Outing/Auting am Arbeitsplatz - Selbsttest mit weiterführenden Hilfen

    This site uses cookies. By continuing to browse this site, you are agreeing to our Cookie Policy.

    • Outing/Auting am Arbeitsplatz - Selbsttest mit weiterführenden Hilfen

      Hallo,

      ich habe was total Geniales entdeckt: Start (sag-ichs.de)

      Dahinter verbirgt sich (RW) ein recht umfangreicher Selbsttest mit vielen, sehr differenzierten Fragen. Dieser möchte einerseits anregen, den persönlichen Umgang mit der eigenen Behinderung bzw. chronischen Erkrankung am Arbeitsplatz zu reflektieren. Zum anderen gibt er basierend auf der Auswertung des Fragebogens Hinweise, ob es sinnvoll sein könnte, sich zu outen. Zum dritten bietet er Hilfestellungen, z.B. für Gespräche mit dem Arbeitgeber über die eigenen Einschränkungen und Bedarfe.

      Entwickelt und angeboten wird dies von der Universität Köln und ist kostenfrei.
      Surprised by the joy of life.

      The post was edited 2 times, last by Surprised ().

    • Ich habe mich am Arbeitsplatz ja schon geoutet und habe den Test trotzdem gemacht, weil mich interessiert hat, was er mir geraten hätte. Und das Ergebnis deckt sich zu 100% mit meinen gemachten Erfahrungen mit dem Outing, die im übrigen sehr positiv sind. Aber eben weil viele Faktoren bestehen, die schon erwarten ließen, dass das mit dem Outing gut geht.
      Surprised by the joy of life.
    • Ich habe den Test mal für eine Firma gemacht, wo ich gearbeitet hatte.
      Eigentlich deckt sich das mit meiner Einschätzung, am liebsten nie wieder jemandem davon zu erzählen, allerdings, der Test prüft ja auch die Selbstwahrnehmung von Reaktionen, und die eigene Einschätzung der Symptome, auch für die Zukunft.
      Also man sollte sich bewusst sein, dass der Test natürlich das Bild der Arbeitsstelle und von sich selbst testet dass man sich aufgebaut hat.

      Interessant auf jeden Fall, dass in dem Test Augenkontakt, vermeiden, Verzicht auf Ironie usw vorkommt, da es ja ein sehr weit gefasster allgemeiner Test zu gesundheitlichen Einschränkungen ist.
    • Vielen Dank für den Link. Sehr interessantes Video auf der ersten Seite. Habe ich mir gerade angesehen.
      Ich bin in einer ähnlich schwierigen Situation derzeit. Ich habe auch Probleme damit, zu entscheiden, wie offen ich noch sein soll oder nicht.
      In Österreich gibt es auch Organisationen, die beim Wiedereintritt in den Job helfen. Ich zögere so sehr, da jemanden zu kontaktieren. Denn wie wirkt das dann?
      Ich fühle mich an manchen Tagen stark genug zu arbeiten, an anderen möchte ich lieber noch ein bisschen warten.
      Ich denke am wichtigsten ist, dass man angebotene Hilfen annimmt. Ich war jetzt lange zu stolz dazu. Das bringt mich aber nicht weiter.
      Stolz ist eher hinderlich. *seufz*
      Ich werde weiter berichten, wie es mir ergangen ist.

      LG Veronika.
      Man sieht nur mit dem Herzen gut.
      Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.
      (Antoine de Saint-Exupéry)

      "Was ist falsch an sonderbar?"

      "Das Ende der Störung ist derzeit nicht absehbar."
    • Veronika wrote:

      In Österreich gibt es auch Organisationen, die beim Wiedereintritt in den Job helfen. Ich zögere so sehr, da jemanden zu kontaktieren.
      Warum?


      Veronika wrote:

      Denn wie wirkt das dann?
      Vermutlich wirkt das so: Du bist motiviert zu arbeiten und brauchst und suchst Unterstützung. Also eigentlich eine gute Sache. Würde ich mal sagen.


      Veronika wrote:

      Ich fühle mich an manchen Tagen stark genug zu arbeiten, an anderen möchte ich lieber noch ein bisschen warten.
      Gibt es in Ö sowas wie berufliche Trainingsmaßnahmen bei denen man Ausdauer, Belastbarkeit usw. verbessern kann? Vielleicht wäre das was.
      Surprised by the joy of life.
    • Danke für deine Antwort!
      Tja, es ist leider etwas kompliziert. Aber ich werde das irgendwie schaffen. Es ist mir noch nie passiert, dass ich nicht arbeiten kann. Hatte einen "größeren Zusammenbruch", wenn man das so sagen will.
      Ich arbeite sehr an mir, mich ins Leben zurückzukämpfen. Ich hoffe, dass ich erfolgreich sein werde. Denn ich arbeite grundsätzlich gern und auch sehr gut. Werde sehr geschätzt am Arbeitsplatz.
      Im Moment komme ich mir oft sehr "beeinträchtigt" vor. Ich war lange zu stolz, Hilfe anzunehmen und war sehr auf Widerstand und Abwehr. Das ist jetzt weg. Ich hab keine andere Chance, als mir helfen zu lassen. Und das möchte ich. Auch diese ewige Frage "behindert oder nicht?" ist in meinem Kopf.
      Ich fülle meinen Kopf mit Wissen und versuche, die Tage zu strukturieren. Da bin ich schon recht gut drin, aber es gibt noch genug "Leerläufe" und die fallen und fielen mir immer schon schwer. Habt ihr einen Tipp?


      LG. Veronika.
      Man sieht nur mit dem Herzen gut.
      Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.
      (Antoine de Saint-Exupéry)

      "Was ist falsch an sonderbar?"

      "Das Ende der Störung ist derzeit nicht absehbar."
    • Oh Mann. Ich habe den Test mal testhalber angefangen. Es bleiben in meiner Situation aber zu viele Fragen offen...

      Aber ich habe es bisher so gehalten: Zuerst arbeiten und den eigenen Wert beweisen. Wenn man gut angekommen ist (RW), dann kann man das vertrauliche Gespräch mit seinem AG suchen.

      - Ja, meine HFA Diagnose habe ich erst seit kurzem, aber ich habe auch andere gesundheitliche Einschränkungen auf denen diese Erfahrung basiert.

      Nachtrag:
      Sicherlich ist das am Anfang sehr anstrengend und kann man nur machen wenn man stabil genug ist und ein halbes Jahr / ein Jahr durchhalten kann.

      The post was edited 1 time, last by GeistesSchatten ().