Kultur als Therapie

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    • Kultur als Therapie

      Liebe Foren-Mitglieder

      In Verbindung mit meiner Ausbildung zum Kultur-Veranstalter
      beschäftige ich mich im Rahmen einer Abschlußarbeit mit dem Thema:

      „Welchen therapeutischen Wert hat Kultur
      für Kinder und Jugendliche bei psychischen Belastungen
      durch pandemiebedingte Beschränkungen?“

      Daher wollte ich bei Euch anfragen, ob mir jemand von Euch mitteilen mag,
      welche kulturelle Veranstaltung und/oder musische Betätigung
      ihm im Falle der Öffnung des kulturellen Lebens
      gegen etwaige Ängste und Wut, Depression oder Aggression hilfreich sein könnte.
      Für Eure Rückmeldungen wäre ich Euch sehr dankbar.
      Selbstverständlich werde ich alle Eingänge vertraulich behandeln
      und nur so in die Facharbeit mit einfließen lassen, wie mir das erlaubt wird.

      So grüße ich Euch herzlichst
      wolf&rabe
    • wolf&rabe wrote:

      „Welchen therapeutischen Wert hat Kulturfür Kinder und Jugendliche bei psychischen Belastungen
      durch pandemiebedingte Beschränkungen?“


      Daher wollte ich bei Euch anfragen, ob mir jemand von Euch mitteilen mag,
      welche kulturelle Veranstaltung und/oder musische Betätigung
      ihm im Falle der Öffnung des kulturellen Lebens
      gegen etwaige Ängste und Wut, Depression oder Aggression hilfreich sein könnte.
      Puh. Welchen Kulturbegriff benutzt Du? Den Wert von Agrikultur und materieller Kultur kann ich nicht hoch genug ansetzen, aber den meinst Du sicher nicht. Auch der Wert von schrifterzeugender Kultur ist nicht zu verachten, aber wahrscheinlich auch nicht gemeint. Und "Öffnung des kulturellen Lebens" meint sicher nicht den Wegfall von Gatekeepern durch Platformen wie Youtube und Twitch.

      also lass mich versuchen, den Satz zu parsen.....
      Zoo beruhigt mich immer wieder. Und ich warte auch darauf, dass der wieder ohne Einschränkungen aufmacht. Kulturell genug? Oder fehlt der "Veranstaltungs/Betätigungs"-Charakter? Okay, ich warte auch darauf, dass unser Jazzkeller wieder aufmacht. Bin aber nicht sicher, ob der ernsthaft gegen Wut und Ängste hilft. Ist halt einfach ein Stück Lebensqualität. Jazz aus der Dose ist nicht das Selbs.
    • wolf&rabe wrote:

      In Verbindung mit meiner Ausbildung zum Kultur-Veranstalter

      beschäftige ich mich im Rahmen einer Abschlußarbeit mit dem Thema:

      „Welchen therapeutischen Wert hat Kultur
      für Kinder und Jugendliche bei psychischen Belastungen
      durch pandemiebedingte Beschränkungen?“

      Daher wollte ich bei Euch anfragen, ob mir jemand von Euch mitteilen mag,
      welche kulturelle Veranstaltung und/oder musische Betätigung
      ihm im Falle der Öffnung des kulturellen Lebens
      gegen etwaige Ängste und Wut, Depression oder Aggression hilfreich sein könnte.
      Sorry, aber: Das liest sich für mich wie "Ich will unbedingt was mit Kultur machen, deshalb muss es doch möglich sein, irgendwas zu finden, was mich absoult unentbehrlich trotz Pandemie macht. Und weil Kinder und Jugendliche immer gut sind als Opfer-Zielgruppe, und Benachteiligte sowieso, will ich halt für die was machen. Ahnung von der ganzen Sache habe ich zwar nicht, aber ich frage einfach, was die Leute haben wollen."

