Toxische Familienmitglieder

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    • Toxische Familienmitglieder

      Ich habe leider nicht das Glück eine biologische Familie zu haben, die meine Einschränkungen (Asperger und Chronische Erkrankungen) anerkennen und respektieren.
      Der Autismus wird seit jeher als „Anstellen und nicht genug Mühe geben“ hingestellt und die Fähigkeit der Diagnosestelle und der Therapeuten angezweifelt.
      Bei den anderen chronischen Erkrankungen werden die gesundheitlichen Probleme relativiert. „Jeder hat mal Bauchschmerzen oder Rückenschmerzen“ (Hab Morbus Crohn und Morbus Bechterew) und „vielleicht haben die Ärzte sich mit den Diagnosen geirrt“.

      Für mich alleine wäre es unproblematisch, da ich es seit der Kindheit kenne und irgendwie gelernt habe damit zu leben. Auch wenn es sehr schmerzhaft sein kann.
      Schlimm ist für mich, dass meine biologische Familie es auch auf meine Familie und Kinder spiegelt und diese abwertet.

      Nun ist dieses Problem auch Thema bei meiner therapeutischen Begleitung und dort habe ich gefragt, ob viele Menschen im Spektrum ebenfalls solche Probleme mit Angehörigen haben und ob es bei Autisten ein typisches Problem ist.
      Leider konnte man meine Frage nicht beantworten und so möchte ich euch fragen.

      Hab ihr auch mit toxischen Familien oder Familienmitglieder zu tun?
      Wie geht ihr damit um?
    • Meine Eltern haben sich früh getrennt, ich weiß wenig von meiner Mutter, weil sie nie für mich da war. Das Verhältnis zu meinem Vater war immer schwierig. Er heiratete neu und ich bekam eine neue Familie. Lange habe ich mir eingeredet, alle Probleme hingen damit zusammen. Aber es war wie bei dir. Ich soll mich nicht so anstellen, ich müsse mich mehr anstrengen und in die Familie einfügen. Ich hatte viele körperliche und psychische Probleme und teilweise wurde es einfach ignoriert, weil sie sagten ich will nur die Aufmerksamkeit auf mich ziehen.

      Ich habe viele Therapiestunden darauf verwendet um das alles zu verarbeiten. Meinem Vater werden starke narzisstische Züge nachgesagt. Ich habe keinen Kontakt mehr zu ihm. Es war auch wie bei dir, dass dieses Verhalten dann auch an meine Tochter ging.

      Es war ein langer Weg, aber jetzt geht es mir besser, weil ich meinen Frieden finden kann, so hoffe ich.
    • Ich kenne die von Dir beschriebene Situation aus eigener Erfahrung.

      Meine Adoptiveltern waren genauso. Meine ADHS-Diagnose als Kind wurde von meinen Adoptiveltern als Konzentrationsprobleme kleingeredet und sie beschäftigten sich dann auch nicht weiter damit. Es interessierte sie nicht, mir zu helfen. Vielmehr ging es Ihnen nur darum nach außen hin das Bild einer perfekten Familie ohne Probleme aufrechtzuerhalten.

      Mir wurde außerdem von meinen Adoptiveltern eingebläut (RW), dass die Diagnose verschwiegen werden muss.

      Jahre später - schon im Berufsleben - ging es mir gesundheitlich deutlich schlechter. Es häuften sich Krankheitstage aufgrund von starken Magen- und Darmbeschwerden/-schmerzen. Meine Adoptiveltern reagierten nur mit Unterstellungen und Vorwürfen, z.B. das ich nur nicht arbeiten wolle, ich mich nur anstelle und zusammenreißen solle, etc.

      Im Rahmen einer psychosomatischen Reha wurde mir von den dortigen Therapeuten nahegelegt, den Kontakt zu meinen Adoptiveltern abzubrechen, was ich tat.

      Außer seelischer Vernachlässigung und seelischer und körperlicher Misshandlung durch meine Adoptiveltern war für mich besonders belastend, dass sie versuchten meine Freundin und heutige Ehefrau ständig mir gegenüber schlecht zu machen und uns auseinander zu bringen.

