Ausschluss einer Epilepsie sinnvoll?

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    • Ausschluss einer Epilepsie sinnvoll?

      Hallo!

      Hin und wieder durchfährt mich eine Sensation im Hals, die ich am ehestens wie eine Art "Blitzschlag" bezeichnen würde. Das Ganze kommt plötzlich und ist genauso schnell vorbei. Es kann selten bis zu zwei- oder dreimal im Monat auftreten, aber auch viele Wochen gar nicht. Bislang hatte ich das unter "Seltsames, was der Körper manchmal macht" verbucht (RW).

      Vor ein paar Wochen war jedoch zufällig ein guter Freund von mir dabei, als es mal wieder passierte. Er war verwundert und fragte mich, was das gerade war. Es war wohl mit einem offensichtlichen Zucken verbunden. Er fand das Ganze abklärungswürdig, in Richtung Epilepsie (ausschließen).

      Mein Psychiater/Neurologe hat kein geeignetes EEG für eine solche Untersuchung. Wenn ich eine Diagnostik durchführen lassen wollte, müsste ich mir also einen neuen Arzt suchen. Und da fängt das Scheitern womöglich bereits an. Nun frage ich mich natürlich, ob diese Ereignisse so abklärungswürdig sind, dass ich unter größerer Anstrengung in Kontakt mit einem fremden Arzt treten möchte.

      Mittlerweile habe ich gelesen, dass es sehr unterschiedliche Epilepsieformem gibt, aber auch viele nicht-epileptische Anfallsleiden.

      Was ich weiß ist, dass mein Muskeltonus wohl nicht ganz stimmt. Ich habe beinahe täglich ganz leichte Muskelzuckungen im Gesicht oder am Rumpf, aber auch in den Armen und Beinen. Die Muskelkontraktion ist durch die Haut zu sehen. Ich hatte auch schon sechs Wochen am Stück einen Blepharospasmus (mehrmals stündlich, aber immer nur ganz leicht). Mir wurde auch mal ein Tremor diagnostiziert, wobei ich glaube, dass die Diagnose eher meiner Aufregung und zu viel Koffein geschuldet war.

      Klingt eine Abklärung für euch nötig? Sind hier Epileptiker, die so leichte Anfälle haben, dass sie selbst gar nicht an Epilepsie gedacht hätten? War die Diagnostik einfach oder aufwendig?

      Danke!
      "Auf der Metaebene lässt sich Abstand gewinnen zum Geschehen. [...] Und dabei zeigt sich, dass es andere Perspektiven, andere Erlebensweisen und viel mehr Möglichkeiten für Lösungen gibt, als sich der Mensch in seiner alten kleinen Welt hatte träumen lassen." (Brit Wilczek)
    • Könnte es vielleicht auch einfach ein Tic sein?
      Habe eine Tic-Störung und so ein Vorgefühl kann sich bei mir auch "Blitzähnlich" anfühlen vor einem motorischen Tic.

      Ansonsten ist ein EEG weder schädlich noch gefährlich. Dein Arzt kann dir eine Überweisung geben und auch für dich einen Termin besorgen wenn er es für abklärungswürdig hält.
      Könntest du dich dabei mal filmen lassen? Das hilft Ärzten oft eine Einschätzung zu geben.
    • Danke für die Einschätzung.

      MangoMambo wrote:

      Könnte es vielleicht auch einfach ein Tic sein?
      Vielleicht, das weiß ich nicht. Das blitzartige Gefühl würde nicht als Vorgefühl bezeichnen, sondern das Gefühl selbst.

      MangoMambo wrote:

      Könntest du dich dabei mal filmen lassen?

      Das denke ich nicht. Es tritt ja nur alle paar Wochen auf. Ich wüsste nicht, wie ich das planen sollte.

      Edit:


      Medizinische Hochschule Hannover wrote:

      Typischerweise geht Tics ein Vorgefühl voraus, welches den Tic ankündigt oder sogar provoziert und nach dem Tic - zumindest vorübergehend - abklingt. Die meisten Betroffenen können ihre Tics kurzzeitig willentlich unterdrücken.
      Das passt gar nicht zu dem, was ich empfinde/wahrnehme. Unterdrücken kann ich da auch nichts. Das ist ganz plötzlich da und dann auch ganz schnell wieder weg. Die Liste der motorischen Tics klingt auch nicht passend.
      "Auf der Metaebene lässt sich Abstand gewinnen zum Geschehen. [...] Und dabei zeigt sich, dass es andere Perspektiven, andere Erlebensweisen und viel mehr Möglichkeiten für Lösungen gibt, als sich der Mensch in seiner alten kleinen Welt hatte träumen lassen." (Brit Wilczek)

      The post was edited 1 time, last by Kayt ().

