Umgang mit Trauer und Verlust

    This site uses cookies. By continuing to browse this site, you are agreeing to our Cookie Policy.

    • Umgang mit Trauer und Verlust

      Hallo,

      ich habe am Donnerstag auf traumatische Art und Weise eins meiner Meerschweinchen verloren. :cry: :cry: Ich hänge sehr an meinen Tieren und komme mit der akuten Trauer überhaupt nicht klar. Was macht ihr bei Verlust/Trauer? Gibt es Bewältigungsstrategien?

      LG
      Lea
      "Being different isn't a bad thing. It means you're brave enough to be yourself."
    • @Lea_

      Mein herzliches Beileid zum Tod Deines Meerschweinchens!

      Einen wirklichen Tipp habe ich nicht. Vielleicht hilft ein bewusstes Abschiedsritual.
      Hast Du Dein Meerschweinchen irgendwo beerdigt? Vielleicht könnte es auch helfen einen besonderen Ort für schöne oder auch traurige Erinnerungen (z.B. ein Fotoalbum oder eine Erinnerungsbox) festzulegen. Du könntest Deine Trauer dann symbolisch an diesem Ort abladen oder den Ort gezielt aufsuchen, wenn Du in schönen Erinnerungen schwelgen willst. So müsstest Du die Gedanken nicht die ganze Zeit mit Dir herumtragen.

      Ich wünsche Dir viel Kraft bei der Trauerbewältigung und hoffe, dass es Dir bald wieder besser geht. :)
    • Freue Dich an den anderen Meerschweinchen, vielleicht kommen ja auch mal neue dazu. Uns sind auch drei Nymphensittiche nach jeweils nur vier Jahren eingegangen.
      Jetzt haben wir Glück, unser Franzi wird jetzt bald elf Jahre alt.
      Und Sissi, unsere Henne hat die anderen Vögel auch schon überlebt, obwohl sie auch nicht so gesund ist. Bloß den Lebensmut nicht verlieren.
      Auf alle Fälle wünsche ich alles Gute, und den anderen "Schweinchen" ein langes Leben...
      Man muss die Schuld auch mal bei den Anderen suchen
    • Lea_ wrote:

      Was macht ihr bei Verlust/Trauer?
      Ich habe meine Hunde in meinem Garten beerdigt und mir eine Trauerzeit genommen. Das war mir wichtig.
      Um den einen trauere ich immer noch ganz sehr, obwohl er schon vor 3 Jahren gestorben ist.
      "Ich kehre in mich selbst zurück und finde eine Welt."

      (Johann Wolfgang von Goethe)
    • Bei mir sind leider auch schon mehrere Meerschweinchen gestorben. Wir lassen unsere Tiere immer auf dem Tierfriedhof beerdigen und so kann ich sie immer besuchen. Außerdem habe ich auch eine Ecke in meinem Zimmer wo Bilder von den Tieren sind und ich schreibe auch schöne Erinnerungen mit den Tieren auf.
    • Tut mir leid mir deinem Meerschweinchen, eines unserer 4 (die jüngste) ist auch krank und schafft es wahrscheinlich nicht. Eigentlich gibt es viele Möglichkeiten damit umzugehen, du müsstest herausfinden was dir am Besten hilft. Vor zwei Jahren ist unser Hund gestorben. Wir haben ein Fotoalbum, das schauen wir uns immer mal an und erinnern uns an früher oder schauen Videos wo er drauf ist. Ich für mich versuche mich immer an die schönen und lustigen Momente zu erinnern, das hilft mir am Besten. Ich habe ihn nicht beerdigen lassen, es würde mich eher traurig machen zu einem Grab zu gehen und zu wissen dass da die Leiche liegt. Finde ich auch bei Menschen schlimm. Allerdings hängt das damit zusammen dass ich Begräbnisse allgemein nicht für den richtigen Abschied halte. Aber das ist wieder ein anderes Thema.
      Selbstdiagnose...
    • Liebe @Lea_ !
      Es tut mir sehr leid. Ich kann das nachempfinden.
      Ich kann mit Tod und Trauer gar nicht gut umgehen.
      Auch ich habe im Laufe meines Lebens viele Tiere verloren.
      1x hab ich über ein Kaninchen ein Buch mit Fotos selber gebastelt. Das habe ich noch immer.
      Bei einer Katze habe ich ganz viele Fotos ausgedruckt und in ein Album einsortiert.
      Der Tod meines Opas 2017 war aber der schlimmste Verlust in meinem Leben.
      Auch jetzt habe ich Tränen in den Augen, wenn ich schreibe.
      Ich habe in der Therapie gelernt, einen Opa Tag zu machen.
      Der ist an dem Tag, wo ich ihn zuletzt lebend sah.
      An diesem Tag tue ich schöne Dinge in Erinnerung an Opa.
      Ich esse „mit ihm“ seine liebste Schokolade und nehme Fotos von ihm bewusst nah zu mir.
      Ich erinnere mich dann bewusst an alles, was wir erlebt haben. Tränen sind an dem Tag absolut erlaubt.

