The Intense World Syndrome – an alternative hypothesis for autism

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    • The Intense World Syndrome – an alternative hypothesis for autism

      Der Sohn des Autors ist selbst betroffen, was natürlich Einfluss auf diese Arbeit hatte.


      autismus-board.de/t55f15933-Th…ypothesis-for-autism.html
      (Hier nochmal der Text von dem Link oben, kopiert)



      The Intense World Syndrome – an alternative hypothesis for autism

      Autism is a devastating neurodevelopmental disorder with a polygenetic predisposition that seems to be triggered by multiple environmental factors during embryonic and/or early postnatal life. While significant advances have been made in identifying the neuronal structures and cells affected, a unifying theory that could explain the manifold autistic symptoms has still not emerged. Based on recent synaptic, cellular, molecular, microcircuit, and behavioral results obtained with the valproic acid (VPA) rat model of autism, we propose here a unifying hypothesis where the core pathology of the autistic brain is hyper-reactivity and hyper-plasticity of local neuronal circuits.

      Such excessive neuronal processing in circumscribed circuits is suggested to lead to hyper-perception, hyper-attention, and hyper-memory, which may lie at the heart of most autistic symptoms. In this view, the autistic spectrum are disorders of hyper-functionality, which turns debilitating, as opposed to disorders of hypo-functionality, as is often assumed. We discuss how excessive neuronal processing may render the world painfully intense when the neocortex is affected and even aversive when the amygdala is affected, leading to social and environmental withdrawal. Excessive neuronal learning is also hypothesized to rapidly lock down the individual into a small repertoire of secure behavioral routines that are obsessively repeated.

      We further discuss the key autistic neuropathologies and several of the main theories of autism and re-interpret them in the light of the hypothesized Intense World Syndrome.


      Conclusion

      While many of the neuropathologies and symptoms observed in autism seem to resemble pieces of information in a scrambled puzzle, we proposed here a unifying hypothesis, which makes the first attempt to assemble the pieces into a coherent picture centered on excessive local circuit functionality. It has already been proposed that the autistic brain may be hyper-excitable due to excessive excitation or reduced inhibition (Hussman, 2001 ; Rubenstein and Merzenich, 2003 ), but our findings suggest that a more fundamental pathology is hype-reactivity which may be caused in a number of different ways.

      We reviewed here experimental findings obtained on the VPA rat model of autism that provide the first direct evidence for a unifying hypothesis. We propose that the core pathology of the autistic brain may be hyper-reactivity and hyper-plasticity of local neuronal circuits. On a perceptual and cognitive level, this excessive functioning of neuronal circuits may lead to an intensely perceived world, which may turn aversive if the amygdaloid complex is also affected. Many of the observed neuropathologies can be viewed as a consequence of hyper-reactive and hyper-plastic neural circuits, while many of the autistic symptoms may be re-interpreted in the light of an aversively intense world.

      The Intense World Syndrome suggests that the autistic person is an individual with remarkable and far above average capabilities due to greatly enhanced perception, attention and memory. In fact it is this hyper-functionality, which could render the individual debilitated. This perspective of hyper-functionality offers new hope for pharmacological as well as behavioral treatments. For example, while most the commonly prescribed medication try to increase neuronal and cognitive functioning, we conclude that the autistic brain needs to be calmed down, learning needs to be slowed, and cognitive functions need to be diminished in order to re-instate proper functionality.

      In terms of behavioral treatments, the hyper-plasticity offers an immense scope for rehabilitation therapies that are based on excessive positive reward and comforting approaches and that avoid direct punishment, which may lead to a lockdown of behavioral routines. It may well turn out that successful treatments could expose truly capable and highly gifted individuals.

      Link zur Hypothese
      frontiersin.org/articles/10.3389/neuro.01.1.1.006.2007/full

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    • Es ist ja nett, den Artikel zu verlinken, aber dann musst du ihn doch nicht noch einmal in Gänze zitieren und noch dazu unübersetzt.

      Nicht alle Interessierten sind der englischen Sprache mächtig, leider.
      Macht ist das Spielzeug der Reichen, das sie mit niemandem teilen (Muriel Barbery, "Die Eleganz des Igels")
    • Das ist nicht in Gänze zitiert, nicht einmal im Ansatz.
      Das ist die Einleitung und ein kurzer Abriss der Schlussfolgerung.
      Aber danke, dann weiß ich ja für die Zukunft Bescheid.

      Ich verstehe schon was du meinst.
      Aber niemand ist gezwungen das zu lesen.
      Jeder kann ja selbst übersetzen, wenn er das möchte.
      Vielleicht hat diejenige Person ja eine Software oder einen Service den Sie benutzt, ich möchte das nicht vorgeben und den Text auch nicht "verfälschen".

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    • Der erste Link ist doch ganz zitiert.
      Wenn man den schon nicht versteht, wird man sich wohl kaum den zweiten Link anschauen.

      Was hältst du denn von der Hypothese?
      Soweit ich es weiß, ist die Idee dahinter nicht ganz neu.
      Macht ist das Spielzeug der Reichen, das sie mit niemandem teilen (Muriel Barbery, "Die Eleganz des Igels")
    • Achso, der erste Link ist mein Beitrag über den Artikel auf meiner Website.

      Daher habe ich es nochmal kopiert, das stimmt.
      Ich dachte du meintest mit Artikel diesen englischen vollständigen Text.
      Das habe ich gemacht, falls jemand diese externe Seite nicht öffnen will.

      Ja, die These ist nicht neu, aber ich habe unter dem Namen nichts gefunden.

