Belohnung: Autist - entsprechend dem Wertekanon, NT: Geld

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    • Wo muss ich unterschreiben? Ich muss mich auch immer drängen lassen, meine Abrechnungen zu machen und meinen Bonus zu kriegen. Aber hey, wenn ich "genug" Geld hab, hab ich halt genug. Mehr motivert da auch nicht mehr. Was mich motiviert ist dgegen, die Arbeit gut gemacht zu haben. Kann man als "postkonventionell", "intrinsich motiviert" oder sogar "weise" bezeichnen, oder halt wie die Macher der Studie als "dysfunktional"...

      Ich behaupte ja immer, dass wir halt noch die alte prä-neolithische Firmware haben, und da ist das Modul, das allen Dingen einen universellen Tauschwert zurechnet, noch nicht eingebaut. Andererseits hatte ich als Kind auch eine Phase, in der ich Geld wollte, bin da aber rausgewachsen. Wenn ich mir spontan kaufen kann, was ich will, machen halt 1000€ mehr auch nicht froher.... Vielleicht ist es also keine Unfähigkeit, Tauschwerte zu bestimmen, sondern eine Unfähigkeit, mittelfristig "für schlechte Zeiten" planen zu können. Aber das mit dem Tauschwert klingt natürlich besser :) .
    • Schwarze Katze wrote:

      Geld hat auch mit sozialer Anerkennung und Selbstdarstellung zu tun, beides ist nicht-Autisten meist wesentlich wichtiger als Autisten.
      Ja stimmt auch wieder. Ich habe da garnicht mehr dran gedacht.
      Ich habe zwar oft einen ähnlichen Geschmack wie das was die Leute als ästhetisch oder schön betrachten, aber wenn ich mir sowas mal gönne mache ich das in erster Linie auch für mich sellbst weil ich mich in zB schöner und ordentlicher Kleidung (die leider oft teurer ist) wohler fühle als in minderwertiger Kleidung die nichts taugt und schnell ranzig und abgetragen aussieht.
      Seitdem ich durch meine Hormontherapie keine negativen Körpergefühle mehr habe, habe ich dafür ein größeres Gefühl entwickelt.
      Ich mache das aber nicht damit andere das dann bewundern oder auch schön finden.
      Das Menschen einen meist anders behandeln wenn man gut gekleidet ist, weiß ich, davon habe ich schon oft gehört.
      Das kann ja von Vorteil sein, und es kann sein das das auch einige deswegen machen mit der Kleidung.
      Oder auch anderen teuren Dingen die sich nicht jeder leisten kann.
      Ich muss aber auch sagen, da ich eh nicht genau weiß wie man auf andere wirkt durch Kleidung etc und das nicht abschätzen kann, kann ich wenig dazu sagen wie ich auf andere wirke und wie ich das ggf lenken und beeinflussen kann.
    • Also ehrliches Lob finde ich prima und über Geld als ehrliche Anerkennung ohne Bestechungshintergrund kann ich mich auch freuen. Bei Geschenken ist das schwieriger. Neben Dingen, über die man sich freut, gibt es viel, was überflüssig und nutzlos ist - bitte nicht noch mehr Müll!
    • Lars77 wrote:

      Vielleicht ist es also keine Unfähigkeit, Tauschwerte zu bestimmen, sondern eine Unfähigkeit, mittelfristig "für schlechte Zeiten" planen zu können.
      Vielleicht bist du sogar besser für schlechte Zeiten gerüstet als manch anderer. Wer sich generell mit dem Notwendigen begnügen kann, der hat auch keine große Not in Zeiten des Mangels.

      BerndBarthel wrote:

      Bei Geschenken ist das schwieriger. Neben Dingen, über die man sich freut, gibt es viel, was überflüssig und nutzlos ist - bitte nicht noch mehr Müll!
      Diesen Müll muss man dann ja umwelt- und sozialverträglich wieder los werden. Sozialverträglich meint hier: Der Schenkende soll die Weitergabe oder Entsorgung nach Möglichkeit nicht mitbekommen. Schließlich gilt es ja bereits als unhöflich und undankbar sich bei Entgegennahme des Geschenks nicht zu freuen.

