Innere Unruhe

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    • GeistesSchatten wrote:

      Sitzposition ändern? Ja, ich betreibe "dynamisches Sitzen". Soll ergonomisch gut sein. Habe ich aber schon gemacht bevor es eine Empfehlung wurde ..
      Dynamisches sitzen? Kannst du das ein wenig erläutern?
      Rutschst du, während des sitzens, auf einem Stuhl hin und her? Da ist ja so gesehen auch eine gewisse Dynamik drin.

      GeistesSchatten wrote:

      Ja, das Schwimmen. Andere Sportarten kommen leider nicht in Frage. Entweder aufgrund äußerer Umstände: Ich kann kein Fahrrad einlagern, wo ich wohne ist es gebirgig, etc. Oder innerer Umstände: Zum "Joggen" bin ich zu.. "Umfangreich", zudem kommt da das Grundproblem zu tragen, dass ich dann nicht weiß wohin mit meinen Gedanken. Spazieren gehen ist OK, da ich mir da die Natur ansehen kann, Fotos machen kann (auch ein lange vernachlässigtes Hobby), etc.
      Ok. Damit ist die Hyperaktivität raus.
      Es gibt Fahrrad mit e-Motor. Damit ist die "Ausrede", es ist gebirgig hinfällig, sofern besagtes Fahrrad einen e-Motor hat. Das gilt leider auch für mich.


      GeistesSchatten wrote:

      Ja, meine Gedanken schweifen ab. Bestes Beispiel (ob das zählt?): Meine Frau erzählt von Dingen die für mich keine Information enthalten (für sie ist das wichtig. Irgendwas soziales). Dann schweifen bei mir die Gedanken ab.
      Zählt das auch?
      Als Kind sieht man in der Schule aus dem Fenster oder futtert den Bleistift bzw. lässt sich was anderes für eine "sinnvolle" Beschäftigung einfallen.


      GeistesSchatten wrote:

      Schusselig? Ja, bin ich. Und wie. Sehr schön: Ich habe etwas in der Hand. Ich denke mir: Lege ich es da hin, dann findest Du es später. Nicht mal eine Minute später bin ich wie blöd am Suchen.
      Das kenne ich. Ich habe eine geordnetes Chaosprinzip. Also wenn aufgeräumt, dann weiss ich nicht mehr wo ich etwas abgelegt habe und ich werd zum Schubladen- Google. Es geht aber nichts über den Moment, wenn man in einen anderen Raum geht und dort angekommen, sich die Frage stellt, was man machen wollte. Dafür brauchts bei mir nicht zwingend einen Raumwechsel. Da reicht u.U. schon ein Gedanke zu einem anderen Thema, dem ich dann nach gehe.

      Hast du auch einen gewissen Grad an Hektik?

      GeistesSchatten wrote:

      In der zweiten Klasse steht "..er neigt jedoch auch häufig zu Abschweifungen und Spielereien.".
      Ist ein Indiz, nur nicht so stark: wie wenn er den aufpasst, er darf sich nicht so leicht ablenken lassen, etc.


      GeistesSchatten wrote:

      Aber die Zeugnisse von 1 und 2 sind so vollgeschrieben, da passt kaum noch ein Wort drauf. Kann sein, dass die unwichtiges weggelassen haben..

      Das klingt eher in die andere Richtung, nur die Bedeutung der Formulierungen ist nicht klar. Lies dir das in Ruhe und ggf,. auch mehr mals durch. Das was dir auffällig erscheint kannst du ja mal posten oder in Kombination mit ADHS, die Suchmaschine deiner Wahl bemühen.

      Klingt für mich nach ADS, aber ich bin auch kein Arzt.
    • Tux wrote:

      GeistesSchatten wrote:

      Sitzposition ändern? Ja, ich betreibe "dynamisches Sitzen". Soll ergonomisch gut sein. Habe ich aber schon gemacht bevor es eine Empfehlung wurde ..
      Dynamisches sitzen? Kannst du das ein wenig erläutern?Rutschst du, während des sitzens, auf einem Stuhl hin und her? Da ist ja so gesehen auch eine gewisse Dynamik drin.

      ergotopia wrote:

      Dynamisches Sitzen bedeutet nichts anderes, als aktives Sitzen. Genauer gesagt wechselst Du während längeren Sitzphasen zwischen verschiedenen Körperhaltungen. Und das am besten so oft wie möglich. Denn jeder Wechsel zwischen verschiedenen Körperhaltungen bedeutet Bewegung. Und diese kommt Deiner Gesundheit zugute, in diesem Fall besonders Deiner Rückengesundheit. [4]
      Platt gesagt: rumlümmeln.
      In jedem Ergonomie Ratgeber steht wie man sitzen muss, dass man bestimmte Winkel einhält:

      (Wikipedia)
      Beim "dynamischen Sitzen" verstößt man absichtlich dagegen.