      Ich denke dass das zumindest bei mir schon in die Richtung geht.
      Auch das mit der Verhaltenstherapie empfinde ich ähnlich.
      Ich bin bei verschiedenen Trainings und Therapien und bemerke auch diese unterschiedliche Herangehensweise, obwohl beide speziell für Autisten sind.
      Ich habe dort teilweise auch große Probleme deshalb.
    • Backnetmaster wrote:

      Aber niemand ist gezwungen das zu lesen.
      Das finde ich sehr negativ beschrieben, es gibt auch Menschen die es vielleicht interessieren würde worum es geht, die es aber nicht (ausreichend) verstehen. Selbst wenn man den kompletten Text mit einem Programm auf Deutsch übersetzt, heißt das nicht dass man dann auch fachlich richtig versteht worum es da geht. Da du es ja scheinbar verstehst worum es geht, wäre eine übersetze Zusammenfassung zumindest nett gewesen. Was du nicht sein musst, aber ich hätte mich darüber gefreut.
      Es sind die leisen Töne, die das Leben tragen.
    • VPA acid ist eine nicht natürlich vorkommende Säure, die in Medikamenten zur Behandlung von Epilepsie enthalten ist.

      Postnatal hat keinerlei Einfluss darauf, ob man autistisch ist oder nicht. Der aktuelle Stand der Forschung belegt, dass Autismus bereits während der Bildung des Gehirns, also in den ersten drei Monaten einer Schwangerschaft "festgelegt" wird. Hier ist von Umwelteinflüssen die Rede. Also all das, was die Forschung bereits wiederlegt hat.

      Backnetmaster wrote:

      For example, while most the commonly prescribed medication try to increase neuronal and cognitive functioning, we conclude that the autistic brain needs to be calmed down, learning needs to be slowed, and cognitive functions need to be diminished in order to re-instate proper functionality.
      Ist euch die Bedeutung dieser Aussage klar. kognitive Funktionen müssen vermindert werden, damit sie richtig wiederhergestellt werden können.

      Das ist keine alternative, sondern die mutwillige zwanghafte kognitive Anpassungen an Normen.

      Diese Hypothese ist keine alternative. Sie verleugnet den Stand der Forschung und bevorzugt die Zwangsanpassung an Normen, um eine angemessene Funktionalität zu erreichen.

      Das hat was von medizinischen Experimenten an Menschen, wie sie in der NS- Zeit durchgeführt worden sind, um anders denkende zu treuen NS Gefolgschaft umzubauen.

      Das ist keine Hypothese, sondern Diskriminierung und Menschenverachtend.
    • So, ich habe mal wieder den Google-Übersetzer benutzt. Vielleicht sollte ich hier im Forum die Rolle des Übersetzers einnehmen. :fun:

      Das Intense World Syndrom – eine alternative Hypothese für Autismus

      Autismus ist eine verheerende neurologische Entwicklungsstörung mit einer polygenetischen Veranlagung, die durch mehrere Umweltfaktoren während des embryonalen und/oder frühen postnatalen Lebens ausgelöst zu werden scheint. Während bei der Identifizierung der betroffenen neuronalen Strukturen und Zellen bedeutende Fortschritte erzielt wurden, ist noch immer keine vereinheitlichende Theorie entstanden, die die vielfältigen autistischen Symptome erklären könnte. Basierend auf den jüngsten synaptischen, zellulären, molekularen, Mikroschaltkreis- und Verhaltensergebnissen, die mit dem Valproinsäure (VPA)-Rattenmodell des Autismus erhalten wurden, schlagen wir hier eine vereinheitlichende Hypothese vor, bei der die Kernpathologie des autistischen Gehirns Hyperreaktivität und Hyperplastizität von lokale neuronale Schaltkreise.

      Es wird vermutet, dass eine solche übermäßige neuronale Verarbeitung in umschriebenen Schaltkreisen zu Hyperwahrnehmung, Hyperaufmerksamkeit und Hypergedächtnis führt, die den Kern der meisten autistischen Symptome bilden können. Aus dieser Sicht handelt es sich beim autistischen Spektrum um Störungen der Hyperfunktionalität, die schwächend wird, im Gegensatz zu Störungen der Hypofunktionalität, wie oft angenommen wird. Wir diskutieren, wie eine übermäßige neuronale Verarbeitung die Welt schmerzhaft intensivieren kann, wenn der Neokortex betroffen ist, und sogar aversiv sein kann, wenn die Amygdala betroffen ist, was zu sozialem und ökologischem Rückzug führt. Es wird auch angenommen, dass übermäßiges neuronales Lernen das Individuum schnell in ein kleines Repertoire sicherer Verhaltensroutinen einsperrt, die zwanghaft wiederholt werden.

      Wir diskutieren weiter die wichtigsten autistischen Neuropathologien und einige der wichtigsten Theorien des Autismus und interpretieren sie im Licht des hypothetischen Intense World Syndroms neu.

      Fazit

      Während viele der bei Autismus beobachteten Neuropathologien und Symptome wie Informationsteile in einem Puzzle zu ähneln scheinen, haben wir hier eine vereinheitlichende Hypothese vorgeschlagen, die den ersten Versuch macht, die Teile zu einem kohärenten Bild zusammenzusetzen, das sich auf übermäßige lokale Schaltkreisfunktionalität konzentriert. Es wurde bereits vorgeschlagen, dass das autistische Gehirn aufgrund übermäßiger Erregung oder reduzierter Hemmung übererregbar sein könnte (Hussman, 2001; Rubenstein und Merzenich, 2003), aber unsere Ergebnisse legen nahe, dass eine grundlegendere Pathologie die Hype-Reaktivität ist, die verursacht werden kann auf verschiedene Weise.

