Umfrage: Barrieren in der Schule benennen

    This site uses cookies. By continuing to browse this site, you are agreeing to our Cookie Policy.

    • Umfrage: Barrieren in der Schule benennen

      Liebe Teilnehmer*innen,

      endlich ist es so weit :) Dank euch und den vielen vorherigen Rückmeldungen haben wir nun in Kooperation mit der Humboldt-Universität zu Berlin sowie der Gothe-Universität Frankfurt im Forschungsverbund mit Dr. Mark Benecke unsere Umfrage zu "Barrieren an Schule" fertiggestellt. Wir haben somit diesmal wieder eine Umfrage zum Thema Barrieren an Schule für euch. Sie ist fertig bebildert und kann vollständig ausgefüllt werden. Wir suchen die Barrieren welche autistische Kinder in Schule behindern.

      Link zur Umfrage zu Barrieren in der Schule (bitte die Intensität der Barrieren bewerten, sowie ausfüllen! und die Barrieren benennen)

      Wer wird gesucht:

      - Autisten jeden Alters
      - Nicht-Autisten jeden Alters

      Wie lange es dauert:

      - 30 Minuten etwa

      Jeder ist eingeladen die Umfrage auszufüllen, auch Erwachsene und Nicht-Autisten. Du bekommst auf jeder Seite die Möglichkeit uns Deine Gedanken und Erfahrungen dazu zu berichten.

      Nehmt euch ein bisschen Zeit für die Umfrage. Es ist für uns sehr wichtig, dass ihr alle 27 Barrieren anschaut und uns dazu eure Antworten gebt. Wir möchten auch heraus finden, wie groß der Unterschied zwischen Autisten und Nicht-Autisten ist. Obwohl sich unsere Umfrage hauptsächlich an Schüler*innen richtet, interessiert es uns auch ob es in Deiner Schulzeit diese Barrieren für Dich gab.

      Liebe Grüße

      Euer Team vom White Unicorn e.V.



      Bisherige Umfragen

      2016

      - Umfrage zu Ruhezustand
      - Umfrage zu Ausgeglichenheit

      2018

      - Umfrage zu Barrieren verstehen

      2019

      - Umfrage zu "Geräuschen" als Barriere
      - Umfrage zu Selbst- und Fremdverletzung
      - Umfrage zu "Ungewollt zu nah kommen" als Barriere
      - Umfrage zu "Wenn Sachen und Orte plötzlich anders aussehen" als Barriere

      2020

      - Umfrage zu Barrieren beim Lernen in der Schule
    • Antares (White Unicorn) wrote:

      Jeder ist eingeladen die Umfrage auszufüllen, auch Erwachsene und Nicht-Autisten.
      Ich bin aber darüber gestolpert, dass ich die Fragen schon sehr auf Kinder/Jugendliche bezogen fand. Ich wusste dann nicht:
      - Soll ich aus der Rückschau auf meine eigene Kindheit und Schulzeit antworten?
      - Oder soll ich die Frage adaptieren an meine Gegenwart, mir also statt "Klassenzimmer" "Arbeitsplatz" vorstellen?
      "Hast Du aber Deinen Dämon gefunden, dann bist Du nicht mehr allein auf der Welt." (Oskar Panizza, Der Illusionismus und die Rettung der Persönlichkeit.)
    • Gerne beides kombiniert. z.B.

      Ich hatte in der Schule Probleme damit, dass die Schulglocke so laut war - auch heute noch stört es mich extrem, wenn am Fenster meines Arbeitsplatzes ein Krankenwagen vorbei fährt.

      Das ist deshalb interessant, da es z.B. aufzeigt, dass die Barrieren sich nicht auflösen. Was früher die Schulglocke war ist heute das Martinshorn.

      Lösungen wären interessant. z.B. in der Schule war ich der Schulglocke hilflos augeliefert - heute in der Arbeit setze ich meine Bose-Noise-Canceler auf und die Welt ist in Ordnung.

