NT Geheimsprache oder warum kriege ich nix mit?

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    • Ich musste erst einmal die Kommentare der Vorredner und -rednerinnen lesen, um ein "Problem" wahrnehmen zu können.
      Für mich liegt das Problem eher in der Wahrnehmung und Annahme der Verkäuferinnen. Kurz gefasst: Sie haben sich selbst Druck gemacht.
      Deine Aussagen oder Verhalten empfinde ich nicht als drängend. Du hast ja klar gesagt, dass du siehst, dass sie derzeit beschäftigt sind und du dich nur schon einmal in der Auslage umschaust.

      Bei mir verhält es sich so, dass ich in solchen "Stresssituationen für andere" sage "Kein Ding, kein Stress. Ich hab es nicht eilig / ich kann warten."
      Manche Verkäufer sind trotz dieser Aussage noch gestresst und lassen alles stehen und liegen, andere machen ihre derzeitige Aufgabe weiter. Das kommt immer auf die Person an, die hinterm Tresen steht.

      Mach dich nicht selbst fertig. Die Damen waren wahrscheinlich nur im Stress und hatten einfach ihre Erfahrung mit anderen Kunden auf dich übertragen "Oh, Gott die guckt schon und ist genervt."
      Fernab von dem, was du wirklich gemacht hast. Die haben einfach "voreingenommen" reagiert.
    • @Tristan

      Hi, es geht mir nicht um fertigmachen. Warum sollte ich das tun?

      Ich erforsche grade das NT-Leben und komme mir vor, wie ein Forscher, der im Meer taucht und die Heringsschwärme sieht, die blitzschnell die Richtung wechseln und erforschen will, wie die das machen.

      Aber ich möchte kein Hering werden :) die kommen mir höchtens in die Dose mit Tomatensoße.... Wäre also eher Heringsforscher als Hering in Tomatensoße.

      Meine Frage ist: Hätte ein NTler mit seinem Körper gesprochen? Gibt es da ungesagte und von mir nicht erkannte Kommunikation? Wie und warum?
    • Shino Me wrote:

      Deine Annahme, dass ich den Sicherheitsabstand nicht eingehalten habe, entbehrt also schon daher der Basis, dass diese beiden - entgegen den Vorgaben ihres AG (und ich kenne die) -


      an der Theke laut in der Kasse gezählt haben, statt die Lade zu entnehmen und dies außerhalb des Kundenbereiches zu machen.

      beide jeweils einen Teil das Geld gezählt haben (statt abwechselnd zur Kontrolle)

      dann direkt nach dem Zählen eines Fachs eine falsche Summe eingegeben haben und dies nicht verbessert haben (je einer hat ein Fach gezählt, statt beide jedes und dann erst die Summe eingegeben haben, nachdem beide die gleiche hatten)

      die falsche Summe und die tatsächliche Summe in der Kasse laut genannt haben

      die regelmäßige Gesamteinnahme der Filiale zur Mittagszeit laut genannt haben.


      Wer ruft denn bitte laut die Höhe typischen Tageseinahmen, wenn er nicht will, dass der Kunde das weiß? Die beiden haben sich in meiner Gegenwart darüber unterhalten, als mein Brot geschnitten wurde und gelacht, dass die Einnahmen so gering sind.
      Boah, die arbeiten ja fast so schlecht wie die Leute, die die Impfstoffe bestellt haben.
    • Ich halte das für ein typisches NTler Problem. Man sieht nur das Ganze (man muss was in die Kasse eingeben) und nicht die Details und was dahinter steht und Regeln sind...eben Regeln...

      Und das wird dann untereinander weitergegeben, da kein Chef sich die Zeit nimmt, die Menschen richtig anzulernen und ihnen zu erklären, warum man was macht. Neue Mitarbeiter werden eben nicht auf einem vernünftigen Niveau angelernt, sondern hingestellt und eine, die schon da ist, soll ihr "Wissen" teilen. Und dann wird eben falsch eingetippt und nicht verbessert.

      Sowas kann sogar richtig Ärger mit dem Finanzamt geben, wenn die prüfen und feststellen, dass angeblich mittags mehr Geld in der Kasse war, als abends. Die können dann ohne Probleme einen höheren Umsatz fingieren.

      Es ist mir tatsächlich schwer gefallen, da nichts zu sagen. Aber die beiden hätten sich wahrscheinlich angegriffen gefühlt.

      Ich möchte einfach lernen, das, was ich tatsächlich kommunizieren will, auch auszudrücken.

      Hätte ich mehr - deutlicher - reden müssen? Hätte ich einfach "nichts" machen sollen? Anders bewegen? Was kann ich tun, um Kommunikation so stattfinden zu lassen, dass auch ankommt, was ich sagen will? Wie kann ich mich verbessern?

      The post was edited 1 time, last by Shino Me ().

    • Shino Me wrote:

      Hätte ich mehr - deutlicher - reden müssen? Hätte ich einfach "nichts" machen sollen? Anders bewegen? Was kann ich tun, um Kommunikation so stattfinden zu lassen, dass auch ankommt, was ich sagen will? Wie kann ich mich verbessern?
      Stell dir ein 300ml-Glas mit Erbsen vor.

      Es soll geschätzt werden, wieviele Erbsen in dem Glas sind.

      100 ist für dich keine akzeptable Antwort.

      1.000.000 ist für dich ebenfalls keine akzeptable Antwort.

      Und weil das nunmal so ist, wirst du niemals ein gleichwertiger Teilnehmer in der neurotypischen scheiss-egal-Welt sein.
    • Wie soll man ein Brot denn "auf 8 schneiden"?

