„Asperger“ als Begriff noch verwendbar?

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    • DanDuran wrote:

      Ich bin extrem genervt von den massiven Anfeindungen, die vielen Aspies in den sozialen Netzwerken entgegen schwappen, wenn sie den Begriff „Asperger“ oder
      „Aspie“ verwenden.
      Massive Anfeindung kann man in sozialen Netzwerken grundsätzlich für fast jeden Standpunkt erhalten. Ich selbst habe einige Diskussionen über den Begriff "Asperger" und "Aspie" verfolgt, vor allem auf Twitter. Da ging es meist recht zivil zu. Die Einen wollten den Begriff "Asperger" lieber nicht mehr mit sich in Verbindung gebracht haben und konnten es gut begründen. Die anderen wollten den Ausdruck weiterhin verwenden, konnten es ebenfalls gut begründen. Jemand sagte, Asperger wohnten in Asperg. Das war das Extremste, was ich gelesen habe. Ich kann mir allerdings gut vorstellen, dass man in Threads geraten kann, in denen es weitaus extremer zugeht.

      Ich bin schon für die bescheuertsten Sachen angefeindet, gegangt und geswarmt worden (RW).

      Mein Tipp: aus polemischen, toxischen Diskussionen schnell weggehen. Die bringen nicht als Frustration und Kopfschmerzen.
      For mash get SMASH!

      The post was edited 2 times, last by Nowhere Mat ().

    • Dulli ist Hamburger Slang für Leute die nichts schnallen. Intelligenzminderung ist ein Fachterminus für Menschen, die man in früheren dunklen Zeiten als geistg Behindert diffamiert hat. Also nein.
      Das Leben ist zu komplex um eine festgelegte Meinung zu haben.
    • @DanDuran Danke, for Deinen Post. Genau das geht mir auch massiv auf dem Geist und ich hatte mich gefragt, ob ich damit wohl alleine bin.
      Erst heute habe ich mich darüber wieder gestritten.
      Ich habe allerdings das Gefühl, dass das Asperger Bashing eher international und insbesondere in den Staaten stattfindet. Hierzulande bzw. in deutschsprachigen Medien bekomme ich die Argumente zu Hans Asperger deutlich seltener mit.
      Du sagst, du hättest viel Literatur zu Asperger gelesen. Ist meine Recherche richtig, dass bis heute nicht zweifelsfrei geklärt werden konnte, in wie weit er verstrickt war? Wenn ich mir seine Dissertation durchlese, bekomme ich einfach das Gefühl, dass er ernsthaft interessiert war, allen Menschen zu helfen. Bei den „Asperger Diagnosen“ war es vermutlich leichter, diese Autisten vor dem Naziregime zu verbergen, als bei z.B. nonverbalen Autisten. Vermutlich haben sie hier aber auch eine ganz andere Sicht auf die Zeit damals und die individuelle Schuld. Mein Opa war selbstgewählt SS Offizier. So jemandem kann man jeden Vorwurf machen. Aber gerade als Arzt in eine, Psycho-Bereich zur damaligen Zeit... Da war doch klar, dass die Patienten von Nazis deportiert wurden und, dass so eine Klinik und ihre Mitarbeiter nur in sehr geringem Maße die Chance hatten, schlimme Taten zu verhindern.
    • @Quadrat_im_Kreis Ich glaube auch, dass das Asperger Bashing eher im englischsprachigen Raum verankert ist.

      Möglicherweise liegt es auch daran, dass alles was mit der Zeit des Nationalsozialismus verbunden wird negativ dargestellt wird und andererseits die Diagnose „Asperger-Syndrom“ bereits aus dem DSM getilgt wurde.

      Es gibt in der Literatur eindeutige Hinweise das Asperger einerseits Autisten mit „höherer Intelligenz“ im wahrsten Sinne des Wortes geschützt hat. Dies tat er indem er die Intelligenz hervorhob und ihre Fähigkeiten lobte.
      Anderseits scheint durch medizinische Unterlagen und Befunde eindeutig bewiesen, dass Hans Asperger durch seine Unterschrift autistische Kinder, die „für die Eltern und Familien eine untragbare Belastung darstellten“, in die Wiener Klinik Am Spiegelgrund, von der er zweifellos wusste, dass sie ein Zentrum der "Kindereuthanasie" war, Teil dessen, was später Aktion T4 genannt wurde, einweisen ließ.

