nicht sagen, wobei das natürlich auch auf die Ausprägung ankommt hab mir das auch schon angeschaut für mich war aber vieles davon nix,
      lebe dann doch ganz gerne alleine in der eigenen Wohnung die auch in einem Wohnprojekt ist, in HH geht der Trend langsam dazu über das jeder der Wohnfähig ist seine eigene Wohnung bekommt aber halt ein ganzes Gebäude dafür genutzt wird, ist auch nicht so optimal da die Probleme die gleichen bleiben außer das man sich in seine eigende Wohnung verkrümeln kann.

      Aber da bin ich auch gerade auf der suche was für mich passen könnte am liebsten wieder eine eigene Wohnung wo man von "NT"s umgeben ist, ok die sind wahrscheinlich auch nicht besser aber irgendwie ist das meiner Meinung nach etwas angenehmer, man muss sich ja nicht mit den Nachbarn anfreunden, da wo ich wohne ist das nicht so einfach weil alle irgendwie doch miteinander zu tun haben über die Erinnerungshilfe, und es recht viel Stres und Streit untereinander gibt vor alledem da hier auch welche sind die sehr Manipulativ sind da reicht einer um so ein Projekt Komplet kaput zu machen.

      The post was edited 1 time, last by Hyres ().

    • Hi,

      ich wohne in einer Betreuten WG, weil es einfach nicht mehr anders ging. Bei uns in der Gegend gibt es keine betreuten WGs für Autisten. Es gibt einen Verein der lustig durchgemischte WGs anbietet, und dann gibt es meine WG.

      Von der Betreuungsleistung her ist 24/7 jemand erreichbar. Wir sind 8 Leute und 2 hauptamtliche Betreuer und einige die auf 450€ Basis eingestellt sind. Bei uns wohnen zur Hälfte Leute die in der Bewährungszeit einer Forensischen Behandlung sind. Zur anderen Hälfte, Leute die mit ihrem Leben nicht mehr klar kommen(aufräumen, duschen ... sowas halt).

      Krankheitsbild technisch ist bei quasi allen in der WG eine Psychose diagostiziert worden. Einige haben zusätzliche Erkankungen(ich z.B. Autismus und Borderline andere: Intelligenzminderung oder Narzistische Persönlichkeitsstörung). Ich empfinde die WG als sehr angenehm, Leute mit Psychose Erfahrung sind im Regelfall sehr wenig dominant. Bei uns gilt jeder Hilft jedem. Nicht recht des Stärkeren oder sowas. Eine kann Kleidung reparieren, jemand anders wäscht gern Wäsche und ich mach alles was mit Computern oder Handys zu tun hat.

      Mit freundlichen Grüßen
      Lea
      Handle ehrlich, handle weise, sei freundlich, baue Brücken keine Mauern, aktzeptiere Fremdes, freue dich über Unterschiede.
    • Daniel1 wrote:

      Welche Krankheitsbilder sind normalerweise kompatibel in einer WG?
      Welche Krankheitsbilder sind normalerweise kompatibel in einer WG, wo Autisten leben?
      Hallo,

      meine Ansicht ist, wenn jemand aufgrund einer psychischen Erkrankung nicht kompatibel für so eine WG/Wohnform ist, dann kann das nicht das Problem von den anderen Bewohnern sein/werden. Dann muss die Person vielleicht stationär in eine psychosomatische Klinik, oder braucht vielleicht medikamentöse Unterstützung wenn das sonst nicht funktioniert. Aber ich finde es nicht okay wenn man die anderen Bewohner dann der "inkompatiblen" Person einfach aussetzt. Es gibt ja zu psychischen Erkrankungen auch Betroffene, die reflektiert sind, die Krankheitseinsicht haben und ihre Symptome ganz gut im Griff haben. Weshalb ich das nicht von der Krankheit/Diagnose abhängig machen würde. Aber wer eben für so eine WG aufgrund seines Verhaltens nicht geeignet ist, das sollte dann nicht zu Lasten der anderen Bewohner gehen. Ich weiß oder kann mir denken, dass es ein Problem ist das solche Plätze Mangelware sind und auch Kliniken oft einfach keine Plätze frei haben. Aber so wie ich das verstehe wird ja scheinbar auch gar nichts unternommen, um die Situation (auch zukünftig) zu bessern.
    • Surprised wrote:

      Ich kenne beides: Dass alle möglichen Diagnosen kunterbunt gemischt werden, aber auch WGs für Leute mit Schizophrenie, für Leute mit Persönlichkeitsstörung, für Frauen mit Trauma, für Suchtkranke, für Menschen mit Essstörungen, für Autisten usw.
      Dieses Zusammenwürfeln von allen möglichen Diagnosen halte ich nicht für sehr produktiv - teilweise ist es für mich ja schon mit anderen Autisten anstrengend. Wenn da noch Borderline, Schizophrenie und was weiß ich dazu kommen würde dann würde ich es wohl dort keinen einzigen Tag aushalten. Die Leute sollten ja schon einigermaßen kompatibel miteinander sein.
    • Daniel1 wrote:

      Die aus Ghana, war in der Gemeinschaftsküche, wo ihr Behälter ihres Gefrierfaches ihr runtergefallen ist.
      Bin dadurch aufgewacht wollte sie auf ihre ständige Regelbrüche ansprechen, dass andere auch Schutz, Sicherheit und einen Schutzraum brauchen.
      Wie immer, kam nur neim nein nein, wobei sie sehr laut wurde.
      Ihr ist also aus Versehen etwas heruntergefallen, aber das wird wohl kaum verboten sein. Wenn einem etwas runterfällt macht man das ja nicht mit Absicht. Dann ist man verägert und gestresst weil man das wieder aufwischen muss... dann kommt jemand und belehrt einen mit den Regeln und wie sehr er leidet, da würde ich auch wütend werden.


      Daniel1 wrote:

      Er schrie alles zusammen, (leise)so dass ich den ganzen Tag bedient war.
      Also schrie er nun, oder war er leise? Was hat er dir denn vorgeworfen?
    • da_hooliii wrote:

      Dieses Zusammenwürfeln von allen möglichen Diagnosen halte ich nicht für sehr produktiv - teilweise ist es für mich ja schon mit anderen Autisten anstrengend. Wenn da noch Borderline, Schizophrenie und was weiß ich dazu kommen würde dann würde ich es wohl dort keinen einzigen Tag aushalten. Die Leute sollten ja schon einigermaßen kompatibel miteinander sein.
      Ich war einige Monate in der Akut-Psychiatrie, und da auch die meiste Zeit im Raucherraum (wie die meisten). Mit Borderlinerinnen kam ich gut klar. Als Zimmernachbarin brauche ich aber jemand Ruhigen. Ich hatte erst eine alte Frau mit Depression, dann Frauen mit Angststörung/Depression.
      Schizophrene sind entweder sehr ruhig und in sich gekehrt, oder (meist Frauen) sehr aufgedreht, irgendwie "läppisch" reden sehr viel, irgendwie theatralisch. Mit der ersten Sorte kam ich sehr gut klar, die reden fast gar nicht. Bei letzteren musste ich öfter flüchten.
      Ich hatte nie wirklich Streit mit irgendwelchen Leuten. Es kam nur mal zu einer kritischen Situation mit einer Frau die eine Manie oder sowas hatte und extrem eingebildet war. Auch ein Asperger hatte mich ziemlich genervt, er war sehr zwanghaft und wirkte auch sehr eingebildet, egoistisch.

      Mich müsste man hauptsächlich in Ruhe lassen damit es mir gut geht. Bei solchen WGs habe ich aber ein Grauen vor gemeinsamen Unternehmungen wie Ausflüge, einkaufen, gemeinsam kochen, gemeinsam Hausarbeit usw. Damit würden sie mich kaputt machen.
    • Neoni wrote:

      Schizophrene sind entweder sehr ruhig und in sich gekehrt, oder (meist Frauen) sehr aufgedreht, irgendwie "läppisch" reden sehr viel, irgendwie theatralisch. Mit der ersten Sorte kam ich sehr gut klar
      Naja, ist eher Glückssache, denke ich. Ich war in einem Zimmer mit einem Schizophrenen, aber nur für einen halben Tag, wenn überhaupt. Er hatte irgendetwas nicht gefunden und dann machte es "klick" in seinem Kopf und ich war für ihn plötzlich Todesfeind, angeblich hätte ich seine Sachen durchgewühlt und ihn bestohlen usw. usf.

      Das war gruselig und unberechenbar. Bei einem zweiten Zimmer-teilen-Versuch mit einem anderen gab's zwar keine plötzlichen Aggressionen gegen mich, aber beim Einschlafen zischelte er die ganze Zeit unkontrolliert etwas vor sich hin, das war auch supergruselig.

      Von daher kann ich es verstehen wenn man das kategorisch ausschließen möchte, einen dritten Versuch würde ich jedenfalls nicht mehr machen.
    • Neoni wrote:



      Mich müsste man hauptsächlich in Ruhe lassen damit es mir gut geht. Bei solchen WGs habe ich aber ein Grauen vor gemeinsamen Unternehmungen wie Ausflüge, einkaufen, gemeinsam kochen, gemeinsam Hausarbeit usw. Damit würden sie mich kaputt machen.
      Naja.. eine WG in der man komplett in Ruhe gelassen wird die wird es so nicht geben weil man ja mit anderen Menschen zusammen lebt.
    • da_hooliii wrote:

      Naja.. eine WG in der man komplett in Ruhe gelassen wird die wird es so nicht geben weil man ja mit anderen Menschen zusammen lebt.
      Ja schon klar.
      Ich habe auch schon in WGs gelebt.

