Beitrag über Elon Musk in der NZZ

    This site uses cookies. By continuing to browse this site, you are agreeing to our Cookie Policy.

    • Beitrag über Elon Musk in der NZZ

      New

      In der Neuen Zürcher Zeitung ist ein längerer Beitrag über Elon Musk erschienen. Es geht dabei um seine Bemerkung, er habe das Asperger-Syndrom. Der Text geht dieser Aussage nach. Ich finde ihn sehr informativ.

      Gioia da Silva (NZZ, 07.06.2021) wrote:

      Drei zerbrochene Ehen, Mobbing, ein Auto im All: Elon Musk sagt, er habe Asperger. Kann das sein?

      Elon Musks Lebensstil scheint nicht typisch Asperger. Aber was ist schon typisch bei einem Mann, der den Mars bevölkern will?

      In einer amerikanischen Comedy-Show Anfang Mai liess Elon Musk eine kleine Bombe platzen: Er sei der erste Mensch mit Asperger, der die Sendung moderiere, sagte er zu einem Millionenpublikum. Der Auftritt wirkte einstudiert, als ob er es lange geplant hätte, eine Art Geständnis abzulegen. (...)

      PS: Es gibt bereits einen Thread zum Thema, der aber auch Dan Aykroyd umfasste und inhaltlich in verschiedene Richtungen etwas ausuferte (RW). Deshalb habe ich mir erlaubt einen neuen Thread zu eröffnen.
      "Ich versuche noch den Sinn der Worte zu erfassen."
      (Spock, Am Rande des Universums, 1989)
    • New

      Andreas wrote:

      In der Neuen Zürcher Zeitung ist ein längerer Beitrag über Elon Musk erschienen. Es geht dabei um seine Bemerkung, er habe das Asperger-Syndrom. Der Text geht dieser Aussage nach. Ich finde ihn sehr informativ.

      Drei zerbrochene Ehen, Mobbing, ein Auto im All: Elon Musk sagt, er habe Asperger. Kann das sein?

      Elon Musks Lebensstil scheint nicht typisch Asperger. Aber was ist schon typisch bei einem Mann, der den Mars bevölkern will?
      Interessant!
      Ich habe heute erst die Biografie von Ashlee Vance, die in dem Artikel zitiert wird, als Hörbuch zu Ende gehört. Der Autor spricht die These im Buch an, dass Musk das Asperger-Syndrom haben könnte, hält davon aber eher wenig.

      Befremdlich fand ich, dass Vance (zumindest in der deutschen Übersetzung) davon spricht, dass man am Asperger-Syndrom "erkranke" (Kapitel 11, ab Minute 55:52) und vom Autismus-Spektrum als "Krankheiten".

      Abgesehen davon fand ich aber, dass man ein recht gutes Bild von Elon Musk bekommt und der Frage, was ihn im Leben antreibt. Und ich bin schon der Meinung, dass dabei viele seiner Verhaltensweisen, Reaktionen und Erlebnisse zumindest stark nach Asperger klingen. Das Buch ist 2015 erschienen, also deutlich vor Musks Auftritt bei Saturday Night Life.

      Das nur als kleiner Zusatz zu den Infos im Artikel.
    • New

      Also ich weiß nicht, ob ich es gut finden soll, dass dieser Mann sich für einen Autisten hält, wenn ich das so lese:
      stern.de/wirtschaft/news/elon-…ener-egomane-6244540.html

      Ihm wird auch Narzissmus nachgesagt, vorn herum charmant, hinten rum knallhart.

      Außerdem war seine Kindheit wohl sehr schwierig, da kann sich allerhand daraus entwickeln.

      Hat er eigentlich eine ärztliche Diagnose, oder ist es nur ein Eigenverdacht?
      Historisch gesehen waren die schrecklichsten Dinge wie Krieg, Genozid oder Sklaverei nicht das Ergebnis von Ungehorsam, sondern von Gehorsam.
      (Howard Zinn)
    • New

      @Shenya
      Das sehe ich ähnlich. Auf neuen Pfaden zu wandeln und vieles noch einmal von vorne zu Denken (eine andere Art, Probleme zu lösen) ist eine Sache. Und möglicherweise ist die Strategie von Musk mit gezieltem Marketing "ausreichend?" Geld zu generieren, um die Welt in eine bessere Zukunft zu führen. Völlig selbstlos!