    • Wenn es täglich mehrmals kommt dann reicht ja ein Ein-Tages-EEG. Sollte ein Neurologe eigentlich machen können. Man schreibt dann sekundengenau den Zeitpunkt der Muskelzuckungen auf und sieht dann ob im EEG da was war.
      Ansonsten mal Vitamin B12 testen, v.a. wenn du vegetarisch lebst. Ansonsten Medikamente checken.
    • aphylla wrote:

      Wenn es täglich mehrmals kommt dann reicht ja ein Ein-Tages-EEG. Sollte ein Neurologe eigentlich machen können. Man schreibt dann sekundengenau den Zeitpunkt der Muskelzuckungen auf und sieht dann ob im EEG da was war.
      Ansonsten mal Vitamin B12 testen, v.a. wenn du vegetarisch lebst. Ansonsten Medikamente checken.
      Danke.

      Vielleicht etwas missverständlich von mir geschrieben: Dieses Blitzgefühl durch den Hals tritt selten auf. Nahezu täglich habe ich diese leichten Muskelzuckungen.

      Ja, ich lebe vegetarisch (seit 19 Jahren), zu etwa 80 % vegan. Ich kann mich nicht an einen Beginn dieser Ereignisse erinnern. Ich sehe schon, ich werde mich um einen Hausarzt kümmern müssen.
      "Auf der Metaebene lässt sich Abstand gewinnen zum Geschehen. [...] Und dabei zeigt sich, dass es andere Perspektiven, andere Erlebensweisen und viel mehr Möglichkeiten für Lösungen gibt, als sich der Mensch in seiner alten kleinen Welt hatte träumen lassen." (Brit Wilczek)
    • Magnesium war bislang bei Blutbildern unauffällig, soweit ich weiß.

      Vor drei Jahren war mein Kaliumwert ganz knapp unter dem Normwert. Das fand der damalige Arzt komisch, aber erklären konnte er sich das auch nicht.

      Dann werde ich mich wohl bemühen, mal meinen Vitamin-B12-Spiegel überprüfen zu lassen.
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    • Ich hatte mal eine Epilepsie-Abklärung machen lassen, weil bei mir immer wieder mal plötzlich der Kiefer mit Wucht zuklappt, sowohl wenn ich wach bin als auch wenn ich schlafe. Oft beiße ich mir dabei auf die Zunge, dann tut es morgens weh, wenn es in der Nacht passiert ist.

      Es wurde ein normales EEG (ca. 15 Minuten lang) gemacht, ein Schlafentzugs-EEG und ein MRT. Es war alles unauffällig.

      Im Nachhinein bin ich der Meinung, es hat sich nicht gelohnt. Bei so leichten Symptomen ist es bestimmt ziemlich schwer, überhaupt etwas rauszufinden, wenn das Ereignis nicht genau während dem EEG passiert, und gleichzeitig sind die Symptome ja nicht schlimm. Daher würde ich es wahrscheinlich nicht wieder machen.

      Vielleicht kannst du wirklich erstmal schauen, ob du deinen Vitamin- und Mineralienhaushalt optimieren kannst. B-Vitamine und Magnesium helfen mir, wenn ich Muskelzuckungen habe.

      Falls du aber doch sehr unsicher bist und viel darüber nachgrübelst, kannst du es auch machen, einfach für die eigene Sicherheit oder um das Thema abzuhaken.
      Historisch gesehen waren die schrecklichsten Dinge wie Krieg, Genozid oder Sklaverei nicht das Ergebnis von Ungehorsam, sondern von Gehorsam.
      (Howard Zinn)
    • @Shenya Danke fürs Mitteilen deiner Erfahrung. Vermutlich ist es erstmal unaufwendiger einen Bluttest durchführen zu lassen. Sollten da keine Mängel erkennbar sein, könnte ich noch immer einen nächsten Schritt gehen.