      Wir haben hier experimentelle Ergebnisse des VPA-Rattenmodells für Autismus überprüft, die den ersten direkten Beweis für eine vereinheitlichende Hypothese liefern. Wir schlagen vor, dass die Kernpathologie des autistischen Gehirns Hyperreaktivität und Hyperplastizität lokaler neuronaler Schaltkreise sein könnte. Auf wahrnehmungs- und kognitiver Ebene kann diese übermäßige Funktion neuronaler Schaltkreise zu einer intensiv wahrgenommenen Welt führen, die aversiv werden kann, wenn auch der Amygdaloid-Komplex betroffen ist. Viele der beobachteten Neuropathologien können als Folge hyperreaktiver und hyperplastischer neuronaler Schaltkreise angesehen werden, während viele der autistischen Symptome im Licht einer aversiv intensiven Welt neu interpretiert werden können.

      Das Intense World Syndrom deutet darauf hin, dass der Autist ein Individuum mit bemerkenswerten und weit überdurchschnittlichen Fähigkeiten ist, was auf eine stark verbesserte Wahrnehmung, Aufmerksamkeit und Gedächtnis zurückzuführen ist. Tatsächlich ist es diese Hyperfunktionalität, die das Individuum schwächen könnte. Diese Perspektive der Hyperfunktionalität bietet neue Hoffnung für pharmakologische und verhaltenstherapeutische Behandlungen. Während beispielsweise die meisten am häufigsten verschriebenen Medikamente versuchen, die neuronalen und kognitiven Funktionen zu steigern, kommen wir zu dem Schluss, dass das autistische Gehirn beruhigt, das Lernen verlangsamt und die kognitiven Funktionen verringert werden müssen, um die richtige Funktionalität wiederherzustellen .

      In Bezug auf Verhaltensbehandlungen bietet die Hyperplastizität einen immensen Spielraum für Rehabilitationstherapien, die auf übermäßig positiver Belohnung und tröstenden Ansätzen basieren und direkte Bestrafung vermeiden, was zu einer Sperrung von Verhaltensroutinen führen kann. Es kann sich durchaus herausstellen, dass erfolgreiche Behandlungen wirklich fähige und hochbegabte Menschen freisetzen können.
    • Tux wrote:

      .
      Diese Hypothese ist keine alternative. Sie verleugnet den Stand der Forschung und bevorzugt die Zwangsanpassung an Normen, um eine angemessene Funktionalität zu erreichen.

      Das hat was von medizinischen Experimenten an Menschen, wie sie in der NS- Zeit durchgeführt worden sind, um anders denkende zu treuen NS Gefolgschaft umzubauen.

      Das ist keine Hypothese, sondern Diskriminierung und Menschenverachtend.
      Das ist allein dein subjektiver Eindruck, den ich auch nicht wirklich nachvollziehen kann.
      Hast du denn nie Probleme wegen deiner Diagnose?
      Hältst du den angegriffenen Ansatz, die neuronalen und kognitiven Funktionen zu steigern, für richtiger?

      Falls nicht, dann ist deine Kritik einfach fehlplazierte generelle Kritik an Therapie etc..

      Bist du in Verhaltenstherapie?

      In Bezug auf Verhaltensbehandlungen bietet die Hyperplastizität einen immensen Spielraum für Rehabilitationstherapien, die auf übermäßig positiver Belohnung und tröstenden Ansätzen basieren und direkte Bestrafung vermeiden, was zu einer Sperrung von Verhaltensroutinen führen kann.
      (aus der Übersetzung oben)

      Genau das erlebe ich, bestimmte Verhaltensmuster wurden kritisiert und ich gerate dadurch in starke Panik, wenn ich bemerke dass ich etwas in einem Gespräch getan habe, wofür ich eben "bestraft" werden würde.
      Also so dass ich das Gespräch nicht fortführen kann im schlimmsten Fall , wenn es mehrfach passiert, einfach nur weil ich mich selbst, aufgrund der Art und Weise stark unter Druck setze.
      Ich finde daher den Ansatz meiner Therapeutin besser, der eher in die erste Richtung geht (natürlich nicht so extrem).


      Davon abgesehen dass das wie gesagt, ein Vater ist der meiner Einschätzung nach, wegen seinem Sohn, einen anderen, positiven Blick auf Autismus richten will wäre dann das Konzept jeder Krankheit, Behinderung, Störung ja menschenverachtend, Heilung oder Linderung darf nicht erfolgen weil die Diagnose menschenverachtendenend ist etc..
      Wenn man das mit zb der aktuellen Leitlinie zur Therapie vergleicht, wobei Aspies e. V. sogar mitwirkte, kann man sich nur wundern.

      Tux wrote:

      VPA acid ist eine nicht natürlich vorkommende Säure, die in Medikamenten zur Behandlung von Epilepsie enthalten ist.

      Postnatal hat keinerlei Einfluss darauf, ob man autistisch ist oder nicht. Der aktuelle Stand der Forschung belegt, dass Autismus bereits während der Bildung des Gehirns, also in den ersten drei Monaten einer Schwangerschaft "festgelegt" wird. Hier ist von Umwelteinflüssen die Rede. Also all das, was die Forschung bereits wiederlegt hat.
      Was besagt diese Forschung?
      Es ist Stand der Forschung, zumindest meines Wissens nach, das bisher noch keine eindeutige alleinige Ursache bekannt ist.
      Das heißt, es kann möglicherweise schon sein, dass eine bestimmte Art und Weise von Autismus beispielsweise genetisch bedingt ist, aber durch externe Trigger, zb Gifte, beispielsweise während der Schwangerschaft oder frühesten Kindheit die Ausprägung immer weiter zunimmt.