      Nein. Ich brauche in der Pandemie keine der üblichen Kulturveranstaltungen, um mit meinen Belastungen klarzukommen. Ich brauche mehr Rationalität: Viren gehorchen Naturgesetzen, und die diskutieren nicht darüber, nicht einmal mit Kulturschaffenden oder Politikern. Wenn Kulturschaffende keine Wege finden, ihre Kultur so zu schaffen, dass sich dabei sicher keine Viren verbreiten können, dann findet eben keine Kultur statt. Schade, aber isso. Macht eure Kultur doch so, dass sie Menschen erreicht, ohne dass sie eng zusammenkommen müssen. Dann geht das. Immerhin haben sich vor der Pandemie die Leute auch schon während eines großen Teils ihrer Freizeit in virtuellen Räumen aufgehalten. Und solche Angebote können dann vermutlich alle brauchen, egal ob psychisch belastet oder nicht, Kind, Jugendlicher oder Erwachsener, mit oder ohne Behinderung. Ich wundere mich die ganze Zeit, wieso so viele, die sich als "Kreative" bezeichnen, dann doch so unkreativ sind und keine neuen Wege finden.
    • MangoMambo wrote:

      manche Kulturelle Veranstaltungen etc. würde ich schon gerne besuchen.

      Gegen Ängste oder Wut oder Trauer hilft mir sowas nicht. Eher im Gegenteil.
      Das geht mir auch so. Weil ich vieles an Kultur (in der Tat ist mir auch nicht klar, was das alles umfasst) mag, habe ich vor Corona manchmal was entsprechendes besucht.
      Vieles davon gibt es erst jetzt wegen Corona auch online. Das ist für mich eher ein Vorteil, da ich kulturelle Veranstaltungen/Einrichtungen immer wegen der Kultur inhaltlich besucht habe und nicht wegen meiner Psyche, im Gegenteil kann ich manches an dem Außenrum nicht gut aushalten und habe immer eher eine Kosten- Nutzenrechnung gemacht, ob ich diese Veranstaltung "aushalte", um halt die jeweilige Kunst/Musik etc. erleben/machen zu können. Ich hoffe daher, dass auch nach Corona einiges weiterhin online stattfindet. Und keine Sorge, ich zahle seit Corona auch dafür, die, die mir die Kultur anbieten, erhalten also ganz normal weiterhin ihr Geld :nod:
    • wolf&rabe wrote:

      für Kinder und Jugendliche bei psychischen Belastungen
      Durch pandemiebedingte Einschränkungen

      Ich gehe davon aus, dass es sich bei deiner Anfrage generell um belastete Jugendliche handelt, nicht nur um autistische.

      Dabei spielt für mich eine Rolle, welche pandemiebedingten Faktoren die psychischen Belastungen ausgelöst haben.

      Diese sind meiner Meinung nach unter Anderem:
      • Isolation durch Distanzunterricht;
      • Verlust von Freunden und sozialen Bindungen durch Kontaktbeschränkungen;
      • Wegbrechen von gewohnten Strukturen und Gewohnheiten;
      • Verlust von Sicherheit durch wirtschaftliche Instabilität der Eltern wg. Kurzarbeit und Jobverlust;
      • Veränderung des eigenen Selbstverständnisses via externe Definition als "tödliche Bedrohung" (Großeltern durch Ansteckung töten etc.);
      • Erhöhter Stresspegel und Alarmempfinden aufgrund täglichem stundenlangem Maskentragens sowie schulischen Corona-Testsituationen...
      usw...

      Meine Idee dazu:

      Wiederherstellung der gewohnten schulischen Infrastruktur sowie der aktuell ruhenden schulischen kulturellen Angebote auch für den Freizeitbereich (Jugendzentren!).