      @Andreas
      So richtig kann ich das aber nicht "glauben".... (https://aspies.de/selbsthilfeforum/index.php?thread/12537-elon-musk-und-dan-aykroyd)
      Das haben wir schon immer so gemacht. Das haben wir noch nie so gemacht. Da könnte ja jeder kommen.
    • New

      Der Text ist heute auch in der gedruckten Ausgabe der NZZ erschienen - ganzseitig.

      @tinker - Ich weiß, welche Meinung du von Musk hast. :)

      Grundsätzlich gibt es je nach Standpunkt sympathische und unsympathische Menschen. Und das sowohl unter Nichtautisten als auch unter Autisten. Warum soll ein Asperger-Autist nicht zugleich auch erfolgreich, geldgierig, visionär, angeberisch, inspirierend oder was auch immer sein?
      "Ich versuche noch den Sinn der Worte zu erfassen."
      (Spock, Am Rande des Universums, 1989)

      The post was edited 1 time, last by Andreas ().

    • New

      Alternativ zu AS könnte ich mir bei ihm noch vorstellen:

      - Hochbegabung und
      - Visueller Denker (wenn er spricht, sieht es so aus, als würde er Bilder in Sprache übersetzen)
      - schwierige Kindheit -> Entwicklung einer Art von Persönlichkeitsstörung, fehlende Empathie, extremer Ehrgeiz und Rücksichtslosigkeit bei der Umsetzung eigener Ziele

      Ich finde seine Visionen und wie er sie umsetzt sehr beeindruckend. Es gehört viel Tatkraft dazu und dass man extrem von sich selbst überzeugt ist. Die Frage ist, was am Ende davon übrigbleibt. Ein Scheitern könnte er ja nicht ertragen, sagte er. Scheitern würde heißen, nicht grandios zu sein. Also für mich ist auch eine Portion Größenwahn dabei.
      Es heißt ja, dass die Menschheit bis zu einem gewissen Grad von Narzissten profitiert, gerade weil sie Dinge voranbringen. Insofern wird die Geschichte rückblickend sagen, er war ein Visionär, der viel bewirkt hat, oder wenn er scheitert, dann war er ein größenwahnsinniger Fantast.
      Historisch gesehen waren die schrecklichsten Dinge wie Krieg, Genozid oder Sklaverei nicht das Ergebnis von Ungehorsam, sondern von Gehorsam.
      (Howard Zinn)
    • New

      @Andreas
      Stimmt schon. Das ist für mich auch keine Frage von ASS oder nicht. Sonder ein Mensch, der schon selber dafür sorgt, in den Köpfen der Menschen zu bleiben. Mit so jemanden möchte ich mich nicht "Sympatisieren"! Und schon garnicht, dessen Konterfei als Banner vor mir her zu tragen (Bitte nicht falsch verstehen)!!
      Das haben wir schon immer so gemacht. Das haben wir noch nie so gemacht. Da könnte ja jeder kommen.
    • New

      Ich kann gut damit leben, ist glaube ich nicht die schlechteste Figur. Schlimm wäre jemand wie Trump oder der Typ in Österreich mit seinem Keller.

      Ergibt auf jeden Fall nochmal ein besseres Bild als wenn man nur Greta kennt.
    • New

      Über Elon Musk gehen die Meinungen genauso auseinander wie über Greta Thunberg. Und man muss wohl beide auch differenziert betrachten. Gemeinsam haben sie vielleicht, dass sie ihre Stärken auf ein sehr großes Ziel ausrichten und dadurch auch öffentlich wirken. Und man kann ihnen wohl nicht absprechen, dass beide etwas bewegt haben. So entsteht möglicherweise in der Gesamtschau ein Eindruck davon, was Menschen leisten können, die in irgendeiner Form auch beeinträchtigt sind oder schwierige Lebenslagen durchstehen mussten.
      "Ich versuche noch den Sinn der Worte zu erfassen."
      (Spock, Am Rande des Universums, 1989)
    • New