      Meine Adoptiveltern wurden von meinen Therapeuten als missbräuchliche Narzisten eingestuft, die ihre Ehe darauf gründen, dass meine Adoptivmutter die komplette Kontrolle über das Familienleben hatte und sich als Übermutter inszenierte und mein Adoptivvater sich für berufliche Erfolge feiern ließ. Ich war nur dazu da, um für das Bild der heilen Familie und als Vorzeigekind zu dienen.

      Von daher aus eigener Erfahrung mein Rat: Brich den Kontakt zu solchen Leuten ab und nimm ihn nie wieder auf. Nur so kannst Du Deine Familie und Dich vor ihnen schützen.
    • Ohne weiter ins Detail gehen zu wollen: Ich habe mittlerweile zu allen (wenigen) Familienmitgliedern den Kontakt beendet. Dauerhaft, nachdem Versuche, eine Annäherung wieder zuzulassen, mir absolut nicht gut taten. Die Einsicht, dass dies endgültig sein wird, war sehr schmerzhaft für mich. Sie werden ihre Sichtweise und ihr Verhalten nicht verändern. Indem ich mich nicht mehr selbst verleugne, habe aber ich mich verändert und eine andere Perspektive eingenommen. Für mich gibt es keinen Weg mehr zurück in diese Selbstverleugnung.
      Ich wünsche dir viel Kraft.
    • Grubber wrote:

      Ohne weiter ins Detail gehen zu wollen: Ich habe mittlerweile zu allen (wenigen) Familienmitgliedern den Kontakt beendet. Dauerhaft, nachdem Versuche, eine Annäherung wieder zuzulassen, mir absolut nicht gut taten.
      dem kann ich mich exakt anschließen. meine eltern fanden mich sonderlich und konnten wohl nichts mit mir anfangen. als ich 7 jahre als war, wurde meine nt schwester geboren - und für die drei war die welt wieder in ordnung. ich hab nix verstanden (soziologisch), nur gefühlt, dass ich nirgends dazugehöre. ich wurde mit ca. 30 Jahren diagnostiziert. seitdem verstehe ich mich, ansonsten alles beim alten. heiter weiter
      laß dich nicht unterkriegen!
    • Bei mir war / ist es so, dass ich körperlich schwerwiegendere Probleme habe. Und da wurde das eben darauf geschoben und wohl akzeptiert. Andererseits weiß ich (glaube ich zu wissen), dass seelische Probleme so nicht akzeptiert werden.

      Interessante These hier im Forum

      Mein Problem ist aber aktuell, dass meine Frau wohl nicht in der Lage ist damit umzugehen. Ich kann Ihr immer wieder (bildlich gesprochen) die Diagnose um die Ohren hauen, es änder sich nichts. Im Gegenteil, sie erwartet von mir eine Besserung. Dabei hat sie fast komplette Ausbildungen in mehreren Bereichen, die ein Umgang damit möglich machen sollten. Aber sie schaffte es irgendwie nicht das auf sich zu beziehen - bei anderen ist es kein Problem.
    • GeistesSchatten wrote:

      Mein Problem ist aber aktuell, dass meine Frau wohl nicht in der Lage ist damit umzugehen. Ich kann Ihr immer wieder (bildlich gesprochen) die Diagnose um die Ohren hauen, es änder sich nichts. Im Gegenteil, sie erwartet von mir eine Besserung. Dabei hat sie fast komplette Ausbildungen in mehreren Bereichen, die ein Umgang damit möglich machen sollten. Aber sie schaffte es irgendwie nicht das auf sich zu beziehen - bei anderen ist es kein Problem.
      Das kenne ich sehr gut und tut mir leid für dich. Ich musste meine Beziehung aus diesen Gründen tatsächlich beenden, denn es ging mir nachher dadurch auch total schlecht. Selbst das ist ja schon auch toxisch, wie ich finde. Ich wünsche Dir alles gute.
    • DanDuran wrote:

      ob viele Menschen im Spektrum ebenfalls solche Probleme mit Angehörigen haben
      Hallo,

      mir ging es leider auch ähnlich wie von dir beschrieben. Ich habe mir dazu auch schon überlegt, ob das vielleicht auch irgendwie eine Generationen-Sache sein könnte. Meine Eltern zB kommen aus einer Generation, wo es Teil ihrer eigenen Erziehung war dass man sich nicht so anstellen soll/durfte, usw. Ich denke, wenn man das nur so beigebracht bekommen hat, dann ist das sehr schwer daran was zu ändern und sich selbst zu reflektieren. Womit ich das aber nicht legitmieren oder verharmlosen möchte.
    • DanDuran wrote:

      Hab ihr auch mit toxischen Familien oder Familienmitglieder zu tun?
      Wie geht ihr damit um?
      Für toxische Menschen gibt es leider nur konsequente Massnahmen: Kontakt extrem einschränken oder komplett abbrechen.
      Ich glaube nicht, dass es ein typisches Problem bei Autisten ist.
      Eine toxische Familie kann jeden treffen - ich denke, der Unterschied ist, dass Autisten anders damit umgehen als NTler und unterschiedliche Strategien finden müssen, um zu "überleben", leiden tun beide unter so einer Situation.
      Als Autist kommen eben die bekannten (bei den meisten vorhandenen) Schwierigkeiten mit sozialen Situationen noch dazu, wie wenn alles andere im Umgang mit toxischen Menschen nicht auch schon reichen würde :(
      Ein Versuch, "irgendwie friedlich" mit ihnen auszukommen, kostet extra Kraft, gerade ein Autist echt nicht "übrig" hat.

      Gerade wenn es dann auch noch um die eigenen Kinder geht, ist wohl die Zeit gekommen, wo man gezwungen ist, Entscheidungen zu treffen, ob das alles noch zumutbar ist.
      War bei mir nicht anders, auch wenn es bitter ist.

      Mutter: kein Kontakt seit fast 20 Jahren

      Vater (mit Stiefmutter Nr. 2): Sehen wir ab und zu, ist aber schwierig. VAter hat so seine unumstößlichen Meinungen, die meist etwas realitätsfern sind... damit nervt er gerne herum ohne mitzukriegen, wie er den Leuten damit auf die Nerven fällt. Zeigt keinerlei Regung, wenn er jemanden kränkt. Das Sozialverhalten lässt etwas zu wünschen übrig. Manchmal nervt er auch nicht :| Leider weiss man es nicht vorher.
    • Ich habe leider auch eine schwierige Familiensituation:

      Da ich stets als Kind still war und in meiner "eigenen Welt" lebte, also auch nie mit Problemen zu meinen Eltern ging, haben die sich auf meine jüngere Schwester konzentriert.
      Zuwendung oder emotionalen Beistand habe ich somit nie wirklich erhalten, ich weiß jedoch nicht, ob ich derartiges zugelassen hätte. In irgendeiner Art beneidet habe ich meine Schwester schon.

      Erst richtig schwierig wurde es als ich nicht mehr zur Schule ging (Probleme mit den Klassenkameraden). Damals wussten sie nicht, was sie mit mir machen sollten, also ab zum Psychiater, der kann die Probleme schon lösen. Mit mir kommunizieren war weiterhin schwierig, wie es leider immer noch ist. 15 Jahre später (Diagnose war bis vor kurzem grundsätzlich Depression) ist mein Filter aufgrund von Stress irgendwo nicht mehr existierend, wobei ich nun alles was mich stört ansprechen muss. Die Reaktion meiner Eltern und Schwester ist dann stets, dass sie nicht wissen, was sie mit mir machen sollen, meine "Krankheit" ist das Problem und ich bräuchte Therapie. Viele Drohungen (mein Vater regelt Versicherungen o.ä. für mich), Stress und Streit sind die Tagesordnung, wenn ich bei ihnen bin. Leider bin ich denen noch ausgesetzt, weil ich weder Freunde habe noch selbständig bin bzw. eine Perspektive habe. Ich möchte dieses aber ändern. Ich denke, es kommt immer individuell darauf an. Ich versuche mittel/langfristig irgendwie alleine klar zu kommen und die richtige Distanz/Nähe zu meiner Familie zu finden.

