Autismus: Risikogen beeinträchtigt Gehirnentwicklung (25.05.21)

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    • Autismus: Risikogen beeinträchtigt Gehirnentwicklung (25.05.21)

      Hallo, ich bin wieder auf einen interessanten Artikel bzw Studie gestoßen.
      autismus-board.de/t49f15933-Au…irnentwicklung.html#msg58

      Hier der Text aus dem Link oben:
      Autismus: Risikogen beeinträchtigt Gehirnentwicklung (25.05.21)

      Auszug:
      Es stellte sich heraus, dass das Protein Plastin 3, das im Zusammenhang mit der neuronalen Zellmigration bisher unbekannt war, tatsächlich eine entscheidende Rolle in diesem Prozess spielt. "Wenn das Cullin 3-Gen deaktiviert ist, sammelt sich das Plastin 3-Protein an, was dazu führt, dass die Zellen langsamer und über kürzere Strecken wandern. Das ist genau das, was wir in der Großhirnrinde der modifizierten Cullin 3 Mäuse beobachten konnten", erzählt PhD-Studentin Lena Schwarz.

      Ein kritisches Zeitfenster
      All das findet in einem sehr frühen Stadium der Gehirnentwicklung statt, etwa in der Mitte der Schwangerschaft – lange bevor jemand einen Unterschied beim Fötus bemerken würde. "Dieses kritische Zeitfenster während der Gehirnentwicklung zu bestimmen, könnte extrem wichtig sein, um die Behandlung von Patient_innen mit bestimmten Formen von ASS zu verfeinern", erklärt Novarino, die sich dafür einsetzt, ASS besser diagnostizieren und Menschen so besser behandeln zu können. "Die weitere Erforschung von Plastin 3 könnte den Weg für neue Therapeutika ebnen. Die Ansammlung dieses Proteins zu hemmen, könnte eventuell einige der Symptome lindern, die die Patient_innen haben", sagt Schwarz.


      ___________
      (Aus der Studie:
      Altogether, our analysis highlights a pivotal role for Cul3 in brain development, identifies a new player of neuronal migration, and provides a proof of concept of CRISPR-mediated rescue of an ASD-linked genetic defect.)

      Link zum Artikel bei esanum

      Link zur Studie

      The post was edited 3 times, last by Backnetmaster ().

    • Backnetmaster wrote:

      Die Ansammlung dieses Proteins zu hemmen, könnte eventuell einige der Symptome lindern, die die Patient_innen haben", sagt Schwarz.
      Da frage ich mich, nur die "negativen" Symptome, oder würde das auch Symptome lindern, die bei manchen Autisten eher besondere Fähigkeiten oder Stärken sind?
      Ich denke so einfach ist es nicht, dass man nur negatives/unerwünschtes lindern könnte, sondern dass es dann eine gesamte Auswirkung auf alle autismusbedingten Symptome hätte.
      Es sind die leisen Töne, die das Leben tragen.
    • Meines Wissens her findet die Gehirnentwicklung in den ersten drei Monaten statt und nicht erst in der Mitte.

      Therapeutika lese ich zum ersten mal.
      Ist damit Psychopharmaka gemeint? Wenn ja, dann kann da was nicht so gant stimmen. Autisten bekommen bei autoagressivem Verhalten Neuroleptika verabreicht. Sofern Depressionen vorhanden sind ggf. noch Antidepressiva und das wars dann meines Wissens her mit den Medikamenten.
    • Tux wrote:

      Meines Wissens her findet die Gehirnentwicklung in den ersten drei Monaten statt und nicht erst in der Mitte.
      in den ca. ersten 100 Tagen der Schwangerschaft bilden sich die groben Strukturen des Gehirn, die Entwicklung und Ausdifferenzierung der einzelnen Areale findet auch noch in der weiteren Schwangerschaft statt.
      Ich schreibe in der Regel vom mobilen Endgerät aus - merkwürdige Wortkonstrukte sind ggf. der Autokorrektur geschuldet
    • Es handelt sich hierbei um CRISPR.
      Ich dachte zuerst es müsste in der Schwangerschaft eingenommen werden, eben zur Zeit der Gehirnentwicklung.
      Es soll aber, zumindest verstehe ich es so, versucht werden dieses Gen zu aktivieren, ist natürlich fraglich wie sich das dann auswirken würde.
      Man müsste bestimmt gleichzeitig in Verhaltenstherapie oder ähnliches gehen, um das verarbeiten zu können.