      Dort steht hierzu :

      Genetic analyses have revealed that autism is a polygenetic disorder where any one or more set of genes can predispose toward, but no one gene has been found to cause autism (Bonora et al., 2006 ; Cook, 2001 ; Lamb et al., 2000 ; Persico and Bourgeron, 2006 ). The primary cause of autism is most likely a form of epigenetic alteration during development (Beaudet and Zoghbi, 2006 ), which triggers a cascade of diverse neuropathologies depending on the timing of the epigenetic attack. A number of toxic insults have been implicated as the key triggers of autism (Bandim et al., 2003 ; Chess, 1971 ; Moore et al., 2000 ; Nanson, 1992 ; Rasalam et al., 2005 ; Stromland et al., 1994 ) (Table 1 ) probably with a higher probability in the genetically predisposed.

      Aber, das ist auch etwas älter, zugegeben.
      Dennoch stand hier im Forum nichts, obwohl ich schon in Büchern darüber gelesen hatte.


      Naja, ich möchte mich auch nicht darüber streiten, aber menschenverachtend ist das ganz bestimmt nicht.

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    • Backnetmaster wrote:

      Hast du denn nie Probleme wegen deiner Diagnose?
      Was genau meinst du mit Probleme? Kannst du ein Beispiel geben?


      Sonnenseele wrote:

      Theorien des Autismus
      Was kann man darunter Verstehen? Jemand eine Idee? Das klingt mehr nach Physik und Mathe als nach Medizin.


      Backnetmaster wrote:

      Hältst du den angegriffenen Ansatz, die neuronalen und kognitiven Funktionen zu steigern, für richtiger?
      Seit wann wird Autismus mit Medikamenten behandelt, die die neuronalen und kognitiven Funktionen steigern?

      Mir sind nur Medikamente für die Behandlung von autoagressivem Verhalten (Risperdion, Neuroleptika) und Depressionen, sowie Angststörungen bekannt.


      Backnetmaster wrote:

      Genau das erlebe ich, bestimmte Verhaltensmuster wurden kritisiert und ich gerate dadurch in starke Panik, wenn ich bemerke dass ich etwas in einem Gespräch getan habe, wofür ich eben "bestraft" werden würde.

      Ich kenne dich nicht, daher kann ich dazu nichts sagen. Ich kann mir auch nicht vorstellen, was du damit meinst oder sagen möchtest. Ich frage da auch nicht nach, weil es meiner Ansicht nach privat bleiben sollte.


      Extreme Maßnahmen zur Verhaltensänderung werden nur bei sehr stark herausforderndem Verhalten (körperliche selbstverletzende Verhaltensweisen, oder fremdverletzende Verhaltensweisen) eingesetzt. Also dann, wenn alle anderen verhaltenstherapeutischen Maßnahmen zu keinerlei Erfolg führen. (Theunissen, Autismus und herausfordernde Verhaltensweisen)

      Positive Belohnungen werden bereits eingesetzt.


      Ludger Tebatz van Elst hatte mal in einem Interview mit Heise darauf hingewiesen, dass mitlerweile bekannt ist, dass jeder Mensch Gene die für ADHS und Autismus relevant sind in seiner DNA hat. Die Aktivierung macht den Unterschied.
    • Tux wrote:

      Backnetmaster wrote:

      Hast du denn nie Probleme wegen deiner Diagnose?
      Was genau meinst du mit Probleme? Kannst du ein Beispiel geben?
      Z.B. Situationen, in denen du durch die Einschränkungen, die du nicht beeinflussen kannst, Probleme bekommst, bzw Situationen die du dadurch nicht regeln kannst.
      Oder vielleicht etwas nicht tun kannst, was du gerne tun würdest.


      Natürlich könnte ich sagen dass nur die anderen Schuld sind, die sich anpassen müssen, da man selbst das ja nicht kann, diese "Zwangsanpassung an Normen".


      Tux wrote:

      Seit wann wird Autismus mit Medikamenten behandelt, die die neuronalen und kognitiven Funktionen steigern?

      Mir sind nur Medikamente für die Behandlung von autoagressivem Verhalten (Risperdion, Neuroleptika) und Depressionen, sowie Angststörungen bekannt.

      Ich meinte damit auch nicht Medikamente an sich, dazu habe ich nichts geschrieben, es ging nur um den Ansatz bzw die Aussage dieser Studie.

      Ist das autistische Gehirn zu langsam oder zu schnell bzw ist es durch die Anzahl der Reize überfordert oder unterfordert?
      (Absolut frei interpretiert und formuliert)

      Es gibt ja auch einige Themen hierzu, zur Wirkung von Medikamenten, unter anderem THC und CBD.
      Verschrieben wird gelegentlich Methylphenidat. (Auch ohne ADHS).
    • Backnetmaster wrote:

      Z.B. Situationen, in denen du durch die Einschränkungen, die du nicht beeinflussen kannst, Probleme bekommst
      Die Diagnose hat bei mir für Erkenntnis gesorgt. Probleme bekomme ich so nicht unbedingt, weil sie ja lösbar wären.
      Ich bekomme es meist nicht mit, wenn in einer Situation ein Problem auftritt, sofern man mich nicht darauf hinweist oder es mir miteilt.

      Wenn aus einer Situation ein unlösbarer Konflikt entsteht und ich mir nicht erklären kann wo er her kommt, mir nichts davon sagt und eigene Bemühungen zur Ursachenfindung ins Leere laufen, dann beschäftigt mich das länger und ist nahezu unlösbar. Ich habe gelernt damit klar zu kommen, auch wenn es mich tierisch nervt.

      Schwierig wird es, wenn etwas in eine Aussage von mir rein interpretiert wird, was ich nicht gesagt habe und nicht der Wahrheit entspricht. Da kommt jedes mal die Frage auf, wo das her geholt wird und was das soll. Eine Antwort darauf bekomme ich allerdings nicht.


      Es betrifft hauptsächliche die soziale Interaktion.