      Was du schilderst, kenne ich in ähnlicher Form.Ich beiße mir manchmal während des Einschlafens unabsichtlich (stark) auf die Zunge.
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    • Kayt wrote:

      Ja, ich lebe vegetarisch (seit 19 Jahren), zu etwa 80 % vegan. Ich kann mich nicht an einen Beginn dieser Ereignisse erinnern. Ich sehe schon, ich werde mich um einen Hausarzt kümmern müssen.
      Man kann den Blutspiegel B12 messen, sollte bei Vegetariern mit Verdacht auf Mangel auch Kassenleistung sein. Aber der ist nicht snderlich aussagekräftig. Holotransscobalamin und Methylmalonsäure müsste man dazu machen, kostet aber 80,- und ist keine Kassenleistung. Daher ist es viel billiger einfach mal was zu nehmen (1 Ampulle zum spritzen kostet 70 ct.) und zu beobachten ob das Zucken verschwindet. Ist auch bei Niedrig-normalen Blutwerten öfter der Fall. B12 gibts natürlich recht günstig als Tabletten, muss kein teueres Fernsh-Präparat sein. Der Magen muss aber dann gut sein.
    • @aphylla Ich hatte gelesen, dass man besser nicht "auf gut Glück" substituieren sollte, weil wohl bei Überdosierung das Lungenkrebsrisiko zunehmen kann: ernaehrungsmedizin.blog/2019/0…risiko-durch-supplemente/

      Hast du dich damit schon mal auseinandergesetzt?
      "Auf der Metaebene lässt sich Abstand gewinnen zum Geschehen. [...] Und dabei zeigt sich, dass es andere Perspektiven, andere Erlebensweisen und viel mehr Möglichkeiten für Lösungen gibt, als sich der Mensch in seiner alten kleinen Welt hatte träumen lassen." (Brit Wilczek)
    • Ja, da ist die Frage von Henne und Ei. Es geht um Raucher! Krebs entsteht im Laufe von vielen Jahren, aus einem Darmpolypen wird teilweise erst nach 10 Jahren Krebs. B12 und Folsäure treiben die Zellteilung an und das bedeutet bei einem Tumor dann schnelleres Wachstum. Wenn das bei Rauchern mit Lungenkrebs beobachtet wurde dann nehme ich an dass die Krebszellen schon lange da waren und durch Gaben von B12 angefeuert wurden.
      Was anderes wäre die Frage wie die Tumorzellen überhaupt entstehen. Da braucht es einen Genschaden in dem Bereich der Zellteilungshemmung. Wenn die ausfällt dann geht das ungeregelte Wachstum los. Diesen genetischen Schaden macht aber sicherlich nicht das B12 (dann müssten ja alle Krebse häufiger sein) sondern das Rauchen.

      Auszug aus deinem Link: "Umgekehrt ist jedoch bekannt, dass die hochdosierte Zufuhr von B-Vitaminen wie Folsäure oder Vitamin B12 zur Krebsentstehung beitragen kann (Kok et al. 2015).Vermutlich besitzen B-Vitamine nicht nur beim Kolorektalkarzinom, sondern auch bei Lungenkrebs eine zweischneidige Wirkung, die zeit- und vor allem dosisabhängig ist (Kim 2006)."

      Kok et al. vermuten einen schädigenden Effekt der B-Vitamine durch Methylierung der DNA. Das wäre dann schon eine direkte Beteiligung an der Krebsentstehung.

      Das zeigt dass auch Vitamine nicht in jeder Menge gut sind. Daher auch hier nicht übertreiben. Bei Tumorpatienten gebe ich gar kein B12, ansonsten mache ich schon Spiegel und eine jahrelange Substitution kommt nicht in Frage. Ein Mangel macht aber auf jeden Fall Schäden daher auch nicht zu viel Angst vor B12.
    • @aphylla Danke für deine Einschätzung. Leider habe ich viele Jahre geraucht. Ich bin seit knapp fünf Jahren Nicht-Raucherin.

      Angst habe ich nicht, versuche nur eine vernünftige Risikoabschätzung vorzunehmen. Dass jede Substanz der richtigen Dosierung bedarf, ist ja keine neue Erkenntnis. Ich nehme an, dass es am besten wäre, wenn meine genauen Werte kennen würde, um dann auch richtig dosieren zu können, oder? In meiner Hafermilch ist z. B. Vitamin-B12 (zugesetzt). Aber davon trinke ich "nur" einen Liter pro Woche.
      "Auf der Metaebene lässt sich Abstand gewinnen zum Geschehen. [...] Und dabei zeigt sich, dass es andere Perspektiven, andere Erlebensweisen und viel mehr Möglichkeiten für Lösungen gibt, als sich der Mensch in seiner alten kleinen Welt hatte träumen lassen." (Brit Wilczek)
    • BerndBarthel wrote:

