Mein erster Schritt zur Diagnose

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    • Mein erster Schritt zur Diagnose

      sprecht mir mal etwas Mut zu
      Habe mich (51) doch endlich dazu entschlossen zu versuchen eine Diagnose zu bekommen.
      Habe gerade mit einer psychologischen Praxis telefoniert, ihr kurz meinen Verdacht erklärt und Ende Juli einen ersten Termin bekommen. Bis zu einer Diagnose ist es natürlich noch weit , aber der erste schritt ist getan .
      Ich war sehr nervös am Telefon und hab glaub sehr gestammelt und klang vielleicht auch etwas wirr.
      Hoffe das war kein schlechtes Signal für eine Diagnose auf Autismus, Sheldon Cooper ist nie nervös.
      Es war verdammt schwer das überhaupt zu tun und hat mich gerade sehr viel Überwindung gekostet, aber jetzt bin ich erstmal erleichtert diesen Schritt überhaupt getan zu haben
      Wie war das denn bei euch?
    • Ich glaube nicht, dass du dich an Sheldon Cooper orientieren solltest.

      Ich bin auch sehr oft nervös und besonders am Telefon finde ich es oft schwer, mich klar auszudrücken. Oder bei Gesprächen, mit denen ich nicht gerechnet habe (gerade vorhin erst, als ich versucht habe, eine Funktion unseres Aufzuges einer neuen Nachbarin zu erklären). Du bittest um eine Diagnostik zu etwas, das du schon dein Leben lang haben könntest. Ich finde es absolut nachvollziehbar, dabei nervös zu sein.

      Als ich meine Diagnose bekommen habe, war ich auch sehr nervös. Es hat mich auch Überwindung gekostet und ich habe auch eine ganze Weile auf einen Termin warten müssen (zu dem ich dann auch ziemlich weit gefahren bin). Für mich persönlich war es eine Erleichterung, einfach Gewissheit zu haben.

      Du machst das für dich, nicht für Familie, Freunde oder einen Arzt. Du hast auch nichts zu verlieren. Wenn du dich dort nicht gut aufgehoben fühlst, dann gehst du einfach nicht noch einmal hin und suchst dir entweder einen anderen Arzt oder lässt es sein :)
    • Kai wrote:

      Wie war das denn bei euch?
      Das war bei mir ähnlich aber ich habe mich zuerst an den Hausarzt gewannt mit der Bitte mich an eine Psychiatrie zu überweisen.
      Dort konnte man mir im Bezug auf AS nicht helfen, aber wegen einer anderen Sache die mir mindestens genauso wichtig war. Ich habe dann durch die die Adresse an einen Spezialisten bekommen und der meinte auch das AS nicht selten bei seinen üblichen Fällen ist und bei mir auch vorliegen kann, ich dazu aber dennoch lieber an eine Autismusambulanz oder so mich wenden soll. Habe ich auch gemacht, aber habe hier im Forum von eine LWL Klinik gelesen die das auch feststellen kann und die haben sehr viel schneller einen Termin gehabt.
      Dort habe ich dann meine Diagnose auch erhalten.
      Du hast jetzt schon ende Juli einen Termin, das geht sehr schnell und ich finde es auch gut das du das machen willst, es kann nicht verkehrt sein.


      Kai wrote:

      Hoffe das war kein schlechtes Signal für eine Diagnose auf Autismus, Sheldon Cooper ist nie nervös.
      Mach dir darüber keinen Kopf. Solche Fernsehsendungen zeigen Autisten meist sehr überspitzt und klischeebehaftet.
      Manche Dinge scheint man an sich mal wieder zufinden aber sicher nicht alles.
      Zudem ist gerade Sheldon Cooper kein Vorzeige-autist sondern eine Comedy-figur und glaube auch laut der Sendungsmacher auch kein "echter Autist" sondern die Fans haben das nur "angenommen" und seitdem macht das die Runde das er das angeblich darstellen soll.
      Man muss auch immer bedenken das es eine lustige Figur sein soll die irgendwo bei anderen gewisse Gefühle von Unterhaltung hervorrufen.
      Wäre der Charakter normaler oder würde durch echte Einschränkungen auffallen, wäre er ein Charakter der bei anderen eher als der Behinderte den man bemitleiden muss ankommen, und das könnte bei den Fans negative Kritik auslösen, das will kein Filmemacher, einige Sachen sind immernoch tabu im Fernsehen, vorallem bei dem Amis.
      Ich sehe sehr selten autistisch Behinderte im amerikanischen fernsehen.
      In deutschen Filmen habe ich schonmal das ein oder andere gesehen, auch mit Schauspielern die die Behinderung nicht nur gespielt haben, und meist wird da versucht die Behinderung eher ernst und weniger verulkt dazustellen.
      In einigen Filmen erlebe ich es eher das Leute in Rollen als eingeschränkt, infantil oder beschränkt gezeigt werden, aber in dem Film selbst nicht offen darüber gesprochen wird vonwegen "Der ist so weil er dies oder das hat" sondern es wird garnicht erst erwähnt.
      Vielleicht machen die das auch weil sie aussagen wollen das das keine Rolle spielen sollte, ich weiß es nicht.
    • Rubixxy wrote:

      Ich glaube nicht, dass du dich an Sheldon Cooper orientieren solltest.

      RegenbogenWusli wrote:

      Mach dir darüber keinen Kopf. Solche Fernsehsendungen zeigen Autisten meist sehr überspitzt und klischeebehaftet.
      Sorry , in Bezug auf Sheldon hätte ich wohl mein Sarkasmus Schild hochhalten sollen :sarcasm: oder war das Ironie? :irony:
      war nur sehr nervös und hab ein bisschen Angst, es gibt halt so viele Klischees , die Frau am Telefon war aber sehr ruhig und hat zugehört. sie meinte auch ich sollte zuerst zu meinem Hausarzt hat mir dann aber doch gleich einen Termin gegeben.
      denke mal das ist erstmal ein kennenlernen um sowas wie ein erster Eindruck zu bekommen.
      Weiss auch garnicht wann ich das letzte mal bei meinem Hausarzt war. Körperlich gehts mir ja gut, der Kopf funktiomiert halt nicht so richtig :sarcasm:
      Jedenfalls bin ich froh nun doch den ersten Schritt getan zu haben
    • Kai wrote:

      sie meinte auch ich sollte zuerst zu meinem Hausarzt hat mir dann aber doch gleich einen Termin gegeben.
      IdR wollen die halt eine Überweisung, vermutlich wegen der Kostenabrechnung? Bei mir ist das jedenfalls immer so gewesen, wenn ich zu einem Spezialisten musste, wurde ich am Telefon nach einer Überweisung gefragt.


      Kai wrote:

      Weiss auch garnicht wann ich das letzte mal bei meinem Hausarzt war. Körperlich gehts mir ja gut, der Kopf funktiomiert halt nicht so richtig
      Das spielt eigentlich keine Rolle. Ich war vorher auch jahrelang nicht bei dem, außer ich hatte mal eine Grippe oder sowas.
      Ich habe meinem einfach die Probleme erklärt die ich schon seit langem im Alltag habe und das ich dadurch einige probleme habe auch selbstständig zu leben und bislang meine Mutter viel helfen musste aber auch an ihre Grenzen stößt, und er meinte nur das es richtig war zu kommen und das er eigentlich erwartet hätte das meine Mutter sich schon eher hätte melden müssen und es ihre Aufgabe gewesen wäre.