      Backnetmaster wrote:

      Natürlich könnte ich sagen dass nur die anderen Schuld sind, die sich anpassen müssen, da man selbst das ja nicht kann, diese "Zwangsanpassung an Normen".
      Was verstehst du unter Zwangsanpassung? Mit Sicherheit etwas anderes als ich.

      Zwangsanpassung ist es jemanden in eine Norm pressen zu wollen, wo er nicht rein passt, nur damit derjenige den Erwartungen anderer entspricht und quasi so ist wie andere das wollen. Der Mensch ist ein Individuum.

      Jemanden in eine Norm pressen, damit er den Erwartungen anderer entspricht nennt sich Erniedrigung, Diskriminierung und entwürdigend. Wenn andere dann Entäuscht sind, sollte man die eigenen überzogenen unrealistischen Erwartungen mal auf den Prüfstand stellen ggf. durch einen Psychologen abklären lassen, ob da nicht etwas behandlungsbedürftiges vorliegt.


      Wer sagt den das die anderen Schuld sind? Wo nimmst du das her und auf was beziehst du das? Wer sagt das die anderen sich anpassen müssen?
      Schon mal was von einen Menschen akzeptieren wie er ist, ohne wenn und aber gehört?

      Wenn du eine gehbehinderte Person im Rollstuhl siehst, zwingst du diese Person dann auch dazu aus dem Rollstuhl aufzustehen und zu laufen, obwohl es nicht möglich ist?


      Backnetmaster wrote:

      Ich meinte damit auch nicht Medikamente an sich, dazu habe ich nichts geschrieben, es ging nur um den Ansatz bzw die Aussage dieser Studie.
      Der Ansatz und die Aussage, dieser menschenverachtenden Studie, ist die medikamentöse Zwangsanpassung, um die erwartete Funktionalität zu erreichen. Wie in der NS-Zeit. Da gibt es nichts schön zu reden oder würdest du dich freuen, mit Medikamenten zugedröhnt zu werden und eine Zwangsanpassung deine Persönlichkeit, dein Ich, kurz um dich zerstört?


      Backnetmaster wrote:

      Ist das autistische Gehirn zu langsam oder zu schnell bzw ist es durch die Anzahl der Reize überfordert oder unterfordert?
      Weder noch. Die Reize werden nicht gefiltert und prasseln auf das autistische Gehirn ein. Reizfilterschwäche, die in einer Reizüberflutung endet und wenn der Überflutung nicht gegengesteuert wird, z.B. durch Rückzug, dann wird daraus ein Meltdown.


      Backnetmaster wrote:

      Verschrieben wird gelegentlich Methylphenidat. (Auch ohne ADHS).
      Und meine Oma hat die NSA gehackt, ohne jemals einen Computer zu bedienen.
      Ein Arzt, der ein nur für ADHS zugelassenes Medikament, verschreibt und kein ADHS vorliegt, kann im ungünstigsten Fall seine Zulassung verlieren.
    • Tux wrote:

      Backnetmaster wrote:

      Z.B. Situationen, in denen du durch die Einschränkungen, die du nicht beeinflussen kannst, Probleme bekommst
      Die Diagnose hat bei mir für Erkenntnis gesorgt. Probleme bekomme ich so nicht unbedingt, weil sie ja lösbar wären.Ich bekomme es meist nicht mit, wenn in einer Situation ein Problem auftritt, sofern man mich nicht darauf hinweist oder es mir miteilt.

      Wenn aus einer Situation ein unlösbarer Konflikt entsteht und ich mir nicht erklären kann wo er her kommt, mir nichts davon sagt und eigene Bemühungen zur Ursachenfindung ins Leere laufen, dann beschäftigt mich das länger und ist nahezu unlösbar. Ich habe gelernt damit klar zu kommen, auch wenn es mich tierisch nervt.

      Schwierig wird es, wenn etwas in eine Aussage von mir rein interpretiert wird, was ich nicht gesagt habe und nicht der Wahrheit entspricht. Da kommt jedes mal die Frage auf, wo das her geholt wird und was das soll. Eine Antwort darauf bekomme ich allerdings nicht.


      Es betrifft hauptsächliche die soziale Interaktion.


      Backnetmaster wrote:

      Natürlich könnte ich sagen dass nur die anderen Schuld sind, die sich anpassen müssen, da man selbst das ja nicht kann, diese "Zwangsanpassung an Normen".
      Was verstehst du unter Zwangsanpassung? Mit Sicherheit etwas anderes als ich.
      Zwangsanpassung ist es jemanden in eine Norm pressen zu wollen, wo er nicht rein passt, nur damit derjenige den Erwartungen anderer entspricht und quasi so ist wie andere das wollen. Der Mensch ist ein Individuum.

      Jemanden in eine Norm pressen, damit er den Erwartungen anderer entspricht nennt sich Erniedrigung, Diskriminierung und entwürdigend. Wenn andere dann Entäuscht sind, sollte man die eigenen überzogenen unrealistischen Erwartungen mal auf den Prüfstand stellen ggf. durch einen Psychologen abklären lassen, ob da nicht etwas behandlungsbedürftiges vorliegt.


      Wer sagt den das die anderen Schuld sind? Wo nimmst du das her und auf was beziehst du das? Wer sagt das die anderen sich anpassen müssen?
      Schon mal was von einen Menschen akzeptieren wie er ist, ohne wenn und aber gehört?

      Wenn du eine gehbehinderte Person im Rollstuhl siehst, zwingst du diese Person dann auch dazu aus dem Rollstuhl aufzustehen und zu laufen, obwohl es nicht möglich ist?


      Backnetmaster wrote:

      Ich meinte damit auch nicht Medikamente an sich, dazu habe ich nichts geschrieben, es ging nur um den Ansatz bzw die Aussage dieser Studie.
      Der Ansatz und die Aussage, dieser menschenverachtenden Studie, ist die medikamentöse Zwangsanpassung, um die erwartete Funktionalität zu erreichen. Wie in der NS-Zeit. Da gibt es nichts schön zu reden oder würdest du dich freuen, mit Medikamenten zugedröhnt zu werden und eine Zwangsanpassung deine Persönlichkeit, dein Ich, kurz um dich zerstört?

