Wunden eines Asperger-Autisten

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    • Wunden eines Asperger-Autisten

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      Hey, brauchte eure Meinung.

      Gestern war ich das zweite mal beim Sexuslpädagogen
      wegen meiner andauernden Beziehungs/Sexlosigkeit, bzw, dass ich legal, Medis für chemische Kastration bekomme, da mich mein Sexualtrieb belastet. Obwohl er von meinen Asperger Diagnosen weiss, hat er mir schon beim ersten Gespräch angeboten, die Ursache, für meine
      Scham/Angst bei Frauen, Beziehungslosigkeit, Sexlosigkeit etc , zu ergründen.

      Er nennt es, ergruendung des Labyrinths meines Lebens, so dass alles, was negative Glaubenssätze in mir erzeugt haben könnte, auf allen Gebieten besprochen und notiert wird um die Ursache meiner Beziehungs/Sexprobleme zu finden.

      Da ich schon immer zwischenmenschlich mich sehr schwer tat und als Kleinkind schon gemobbt wurde, als ich damals nicht im Kindergarten der Ortschaft ging, sondert in Kindergarten für Menschen mit geistigen Themen in der nächsten Stadt und die zwischenmenschlicje Probleme mit dem Alter nicht weniger wurden, habe ich Angst, dass ich 'meine Büchse der Pandora' öffne, wenn ich alles negative, was sich in mir eingegraben habe, artikuliere und ausspreche.

      Gestern war im Gespräch mein Soannungslevel so gross, dass er es für nötig fand, mit mir 'ein Notfallkoffer' zu besprechen, welches ich bei zu starken Anspannungszustaende habe.
      Finde ihn herzlich und kompetent.

      Habe heute starke Spannungskopfschmerzen, Augen tun wie der Kopf, Gesicht,Nacken sind stark verspannt und ich würde heute am liebsten heulen, schreien und alles Zusammenschlagen und weiss nicht, ob es von 'öffnen der Büchse der Pandora' stammt oder was anderes ist, da ich oft emotional überfordert, angespannt bin, was körperlich meistens schmerzt. Was ich erwähnen muss, dass er meines Wissens auch traumatechnisch geschult ist.

      Habe Respekt davor, dass ich vieles negative 'Ausgrabe' und nicht mehr verdrängen kann, wenn ich alleine bin

      Was meint ihr?
      Herzlichen Dank.
      L.G. Daniel :thumbup: :thumbup:

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      Bist Du dir sicher, dass Du dieses Thema in einem öffentlichen Bereich diskutieren möchtest? Und wer glaubst du, wird darauf offen Antworten?
      Das haben wir schon immer so gemacht. Das haben wir noch nie so gemacht. Da könnte ja jeder kommen.
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      Verdrängen ist zumindest bei mir meist nicht hilfreich. Aber manche Dinge sollte man da belassen wo sie sind und nicht wieder ausgraben (RW). Das du heute nach einer anstrengenden Sitzung bei deinem Therapeuten unter
      Anspannung "leidest" ist doch sehr gut nachvollziehbar. In Bezug auf @tinker Einwand, kannst du ja vielleicht mal versuchen es etwas abstrakter zu formulieren.
      Das Leben ist zu komplex um eine festgelegte Meinung zu haben.
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      Das klingt richtig heftig. So nach Dingen, wo andere stationär behandelt würden. Mir (als Laie) kommt da spontan der Begriff "Trauma" in den Sinn. Ich weiß nicht, ob ein "Sexuslpädagoge" die richtige Qualifikation ist um Deine Vergangenheit aufzuarbeiten - auch wenn der da eine "Schulung" hatte (keine Ahnung wie intensiv die war). Für mich klingt das nach einem Fall für einen richtigen Psychiater in diesem Fachbereich - jemanden der richtig Erfahrung hat.
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      Je länger nicht verarbeitetes verdrängt wird, desto stärker und härter kommt es wieder hoch, ob man will oder nicht. Das einzige, was meiner Erfahrung nach wirklich hilft ist die Aufarbeitung.
      Dadurch verarbeitet man bewusst die Erlebnisse und man schließt auch damit ab. Danach belasten sie einen nicht mehr.
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      Tux wrote:

      Je länger nicht verarbeitetes verdrängt wird, desto stärker und härter kommt es wieder hoch, ob man will oder nicht.
      Aber meiner Erfahrung nach (kenne jemanden mit Traumata): Wenn es passt. Also wenn die Person sich soweit stabil fühlt, dann kommt die nächste Sch***.

      Wenn man sein Leben in Ordnung bekommen will, dann ist wohl eine angeleitete Aufarbeitung das Beste. Weil: Es wird leider kommen...

      Mein Beileid..
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      Daniel1 wrote:

      wegen meiner andauernden Beziehungs/Sexlosigkeit, bzw, dass ich legal, Medis für chemische Kastration bekomme, da mich mein Sexualtrieb belastet.

      Wow. Bei mir ist die chemische Katration bloß Nebenwirkung der Antidepressiva (lustigerweise Orgasmusunfähigkeit mit Venla, Erektionsunfähigkeit mit Mirta. Das sympathische/parasympathische Nervensystem ist schon ein Wunder). Hätte nicht gedacht, dass jemand sowas freiwillig auf sich nimmt. Aber wenn es Dir hilft ... .

      Daniel1 wrote:

      Da ich schon immer zwischenmenschlich mich sehr schwer tat und als Kleinkind schon gemobbt wurde, als ich damals nicht im Kindergarten der Ortschaft ging, sondert in Kindergarten für Menschen mit geistigen Themen in der nächsten Stadt und die zwischenmenschlicje Probleme mit dem Alter nicht weniger wurden, habe ich Angst, dass ich 'meine Büchse der Pandora' öffne, wenn ich alles negative, was sich in mir eingegraben habe, artikuliere und ausspreche.
      Habe Respekt davor, dass ich vieles negative 'Ausgrabe' und nicht mehr verdrängen kann, wenn ich alleine bin
      Ich wünsche Dir viel Erfolg beim Aufarbeiten. "Was raus muss muss raus". Hab auch beim Graben in der Vergangenheit ein paar grundlegende Fehlanpassungen gefunden und glaube, dass es mir jetzt besser geht.
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      Ich finde nicht, dass man alles rausgraben muss. Es hängt halt davon ab, ob man gut damit klar kommt oder ob es zu oft hochkommt und einen so in der Gegenwart stört.
      Ich hoffe, der Therapeut findet eine andere Lösung als chemische Kastration.