Autismus in anderen Kulturen

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    • Autismus in anderen Kulturen

      Hallo,

      mir geht seit ein paar Tagen die Frage durch den Kopf, ob Autismus (oder auch andere ähnliche Syndrome) in anderen Kulturen genau so (häufig) vorkommt, wie beispielsweise in Deutschland oder den USA. Ob beispielsweise bei den Inuit, oder bei den Massai, usw. Ob es da auch solche Syndrome wie zum Beispiel ADHS, Autismus, usw. geben kann. Ich meine rein von der Symptomatik! Oder ob solche Syndrome vielleicht sogar überwiegend/eher/hauptsächlich in moderneren Ländern auftreten.

      Natürlich wird es vermutlich so auch nicht vergleichbar sein, weil es die diagnostischen Möglichkeiten/Standards auch gar nicht überall auf der Welt gibt. Aber ich frage mich, ob das nicht trotzdem schon irgendwie bekannt geworden wäre (zum Beispiel durch Forscher o.ä.) wenn in solchen Kulturen auch Betroffene mit solchen Symptomatiken wären. Oder ob das vielleicht einen Grund hat, dass solche Syndrome (eventuell) in "moderneren" Ländern häufiger/öfters/eher auftreten.

      Weiß jemand vielleicht etwas darüber? Ich hoffe dass ich das gut genug verständlich beschrieben habe.
    • Ich glaub Olga Bogdashina hatte da was drüber in "Autism and Spirituality". Jede Kultur hat ihre Waldgönger, Hexen, Schamanen etc. und laut Olga waren nicht wenige davon autistisch (und nicht etwa schizophren, wie die übliche Theorie behauptet). Ist ja auch toll, einen Blick auf die Dinge zu haben, für den andere Leute extra Ayahuasca nehmen müssen.
    • Leider habe ich da auch keine Kenntnisse zu. Nachdem ich "Der Junge, der zu viel fühlte" von Lorenz Wagner gelesen hatte, habe ich mir auch die Frage gestellt. Wenn Henry Markram mit der Theorie recht hat, dass in einer reizarmen Umgebung aufzuwachsen die Symptome verringert, dann müsste es da doch Unterschiede geben.

      Ich weiß nur, dass es je nach "Rasse" unterschiedlich hohe Diagnosequoten gibt, was man aber mit dem unterschiedlichen Zugang zu Diagnosemöglichkeiten und auch Vorurteilen begründete.
    • Clear wrote:

      in Papua Neuguinea wurden Autisten bestimmt gegessen.
      Mahlzeit.
      Ungesunde, einseitige Ernährung kann aber auch zu Autismus führen.
      Ein Teufelskreis.
      Menschen mit einem geringeren Intelligenzgrad haben oftmals besonders viele soziale Kompetenzen. Ein Ausschlsskriterium für Autismus.
      [...]

      Rassistische Unterstellung entfernt. Bitte auf soetwas verzichten!
      -Die Moderation
      Man muss die Schuld auch mal bei den Anderen suchen

      The post was edited 1 time, last by Sternschnuppe ().

    • Soweit ich weiß, kommt Autismus grundsätzlich in allen Ländern und Ethnien vor.
      Dass es in Afrika seltener diagnostiziert wird, hängt sicher damit zusammen, dass die Leute dort weniger zum Arzt gehen oder gar keine Ärzte da sind, die das diagnostizieren könnten.

      Den Artikel und seine Schlussfolgerungen halte ich für Unsinn.
      Wenn man schaut, wie gesund sich viele schon allein hier im Forum ernähren, dann dürfte es hier ja kaum mehr Autisten geben.