      Sorry für den Exkurs, aber vielleicht kannst du auch besonders schöne Fotos ausdrucken und ein Album machen oder einen schönen Bilderrahmen mit Bild drin.
      Mir half es auch, einen Brief zu schreiben. Vielleicht magst du das auch tun.

      Ich wünsche dir ganz viel Kraft für diese Zeit. Der Schmerz wird jeden Tag ein bisschen besser. Glaub mir.

      Ganz liebe Grüße. Veronika.
      Man sieht nur mit dem Herzen gut.
      Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.
      (Antoine de Saint-Exupéry)

      "Was ist falsch an sonderbar?"

      "Das Ende der Störung ist derzeit nicht absehbar."
    • Mein herzliches Beileid!

      Ich werde ziemlich oft mit dem Tod eines geliebten Tieres konfrontiert, da ich Ratten habe und die leben ja nicht lange ... die Trauer ist natürlich immer wieder da ...
      Was mir hilft, ist folgendes Gedicht, das zwar von Ratten handelt, aber auch auf Meerschweinchen übertragen werden kann. Ich habe das Gedicht mal im Internet gefunden:

      Testament einer Ratte

      Wenn Menschen sterben, machen sie ein Testament,
      um ihr Heim und alles, was sie haben
      denen zu hinterlassen, die sie lieben.

      Ich würde auch solch ein Testament machen,
      wenn ich schreiben könnte.

      Einer armen, sehnsuchtsvollen, einsamen Ratte im Tierheim
      würde ich mein glückliches Zuhause hinterlassen,
      meinen Napf, meine kuschelige Hängematte, mein sicheres Schlafhaus,
      mein Spielzeug und den so geliebten Schoß, die sanft streichelnde Hand,
      die liebevolle Stimme, den Platz, den ich in jemandes Herzen hatte,
      die Liebe, die mir zu guter letzt zu einem
      friedlichen und schmerzfreien Ende helfen wird,
      gehalten im liebendem Arm.

      Wenn ich einmal sterbe, dann sag´ bitte nicht:
      Nie wieder werde ich ein Tier haben,
      der Verlust tut viel zu weh!

      Such Dir eine einsame, ungeliebte Ratte aus
      und gib´ ihr meinen Platz. Das ist mein Erbe.
      Die Liebe, die ich zurück lasse,
      ist alles, was ich geben kann.
    • Genauso denke ich auch! Man kann kein Tier ersetzen, doch es gibt so viele arme einsame Tiere in Tierheimen. Manche sterben dort alleine! Deshalb ist es das Beste, was man machen kann, dass man den freien Platz wieder besetzt.