      Meiner Meinung nach sind alle Freizeit- und Kulturangebote für Jugendliche wichtig und derzeit mehr als dringend notwendig, in denen sie miteinander zusammen sein und sich gemeinsam entspannen sowie etwas zusammen unternehmen können.
      Da spielt die inhaltliche Ausgestaltung der Angebote fast keine Rolle mehr, hauptsache, sie sind altersgerecht und nicht virtuell.
    • Gemeinsam Musik machen! Eine Herausforderung die gemeinsam gemeistert werden kann, gibt Selbstbewußtsein, Stärke und Zusammengehörigkeitsgefühl. Das Gehirn wird gefordert und gefördert, nicht nur bei den Musikern sondern während des Konzerts auch beim Publikum.

      Sehr spannendes und schönes Beispiel: "Perihelion: Closer to the Sun" von Philip Sparke (Manger Musikklag, Dirigent: Philip Harper)
      Man mag den Eindruck haben nur durch ein Fenster zu blicken, es wird aber immer ein wenig von einem selbst reflektiert. Je dunkler es draußen ist, desto deutlicher wird das Spiegelbild. Wähle deine Worte weise, wenn diese die Welt dort draußen mehr und mehr verdunkeln, offenbaren sie mehr und mehr von deinem Spiegelbild.
    • wolf&rabe wrote:

      Daher wollte ich bei Euch anfragen, (...), welche kulturelle Veranstaltung und/oder musische Betätigung ihm im Falle der Öffnung des kulturellen Lebens
      (...) hilfreich sein könnte.
      Kannst du das nicht ein bisschen genauer formulieren? Oder einen Fragebogen machen?

      Für mich ist jedes kulturelle Erlebnis etwas, das ich als positiv empfinde, selbst dann noch, wenn es mir nicht gefällt. Und es ist immer auch etwas, das mich aus negativen Stimmungen herausholt, die zwar nicht dauerhaft beseitigt, aber zwei Stunden Wohlfühlen in einem Jazzkonzert, in einem Film, im Theater, das ist ja auch schon was. Dabei geht es mir nicht so um das gemeinsame Erlebnis mit anderen Menschen, sondern eher um die Ortsveränderung, die kleine Anstrengung fürs Hinkommen.

      Trotzdem gilt das hier für mich auch:

      Grubber wrote:

      Ich wundere mich die ganze Zeit, wieso so viele, die sich als "Kreative" bezeichnen, dann doch so unkreativ sind und keine neuen Wege finden.
      Deshalb würde ich den Gegensatz zwischen Live-Erlebnis vor Ort und Kultur-Event online nicht so riesengroß ansetzen. Und ich glaube, dass man da auch mit Kindern und Jugendlichen ganz viel machen kann. Online heißt ja nicht, sie einfach vor einen Monitor zu setzen und sich selbst zu überlassen.

      Lachatte wrote:

      Ich hoffe daher, dass auch nach Corona einiges weiterhin online stattfindet.
      Klar. Es gibt auch Menschen, für die vieles nicht erreichbar ist: Dorfbewohner, Rollstuhlfahrer... Online senkt Barrieren.

      Lachatte wrote:

      Und keine Sorge, ich zahle seit Corona auch dafür, die, die mir die Kultur anbieten, erhalten also ganz normal weiterhin ihr Geld
      Richtig. Man kann sogar mal seinem lokalen Programmkino, Musikclub usw. was spenden. Schließlich spart man ja seit über einem Jahr die Eintrittsgelder.
      En perdant on y gagne quand-même / Et puis après tout, on n'as pas choisi.
    • Habt erst einmal vielen Dank für Eure Rückmeldungen
      und für alle Eure konstruktiven, aber auch kritischen Anregungen,
      die ich entsprechend bedenken und berücksichtigen werde.

      Auch wenn ich durchaus an künstlerische Ausdrucksmöglichkeiten gedacht habe,
      finde ich die Vielfalt und auch Gegensätzlichkeiten Eurer Aussagen erstaunlich.

