Antrag auf Neufeststellung des GdB

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    • Wie hoch ist die Hürde von GdB 40 auf 50? Hat jemand Erfahrungen damit? Wie hoch ist bei Asperger Autismus die Gefahr herabgestuft zu werden?
      Ich tue mich im Leben etwas schwerer als vorher. Meiner Meinung nach werden zusätzliche Nachteilsausgleiche notwendig.
    • ....das ist alles individuell unterschiedlich.

      Vielleicht schaust du dir den Link zur Versorgungsmedizin-Verordnung und da das Kapitel 3 mal genauer an.
      Macht ist das Spielzeug der Reichen, das sie mit niemandem teilen (Muriel Barbery, "Die Eleganz des Igels")
    • Also, ich habe soeben die Hürde von GdB 40 zu 50 nicht geschafft, da müsse mir schon z. B. eine Hand fehlen, stand im Ablehnungsbescheid auf meinen Widerspruch hin...
      Ich warte noch immer auf einen Termin in der Autismus-Sprechstunde, auf daß jemand wegen Corona absagt...
      Meine Sozialarbeiterin beim sozialpsychiatrischen Dienst meinte ganz cool, ich solle es halt in 1/2 Jahr wieder versuchen (sie fällt ja auch nicht in Ohnmacht, wenn sie einen Brief vom REGIERUNGSPRÄSIDIUM aus dem Briefkasten zieht :m(: )
      Echt alles nicht so einfach... :?
    • Cordelia wrote:

      ....da müsse mir schon z. B. eine Hand fehlen, stand im Ablehnungsbescheid auf meinen Widerspruch hin...
      Was damit gemeint ist: Die Behinderungen sollten schon miteinander in ihren Auswirkungen vergleichbar sein.

      Was deine Sozialarbeiterin empfohlen hat, möchte ich dir auch empfehlen. Klage zu erheben wäre eventuell sehr anstrengend, und das kannst du auch immer noch machen, wenn dein nächster Antrag wieder nichts bringt (Rw).
      Lass dir von ihr helfen oder suche dir einen anderen Menschen deines Vertrauens. Nicht wegen der ärztlichen Atteste, sondern wegen des Umgangs mit den Schreiben.
      Es ist nur Papier! :prof:
      Macht ist das Spielzeug der Reichen, das sie mit niemandem teilen (Muriel Barbery, "Die Eleganz des Igels")
    • Habe (evtl. dumme) Fragen zur Beantragung vom GdB:
      1. Ich hab endlich meinen Diagnosebrief bzgl. Autismus Spektrum Störung erhalten und hab jetzt alle Einschränkungen die ich durch meine Erkrankungen habe anhand der „9 Lebensbereiche“ des ICF aufgelistet. Die Liste wollte ich sowohl beim Psychiater, wie auch bei meiner Hausärztin einreichen und dort den Antrag auch besprechen. Sollte ich die Liste auch dem Antrag beifügen?
      2. Sollte man eine Begründung für die Beantragung eines Merkzeichens dabei packen sollte?
      3. Kann ich selbst bereits die vorliegenden medizinischen Unterlagen der vergangenen zwei Jahre dabei packen? Mein Hausarzt hat diese zwar auch vorliegen und die Unterlagen sollen dort ja auch angefordert werden, allerdings hab ich die Sorge, dass dann doch Unterlagen fahlen könnten oder vergessen werden.
    • Es ist echt fies wie man dafür kämpfen muss . Bin froh dass ich mein SBA habe.

      Einige sagen mir das ich eigentlich ein höheren gdb bräuchte samt Merkzeichen.

      Besonders wer erst im Erwachsenenalter die Autismus Diagnose erhalten hat ,hat es schwer.