      Ansonsten hilft mir auch noch, dass ich ganz viele Fotos und auch ein paar Videos von meinen Tieren habe. Und ich erinnere mich an die schönen Momente.
    • Ich bin sehr gerührt @Fidoline . Das Gedicht ist wunderschön und ich habe schon wieder Tränen in den Augen.
      Ich kann auch keinen Platz freilassen. Ich habe ja Katzen und als vor ein paar Jahren mit einem Jahr Abstand meine "älteren Ladies" starben, nahm ich jeweils ein Kitten auf. Jetzt habe ich zwei Jungspunde hier und das Leben mit ihnen ist wundervoll. Sie helfen mir sehr und sind treu für immer. Wenn ich entspannt bin, entspannen sie sich auch. Sie sind fantastische Therapeuten, aber das sind Tiere sowieso- ganz gleich welcher Art. Sie helfen auch immer, den Blick nach vorn zu richten und wieder "aufzustehen" (RW), wenn man nicht mehr kann oder glaubt, nicht mehr zu können.
      Ich kann mir ein Leben ohne Tiere nicht vorstellen.

      LG Veronika.
      Man sieht nur mit dem Herzen gut.
      Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.
      (Antoine de Saint-Exupéry)

      "Was ist falsch an sonderbar?"

      "Das Ende der Störung ist derzeit nicht absehbar."
    • Hallo,

      vielen lieben Dank für eure Antworten und Anteilnahme. Mein Meerschweinchen Piggeldy war erst 8 Monate alt und ist durch einen Behandlungsfehler beim Tierarzt gestorben. Es war schrecklich und kam so unerwartet, der Schock sitzt sehr tief. :cry: Auch ich konnte den leeren Platz nicht ertragen und nun hat Frederick (anderes Meerie) einen neuen Spielkameraden names Oskar. :) Dennoch ist der Verlust echt hart. Piggeldy wurde im Garten meiner Mum beerdigt und ich habe heute schon ein Grablicht angezündet. :cry:

      LG
      Lea
      "Being different isn't a bad thing. It means you're brave enough to be yourself."
    • Der Tod eines geliebten Tieres oder eines nahestehenden Menschen ist immer schlimm.
      Man muss der Trauer und dem Schmerz aber Raum geben und darf die Gefühle nicht unterdrücken.
      Den Fehler habe ich beim Tod meines Opas gemacht. Erst nach zwei Jahren habe ich richtig geheult.

      Man sollte die Menschen oder Tiere immer in guter Erinnerung behalten. Manchmal Träume ich von meinem Opa,
      manchmal von unserem Kater, der uns 19 Jahre begleitet hat.
    • Hallo!
      Alles Gute für Oskar s Eingewöhnung. Schön, dass du einem kleinen Wesen ein neues zu Hause gibst. Es wird sich bestimmt freuen!

      Ich träume auch manchmal von Opa oder anderen Verstorbenen. 1x hatten Opa und ich sogar ein gutes Gespräch im Traum.

      Alles Liebe. Veronika.
      Man sieht nur mit dem Herzen gut.
      Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.
      (Antoine de Saint-Exupéry)

      "Was ist falsch an sonderbar?"

      "Das Ende der Störung ist derzeit nicht absehbar."
    • Hallo zusammen,

      nochmals vielen Dank für eure lieben Worte!

      Veronika wrote:

      Hallo!
      Alles Gute für Oskar s Eingewöhnung. Schön, dass du einem kleinen Wesen ein neues zu Hause gibst. Es wird sich bestimmt freuen!

      Ich träume auch manchmal von Opa oder anderen Verstorbenen. 1x hatten Opa und ich sogar ein gutes Gespräch im Traum.

      Alles Liebe. Veronika.

      Hallo Veronika,

      es tut mir sehr Leid, dass dein Opa von dir gegangen bist. Aber schön, dass er dir im Traum erschienen ist. Der kleine Oskar hat sich schon ganz gut eingewöhnt und ist ganz schön mutig. :) Er freut sich auf jeden Fall über den großen Käfig und das Frischfutter.