      Vielleicht habe ich mich aber tatsächlich nicht konkret genug ausgedrückt.
      Daher will ich einen weiteren Versuch mit einer hoffentlich nun klar verständlichen Umfrage wagen:

      „Welche der Pandemie-Maßnahmen verursachen bei Dir welche seelischen Belastungen?"
      "Welche künstlerische Ausdrucksmöglichkeit könnte für Dich ein davon befreiender Ausgleich sein?"
      "Welche Veranstaltung würdest Du Dir im Falle der Öffnung der Kulturbetriebe wünschen?“

      In meiner Facharbeit geht es nicht um die Bestätigung einer Erwartung,
      sondern um eine völlig bewertungsfreie Wahrnehmung und Aufnahme des Gegebenen.

      Schließlich hätte ich noch eine andere Frage:

      Wofür würdet Ihr Euch entscheiden,
      wenn Ihr die Wahl zwischen einer Party mit Musik ODER Freibier hättet?

      Ich bin für alle denkbaren Ergebnisse offen!
    • Gibt's Freibier auch ohne Party? Wenn ich die Musik nicht selbst wählen kann, läuft zu viel Musik, die mich stört, aber ich würde jetzt auch nicht voll auf Ego-Trip machen wollen und alle dazu zwingen, nur das, was ich mag, zu hören.
    • wolf&rabe wrote:



      Wofür würdet Ihr Euch entscheiden, wenn Ihr die Wahl zwischen einer Party mit Musik ODER Freibier hättet?
      Die anderen Fragen beantworte ich später.
      Diese hier: Weder noch. Ich mag leider kein Bier, auch nicht geschenkt, und Party mit Musik ist auch nicht meins. Eine Flasche Wein oder Musik ohne Party, aka Konzert (bitte mit festen Sitzplätzen, damit kein Gedränge mit Körperkontakt entsteht), da hätte ich was zu wählen. Wenn das Konzert im Freien und mit Negativtests und Maskenpflicht stattfände: Musik. Ansonsten: Flasche Wein.
    • wolf&rabe wrote:

      „Welche der Pandemie-Maßnahmen verursachen bei Dir welche seelischen Belastungen?"
      Die Ständige Veränderung der Regeln verursacht bei mir eine große Unsicherheit.
      Auch fehlt es mir meinen üblichen Sport (Kontaktsport) wie gewohnt zu betreiben, da dieser für mich immer eine Hilfe war bzw. motorischer Übung/Förderung und auch für die Körperwahrnehmung und den Umgang mit Menschen.
      Des Weiteren wäre ich gerne weniger darin eingeschränkt Personen zu treffen welche zu den sogenannten Risikogruppen zählen oder etwas weiter weg wohnen (das wird jetzt wo immer mehr geimpft wird sich hoffentlich auch rasch verändern). Das wären aber auch ohne Corona eher seltene Angelegenheiten von 1-2x im Jahr.
      Auch habe ich Angst von Besuchsverboten betroffen zu sein, sollten in der jetzigen Zeit ein Angehöriger oder ich selbst ins Krankenhaus müssen.
      Auch hätte ich gerne die Möglichkeit wieder mich draußen mit mehreren Personen gleichzeitig zu treffen um z.B. gemeinsam spazieren zu gehen oder mal sich in ein Restaurant zu setzen. (Die Personen, die ich näher kenne wohnen nicht direkt in meiner Nachbarschaft und da machte es sich gut erreichbare Treffpunkte zu haben, die auch bei schlechtem Wetter klappten.)

      wolf&rabe wrote:

      "Welche künstlerische Ausdrucksmöglichkeit könnte für Dich ein davon befreiender Ausgleich sein?"
      Ich singe gerne für mich selbst, spiele Klavier und komponiere auch ein wenig. Auch sehe ich gerne Filme zu Hause (für welche ich auch zahle natürlich). Und neuerdings kann man ja sogar ab und zu in Onlinekonzerte etc. reinhören, aber viel habe ich das bisher nicht gemacht.
      Also bei mir eigentlich alles wie vor Corona, abgesehen von den paar Museumsbesuchen im Jahr, falls ich wen fand der mitkommen wollte und die Energie dafür hatte.
      Jetzt habe ich tatsächlich durch die Digitalisierung im Rahmen von Corona deutlich mehr Freiheiten und Zugangsmöglichkeiten in dem Bereich bekommen. Das fand ich grade zu Beginn der Pandemie klasse.