      Und wie soll man in Ruhe zählen, wenn währenddessen jemand mit prüfendem Blick beurteilt, ob man auch alles richtig macht, und es nicht so sieht?
      I could work hard to be normal, but I prefer to hold myself a higher standard. Ego lex sum.
    • Lex wrote:

      Wie soll man ein Brot denn "auf 8 schneiden"?
      Hi,

      das ist eine in der Bäckerei übliche Angabe :) auf acht heißt, dass das Brot in der Maschine auf 8 mm geschnitten wird.
      Man gibt bei Brotschneidemaschinen an, ob ganzes oder halbes Brot. 8 mm ist für Brot aus vollem Korn um diese Uhrzeit machbar (morgens, wenn noch zu viel Restwärme im Brot ist, würde ich das nicht verlangen).
      Ich kann kein dickes Brot essen. Je nach Brotsorte bekomme ich ab 8 oder 10 oder 12 Probleme. Es ist für mich sehr wichtig, dass das Brot dünn ist. Viele Kunden sagen dick oder dünn oder nix. Führt dann dazu, dass die Verkäuferin entscheiden soll, was für den Kunden dick oder dünn ist. Manche machen das dann so, wie sie es wollen oder fragen nach. Ich sage immer die Zahl (passend zur Brotsorte und Uhrzeit oder frage, ob 8 schon geht), was es für den Mitarbeiter schneller und entspannter macht.
      Ist mir auch schon passiert, dass ich mal um 10 fragte, ob 8 schon geht und die Verkäuferin hat mir eine Leidensgeschichte vom Kunden vor mir erzählt und das sie froh sei, dass ich frage, ob es überhaubt geht. Der vor mir habe sich aufgeregt, dass es noch nicht ginge.

      Lex wrote:

      Und wie soll man in Ruhe zählen, wenn währenddessen jemand mit prüfendem Blick beurteilt, ob man auch alles richtig macht, und es nicht so sieht?
      Es ging doch um das genaue Gegenteil. Ich habe nicht zugesehen oder blieb davor stehen, sondern habe aktiv nach Brot geschaut. Daher fragte ich, ob ich besser hätte stehenbleiben sollen.

      Und ich muss nicht prüfend beurteilen, ich bekomme diese Details automatisch mit - wenn mich Reize nicht ablenken.
      Und was ich bemerkt habe, wird sie nicht mitbekommen haben, da ich ausdrucklos bin, wenn ich Daten verarbeite. Solche Details bekomme ich schnell mit, was manchmal anstrengend sein kann.
    • Vielleicht war es ja gerade dieser aus deiner Sicht "ausdruckslose" Blick, den sie gruselig fand und in den sie alles mögliche hineininterpretiert hat. Geht mir auch oft so. Schau mal im guck nicht so böse Thread.
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    • Lex wrote:

      Vielleicht war es ja gerade dieser aus deiner Sicht "ausdruckslose" Blick, den sie gruselig fand und in den sie alles mögliche hineininterpretiert hat. Geht mir auch oft so. Schau mal im guck nicht so böse Thread.
      Danke dir!

      Ich guck mir das nachher mal an. Muss heute tatsächlich das Haus verlassen. Brot und Tee sind alle.

      EDIT:
      Vielleicht ist das tatsächlich ein Punkt, der mir bisher nicht bewusst war. NTler müssen immer interpretieren. Wenn sie es bei mir "eigentlich" nicht können (da ausdruckslos), dann empfinden sie das als unangenehm und interpretieren was "negatives".

      Das könnte in meinem Beispiel tatsächlich dazu geführt haben, dass die Frauen dachten, sie müssen sich aus der Situation lösen und daher hat eine mich bedient.

      The post was edited 1 time, last by Shino Me ().

    • Ja, ich habe z. B. mal gedankenverloren Löcher in die Luft gestart und eine Frau saß nicht genau in meiner Blickrichtung sondern schräg daneben und später hieß es ich hätte sie böse angestarrt. Ich hatte mir bereits angewöhnt gehabt die Frauen dort immer anzulächeln, wenn unsere Blick sich treffen (und ich es nicht vergesse zu tun), nur war das hier eigentlich gar nicht der Fall. Und ja, falls du auch nur kurz tendenziell negative Gedanken hast, kann man dir das u. U. auch schon ansehen. Oder dein Gesichtsausdruck sieht tatsächlich "böse" aus, ohne dass du dir dessen bewusst bist. Geht Aspergenr oft so, daher ist das falsche Interpretieren von Mimik im Grunde beidseitig. Also nicht nur Autist versteht NT auf nonverbaler Ebene falsch sondern auch umgekehrt der NT den Autisten.
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    • Vielleicht waren es auch einfach merkwürdige Trullas. Sowas gibt es tatsächlich auch noch.

      Ich finde es total wichtig, selbstreflektiert zu sein. Aber bei aller Reflektion darf man nicht vergessen, dass auch viele andere Menschen Selbstrefelktion dringend nötig haben. Von denen fragt sich mit hoher Wahrscheinlichkeit keine, wie sie mit der zahlenden Kundschaft besser hätte kommunizieren können.
      Ich schreibe in der Regel vom mobilen Endgerät aus - merkwürdige Wortkonstrukte sind ggf. der Autokorrektur geschuldet
    • Ich habe selber lange als Kassierer gearbeitet, und bei dem täglichen Ritual der Kassen Ablösung (vier Kassen auf einmal) fiel oft der Satz, " können Sie mich noch schnell abkassieren"... Nö...
      Die Situation ist halt stressig, und die Kasse vor den Kunden zu zählen ist eine Zumutung. Daran wären aus meiner Erfahrung heraus auch viele "NT 's" gescheitert.
      Man muss die Schuld auch mal bei den Anderen suchen