      Backnetmaster wrote:

      Ist das autistische Gehirn zu langsam oder zu schnell bzw ist es durch die Anzahl der Reize überfordert oder unterfordert?
      Weder noch. Die Reize werden nicht gefiltert und prasseln auf das autistische Gehirn ein. Reizfilterschwäche, die in einer Reizüberflutung endet und wenn der Überflutung nicht gegengesteuert wird, z.B. durch Rückzug, dann wird daraus ein Meltdown.

      Backnetmaster wrote:

      Verschrieben wird gelegentlich Methylphenidat. (Auch ohne ADHS).
      Und meine Oma hat die NSA gehackt, ohne jemals einen Computer zu bedienen.Ein Arzt, der ein nur für ADHS zugelassenes Medikament, verschreibt und kein ADHS vorliegt, kann im ungünstigsten Fall seine Zulassung verlieren.
      Du hast von Anfang an eine polemische Behauptung aufgestellt, die so niemals stand, sondern komplett aus dem und Kontext gerissen, etwas was du als eines deiner Probleme mit andren beschrieben hast.


      Du sagst z. B. , andere sollen ihre unrealistischen Erwartungen beim Psychologen prüfen lassen, und fragst wie ich auf die Aussage mit der "Schuld der anderen" komme?
      Du lehnt jede Therapie etc ab, bei jedem Artikel oder Studie schreibst Du von andren Studien, die das widerlegen etc..

      Worum geht es dir hier eigentlich?
    • Ich möchte das nochmal klarstellen, ich habe nur meine persönliche Meinung zu dem Artikel geschildert.

      Es gibt ja offizielle Leitlinien zur Therapie in Deutschland.

      Da ich bisher nichts dazu gefunden hatte, zur Intense World Theory, wollte ich es hier schreiben.

      Ich bin weder menschenverachtemd noch diskriminierend, wenn ich persönlich, nur für mich selber bzw aus Überlebenstrieb in der Gesellschaft, z. B. für nötige Arztbesuche usw, Krankenhausbehandlungen versuchen möchte, meine Beeinträchtigungen zum Teil zu kompensieren bzw eine Erleichterung zu finden.

      Es gibt hunderte Wege die dahin führen können.
      Ich bin weder der Erfinder, noch ein Verfechter dieser Theorie.

      Ich persönlich kann manches aus der Studie auf mich beziehen wie geschrieben.

      Mir wurde beispielsweise das Sorgerecht aufgrund bspw. stark eingeschränkter Kommunikationsfähigkeit entzogen, was auf die Diagnose zurückgeführt wurde.

      Ich habe mich wegen Ableismus gegen das Gutachten gewendet, auch eine Verfassungsbeschwerde eingelegt.
      Generell habe ich rechtlich wirklich alles gemacht.

      Ich erhielt dann eine weitere, ausführlich beschriebene AS-Diagnose , die vieles was ich zuvor im Gutachten angriff, als unzulässige Behauptungen und Bewertungen, noch deutlicher beschrieb, eine generelle Erziehungunsfähigkeit aufgrund der Diagnose jedoch verneint.

      Leider stimmt vieles aus dem Gutachten objektiv also, auch wenn ich das subjektiv nicht wahrhaben möchte und immer noch massive Probleme habe das zu verarbeiten.

      Ich habe objektiv nichts falsch gemacht, das ist das schlimmste.
      Es geht rein um die subjektive Beurteilung der anderen über mich.
      Auch wenn ich das nicht verstehen und eigentlich nicht akzeptieren kann, bin ich gezwungen mich dem zu unterwerfen, den Regeln des "Eindrucks" auf andere.

      Ich habe wahnsinnige Probleme damit, ich bin bestimmt die letzte Person die jemand ändern möchte oder ähnliches.

      Das habe ich jetzt nur erwähnt damit mein Blickwinkel auf mich und diese Studien etwas klarer wird, ich möchte das Thema hier nicht diskutieren, es sollte um diese Theorie gehen.

      Es geht hier aber nicht um eine medikamentõse Ruhigstellung, das ist eine Fehlinterpretation, möglicherweise durch meine unzureichende Zusammenfassung die ich daraus kopiert hatte.

      Ich habe noch etwas auf deutsch gefunden :
      spektrum.de/news/autismus-mark…ense-world-theory/1689476

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    • Dr. L84 wrote:

      Tux wrote:

      Ein Arzt, der ein nur für ADHS zugelassenes Medikament, verschreibt und kein ADHS vorliegt, kann im ungünstigsten Fall seine Zulassung verlieren.
      de.wikipedia.org/wiki/Off-Label-Use
      Bei Medikamenten, die unter das BTMG fallen? Das will ich sehen.


      Backnetmaster wrote:

      Du sagst z. B. , andere sollen ihre unrealistischen Erwartungen beim Psychologen prüfen lassen, und fragst wie ich auf die Aussage mit der "Schuld der anderen" komme?
      Nein tue ich nicht. Du musst den Satz schon in seinem Kontext, der Zwangsanpassung belassen. Wer will den wen Z


      Tux wrote:

      sollte man die eigenen überzogenen unrealistischen Erwartungen mal auf den Prüfstand stellen ggf. durch einen Psychologen abklären lassen, ob da nicht etwas behandlungsbedürftiges vorliegt.
      Ggf. = gegebenfalls, weil es im Kontext einer erwarteten Zwangsanpassung u.U. ein Hinweis auf eine PS sein kann.