      Also: Bei mir geht es nicht ums rumrutschen, sondern darum hin und wieder "kreative" Sitzhaltungen einnehmen.


      Tux wrote:

      GeistesSchatten wrote:

      Ja, meine Gedanken schweifen ab. Bestes Beispiel (ob das zählt?): Meine Frau erzählt von Dingen die für mich keine Information enthalten (für sie ist das wichtig. Irgendwas soziales). Dann schweifen bei mir die Gedanken ab.
      Zählt das auch?
      Als Kind sieht man in der Schule aus dem Fenster oder futtert den Bleistift bzw. lässt sich was anderes für eine "sinnvolle" Beschäftigung einfallen.
      Ja, Das Fenster ist öfter fast immer interessanter als die Tafel...

      Tux wrote:

      Klingt für mich nach ADS, aber ich bin auch kein Arzt.
      OK. Danke. Ich werde es im Hinterkopf behalten. Und bei Gelegenheit mal eine entsprechende Person befragen.
    • Tux wrote:

      Es geht aber nichts über den Moment, wenn man in einen anderen Raum geht und dort angekommen, sich die Frage stellt, was man machen wollte. Dafür brauchts bei mir nicht zwingend einen Raumwechsel. Da reicht u.U. schon ein Gedanke zu einem anderen Thema, dem ich dann nach gehe.
      Das kommt aber nicht ins Besondere bei Menschen mit ADHS vor, sondern ist ein allgemein weit verbreitetes Phänomen. Mir geht das auch so, und ich habe garantiert kein ADHS.

      Das Gehirn arbeitet quasi mit Gedankenschubladen und bündelt Erinnerungspakete. In diesem Artikel ist das gut beschrieben.

      GeistesSchatten wrote:

      Sitzposition ändern? Ja, ich betreibe "dynamisches Sitzen". Soll ergonomisch gut sein. Habe ich aber schon gemacht bevor es eine Empfehlung wurde ..
      Das mache ich auch so seit dem ich denken kann. Und zwar intuitiv, um meinen Bewegungsapparat durch Abwechslung eine stundenlange, eingefrorene Körperhaltung zu ersparen.

      Ich habe mir das dynamische Sitzen im Grunde aus meiner Kindheit bewahrt. Ab dem Grundschulalter ist mir zwar, wie allen anderen Kindern meiner Generation (Kindheit in den 70er Jahren) auch, das Stillsitzen als eine Tugend nahegebracht worden, und ich habe dies auch anstandslos befolgt, wo es sich ziemte. Aber zum Glück nur dort.
      In meinem Elternhaus gab es die Regel des Stillsitzens nur am gemeinsamen Mittagstisch. Ansonsten hatte zu Hause niemand etwas dagegen, wenn ich aus dieser Regel ausbrach und mich zum Beispiel beim gemeinsamen Fernsehen im elterlichen Wohnzimmer frei nach Laune in häufig wechselnder Position auf dem Fußboden lümmelte. Meine Eltern sind zum Beispiel auch dynamische Sitzer. Und sie habe das teilweise auch gemacht. Eine Klassenkameradin hingegen musste zu Hause beim Fernsehen stocksteif in einem Sessel sitzen während ihre Hände artig auf den Armlehnen ruhten.