      Andreas wrote:

      So entsteht möglicherweise in der Gesamtschau ein Eindruck davon, was Menschen leisten können, die in irgendeiner Form auch beeinträchtigt sind oder schwierige Lebenslagen durchstehen mussten.
      Möchtest du eine Liste von Menschen eröffnen, auf die deine Formulierung auch zutrifft ;)
      Das haben wir schon immer so gemacht. Das haben wir noch nie so gemacht. Da könnte ja jeder kommen.
    • New

      tinker wrote:

      Möchtest du eine Liste von Menschen eröffnen, auf die deine Formulierung auch zutrifft
      Nein, eine Liste habe ich nicht im Sinn. Aber wenn wir hier im Forum irgendwo eine anlegen und pflegen wollen, wäre das schon interessant.

      Ich habe meine Aussage auch etwas offener formuliert, weil bei Musk ja keine Diagnose einer ASS bekannt ist und alternative Erklärungen (s.o.) im Raum stehen. Aber eigentlich geht es mir um autistische Menschen. Alles andere würde wohl den Rahmen dieses Forums sprengen (RW).
      "Ich versuche noch den Sinn der Worte zu erfassen."
      (Spock, Am Rande des Universums, 1989)
    • New

      Andreas wrote:

      Über Elon Musk gehen die Meinungen genauso auseinander wie über Greta Thunberg. Und man muss wohl beide auch differenziert betrachten. Gemeinsam haben sie vielleicht, dass sie ihre Stärken auf ein sehr großes Ziel ausrichten und dadurch auch öffentlich wirken. Und man kann ihnen wohl nicht absprechen, dass beide etwas bewegt haben. So entsteht möglicherweise in der Gesamtschau ein Eindruck davon, was Menschen leisten können, die in irgendeiner Form auch beeinträchtigt sind oder schwierige Lebenslagen durchstehen mussten.
      Das sehe ich auch so - und insgesamt hat das zumindest für mich auch durchaus etwas Motivierendes und Inspirierendes, das kann man eigentlich immer brauchen ... :d
    • New

      Andreas wrote:

      Alles andere würde wohl den Rahmen dieses Forums sprengen (RW).
      Im entsprechenden Unterforum - keineswegs. Stephen Hawkins wäre ein bekanntes Beispiel.

      Andreas wrote:

      So entsteht möglicherweise in der Gesamtschau ein Eindruck davon, was Menschen leisten können, die in irgendeiner Form auch beeinträchtigt sind oder schwierige Lebenslagen durchstehen mussten.
      ...was in vielen Fällen unvergleichbar mehr ist, als das, was Menschen ohne diese Erfahrungen leisten können. Leid ist schlimm, doch wer es verwindet, wird innerlich stärker. Die wertvolle Fähigkeit wiederum, wie auch immer gearteten Mangel zu überwinden, erwirbt man ohne die Erfahrung des Mangels nicht. Ganz allgemein gestalten Schwächen die Persönlichkeit zum eigenen Vorteil, wenn man sie annimmt ohne sie vorzuschützen, dafür aber lebenslang pflegt, fordert und gleichzeitig abschirrmt.
      Achtung, eigene Sprache!
    • New

      Ich habe diesen Artikel auch gelesen. Zuerst interessiert, dann eher genervt.

      War es bei Greta Thunberg noch etwas, was heraus gefunden wurde (und manchen Leuten ihre Wirkung nach außen hin erklärt hat), so verwendet es Elon Musk ausschließlich für Marketing-Zwecke. Dabei ist in meinen Augen komplett egal, ob er es wirklich hat oder nicht. Die Art, wie er das benutzt, um sich in eine besseres Licht zu stellen, ist unvergleichlich egozentrisch.
      Natürlich flirten Autisten. Sie kriegen es nur nicht mit.
      Asperger Syndrome bei TVTropes (englisch)