      Ich glaube auch, dass man Hans Asperger und sein Handeln im Kontext der Zeit sehen muss.

      Während des Nationalsozialismus änderte sich die Art der Wahrnehmung in der Psychiatrie. War die Psychiatrie vorher dem Menschen zugewandt und unterstützend, war es das Ziel der Nazis, Kinder zu eliminieren, die sich nicht in das Volk einfügen konnten: das faschistische Ideal eines homogenen arischen Volkes.

      Hier wurden die Kinder ermordet, die von den Nazis als "genetisch minderwertig" bezeichnet wurden, weil sie als unfähig zur sozialen Anpassung galten oder physische oder psychische Merkmale aufwiesen, die als unerwünscht angesehen wurden. Einige wurden ausgehungert, andere erhielten tödliche Injektionen. Ihr Tod wurde als Folge von Faktoren wie Lungenentzündung registriert.

      Hans Asperger hat in diesem Umfeld laut Literatur hunderte Menschen mit Asperger-Syndrom „gerettet“ und gleichzeitig wurden in Spiegelgrund hunderte Autisten getötet.

      Er galt als leitender Arzt dem Regime nicht abgeneigt war aber wohl nie politisch aktiv.

      Für mich ist es immer schwer, eine Person zu bewerten, die in dieser Zeit leben musste.
      Asperger wollte sicher seien Arbeit fortführen und seine „Autisten“ schützen. Gleichzeitig musste er die vorgegebene Vernichtung „unwerten“ Lebens unterstützen.
      Ich kann nicht beurteilen, welche Folgen es gehabt hätte, wenn er sich gegen die Nazis gestellt hätte.

      Seine medizinischen Analysen und die Darstellungen über Autisten, wurden allerdings in ihrer Qualität nie angezweifelt, weshalb die Psychiaterin Lorna Wing 1981 in der Zeitschrift Psychological Medicine den Artikel veröffentlichte, der die Aufmerksamkeit der englischsprachigen medizinischen Welt erstmals auf Aspergers klinische Beobachtungen lenkte und den Begriff Asperger-Syndrom prägte.

      Ich hoffe, ich konnte etwas erklärt weiterhelfen.

      The post was edited 1 time, last by DanDuran ().

    • Asperger hatte selbst auch autistische Züge, und er hat zumindest die Kinder mit hoher Intelligenz gerettet, die wären sonst auch umgebracht worden.
      Er hat genau das verhindert, was jetzt passiert, alle Autisten in einen Topf zu werfen(RW).
      Für mich hat er nichts schlechtes getan, eher im Gegenteil.
      Man muss die Schuld auch mal bei den Anderen suchen
    • RegenbogenWusli wrote:

      In NRW stehen überall Huldigungen von Bismark und Kaiser Willhelm herum, und beide sind ziemlich derbe Kriegsführer gewesen, sind so weit ich weiß für den 1. Weltkrieg verantwortlich,
      Nein-das waren sie nicht.Ganz im Gegenteil:Hätten Bismarck und Kaiser Wilhelm I. 1914 noch gelebt hätte es den 1.Weltkrieg ganz sicher nicht gegeben.
      Die Kaiser-Wilhelm-Straßen,Denkmäler,Kirchen etc. sind übrigens Kaiser Wilhelm I. gewidmet und nicht Kaiser Wilhelm II. der eine äußerst unrühmliche Rolle bei der Entstehung des 1.Weltkriegs gespielt hat.
    • kitescreech wrote:

      Die Kaiser-Wilhelm-Straßen,Denkmäler,Kirchen etc. sind übrigens Kaiser Wilhelm I. gewidmet
      Ich dachte die wären dem II. dewidmet gewesen. Ich muss nochmal genauer auf das Denkmal in Essen schauen, da steht auf der Kettwiger Straße eine große Reiterstatue.
      In Dokumentationen wird Bismark aber oft als Kriegsverherlicher dargestellt, jedenfalls hat er sich sehr viel und leidenschaftlich mit dem Thema Rüstung und so weiter beschäftigt.
      Vermutlich lag das aber auch einfach an der Zeit, ich habe eben gelesen das in seiner Amtszeit sehr viele verschiedene Kriege und Konflikte gewesen sind und er dadurch quasi gezwungen war sich damit auch auseinander zu setzen.
      Durch sein Mitwirken ist es so gekommen wie es kam, vermutlich wäre durch ein gänzliches Heraushalten Deutschland von anderen Ländern stark vereinnahmt und übernommen worden.
      Ich weiß das wir das mal in der Realschule durchgenommen haben aber ich war damals erst 16 und verstand davon garnichts, konnte mir auch nichts davon merken, auch weil die Geschichtslehrerin nicht so nett und motivierend war.
      Erst in den letzten Jahren habe ich durch Dokumentationen etwas darüber erfahren was ich auch verstehe, aber mir hatte das eher ein Bild von Streitsüchtig und Kriegsführer vermittelt.
    • Fürst Otto von Bismarck hat begrenzte militärische Konflikte bewußt in Kauf genommen, aber gleichzeitig durch seine kluge Bündnispolitik dafür gesorgt, daß Deutschland nicht von Feinden eingekreist werden konnte. Als Kaiser Wilhelm I 1888 mit 91 Jahren verstarb und Kaiser Friedrich knapp drei Monate später, bestieg noch im gleichen Jahr Kaiser Wilhelm II den Thron. Schon 1890 wurde Bismarck entlassen ( rausgeschmissen). Der kluge Ausgleich aus der Mitte Europas heraus kam zu seinem Ende...
    • Ich denke uns ist allen bewusst, dass einen neuen neutralen Begriff zu erfinden, weil der bisherige von vielen als Beleidigung aufgefasst wird, absolut nichts ändern würde, weil der neue Begriff, auch wieder von Leuten in stark negativem Kontext verwendet werden kann.
      Rassismus hört nicht auf zu existieren, nur weil der rassistische Wortschatz fehlt.

      Ich würde mir echt generell wünschen, dass Worte so neutral blieben, wie sie sind. Das ist ein Teil an Kommunikation, der mich manchmal fast in den Wahnsinn treibt...

      Ich glaube momentan ist dieser Hass gegenüber Begrifflichkeiten einfach nur ein weiteres, neueres Anwendungsgebiet der cancelculture und nicht weniger schwachsinnig, als bisherige. Es hat eben genau diese Art von; weil ich Erwin Hildenbrand furchtbar finde, werde ich die Existenz der Schwarzwälder Torte leugnen und auch andere animieren, es mir gleich zu tun. Die Schwarzwälder Torte soll aus meinem Leben verbannt sein...

      PS.: Ich liebe Schwarzwäldertorte und mir ist bewusst, dass man nicht sagen kann, wer sie den nun tatsächlich erfunden hat.
    • Zur Frage im Eröffnungs-Beitrag:
      1.Ich wüsste nicht was ich in sozialen Netzwerken zu suchen hätte.
      2.Wenn ich in solchen Netzwerken aktiv wäre würde ich mir sehr genau überlegen ob ich mich da als ASler oute.
      3.Soweit ich weiss wurde Hans Asperger keine Beteiligung an irgendwelchen Untaten nachgewiesen.Ob er was von den "Euthanasie"-Verbrechen wusste-darüber kann man nur spekulieren.
      Von daher sehe ich keinen Grund warum ich den Begriff Asperger-Syndrom nicht mehr verwenden sollte.
    • kitescreech wrote:

      Soweit ich weiss wurde Hans Asperger keine Beteiligung an irgendwelchen Untaten nachgewiesen.Ob er was von den "Euthanasie"-Verbrechen wusste-darüber kann man nur spekulieren.
      Von daher sehe ich keinen Grund warum ich den Begriff Asperger-Syndrom nicht mehr verwenden sollte.
      Ich bin ja der Meinung, dass selbst dann der Begriff nichts damit zu tun hat, was der sonst so in seinem Leben gemacht hat.
      Wenn jetzt das Rad von einem Massenmörder erfunden worden wäre, würde man darauf verzichten, oder wie?
    • Unwissend wrote:


      Ich bin ja der Meinung, dass selbst dann der Begriff nichts damit zu tun hat, was der sonst so in seinem Leben gemacht hat.Wenn jetzt das Rad von einem Massenmörder erfunden worden wäre, würde man darauf verzichten, oder wie?
      Ich sehe es genauso wie du.
      Die Argumentation der Asperger-Gegner ist aber seine Arbeit, die Zeit seines Schaffens, sein persönlicher Hintergrund und z.T. auch die Spektrum-Theorie.

      Wie geschrieben, bleibe auch ich bei dem Begriff Asperger.
    • Das Buch "Aspergers kinder" von Edith Sheffer blickt ein wenig anders auf seine Arbeit, als dies in der "Asperger-Literatur" der Fall ist.
      Vieles finde ich da durchaus in DanDurans Beitrag vom Dienstag wieder.

      Ich habe allerdings ein großes Problem mit dem Argument, dass es damals schwierige, andere Zeiten waren. Für mich klingt es dann doch ein bisschen so, als damit Vieles mehr oder weniger entschuldigt werden kann.
      Asperger hat als Mediziner wohl wissend Patienten an Einrichtungen wie "Am Spiegelgrund" eingewiesen, was dem hippokratischen Eid absolut zuwiderläuft.
      Er war kein Mitglied der NSDAP, hat selbst keine Tötungen vorgenommen, aber er hat vom System profitiert.

      Wie ich finde ein interessanter Beitrag:
      Hans Asperger: Ein Nazi? Über tödliche Gutachten (autismus-kultur.de)

      Ich stehe dem Verhalten Aspergers in der NS-Zeit mehr als kritisch gegenüber, stelle aber seine Forschungsergebnisse nicht infrage.

      Von anderen allerdings wegen des Begriffs "Asperger" angefeindet zu werden ist falsch, aber wie hier schon einige geschrieben haben, geht es in den "sozialen Netzwerken" oft eben nicht sonderlich sozial
      Wer die Dummköpfe gegen sich hat, verdient Vertrauen. Jean-Paul Sartre
    • Bennett wrote:

      Ich habe allerdings ein großes Problem mit dem Argument, dass es damals schwierige, andere Zeiten waren. Für mich klingt es dann doch ein bisschen so, als damit Vieles mehr oder weniger entschuldigt werden kann.
      Nein, aber aus der heutigen Zeit zurückzuschauen und sich einbilden, man könnte rekonstruieren, was wirklich geschehen ist, ist schon etwas mutig, und darüber zu urteilen ist noch mutiger. Man kann auch ganz leicht Personen verleumden aufgrund irgendwelcher angeblicher Tatsachen, von denen man aber die Hintergründe gar nicht kennt.
      Ich vermute, Asperger hat versucht, den bestmöglichen Weg zwischen den Extremen zu gehen, um weiterhin seine Patienten schützen zu können. Wem hätte es genutzt, wenn er als offener Widerständler ins KZ gekommen wäre? Das hätte niemandem etwas genutzt.
      Historisch gesehen waren die schrecklichsten Dinge wie Krieg, Genozid oder Sklaverei nicht das Ergebnis von Ungehorsam, sondern von Gehorsam.
      (Howard Zinn)
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      Hmpf, schwieriges Thema. Vielleicht gebe ich gerade auch mal meine 2ct dazu.

      F: Kann man Begriff noch verwenden?
      A: Klar, warum nicht? Er mag mittlerweile aus den Leerbüchern verschwinden. Als ich Diagnostiziert wurde gab es den aber noch. Daher sehe ich da kein Problem.