      wolf&rabe wrote:

      "Welche Veranstaltung würdest Du Dir im Falle der Öffnung der Kulturbetriebe wünschen?“
      Falls ein Restaurant ein Kulturbetrieb ist, dann dass ich mich da hinsetzen kann ganz normal wie immer und in Ruhe einen Kaffee trinken ohne dabei durch laute Musik oder viele Reize beeinträchtigt zu werden.
      Falls damit nur andere "künstlerische" Dinge gemeint sind, würde ich gerne mal wieder in ein Museum gehen (was ja grade mit Test wohl auch schon möglich sein soll). Momentan wäre mir das allerdings eh zu viel und ich könnte mir das nicht vorstellen diesen Besuch durchzführen unabhängig von Corona.

      wolf&rabe wrote:

      Wofür würdet Ihr Euch entscheiden,
      wenn Ihr die Wahl zwischen einer Party mit Musik ODER Freibier hättet?
      Bier trinke ich nicht und mag ich auch so gar nicht. Und Party mit Musik ist keine Option, das halte ich nicht aus. Also vielleicht leise Musik und so max 3-4 Menschen die ich kenne, ohne Körperkontakt und spezielle Anforderungen an mich, dann okay, aber Party in dem Sinne, was andere darunter verstehen auf keinen Fall.

      The post was edited 2 times, last by MangoMambo ().

    • wolf&rabe wrote:

      „Welche der Pandemie-Maßnahmen verursachen bei Dir welche seelischen Belastungen?"
      "Seelische Belastung" klingt mir zu sehr nach "ich werde krank davon". Die Einschränkungen durch die Pandemie machen mich aber nicht krank, sie führen bei mir zu einem Gefühl wie "Schade, dass...":
      - Schade, dass ich grade nicht ins Konzert kann.
      - Schade, dass zurzeit die Kinos zu sind.
      - Schade, dass ich nur virtuelle Museumsrundgänge machen kann.
      usw.

      wolf&rabe wrote:

      "Welche künstlerische Ausdrucksmöglichkeit könnte für Dich ein davon befreiender Ausgleich sein?"
      Wenn du meinen eigenen künstlerischen Ausdrucks meinst, dann nur Schreiben. Und dabei bin ich durch die Pandemie nicht eingeschränkt.
      Falls deine Frage auch die Rezeption von Kunst einschließt: Ich halte jede Beschäftigung mit Kunst für eine Art "befreienden Ausgleich". Nicht umsonst gibt es Kunsttherapie, Musiktherapie, Therapie durch Schreiben.

      wolf&rabe wrote:

      "Welche Veranstaltung würdest Du Dir im Falle der Öffnung der Kulturbetriebe wünschen?“
      Ich habe da keine Präferenz. Jede Form von Veranstaltung ist gut.

      wolf&rabe wrote:

      wenn Ihr die Wahl zwischen einer Party mit Musik ODER Freibier hättet?
      Party mit Freibier (ich mag Bier durchaus) heißt, dass ganz schnell die Leute betrunken sind. Und Betrunkene nerven.
      Party mit Musik heißt, dass die Leute nicht nur der Musik zuhören (sonst wäre es ja ein Konzert), sondern auch reden. Und Leute, die bei Musik reden, nerven genauso wie Betrunkene.
      Eigentlich nervt Party immer.
      En perdant on y gagne quand-même / Et puis après tout, on n'as pas choisi.
    • wolf&rabe wrote:

      "Welche der Pandemie-Maßnahmen verursachen bei Dir welche seelischen Belastungen?"
      Die einzige Massnahme, die mich regelmässig tangiert ist Masken tragen im öffentlichen Verkehr, was für mich absolut positive Auswirkungen hat (ausser es ist Sommer und heiss), da die anderen auch Masken tragen.