      Ohne SBA hätte ich nicht die Möglichkeit auf Teilhabe im Arbeitsleben. Chance auf kooperative Ausbildung.
      Das Do ist der Weg. :prof:
    • Den Antrag auf Anerkennung einer Schwerbehinderung habe ich selber über das Internet gestellt beim Versorgungsamt.
      Vor allem meine Hausärztin hat mit mir einen sehr ausführlichen Fragebogen ausgefüllt, das hätte sie aber auch alleine machen können.
      Das heißt man gibt die behandelnden Ärzte an, und diese werden dann angeschrieben.
      Man muss die Schuld auch mal bei den Anderen suchen
    • koda96 wrote:

      Habe (evtl. dumme) Fragen zur Beantragung vom GdB:
      1. Ich hab endlich meinen Diagnosebrief bzgl. Autismus Spektrum Störung erhalten und hab jetzt alle Einschränkungen die ich durch meine Erkrankungen habe anhand der „9 Lebensbereiche“ des ICF aufgelistet. Die Liste wollte ich sowohl beim Psychiater, wie auch bei meiner Hausärztin einreichen und dort den Antrag auch besprechen. Sollte ich die Liste auch dem Antrag beifügen?
      2. Sollte man eine Begründung für die Beantragung eines Merkzeichens dabei packen sollte?
      3. Kann ich selbst bereits die vorliegenden medizinischen Unterlagen der vergangenen zwei Jahre dabei packen? Mein Hausarzt hat diese zwar auch vorliegen und die Unterlagen sollen dort ja auch angefordert werden, allerdings hab ich die Sorge, dass dann doch Unterlagen fahlen könnten oder vergessen werden.

      Zu 1.) Hab ich so gemacht
      Zu 3.) Ebenso.
      Ich denke, es hat nicht geschadet. Je schneller alle Unterlagen vorliegen, desto schneller die Bearbeitung. Dennoch wurden noch 3 Ärzte kontaktiert und mussten zusätzlich Stellung nehmen.
    • koda96 wrote:

      Sollte man eine Begründung für die Beantragung eines Merkzeichens dabei packen sollte?
      Kannste machen, kannste lassen.

      Entschieden wird nach dem, was deine Ärzte /Befunde an Mindestvoraussetzungen für die Merkzeichen so hergeben.
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    • Guten Morgen Ihr Lieben,
      ich habe einen Termin in der Autismus-Sprechstunde bekommen! :)
      Wie bereite ich mich darauf vor?
      Wie sind da Eure Erfahrungen?
      @Capricorn meine Sozial-Arbeiterin ist die einzige "öffentliche" Person meines Vertrauens in behördlichen Dingen, sie hört dieses Jahr auf, ebenso mein Psychiater, von dem ich die Einweisung in die Autismus-Sprechstunde habe.
      Es fällt mir schwer, neue Menschen für diese Dinge zu finden.
      Ich gehe wegen einer neuen Einweisung, die ich für den Termin brauche zum Nachfolger in der selben Praxis und beim Soz. Psych. Dienst wird es hoffentlich auch noch andere Personen geben, die mich bei "Behörden - Kram" unterstützen können.
    • Cordelia wrote:

      Wie bereite ich mich darauf vor?Wie sind da Eure Erfahrungen?
      Das hängt davon ab, wo dein Termin ist und was da passieren soll. Hast du schon Fragebögen zum Screening ausgefüllt und Unterlagen wie Zeugnisse und Arztbriefe eingereicht? - Wenn nicht: Auf jeden Fall fragen, ob du etwas mitbringen sollst. Ggf. neue Berichte schreiben lassen. Falls du irgendwas aus deiner Kindheit hast, dass "Auffälligkeiten" belegt, am besten mitbringen. (Z.B.: Babytagebuch, frühe Arztberichte, Zeugnisse mit Anmerkungen oder Briefe von der Schule, ...)