      Die Fragen auf die eigene Gegenwart an den Arbeitsplatz adaptiert funktioniert von daher nicht, dass wir die Barrieren in der Schule suchen, die sich oft wiederholen. Waren häufige Raumwechsel früher bereits ein Problem, so hat sich das bis ins Heute erhalten. Erwachsene berichten dann z.B. die Raumwechsel waren in der Schulzeit schrecklich verwirrend, ich konnte mich gar nicht mehr konzentrieren mit dem dauernden herumirren in den Schulkomplexen wann wo welches Fach nun in welchem Raum stattfindet - das ist bis heute in der Uni ein Problem! // das ist heute im Homeoffice zum Glück kein Thema mehr etc.

      Ich hoffe ich konnte damit Deine Frage ausreichend beantworten!
    • Ich habe mir bisher nur die ersten beiden Fragen angeschaut und dann aufgegeben, weil ich die Fragen nicht eindeutig genug fand, um sie wirklich beantworten zu können. Auch die Beschreibungstexte waren da leider nicht hilfreich, im Gegenteil, die fand ich eher verwirrend.
      Beispiel das mit dem Muster. Ich mag Muster an sich ganz gern, das war auch schon zu Schulzeiten so. Aber die Illustration zur Frage hat bei mir die Frage aufgeworfen, ob vielleicht mit Muster gar keine Muster (=dekorative Unterteilung einer Fläche), sondern was total anderes gemeint ist, weil da eine Tafel mit Rasteraufdruck abgebildet ist. Solche haben mir in der Schule immer Unbehagen bereitet, genauso wie Schreibhefte/-blöcke mit sehr fett/dunkel gedruckter Rasterung (die stören mich auch heute noch). Insofern wäre meine Antwort auf die Frage eine andere als meine Antwort auf die Illustration und in der Beschreibung stand dann auch noch mal was komplett anderes (soweit ich dem Inhalt folgen konnte, wirklich Sinn ergab der für mich nicht)
    • Guten Abend Aldana,

      wenn Du möchtest kann ich Dir bei der Erläuterung der Fragen helfen.

      Die Antwort zu den Mustern liest sich perfekt, die Du hier gerade geschrieben hast! Alle Gedanken dazu sind wichtig und wertvoll, auch in dieser detaillierten Weise wie Du das hier beschrieben hast. Wenn Du möchtest kannst Du genau so wie Deine Gedanken sind das antworten.

      Die Fragen sind deshalb so "sinnlos - unkonkret" weil wir noch auf der Suche nach Antworten sind. Wir wissen es gibt Barrieren die etwas mit Mustern zu tun haben! und auch irgendwie mit diesen Tafeln wie Du es beschreibst! Sehr interessant auch, dass Du Muster allgemein ganz gern magst. Die Antworten die wir suchen können somit nicht eindeutig sein, oder auch eindeutig, wichtig ist lediglich, was Dir dazu einfällt, wenn Du z.B. liest:

      "Wenn bestimmte Muster ein Problem sind" - und dazu das Bild siehst.

      Die Beschreibungen kannst du gerne weg lassen, wenn sie Dich noch mehr verwirren und nicht hilfreich sind. Es sind Erklärungsversuche aus bisherigen gewonnen Erkenntnissen der alten Umfragen. Wir wissen: es gibt große Probleme! Tafeln mit Rasterdruck, gedruckte Rasterung! - sind unbehaglich! aber wie das alles zusammen hängt und wie man Lösungen dazu findet, das Wissen dazu muss erst noch generiert werden. Und hierfür würde es sehr hilfreich sein, wenn Du uns hilfst indem Du Deine freien Gedanken dazu aufschreibst. So wie mit den Mustern! Das ist wunderbar!
    • ich finde die Untersuchung richtig und wichtig, aber wie so oft komme ich bei einigen Fragen an meine Grenzen. Entweder mache ich mir zuviel Gedanken dazu oder die falschen.

      Es müsste dann immer eine Extra-Erklärung geben oder die Fragestellung liegt eben knapp neben meiner persönlichen Problemzone :roll:

      Ein weiterer Punkt, der mir erst nach Abgabe der Antworten einfiel, ist der nach dem komplexen Lehrende-Lernenden-Verhältnis :nerved: , denn was kann ein Aspiekind schon machen, wenn die LehrerInnen ganz und gar anti-"Extrawürste" sind, wie es auch heute noch viele SchülerInnen zu hören bekommen (und deren Eltern).