      Backnetmaster wrote:

      Du lehnt jede Therapie etc ab, bei jedem Artikel oder Studie schreibst Du von andren Studien, die das widerlegen etc..
      Nette und nicht haltbare Behauptung. Wie kommst du darauf das jede Therapie ablehne? Wo habe ich das geschrieben?

      Lese mal was da steht, ohne irgendetwas zu interpretieren und Behauptungen dazu zu schreiben, die eine Erfindung von dir sind und von mir nicht geschrieben worden sind.


      Backnetmaster wrote:

      Ich bin weder menschenverachtemd noch diskriminierend,
      Das hat auch niemand gesagt bzw. geschrieben. Ich habe lediglich meine Meinung zu den "Theorien" kundgetan.


      Backnetmaster wrote:

      Ich habe mich wegen Ableismus gegen das Gutachten gewendet, auch eine Verfassungsbeschwerde eingelegt.
      Generell habe ich rechtlich wirklich alles gemacht.
      Ich habe erstmal googlen müssen, was Ableismus überhaupt heisst.
      Das ist top und da ziehe ich den Hut vor (RW). Das muss man erst mal auf die Beine stellen(RW).

      Das Problem ist nicht deine Diagnose. Das Problem ist, dass diese Gutachten von allgemeinen Beratern erstellt werden, die sich in der Regel kein bisschen mit Autismus auskennen und das Gutachten ist ggf. ungünstig für den betroffenen.
      Ein spezialisierter Gutachter ist meist in kürze nicht aufzutreiben, ähnlich wie einen Termin beim Facharzt zu bekommen und das ist das Problem.

      Eine Mitteilung, dass die Erstellung des Gutachtens ca. x Wochen dauert, weil ein spezialisierter Gutachter erst dann zur Verfügung steht ist doch nichts verwerfliches. Dann dauert es eben x Wochen, aber es ist von jemandem erstellt worden, der sich auskennt und nicht von jemandem der sich nicht auskennt und sich irgendetwas zusammen reimt, damit das Gutachten schnellstmöglich fertig ist.
      Ich will nicht wissen, in welchem Umfang die Gerichte entlastet werden, wenn man das mal in Erwägung ziehen würde.

      Ein nicht spezialisierter Berater kann kein fachkundiges Gutachten erstellen.


      Backnetmaster wrote:

      Ich erhielt dann eine weitere, ausführlich beschriebene AS-Diagnose , die vieles was ich zuvor im Gutachten angriff, als unzulässige Behauptungen und Bewertungen, noch deutlicher beschrieb, eine generelle Erziehungunsfähigkeit aufgrund der Diagnose jedoch verneint.

      Das ist doch mal ein Lichtblick. Kaum macht es jemand spezialisiertes und sieh mal einer an, da kommt ja was völlig anderes heraus. Das freut mich für dich.


      Backnetmaster wrote:

      Leider stimmt vieles aus dem Gutachten objektiv also, auch wenn ich das subjektiv nicht wahrhaben möchte und immer noch massive Probleme habe das zu verarbeiten.
      Kann ich nichts zu sagen.

      Backnetmaster wrote:

      Auch wenn ich das nicht verstehen und eigentlich nicht akzeptieren kann, bin ich gezwungen mich dem zu unterwerfen, den Regeln des "Eindrucks" auf andere.
      Es zwingt dich niemand dich zu unterwerfen. Erst recht nicht den Regeln eines Eindrucks. Ein Eindruck kann stimmen, aber er kann in gleichem Maße auch täuschen. Was dann zu klären wäre, sofern es sich klären lässt.

      Backnetmaster wrote:

      es sollte um diese Theorie gehen.
      Darum geht es doch. Meine Meinung zu der Theorie ist meine Meinung und wer sie gepostet hat ist dabei vollkommen irrelevant. Und wenn unsere Bundeskanzlerin die Theorie hier gepostet hätte, bleibt meine Meinung dazu die gleiche.


      Backnetmaster wrote:

      Es geht hier aber nicht um eine medikamentõse Ruhigstellung, das ist eine Fehlinterpretation, möglicherweise durch meine unzureichende Zusammenfassung die ich daraus kopiert hatte.
      1. Ich interpretiere nicht. Ich nehme den Satz wie er da steht, Wort für Wort.
      2. Ich habe nichts von einer medikamentösen Ruhigstellung geschrieben.
      3. Ich habe geschrieben das mit medikamentöser Hilfe eine Zwangsanpassung befürwortet wird, um eine Funktionalität zu erreichen, wie es erwartet bzw. vorgeschrieben oder von anderen vorgegeben wird. Also von einer Zerstörung der Persönlichkeit bzw. des Individuums selbst, weil der Mensch danach nicht mehr er selbst ist.
      4. Wenn dem so ist, dann ist dem so. Man hat schnell mal zu wenig Text selektiert oder zu viel, ohne das es aufällt. Menschen machen Fehler, deswegen sind es ja Menschen und keine Maschinen.
    • Tux wrote:


      Backnetmaster wrote:

      Ich habe mich wegen Ableismus gegen das Gutachten gewendet, auch eine Verfassungsbeschwerde eingelegt.
      Generell habe ich rechtlich wirklich alles gemacht.
      Ich habe erstmal googlen müssen, was Ableismus überhaupt heisst.Das ist top und da ziehe ich den Hut vor (RW). Das muss man erst mal auf die Beine stellen(RW).

      Das Problem ist nicht deine Diagnose. Das Problem ist, dass diese Gutachten von allgemeinen Beratern erstellt werden, die sich in der Regel kein bisschen mit Autismus auskennen und das Gutachten ist ggf. ungünstig für den betroffenen.
      Ein spezialisierter Gutachter ist meist in kürze nicht aufzutreiben, ähnlich wie einen Termin beim Facharzt zu bekommen und das ist das Problem.