      Außerdem kennt man viele genetische Ursachen von Autismus, und die kommen kaum von der Ernährung.

      molle66 wrote:

      Menschen mit einem geringeren Intelligenzgrad haben oftmals besonders viele soziale Kompetenzen. Ein Ausschlsskriterium für Autismus.
      Viele Autisten sind sogar geistig behindert.
      Historisch gesehen waren die schrecklichsten Dinge wie Krieg, Genozid oder Sklaverei nicht das Ergebnis von Ungehorsam, sondern von Gehorsam.
      (Howard Zinn)
    • Theta wrote:

      Ich könnte mir vorstellen, dass es Kulturen gibt, die Autisten stärker entgegenkommen als andere.
      Ich glaube, das ist aber auch nur relevant bei Autismus ohne geistige Behinderung.
      In einigen Kulturen werden Kinder mit geistiger Behinderung mindestens versteckt gehalten, wenn nicht Schlimmeres.

      Aber auch bei Asperger frage ich mich, ob man damit in Ländern wie Afrika zum Beispiel noch mehr auffällt. Dort wird ja sehr die Gemeinschaft gelebt.
      Historisch gesehen waren die schrecklichsten Dinge wie Krieg, Genozid oder Sklaverei nicht das Ergebnis von Ungehorsam, sondern von Gehorsam.
      (Howard Zinn)
    • Schwarze Katze wrote:

      Leider habe ich da auch keine Kenntnisse zu. Nachdem ich "Der Junge, der zu viel fühlte" von Lorenz Wagner gelesen hatte, habe ich mir auch die Frage gestellt. Wenn Henry Markram mit der Theorie recht hat, dass in einer reizarmen Umgebung aufzuwachsen die Symptome verringert, dann müsste es da doch Unterschiede geben.

      Ich weiß nur, dass es je nach "Rasse" unterschiedlich hohe Diagnosequoten gibt, was man aber mit dem unterschiedlichen Zugang zu Diagnosemöglichkeiten und auch Vorurteilen begründete.
      Ich denke, die Thesen von Makram haben auch mein Leben geprägt.
      Durch das Ausbleiben von Stress werden viele Autisten in Naturvölkern gar nicht auffällig. Wenn doch, bekommen sie einen tollen Job als Schamane anstatt gemobbt und ausgegrenzt zu werden.

      Shenya wrote:




      Viele Autisten sind sogar geistig behindert.
      Das ist mir völlig klar. Die können aber leider ihre Defizite nicht mit sozialen Kompetenzen ausgleichen, wie zum Beispiel Mongoloide (Menschen mit Down Syndrom).
      Man muss die Schuld auch mal bei den Anderen suchen
    • Shenya wrote:

      Aber auch bei Asperger frage ich mich, ob man damit in Ländern wie Afrika zum Beispiel noch mehr auffällt. Dort wird ja sehr die Gemeinschaft gelebt.
      ich vermute, dass man dort dann ggf auch als "besessen" gilt - mit entsprechenden gesellschaftlichen und existentiellen Folgen. Gerade meine pubertären Meltdowns haben gewiss an "Besessenheit" erinnert. Ich vermute, dass in kollektivistischen Gesellschaftsformen Andersartigkeit schneller verborgen oder ausgeschlossen wird. Ist aber nur meine private Vermutung.

      @molle66: Trisomie 21 ist die korrekte Bezeichnung.
      Ich schreibe in der Regel vom mobilen Endgerät aus - merkwürdige Wortkonstrukte sind ggf. der Autokorrektur geschuldet
    • Theta wrote:

      Shenya wrote:

      Aber auch bei Asperger frage ich mich, ob man damit in Ländern wie Afrika zum Beispiel noch mehr auffällt. Dort wird ja sehr die Gemeinschaft gelebt.
      Ich dachte auch eher an Ostasien. Da gibt man sich ja eher distanziert und nicht so emotional.

      Deshalb haben Ostasiaten auch den höchsten Intelligenzgrad...
      Einen gewissen Zusammenhang gibt es, "soziale Intelligenz" nimmt im Gehirn zu viel Platz weg.
      Man muss die Schuld auch mal bei den Anderen suchen
    • molle66 wrote:

      Menschen mit einem geringeren Intelligenzgrad haben oftmals besonders viele soziale Kompetenzen. Ein Ausschlsskriterium für Autismus.
      In großen Teilen Afrikas gibt es also kaum Autisten.
      Alter...