      Dass sich dieses Problem durch eine Befragung nicht ändern lässt, ist klar.
      Aber ich halte es besonders im Grundschulbereich für wesentlich.
      An einer lauten Schulglocke zum Beispiel lässt sich erstmal nicht viel ändern, aber eine zugewandte Lehrkraft lässt vielleicht eher "Mickeymäuse"* zu als eine, die das für überflüssiges Getue hält.

      * als Schallschutz geeignete Kopfhörer
      Macht ist das Spielzeug der Reichen, das sie mit niemandem teilen (Muriel Barbery, "Die Eleganz des Igels")
    • Mich haben ein Großteil der Fragen wieder an meine Schulzeit erinnert. Dem entsprechend habe ich die Problematik numerisch zugeordnet und im Kommentarfeld diese genauer ausgeführt.
      Leider konnte ich keine Lösung anbieten. Das muss ich anderen überlassen.
      Manche Fragen bezogen sich auf für mich nicht problematische Umstände, diese habe ich mit 0 bewertet und ich habe das entsprechende Kommentarfeld freigelassen.

      Möglicherweise hilft diese Vorgehensweise anderen beim Ausfüllen der Umfrage.
      3 von 4 Kindern haben Spass an Mobbing.
    • New



      Vielen herzlichen Dank an alle die mitgemacht haben, ihr seid großartig gewesen! Die Ergebnisse können sich, durch die große Beteiligung mit 770 ausgefüllten Umfragen, sehen lassen!

      Hier nun die Ergebnisse unserer 1. Umfrage zu den Barrieren aus dem schAUT-Projekt:

      https://box.hu-berlin.de/f/51143005cf9e45d490db/

      Informatives Lesen!

      Die Lösungsansätze wurden weiter verarbeitet und haben weitere Fragen aufgeworfen. Deshalb gibt es nun eine weitere, die 3. Umfrage:

      3. Umfrage Projekt schAUT: Barrieren für autistische Schüler*innen in Schulen erkennen und abbauen
    • New

      Ich habe mit Umfragen auch immer so meine Probleme. Meistens ist es einfach so, das die Antwort nicht pauschal ja, nein, ein bischen, vielleicht oder sonstwas sein kann weil das echt situationsabhängig ist.
      Ich musste zB beim Autismusfragebogen in der Diagnostik zu fast jeder Frage einen Extratext dazu schreiben um meine Problematik zu erklären wann und warum sie entsteht weil die Frage das Thema zwar irgendwie aufgriff aber eben nicht wie es bei mir exakt passiert. Das ist aber bei allen Umfragen der Fall die ich bislang gemacht habe.
      Mich hat das Schulleuten zB garnicht gestört, auch nicht das Orientieren in den Schulgebäuden, aber immer nur Unterricht im Bioraum wo die interesannten Exponate stehen ging natürlich auch nicht.
      Ich war trotzdem auch immer abgelenkt aber meist weil mich der Unterrichtsstoff nicht interessierte, ich teilweise bei manchen Thematiken erst Jahre später das ganze überhaupt verstehen konnte und in dem Moment wo es durchgenommen wurde einfach nicht begreifen konnte, es war dafür meiner Entwicklung nach noch zu früh, aber die Regierung schreibt ja vor in welchem Jahr welches Thema dran kommt, nicht der Lehrer. Mein gehirn sucht sich automatisch andere Reize wenn ich mich langweile weil ein Thema für mich keine Relevanz hat.
      Zb der Geruch von frisch gemähtem Gras ist mir damals in der Grundschule oft aufgefallen, weil ich mich dann nach den Pausen gesehnt habe wo ich wieder auf der Wiese rumrennen konnte oder ähnliches. Unterricht hieß stillsitzen und zuhören und das konnte ich als ich jünger war generell nie gut. Ich habe daher auch in meine Hefte und Bücher gemalt und nicht mehr zuhören können.