      Vor ein paar Jahren habe ich eine Wissenschaftssendung zum dynamischen Sitzen gesehen. Ich weiß leider nicht mehr, auf welchen Sender. Dort wurden Kinder und Erwachsene gefilmt, während sie auf dem Fußboden sitzend ein Brettspiel spielten. Zum Beispiel "Mensch ärgere Dich nicht". Während die Erwachsenen während eines ganzen Spielverlaufs zumeist in ein und derselben Sitzposition verharrten, nahmen die Kinder alle paar Minuten eine neue Körperhaltung ein. Die saßen mal in der Hocke, mal im Schneidersitz, lagen mal auf dem Bauch mit aufgestützten Ellbogen und so weiter. Und Letzteres wurde in der Sendung als das natürliche, gesündere Sitzverhalten deklariert.
    • Input wrote:

      Eine Klassenkameradin hingegen musste zu Hause beim Fernsehen stocksteif in einem Sessel sitzen während ihre Hände artig auf den Armlehnen ruhten.
      8o Das klingt ja furchtbar. Wir eine Bestrafung.

      Normalerweise wechsle ich auch häufiger meine Position. Aber wenn ich in einem Hyperfokus bin, dann kommt es leider vor, dass ich viel zu lange in der gleichen Position verweile, und wenn ich es dann bemerke, habe ich mir meisten schon längst schlimme Rückenschmerzen gezüchtet.
      "Auf der Metaebene lässt sich Abstand gewinnen zum Geschehen. [...] Und dabei zeigt sich, dass es andere Perspektiven, andere Erlebensweisen und viel mehr Möglichkeiten für Lösungen gibt, als sich der Mensch in seiner alten kleinen Welt hatte träumen lassen." (Brit Wilczek)
    • Dr. L84 wrote:

      die meisten Erwachsenen können nicht einmal mehr in der Hocke sitzen. Zumindest nicht mit den Füßen vollständig auf den Boden. Wenn keine Bank frei, kein Stuhl da ist, müssen sie stehen.
      Ja, weil sie es ewig nicht mehr gemacht haben. *)
      Für Erwachsene in Naturvölkern ist dies hingegen kein Problem.

      Kayt wrote:

      8o Das klingt ja furchtbar.
      So habe ich auch geguckt, als mir das Mädchen davon im Beisein ihrer Eltern berichtete und die Eltern ihr mit strengem Nicken beipflichteten.


      *) Es gibt allerdings einige, wenige Menschen, denen es von Natur aus aus anatomischen Gründen nicht möglich ist, in die tiefe Hocke zu gehen, ohne nach hinten überzukippen (auf den Po zu fallen). Auch wenn sie es noch so lange üben würden.

      The post was edited 2 times, last by Input ().

    • Input wrote:

      Es gibt allerdings einige, wenige Menschen, denen es von Natur aus anatomischen Gründen nicht möglich ist, in die tiefe Hocke zu gehen, ohne nach hinten überzukippen (auf den Po zu fallen).
      Das wusste ich nicht. ich dachte, das kann als Kind jeder. Bis man ihnen beibringt, auf dem Stuhl zu sitzen.

      Ich kann es, aber nicht stundenlang. Vor zwei oder drei Jahren wiederentdeckt. Oft praktisch, bedeutete aber am Anfang große Überwindung, das in der Öffentlichkeit zu machen, weil es außer den Kindern sonst keiner macht. Ok, einmal eine Asiatin.
      Warum soviele Autos.
      Warum soviele Hunde.
      Brumm, brumm, kläff, kläff, wau, wau, wau!
    • Dr. L84 wrote:

      Das wusste ich nicht. ich dachte, das kann als Kind jeder.
      Das hat mit dem Bau des Sprunggelenks und den umgebenden knöchernen Sturkturen zu tun. Es gibt Menschen, die können den Winkel zwischen der Schienbeinvorderkante und dem Fußrücken nicht so klein machen, dass es für eine tiefe Hocke ausreicht. Bei diesen Personen stoßen in einem zu großen Fußrücken-Schienbeinwinkel Knochen an Knochen.
    • können wir ja noch machen.

      Hast Du "innere Unruhe"?

      Ich wurde von anderen immer als ruhig beschrieben (positiv) und habe mich auch so gesehen. Dass ich garantiert kein ADHS habe, hätte ich vor zwei Jahren auch noch gesagt.

      Ich habe keine Ahnung, was ich dann ankreuzen sollte. Vielleicht, dass ich gut und gerne zurückgezogen und ruhig in mir weilen kann, aber eine riesige Unruhe daraus entsteht, dass ich mein Leben außerhalb dessen auf die Reihe bekommen muss.