      Eine Mitteilung, dass die Erstellung des Gutachtens ca. x Wochen dauert, weil ein spezialisierter Gutachter erst dann zur Verfügung steht ist doch nichts verwerfliches. Dann dauert es eben x Wochen, aber es ist von jemandem erstellt worden, der sich auskennt und nicht von jemandem der sich nicht auskennt und sich irgendetwas zusammen reimt, damit das Gutachten schnellstmöglich fertig ist.
      Ich will nicht wissen, in welchem Umfang die Gerichte entlastet werden, wenn man das mal in Erwägung ziehen würde.

      Ein nicht spezialisierter Berater kann kein fachkundiges Gutachten erstellen.


      Backnetmaster wrote:

      Ich erhielt dann eine weitere, ausführlich beschriebene AS-Diagnose , die vieles was ich zuvor im Gutachten angriff, als unzulässige Behauptungen und Bewertungen, noch deutlicher beschrieb, eine generelle Erziehungunsfähigkeit aufgrund der Diagnose jedoch verneint.
      Das ist doch mal ein Lichtblick. Kaum macht es jemand spezialisiertes und sieh mal einer an, da kommt ja was völlig anderes heraus. Das freut mich für dich.
      Danke dir.
      Leider ist es aber nicht so, das ist keine Sachverständige des Gerichts.
      Aufgrund der deutlich beschriebenen Einschränkungen würde das die Situation auch nicht ändern.
      .

      Ich hatte zuvor dann einen bekannteren Professor kontaktiert, der diese Schulungen für Sachverständige, zb "Erziehungsfähigkeit bei Asperger-Syndrom richtig einschätzen" leitet, bei denen diese Sachverständige nicht war.

      Dieser bat an sich selbst als Sachverständigem benennen zu lassen, was vom Gericht abgelehnt wurde.

      Das Gutachten ist leider laut Gericht, trotz der Beschwerden beim Amtsgericht und Oberlandesgericht von mir, uneingeschränkt verwendbar.

      Es gibt nur die Möglichkeit, in dem Verfahren, in dem mir dann das Sorgerecht auch für meine Tochter entzogen wird, mündlich die Gutachterin dazu zu befragen.

      Das Gericht akzeptiert bzw forciert das.
      Ich bin also dort gezwungen mich zu unterwerfen.

      Jegliche Fragen könnten in einer Verhandlung erneut als provokative Beweise meiner kommunikativen Störung etc herhalten.

      Das heißt, die anderen Leute beurteilen mein Verhalten, in unangemessener und extrem bewertender Art und Weise.

      Obwohl ich kaum Einfluss habe (die Entscheidung steht bereits fest), bin ich dort sozusagen extrem abhängig von anderen.

      Es ist nicht dasselbe wie beim Arzt etc. Aber vom Prinzip ähnlich.
    • Backnetmaster wrote:

      Dieser bat an sich selbst als Sachverständigem benennen zu lassen, was vom Gericht abgelehnt wurde.
      Die Begründung des Gerichtes interessiert mich brennend. Kannst du mir bitte die Begründung per PN mitteilen, wenn du magst?


      Backnetmaster wrote:

      Das Gutachten ist leider laut Gericht, trotz der Beschwerden beim Amtsgericht und Oberlandesgericht von mir, uneingeschränkt verwendbar.
      Das Familiengericht sagt, dass das Gutachten trotzdem verwendbar ist? Wenn ich mich nicht irre ist das doch dem Amtsgericht untergeordnet und muss deren Weisungen auch folgen. Wenn das Amtsgericht oder das Oberlandesgericht deine Beschwerde stattgegeben haben, also das Gutachten für nicht verwendbar oder wie auch immer das heißt, dann ist das auch bindend und kann nicht mehr verwendet werden. Oder liege ich da falsch? Bin ja kein Jurist.

      Backnetmaster wrote:

      Es gibt nur die Möglichkeit, in dem Verfahren, in dem mir dann das Sorgerecht auch für meine Tochter entzogen wird, mündlich die Gutachterin dazu zu befragen.
      Mündliche Stellungnahme der Gutachterin = Gutachterin dazu befragen? Wenn ja, kann ich dich beruhigen. Deine Fragen und die Stellungnahme der Gutachterin ist an die Schriftform gebunden, weil es in die Akte gehört u. protokolliert wird.


      Backnetmaster wrote:

      Ich bin also dort gezwungen mich zu unterwerfen.
      Nein bist du nicht und das solltest du auch auf gar keinen Fall tun.
    • @Tux
      Die Sache läuft leider schon sehr lange.
      Leider läuft das alles nicht so wie es offiziell laufen sollte.

      Die Begründung ist, dass es keine Gründe gibt, das Gutachten nicht zu verwerten.
      Die Gutachterin hätte das Asperger-Syndrom nur soweit bewertet wie es zur Beantwortung der Fragestellung erforderlich war.


      Den Beschwerden wurde eben nicht stattgegeben, daher habe ich erneut in die nächste Instanz beschwert.
      Ich habe nur keine Verfassungsbeschwerde eingelegt, wie zuvor beim Entzug des Sorgerechts.
      Deshalb kommt nun der Termin in dem das Gutachten (130 Seiten) verwendet wird, die Empfehlung ist eben der Entzug des Sorgerechts.

      Ich habe auch bereits Erfahrungen, was protokolliert wird und was nicht, das entscheidet allein der Richter.
      Er diktiert das Protokoll.

      Das Protokoll muss nicht der Aussage entsprechen, darüber gab es auch bereits Beschwerden von meiner Anwältin.

      Wenn es dich interessiert, hier habe ich noch mehr zu diesem Rechtsstreit geschrieben :

      Meine Geschichte, Autismusverdacht, Kleinhirnzyste

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