      Wenn ich daran zurückdenke, wie sehr Du von Moderatoren in ihrem guten Glauben verteidigt wurdest, dass Du ganz sicher kein rassistisches Gedankengut in Dir trägst, weil ... ja, warum eigentlich? Wurde das jemals geklärt, warum das nicht sein könne?
    • Dr. L84 wrote:

      molle66 wrote:

      Menschen mit einem geringeren Intelligenzgrad haben oftmals besonders viele soziale Kompetenzen. Ein Ausschlsskriterium für Autismus.
      In großen Teilen Afrikas gibt es also kaum Autisten.
      Alter...
      Wenn ich daran zurückdenke, wie sehr Du von Moderatoren in ihrem guten Glauben verteidigt wurdest, dass Du ganz sicher kein rassistisches Gedankengut in Dir trägst, weil ... ja, warum eigentlich? Wurde das jemals geklärt, warum das nicht sein könne?
      Danke!
      "Auf der Metaebene lässt sich Abstand gewinnen zum Geschehen. [...] Und dabei zeigt sich, dass es andere Perspektiven, andere Erlebensweisen und viel mehr Möglichkeiten für Lösungen gibt, als sich der Mensch in seiner alten kleinen Welt hatte träumen lassen." (Brit Wilczek)
    • @molle66 also, mal abgesehen von der fragwürdige Aussage über Afrika (kein Land, sondern en Kontinent!) korreliert hohe soziale kompetenz mit hohe Intelligenz, und das Leben von Naturvölker ist alles anderes als stressfrei. Nicht zu wissen ob man Morgen was zu essen findet oder gar von Tieren gegessen wird ist stressiger als grelles Licht und zuviel Menschen im Supermarkt.
    • Danke von meiner Seite für die Kritik, ja es war von meiner Seite überspitzt und etwas übertrieben. Ungefähr wie der Artikel vom Spiegel, der weiße Alte Männer mit Autismus
      als Produkt der westlichen Zivilisation hinstellt. So einen Scheiß darf man natürlich veröffentlichen. Nichts für ungut, vielleicht sollte man mal endlich die Trennung zwischen Logik und sozialen Kompetenzen aufgeben. Für jeden hat man Verständnis, nur viele von uns werden lauthals verlacht, außer natürlich die die ihre perfekte Nische gefunden haben.
      Man muss die Schuld auch mal bei den Anderen suchen
    • Dr. L84 wrote:

      molle66 wrote:

      Menschen mit einem geringeren Intelligenzgrad haben oftmals besonders viele soziale Kompetenzen. Ein Ausschlsskriterium für Autismus.
      In großen Teilen Afrikas gibt es also kaum Autisten.
      Alter...
      Wenn ich daran zurückdenke, wie sehr Du von Moderatoren in ihrem guten Glauben verteidigt wurdest, dass Du ganz sicher kein rassistisches Gedankengut in Dir trägst, weil ... ja, warum eigentlich? Wurde das jemals geklärt, warum das nicht sein könne?
      danke. Ich war mir nicht sicher, ob ich richtig gelesen hatte. Wollte es nicht glauben.
      Ich schreibe in der Regel vom mobilen Endgerät aus - merkwürdige Wortkonstrukte sind ggf. der Autokorrektur geschuldet
    • Ist diese Internetseite auch rassistisch?
      Solche Quellen gibt es zuhauf.
      Ich habe lange über dieses Thema nachgedacht ich denke dass diese Tests nur nach westlichen Standards durchgeführt werden, führt zu solchen Ergebnissen.
      Die Zahlen findet man aber überall, aber sind nur bedingt aussagekräftig.
      Man muss die Schuld auch mal bei den Anderen suchen