      Das erübrigt die zweite Frage.

      wolf&rabe wrote:

      "Welche Veranstaltung würdest Du Dir im Falle der Öffnung der Kulturbetriebe wünschen?"
      Wenn Reitsport Kultur ist, dann Turniere. Nicht zum zu schauen, aber zum teilnehmen. :)
    • wolf&rabe wrote:

      „Welche der Pandemie-Maßnahmen verursachen bei Dir welche seelischen Belastungen?"
      "Welche künstlerische Ausdrucksmöglichkeit könnte für Dich ein davon befreiender Ausgleich sein?"
      "Welche Veranstaltung würdest Du Dir im Falle der Öffnung der Kulturbetriebe wünschen?“
      1. Mich belastet es psychisch, dass pandemiebedingt in meinem eigentlich sehr ruhigen abgelegenen Wohnumfeld nun zu allen Tages- und (vor der Ausgangssperre) Nachtzeiten fremde Menschen tw. aus 300 km entfernten Regionen in großer Anzahl "die Natur genießen" und dabei lärmen und Müll hinterlassen. Ich habe große Schwerigkeiten dabei, aus dem Haus zu gehen und mich zu entspannen, wenn ich dauernd damit rechnen muss, dass ich Menschen an Orten begene, an denen ich vorher eigentlich "sicher" war.
      2. Diese Belastung lässt sich nicht "weg-ausgleichen". Mein Belastungsausgleich für all die anderen Belastungen war das Leben in der Natur, wo ich draußen sein und entspannen konnte. Das ist halt jetzt nur sporadisch möglich und aufgrund der Unvorhersehbarkeit genau nicht mehr entspannend. Spontan mögliche Dinge sind per definitionem nicht entspannend.
      Ich betätige mich gerne künstlerisch, indem ich handwerke und male. Dafür nutze ich aber keine "Angebote Dritter", da Kurse o.ä. mich stressen.
      3. Ich habe vor der Pandemie gerne mal kleine Barockkonzerte (so max. 50 Leute in einer kleinen Kirche zB) besucht. Sowas würde ich sehr gerne wieder machen, aber draußen im Freien, mit Abstand zwischen den Sitzplätzen und den üblichen Sicherheitsvorkehrungen. Auch habe ich mal eine Outdoor-Kunstausstellung besucht, sehr weitläufig. Das hat mir sehr gut gefallen, sowas würde ich auch gerne öfter besuchen.
    • Weiß nicht ob es schon erwähnt wurde.
      Ich vermute das es mit "kulturellen" Aktivitäten und deren wohltuhendes Ergebnis auch auf die Kinder und Jugendlichen individuell ankommt, was denen speziell gefällt.
      Ich kann schwer über Leute berichten die unter der Pandemie leiden, aber ich weiß das solche Aktivitäten gut sind, egal für wehn der nun eine Therapie macht.
      Ich war damals zB in Nürnberg in der Psychiatrie als ich 12 war, und wir haben dort sehr viel gemacht, nicht nur an Therapien, sondern auch an Ausflügen im kulturellen Bereich.
      Wir haben Töpferkurse besucht, sind in Museen und in die Burg gegangen.
      Ich fand das damals sehr spannend und es hat mir Spaß gemacht.
      Ich kann allerdings nur für mich sprechen, sicher hat nicht jeder Jugendliche spaß an sowas, und wäre damals sicher lieber auf eine Raver-party gegangen oder sowas.
      Damals war unter den Jugendlichen dieses Gothic und Technozeugs sehr angesagt.
      Kultur kann für Jugendliche ja auch ein Graffitty-kurs sein oder das Einproben eines Rapsongs (Dinge die mich damals eher wenig gelockt hätten).