      Treibst Du Sport? Es gibt bei Rossman Doppeltabletten mit 400 mg Magnesium und Kalium...
      Sport würde ich es nicht ganz nennen. Ich versuche täglich mindestens einmal spazieren zu gehen (5-6 km/h) und [so] auf 8000 Schritte am Tag zu kommen. Wenn ich wieder unpandemisch arbeite, fahre ich mit dem Rad zur Arbeit (ca. 3 km einfache Strecke). Außerdem unternehme ich vom Frühjahr bis in den Frühherbst gern mal Radtouren. Warum?

      Den ganzen Nahrungsergänzungsmitteln stehe ich ohne Indikation jedoch kritisch gegenüber. Sie sind nämlich selten nützlich, häufig unwirksam und in schlechtesten Fall gar schädlich. Das ist natürlich immer von dem konkreten Produkt abhängig.
      "Auf der Metaebene lässt sich Abstand gewinnen zum Geschehen. [...] Und dabei zeigt sich, dass es andere Perspektiven, andere Erlebensweisen und viel mehr Möglichkeiten für Lösungen gibt, als sich der Mensch in seiner alten kleinen Welt hatte träumen lassen." (Brit Wilczek)
    • Ich dachte, wegen der Krämpfe, vielleicht Magnesium- und Kalium angel. Es gibt da zum Beispiel für Radsportler Empfehlungen, bei intensivem Sport Mineralien aufzufüllen. Da gilt Magnesiummangel als Ursache für Muskelkrämpfe und Kalium soll eine Art Botenstoffunktion haben...
      Mit der grundsätzlichen Vorsicht vor Nahrungsergänzungsmitteln hast Du bestimmt recht.... Gute Nacht :)
    • BerndBarthel wrote:

      Ich dachte, wegen der Krämpfe [...]
      Achso, nee, Krämpfe sind das nicht, was ich fast täglich habe, sondern schmerzlose Zuckungen.

      Danke, dir auch eine gute Nacht :)
      "Auf der Metaebene lässt sich Abstand gewinnen zum Geschehen. [...] Und dabei zeigt sich, dass es andere Perspektiven, andere Erlebensweisen und viel mehr Möglichkeiten für Lösungen gibt, als sich der Mensch in seiner alten kleinen Welt hatte träumen lassen." (Brit Wilczek)
    • Kayt wrote:

      Hin und wieder durchfährt mich eine Sensation im Hals, die ich am ehestens wie eine Art "Blitzschlag" bezeichnen würde. Das Ganze kommt plötzlich und ist genauso schnell vorbei. Es kann selten bis zu zwei- oder dreimal im Monat auftreten, aber auch viele Wochen gar nicht. Bislang hatte ich das unter "Seltsames, was der Körper manchmal macht" verbucht (RW).
      Vor ein paar Wochen war jedoch zufällig ein guter Freund von mir dabei, als es mal wieder passierte. Er war verwundert und fragte mich, was das gerade war. Es war wohl mit einem offensichtlichen Zucken verbunden. Er fand das Ganze abklärungswürdig, in Richtung Epilepsie (ausschließen).

      Was ich weiß ist, dass mein Muskeltonus wohl nicht ganz stimmt. Ich habe beinahe täglich ganz leichte Muskelzuckungen im Gesicht oder am Rumpf, aber auch in den Armen und Beinen. Die Muskelkontraktion ist durch die Haut zu sehen. Ich hatte auch schon sechs Wochen am Stück einen Blepharospasmus (mehrmals stündlich, aber immer nur ganz leicht). Mir wurde auch mal ein Tremor diagnostiziert, wobei ich glaube, dass die Diagnose eher meiner Aufregung und zu viel Koffein geschuldet war.