      F: Aber Hans Asperger hat doch <hier_böse_tat_einfügen>!
      A: Ja und? Was hat das denn damit zu tuen? Wir nennen die Diagnose nach ihm aufgrund seiner Überlegungen, nicht seiner Taten oder Persönlichkeit. Außerdem ist er kein übergroß Böser, wie Hitler, Stalin oder Trump.

      F: Warum sind Autisten die perfekten Soldaten?
      A: Ist doch klar: früh genug in die "richtige" Richtung erzogen hinterfragen die nichts, sondern folgen dem der sie anführt. Selbstverantwortliches Handeln wird ja von Soldaten nicht zwingend verlangt. Außerdem: Ethik und Moral muss beigebracht werden. Ist diese nicht vorhanden, so kann er zu einer Tötungsmaschine werden. Er führt ja nur Befehle aus. Emotional kann er sich was das angeht abschalten. Geht ja nur um die anderen.

      Wenn man ganz böse ist, dann könnte man fragen: warum hat Hans Asperger gerade die Autisten am Leben erhalten?
      Natürlich flirten Autisten. Sie kriegen es nur nicht mit.
      Asperger Syndrome bei TVTropes (englisch)
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      Das ist wie @freebirth_one bereits erwähnt hatte ein sehr schwieriges Thema und beim lesen der einzelnen Antworten habe ich gemerkt, das die Stimmung paar mal hochgekocht ist.

      Ich selber habe noch keinerlei Anfeindungen abbekommen weil ich gesagt habe, das ich ein "Aspie" bin. Nun ist es auch so, das nur meine engsten Freunde, wie aber auch Familienangehörige wissen das ich 2020 die AS Diagnose bekommen habe. Ein sehr enger Kumpel von mir hatte mich, als ich ihn von der Diagnose berichtet habe, fragend angeschaut (war ein Videotelefonat) und danach direkt gesagt, das er mir das mit den aktuell 5 Jahren andauern unserer Freundschaft seit den ersten Tag angemerkt hatte. Damals wurde noch eine ASS bezüglich das AS bei mir als Verdacht geäußert.

      Ich selber bin der Auffassung, das man die ASS nicht als Störung, Beeinträchtigung, oder wie es laut dem ICD-10 ist, eine Krankheit sehen sollte, sondern als eine andere Art wie man die Welt wahrnimmt und mit dieser interagiert.



      ~Sebastian "Mimir"
      Ich habe keine Macken, das sind Special-Effects!
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      Ich glaube, Tony Attwood war es, der mal meinte, eigentlich müsste man das Asperger-Syndrom das Sucharewa-Syndrom nennen, siehe: de.wikipedia.org/wiki/Grunja_Jefimowna_Sucharewa. Die hat schon 1926 Kinder beschrieben, die von manchen als "Asperger-Autisten" gesehen werden. Damit wäre das Problem der "NS-Kontaminierung" gelöst. Aber zum einen ist halt auch nicht ganz sicher, dass das, was sie beschrieben hat, wirklich auch das ist, was man später als das Asperger-Syndrom bezeichnet hat und zum anderen war die Beschreibung Hans Aspergers nunmal das, worauf dann später die gesamte weitere Erforschung des Syndroms aufgebaut hat; das wird man kaum bestreiten können.
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      Ich selber bin der Auffassung, das man die ASS nicht als Störung, Beeinträchtigung, oder wie es laut dem ICD-10 ist, eine Krankheit sehen sollte, sondern als eine andere Art wie man die Welt wahrnimmt und mit dieser interagiert.
      Man kann anders wahrnehmen, sich anders benehmen, ein "besonderer" Mensch sein, ein liebenswerter Sonderling und komischer Kauz, das ist kein Problem - solange, bis man die normalen Anforderungen nicht erfüllen kann; dann braucht man Nachsicht, eine Extrawurst (Vergüsntigungen), und Unterstützung, und das muss irgendjemand bezahlen (die Gemeinschaft). Und spätestens da wird eben geprüft, ob derjenige tatsächlich bedürftig ist (eine Krankheit/Störung/Benachteiligung vorliegt).