      Ich meinte so ein Gemeinschaftsprogramm. Das finde ich ungeheuer anstrengend. Da habe ich in der Psychiatrie auch nicht mitgemacht.
    • So eine WG, wie beschrieben, wäre die Hölle auf Erden für mich. Ich kann mir auch nicht wirklich vorstellen, dass es jemandem dort besser geht, wenn alle Mitbewohner psychische Probleme haben und man ständig damit konfrontiert wird. Verliert man da nicht erst recht den Bezug zur Realität oder zu sowas wie einem "normalen" Leben?

      Ich hab keinerlei Erfahrungen mit betreuten WGs, deswegen würde mich interessieren, warum man in solch einer WG lebt und nicht in einer eigenen Wohnung. Oder anders ausgedrückt: Was gelingt nicht beim Wohnen in einer eigenen Wohnung? Welche Schwierigkeiten tauchen da auf?
      - Allein unter Menschen -
    • AuM wrote:

      So eine WG, wie beschrieben, wäre die Hölle auf Erden für mich. Ich kann mir auch nicht wirklich vorstellen, dass es jemandem dort besser geht, wenn alle Mitbewohner psychische Probleme haben und man ständig damit konfrontiert wird. Verliert man da nicht erst recht den Bezug zur Realität oder zu sowas wie einem "normalen" Leben?
      Ich würde mich wohl wie in einer Irrenanstalt fühlen. Man kann sich doch als Autist so überhaupt nicht weiterentwickeln und wenn der Betreuer oder die Betreuerin, die einzige "normale" Person ist, mit der man Kontakt hat hilft das ersrecht nicht. So kommt man auch nie aus seinen Problemen raus. Das erinnert mich ein bisschen an die Situation als man mich damals beim Besuch in der Arbeitsagentur und den Überlegungen über meine berufliche Zukunft in eine Werkstatt für Behinderte stecken wollte nur weil ich mich schwergetan habe mit anderen Menschen (aber den Arbeitsamt-Sachbearbeitern intellektuell überlegen war) - das wäre dort genauso sinnlos gewesen wie betreues Wohnen zusammen mit Borderlinern und Schizophrenen. Meine Fähigkeiten und Stärken wären dort im Laufe der Zeit komplett verlorenen gegangen.
    • da_hooliii wrote:

      Ich würde mich wohl wie in einer Irrenanstalt fühlen. Man kann sich doch als Autist so überhaupt nicht weiterentwickeln
      Ich weiß nicht, ich würde das eher als die Herausforderung sehen. In
      einer eigenen Wohnung - besonders als Autist - ist es relativ einfach,
      mit sich selbst klarzukommen. Da ist es leichter, sich zu isolieren,
      gibt es weniger Möglichkeiten, sich durch soziale Interaktionen
      weiterzuentwickeln.

      Als ich mal in einer Tagesklinik war, hatten mich die ganzen Probleme
      auch erst genervt bis ich bemerkt und verstanden hatte, dass die
      Therapeuten ganz geil darauf waren, dass es Stress gibt, weil man
      anhand dessen die ganzen Probleme untersuchen und bearbeiten
      kann. Warum war jetzt wer getriggert und wie hätte man anders
      reagieren können und sollen usw.

      In manchen Settings macht es keinen Sinn, Kuschelkurs zu fahren und
      anschließend, wenn man wieder in das "echte Leben" geht, dann wieder
      mit allen Konflikten konfrontiert zu sein, dafür aber niemanden mehr
      zu haben, an den man sich wenden und mit dem man das alles analysieren
      und besprechen kann.

      Es ist ja nicht so, dass die Probleme, die man so hat auf einmal
      verschwinden, wenn man aus so einem geschützten Rahmen
      herauskommt. Wenn man sich also z.B. nicht abgrenzen kann, ist ein
      Borderliner als Mitbewohner sogesehen ein super Übungsfeld.

      Aber ich hätte auch keine Lust dazu. Wenn überhaupt, dann nur halbtags.
    • Lieber @Daniel1 ,

      deine Schilderung klingt extrem belastend und ich mach mir Sorgen um deine Gesundheit. Leider weiß ich nichts zu schreiben, was deine Situation bessern würde. Wenn du die Kraft hast, verfasse Briefe an die übergeordneten Instanzen [etwa der Träger deiner Einrichtung oder aber an das Amt für Behinderte in deiner Stadt] und weise - möglichst sachlich, auch wenn es aus nachvollziehbaren Gründen schwer fällt - auf die anhaltende Belastung für dich als Autisten in Kombination mit den anderen Störungen mit inhärenter Tendenz Regeln und "Räume" [gemeint ist hier abstrakt etwas wie Freiräume, Handlungsräume und letztlich persönliche Grenzwahrung] zu verletzen hin.

      Wünsche dir Erholung, Ruhe und dass du möglichst bald so leben kannst, dass du nicht permanent um die Wahrung deiner Grenzen bangen musst!
      "There's joy in repetition
      There's joy in repetition
      There's joy in repetition
      There's joy in repetition"

      (Prince Rogers Nelson)