      Abbrechen möchte ich jedoch die Beziehung zu der erweiterten Familie. Meine Eltern sind zumindest durch mich etwas vertrauter mit psychischen Krankheiten, für den Rest der Familie bin ich einfach nur sonderbar, da ich ja keine Arbeit aufrechterhalten kann, keinen Freund/Haus/Kind etc. habe und gelegentlich in Kliniken bin (dann werden selbst meine Eltern beschuldigt, wie sie mich in solch eine Einrichtung lassen können).
    • akelei wrote:

      Ich glaube nicht, dass es ein typisches Problem bei Autisten ist.
      Eine toxische Familie kann jeden treffen - ich denke, der Unterschied ist, dass Autisten anders damit umgehen als NTler und unterschiedliche Strategien finden müssen, um zu "überleben", leiden tun beide unter so einer Situation.
      Das möchte ich ganz dick und fett unterstreichen. Toxische Menschen haben einen schlechten Charakter und der ist immer da, egal mit wem sie es zu tun haben.
    • Bei mir ist das auch grade ein großes Thema. Ich weiß dass viele Dinge die meine Eltern gemacht haben überhaupt nicht gut waren. Mein Freund geht soweit dass er es als seelische Grausamkeit bezeichnet (und das ist dann ernst, weil er da nicht besonders sensibel und einfühlsam ist)

      Genau wie hier mehrfach schon beschrieben haben auch meine Eltern immer die heile Welt sehr wichtig gefunden. Das fing damit an, dass ich nach meiner Traumatisierung keine Hilfe bekommen habe, sondern immer wieder absichtlich getriggert und retraumatisiert wurde (fanden irgendwie alle lustig - verstehe ich nicht) und später als mir die Diagnostik verweigert wurde, weil sie “kein behindertes Kind wollten“.
      Zusätzlich habe ich seit meinem ca 12. Lebensjahr chronische Schmerzen mit bisher ungeklärter Ursache, die als Einbildung abgetan wurden. Mein erster Arztbesuch deshalb war mit 17 die Psychiatrie.
      Das könnte ich jetzt noch weiter fortführen.

      Ausziehen hat auf jeden Fall sehr geholfen, aber auch mein Freund denkt dass ich irgendwann mal eine komplette Kontaktpause brauche. Er geht sogar soweit, dass er unsere späteren Kinder dort eigentlich nicht hinbringen möchte.
      Ich weiß es nicht
      Ich kann gut Mitmenschen umgehen
    • Familie war früher auch mein Thema.

      Bis ich begriffen habe, dass gelernte, gesellschaftlich implizierte altruistische Glaubenssätze und Einstellungen dazu führten, von den einzelnen Familienmitgliedern etwas zu erwarten, was diese nicht in der Lage sind zu geben. Mit dieser Erkenntnis konnte ich mich mental lösen sowohl von meinen Erwartungshaltungen als auch den mit dem Kontakt einhergehenden Verhaltensmustern und negativen Erlebnissen. Ich habe meine Familie innerlich vollständig losgelassen, mich auf meine Autarkie konzentriert, den Kontakt konsequent eingestellt und führe seitdem ein relativ entspanntes Leben. Dadurch schien es mir auch einfacher, die Dynamik der einzelnen Beziehungen zu einander und zu mir zu erkennen.
      Interessanterweise hat das in Bezug auf meinen Vater nach vielen Jahren wieder zu einer Annäherung geführt. Wir können uns heute auf einer freien und erwachsenen Ebene begegnen, die Vergangenheit haben wir miteinander aufgearbeitet, geklärt und abgelegt.
      Das hat gut funktioniert, weil wir uns auch sehr ähnlich sind, was u. A. durch die von uns beiden nicht erkannten Intrigen meiner Mutter und anderer Familienmitglieder in Vergessenheit geraten war.