      Ich versuche seit Jahren mit meinen Verwandten Vereinbarungen über gegenseitigen Verzicht auf das Schenken zu treffen. In den meisten Fällen halten sie sich nicht daran. Sie berufen sich auf Konventionen und Traditionen. Und dann fürchten sie ein schlechtes Gewissen zu bekommen, wenn sie an Weihnachten für mich kein Geschenk dabei haben.
      "Lebe im Verborgenen!"
      (Epikur)
    • Shino Me wrote:

      Und dann werden die Geldgierigen als gesund bezeichnet und die mit dem Wertekanon als ..... ?
      :d Ja, da kratzt man sich schon sachte am Kopf.

      Andreas wrote:

      Schließlich gilt es ja bereits als unhöflich und undankbar sich bei Entgegennahme des Geschenks nicht zu freuen.
      Das fällt für mich unter die erste und wichtigste Kategorie von Regeln: Jene, die ich ablehne.

      Andreas wrote:

      Vielleicht bist du sogar besser für schlechte Zeiten gerüstet als manch anderer. Wer sich generell mit dem Notwendigen begnügen kann, der hat auch keine große Not in Zeiten des Mangels.
      Jedenfalls sehe ich es so.
      Achtung, eigene Sprache!

      The post was edited 2 times, last by Eurich Wolkengrob ().

    • Andreas wrote:


      BerndBarthel wrote:

      Bei Geschenken ist das schwieriger. Neben Dingen, über die man sich freut, gibt es viel, was überflüssig und nutzlos ist - bitte nicht noch mehr Müll!
      Diesen Müll muss man dann ja umwelt- und sozialverträglich wieder los werden. Sozialverträglich meint hier: Der Schenkende soll die Weitergabe oder Entsorgung nach Möglichkeit nicht mitbekommen. Schließlich gilt es ja bereits als unhöflich und undankbar sich bei Entgegennahme des Geschenks nicht zu freuen.
      Und selbst, wenn du es nicht persönlich überreicht bekommst, musst du es sofort aufmachen und kommentieren. Egal, was bei dir los ist. Hatte da mal eine Bekannte, die statt wenigstens höflich zu fragen, ob ich das Geschenk denn schon ausgepackt hätte, mich anging: "Du hast dich noch gar nicht bedankt!" Da lag es noch unausgepackt bei mir, weil ich schlicht Dringenderes zu tun hatte. (War im Urlaub weg gewesen und musste am nächsten Tag direkt wieder arbeiten.) :nerved:
    • Schwarze Katze wrote:

      Und selbst, wenn du es nicht persönlich überreicht bekommst, musst du es sofort aufmachen und kommentieren. Egal, was bei dir los ist. Hatte da mal eine Bekannte, die statt wenigstens höflich zu fragen, ob ich das Geschenk denn schon ausgepackt hätte, mich anging: "Du hast dich noch gar nicht bedankt!"
      Soweit ich weiß, gilt es in Thailand als unhöflich und als gierig, wenn man ein Geschenk sofort öffnet. Man nimmt es entgegen und kümmert sich darum erst später.

      Hier:

      thai23.com wrote:

      Thais erhalten gerne Geschenke. Allerdings kann es manchmal sehr mühselig sein einem Thai etwas zu schenken. Er wird die Annahme des Geschenks aus Höflichkeit mehrfach (4x) verweigern bis er das Geschenk annimmt. Da muss man hartnäckig bleiben. Irgendwann nimmt er das Geschenk an und legt es unauffällig zur Seite. Er wird das Geschenk nicht sofort öffnen, weil er eine unangemessene Gefühlsregung beim Erblicken des Geschenk befürchtet, die zum Gesichtsverlust des Schenkenden oder des Beschenkten führen könnte.
      Vielleicht sollte man sich auch hierzulande auf diese Tradition berufen, wenn man Geschenke erhält.

      Aber das fällt dann vermutlich unter die böse Kategorie "kulturelle Aneignung". :m(:
      "Lebe im Verborgenen!"
      (Epikur)
    • Andreas wrote:

      Soweit ich weiß, gilt es in Thailand als unhöflich und als gierig, wenn man ein Geschenk sofort öffnet. Man nimmt es entgegen und kümmert sich darum erst später.
      Das ist nicht nur in Thailand so, sondern in vielen Teilen der Welt. Ich kenne das sogar teilweise aus Frankreich. Geschenke sind eine Aufmerksamkeit, ein Mitbringsel, die man nicht sofort begutachten und mit dem Grad der Freude ja auch irgendwie kategorisieren, bewerten muss. Ich finde es unangenehm, wenn hier in Dtld mein Geschenk sofort aus dem Papier gerissen und betrachtet wird.
      En perdant on y gagne quand-même / Et puis après tout, on n'as pas choisi.