      Klingt eine Abklärung für euch nötig? Sind hier Epileptiker, die so leichte Anfälle haben, dass sie selbst gar nicht an Epilepsie gedacht hätten? War die Diagnostik einfach oder aufwendig?
      Ich schließe mich meinen Vorrednern an: Klingt wie ein Tic. Manchmal muss ich auch die aufgestaute Spannung entladen. Mit Kopf-in-den-Nacken-werfen oder so. Das fühlt sich manchmal durchaus explosiv an. Na ja, eigentlich hab ich das Ding sogar soweit domestiziert, dass ich mir eine Explosion in den Hirnstamm projizieren kann (ein großartiger "Notaus"). Ansonsten machen sich bei mir die Tics eher durch Sprachfragmente und Pseudosprache bemerkbar. Und ein interessanter Klick-Schnalz-Plopp-Komplex der sich immer weiterentwickelt :) .
    • Deine Wahrnehmung könnte theoretisch schon epileptisch sein!
      Du sagst, du fühlst es im Hals. Ist es eher außen oder so ein Sodbrennen/Geschmacks“ding“?

      Meine Tochter hat visuelle Anfälle. Die Auffälligkeiten im EEG sind immer zu sehen, auch, wenn sie gerade keinen Anfall hat.

      Ich würde den Arzt entscheiden lassen, ob ein EEG nötigt.
    • Lars77 wrote:

      Manchmal muss ich auch die aufgestaute Spannung entladen. Mit Kopf-in-den-Nacken-werfen oder so. Das fühlt sich manchmal durchaus explosiv an.
      "Aufgestaut" fühlt sich bei mir nichts an. Es gibt auch keine komplexe Bewegung, sondern nur ein Zusammenzuckungen durch den "Schlag", so, wie man sich stark erschrickt. (Ich bin zudem auch sehr schreckhaft.)

      Lars77 wrote:

      Na ja, eigentlich hab ich das Ding sogar soweit domestiziert, dass ich mir eine Explosion in den Hirnstamm projizieren kann (ein großartiger "Notaus").
      Das verstehe ich nicht. Was meinst du mit einer projizierten Explosion in den Hirnstamm? Domestizieren kann ich da bei mir nichts.

      Lars77 wrote:

      Ansonsten machen sich bei mir die Tics eher durch Sprachfragmente und Pseudosprache bemerkbar. Und ein interessanter Klick-Schnalz-Plopp-Komplex der sich immer weiterentwickelt
      Ich glaube, dass ich so etwas alles nicht habe. Ich habe manchmal Artikulationsprobleme, wenn ich besonders angespannt/aufgeregt oder übermüdet bin, aber ich denke, dass das etwas anderes ist.

      Eva39 wrote:

      Du sagst, du fühlst es im Hals. Ist es eher außen oder so ein Sodbrennen/Geschmacks“ding“?
      Ich wurde noch nie von einem Blitz getroffen, weshalb ich natürlich nicht weiß, wie sich ein tatsächlicher Blitzschlag anfühlt, aber es ist eine Art blitzartiges Gefühl, dass durch meinen Hals fährt. Als würde von oben ein Blitz in den Hals einfahren und dann durch die Halsseite bis zur Schulter gehen. Das passiert ganz plötzlich und dauert etwa eine Sekunde. Es ist sehr unangenehm, aber ob es auch ein Schmerz ist, kann ich gar nicht wirklich sagen. Mit Sodbrennen kenne ich mich zwar nicht aus, aber ich bin mir recht sicher, dass es damit und auch mit Geschmack nichts zu tun hat. Es ist keinesfalls etwas, das in Verbindung mit der Speiseröhre steht, sondern mit Muskel- oder Nervensträngen am Hals.

      Eva39 wrote:

      Meine Tochter hat visuelle Anfälle.
      Wie äußert sich dann denn bei deiner Tochter? Ich hatte vor etwas über einem Jahr plötzlich visuelle Probleme, nachdem ich von einem Spaziergang zurückgekommen war. Mein Blickfeld war verändert und ich konnte nicht mehr gut fokussieren. Nach einem Telefonat mit dem ärztlichen Notdienst suchte ich einen Notfallaugenarzt auf (es war ein Sonntag), obwohl ich nicht das Gefühl hatte, dass es ein Problem mit meinen Augen war, sondern ein neurologisches. Der Augenarzt konnte ein Problem mit den Augen auch ausschließen. Mein Neurologe, mit dem ich später darüber sprach, sagte, dass er mir eine Überweisung für ein MRT ausstellen würde, wenn das noch einmal passieren würde, was es aber bislang zum Glück nicht tat.
      "Auf der Metaebene lässt sich Abstand gewinnen zum Geschehen. [...] Und dabei zeigt sich, dass es andere Perspektiven, andere Erlebensweisen und viel mehr Möglichkeiten für Lösungen gibt, als sich der Mensch in seiner alten kleinen Welt hatte träumen lassen." (Brit Wilczek)