      Ebenso verhält es sich mit meinem jüngeren Bruder. Der Rest der Familie fehlt uns beiden nicht und ich habe auch nicht das Gefühl, etwas zu verpassen oder zu vermissen.

      Nichts desto trotz bleibt im Kontakt mit Vater und Bruder irgendetwas in meinem Inneren wachsam und hält mich in gewisser Hinsicht auf emotionaler Distanz, was ich als meinen Schutz wahrnehme.
    • Thajanu wrote:

      @Durkadenz

      Wenn Du Dir nicht ganz sicher bist, inwiefern das Verhalten Deiner Eltern in Deiner Kindheit problematisch war oder Du das Vorgefallene für Dich genauer definieren und in seiner Intensität einordnen möchtest, wäre vielleicht der hier von mir verlinkte Child Trauma Questionnaire (CTQ) interessant.

      comcan.de/fileadmin/downloads/…3_16_-_comcan_-_5-CTQ.pdf
      Ich habe einfach Probleme so negativ über meine Eltern zu denken. Ich habe diesen Fragebogen ausgefüllt und komme bei “emotionale Misshandlung“ auf “mäßig bis schwer“.

      Sie haben sich sehr gut um uns gekümmert und ich finde es nicht fair sie als schlecht zu bezeichnen oder den Kontakt abzubrechen. Es ging anderen Kindern wesentlich schlechter
      Ich kann gut Mitmenschen umgehen
    • @Durkadenz

      Bei dem Fragebogen geht es ja nicht darum moralisch zu bewerten, ob Deine Eltern "schlecht" sind, sondern darum, ob und wie sehr ihr Verhalten für Dich traumatisierend war.

      Wie Du dann schlussendlich mit dieser Information umgehst ist dann nochmal etwas anders. Aus der Erkenntnis traumatisiert worden zu sein muss ja nicht zwangsläufig ein Kontaktabbruch erfolgen.
    • Durkadenz wrote:

      Sie haben sich sehr gut um uns gekümmert und ich finde es nicht fair sie als schlecht zu bezeichnen oder den Kontakt abzubrechen. Es ging anderen Kindern wesentlich schlechter.
      Nach der Argumentation können Eltern aber nur gut sein, wenn sie absolut die besten Eltern sind. Und man selbst sich nicht als glücklich bezeichnen, wenn es noch jemanden gibt, der glücklicher ist.

      Der Vergleich macht nur unglücklich. Die wenigsten Eltern sind absolut grauenhafte Monster, trotzdem können sie schlechte Eltern gewesen sein. Meine waren auch nicht im straf- oder kinder/jugendschutzrechtlichen Rahmen schlechte Eltern. Im Vergleich zu den meisten Eltern die ich bisher so erlebt habe und meinem Anspruch, wie Eltern sein sollten, schneiden sie aber katastrophal ab. Ich habe letztlich den Kontakt abgebrochen, weil sie sich bis heute für perfekt halten und ich dieses Spiel nicht mehr mitspielen will.
    • Coocy wrote:

      Familie war früher auch mein Thema.

      [Zeitliche Distanz]
      Ich kann etwas ähnliches Berichten. Auch wenn ich meine Familie (Eltern + Geschwister) nicht als toxisch bezeichnen möchte, so hatten wir vier Kinder doch immer Stress. Als ich mit ca. 20 Jahren ausgezogen war (2. Ältester, die altere Schwester ist zeitgleich ausgezogen) hat sich das Verhältnis schlagartig massiv verbessert. Ich schiebe es darauf, dass man sich vorher 24/7 (oder so) gesehen hat und so auf die Nerven gegangen ist. Jetzt sieht man sich einige Stunden alle paar Wochen / Monate. Da hat man genug Energiereserven aufgebaut um die nervenden Eigenarten der anderen mal ein paar Stunden zu akzeptieren. Und man hat reale Aussicht die Blödmänner :twisted: (und Frauen) bald zu verlassen. Das hilft auch.