      Fidoline wrote:




      Lea_ wrote:

      Mein Meerschweinchen Piggeldy war erst 8 Monate alt und ist durch einen Behandlungsfehler beim Tierarzt gestorben.
      Das ist natürlich sehr schlimm. :(
      Ja, das ist es. Ich habe Piggeldy und Frederick bekommen, als beide 2 Wochen alt waren und habe sie mit der Hand aufgezogen. Piggeldy war handzahm und konnte sogar kleine Tricks. Der Verlust tut einfach weh. :cry:

      Aber ich denke, dass eine Collage aus Fotos machen werde, wenn ich soweit bin.
      "Being different isn't a bad thing. It means you're brave enough to be yourself."
    • Ich traure seit Freitag auch um ein Haustier- meine Ratte Typsi. Er war für eine Ratte schon älter (2 ein halb) und zum Schluss sehr krank, sodass er dann eingeschläfert wurde.
      Er war eine ganz besondere Ratte. Jeden Abend haben wir mehrere Stunden zusammen gekuschelt. Er lag so gerne auf mir, ganz nah an meinem Kopf und ich habe gelesen oder
      Dokus geschaut ... er fehlt mir so sehr! :cry: :cry: :cry: :cry:
      Zwar habe ich noch drei andere Ratten und zwei Degus, aber keiner von ihnen ist so anhänglich.
      Jetzt komme ich mir besonders am Wochenende ganz einsam in meiner Wohnung vor.

      Ich werde zwar eine andere Ratte holen, da bei meinen drei verbliebenen eine außen vor ist, doch so eine anhängliche Ratte finde ich ja nicht mehr ...

      Es ist so schlimm.
      Zum Glück habe ich Beruhigungstabletten, sonst würde ich durchdrehen.
    • Das tut mir sehr leid @Fidoline ! Viel Kraft für dich!
      Ich schaffte diese Situationen auch immer nur mit Tabletten.
      Es ist schön, dass du einer weiteren Ratte ein schönes Leben schenken magst. Das finde ich toll.

      Ganz liebe Grüße Veronika.
      Man sieht nur mit dem Herzen gut.
      Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.
      (Antoine de Saint-Exupéry)

      "Was ist falsch an sonderbar?"

      "Das Ende der Störung ist derzeit nicht absehbar."
    • Veronika wrote:

      Es ist schön, dass du einer weiteren Ratte ein schönes Leben schenken magst. Das finde ich toll.
      Ja, ich weiß nur nicht welcher, da es ja verschiedene Möglichkeiten gibt. Man kann ja nicht alle Tiere retten, aber wenn man sich für eins entscheidet, entscheidet man sich auch gegen eins.
      Dummerweise habe ich auch in Kleinanzeigen gesucht; Züchter möchte ich ja nicht unterstützen, aber ich bin über eine Anzeige gestolpert, wo einer nur noch eine junge Ratte aus dem Wurf
      hat. Alle anderen hat er vermittelt! Und die Amre ist jetzt alleine! Jetzt frage ich mich halt, ob ich die holen soll - oder doch lieber welche aus dem Tierheim. :nerved:

      Veronika wrote:

      Ich schaffte diese Situationen auch immer nur mit Tablett
      Und wie lange nimmst du welche? Ich fühle mich wirklich richtig depressiv, da er mein bester Freund war und gerade in diesen Zeiten kann man ja keine neuen Leute kennenlernen.
    • Das klingt doch nach einer Chance für die kleine Ratte! :)
      Ich würde es tun.

      Ach ja, die Tabletten. Ich brauche sie immer wieder mal, daher ist es in den Situationen nicht so neu für much gewesen.
      Ich kann mich gerade nicht erinnern, wie lange ich sie jeweils nahm. Aber schon so lange, bis ich sie mal versehentlich vergaß.

      Ich kann das so nachempfinden, was du über ihn schreibst.
      Tiere sind für mich auch ganz besonders. Mag sein, dass ich sie dabei zu sehr vermenschliche. Aber das ist nun mal so bei mir.

      Lass dir genug Zeit zu trauern. Und vielleicht öffnest du ja dein Herz (RW) für ein Jungtier.

      Ganz liebe Grüße. Veronika.
      Man sieht nur mit dem Herzen gut.
      Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.
      (Antoine de Saint-Exupéry)

      "Was ist falsch an sonderbar?"

      "Das Ende der Störung ist derzeit nicht absehbar."