      Ich habe in meinem Fall den Fehler gemacht, da zu locker ranzugehen. Für meine Diagnostikstelle hätte ich eigentlich ein Plädoyer vorbereitet haben müssen, warum ich meine Autistin zu sein und komplette Listen, wann ich mich wie "autistisch" verhalten habe. So fühlte ich mich da überfahren und hatte keine guten Beispiele parat. Allerdings ist diese Autismusambulanz auch dafür bekannt, dass man sich auf Ausschlussgründe konzentriert. Problematisch fand ich auch, dass man mir keine Zeit zum Nachdenken gab.
      Mit den Erfahrungen von heute würde ich mir - zumindest gedanklich - eine Liste mit den Symptomen machen, die du bei dir bemerkst oder die andere bei dir bemerken, insbesondere mit den Einschränkungen. Vielleicht auch mit jemanden durchsprechen, ob die Beispiele verständlich sind. Du kannst dich da entweder an den Diagnosekriterien orientieren oder an auch an den Frage-Katalogen, z.B. für die Eltern. Falls du sehr stark maskierst und kompensierst, würde ich darauf im Gespräch hinweisen und Beispiele bringen, wo du dich bewusst anders verhältst, als du das intuitiv tun würdest. Auch ansprechen würde ich, wie es zu dem Autismusverdacht kam, besonders, wenn der zuerst von anderen Leuten geäußert wurde. ("Ich habe zufällig über das Asperger-Syndrom etwas gelesen/gehört und mich da wiedererkannt", kommt bei manchen Ärzten sehr schlecht an.)

      Ansonsten würde ich schauen, dass du schon vorher die Hin-und Rückfahrt planst und auch genug Puffer nach dem Gespräch hast, falls es dich sehr mitnimmt. Je nach Ort kann der Ton auch ziemlich ruppig oder das Gespräch einfach aufwühlend sein. Kann auch helfen, falls dich eine Vertrauensperson begleiten oder abholen kann und du jemanden hast, mit dem du darüber reden kannst, wie es gelaufen ist.
      Falls es aus deiner Sicht nicht gut lief, am besten die Punkte notieren und beim nächsten Termin ansprechen.

      Ich hoffe, ich habe dir da keine Angst gemacht. Meine Erfahrungen waren halt ziemlich ernüchternd.
    • Danke liebe @Schwarze Katze Deine Worte sind schonmal sehr aufschlussreich :)

      Ich habe von der Autismus-Sprechstunde keine Unterlagen bekommen.

      Ich werde sämtliche Arztbriefe mitbringen.

      Die Idee eines Plädoyers finde ich gut.

      Ich denke, ein Lebenslauf unter diesem Aspekt wäre auch hilfreich, ergänzend zu dem, der auch im Bericht des Psychiater von meinem letzten Psychiatrie-Aufenthaltes verfasst wurde.
      Ok, ich werde mich bemühen, mich optimal vorzubereiten und mich darauf konzentrieren, das für mich bestmögliche Ergebnis zu erreichen.
      Ich habe weder jemanden, der/die mich darin unterstützt noch begleitet, sogar meine Söhne wissen nichts davon, auch nicht meine Freunde, niemand, denn ich würde mit Sicherheit auf Unverständnis stoßen und davon brauche ich nach 61 Jahren nichts mehr...

      Liebe Grüße
    • Cordelia wrote:

      Ich denke, ein Lebenslauf unter diesem Aspekt wäre auch hilfreich
      Kann gut sein, vielleicht aber eher für Dich!
      Ich würde einen Lebenslauf in wichtigen Stichpunkten empfehlen.

      Ansonsten so wie es die schwarze Katze beschreibt!
      Macht ist das Spielzeug der Reichen, das sie mit niemandem teilen (Muriel Barbery, "Die Eleganz des Igels")
    • Mir ist noch was eingefallen:
      1. Hier im Forum und auch in anderen Bereichen wird oft "Autismus" als Synonym für "Asperger-Syndrom" verwendet. Das kann falsche Vorstellungen bei Ärzten und Psychologen wecken. (War wohl bei mir auch ein Kommunikationshindernis bei der Diagnostik.)
      2. Irgendwo hier im Forum habe ich gelesen, dass jemand Fotoalben aus der Kindheit zum Termin mitgebracht hat. Vielleicht hast du da Beispiele für "unangemessenes soziales Verhalten" oder "fehlende Mimik", z.b. fehlende Freude bei einer Geburtstagsfeier.
      3. Wenn es niemanden aus deinem persönlichen Umfeld gibt, mit dem du über den Termin reden kannst, dann vielleicht mit Psychiater/Therapeut/Sozialarbeiter/u.ä. Wenn du da jemanden hast, würde ich an deiner Stelle einen entsprechenden Termin ausmachen. Falls es da auch niemanden gibt: Hast du näheren Kontakt zu jemandem im Forum, mit dem/der du das per PN besprechen kannst?