Körperliche Merkmale bei Autismus

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    • Andreas wrote:

      Lefty wrote:

      Vielen Dank! Als ich vor längerer Zeit ein Buch las, in dem diese von Asperger formulierten Auffälligkeiten enthalten waren, blieb ich an dieser Beschreibung "prinzenhaftes Gesicht" hängen. Ich hatte es so verstanden, dass diese Kinder alle besonders feine (adlige) Gesichtszüge haben.
      Vielleicht waren für Aspergers Vergleich diverse Fotografien und Gemälde von Adelsfamilien die Grundlage, auf denen die Kinder mit ernsten, staatstragenden Gesichtern dargestellt sind.
      Der Grund warum die alle so ernst gucken ist auf Gemälden: Die hatten alle schlimme Zähne, das wollte keiner sehen. Und auf alten Fotos: Da musste man lange still stehen wegen der Belichtungszeit, da war lachen ohne sich zu bewegen viel zu anstrengend. Das wird er doch gewusst haben?
      Wenn du sie mit Wissen nicht überzeugen kannst, verwirre sie mit Schwachsinn.
    • Vor einiger Zeit sagte mir die Frau eines Bekannten (die Psychotherapeutin ist), ich sei "alt". Aber sie meinte das im übertragenen Sinne. Offenbar bezog sich diese Zuschreibung auf irgendeine persönlichkeitspsychologische Typologie, die ich nicht kenne. Und vor ca. 10 Jahren sagte mir jemand, ich wirke "abgeklärt/gesetzt". Ich war Anfang 30.
      "Lebe im Verborgenen!"
      (Epikur)
    • Lefty wrote:

      @Andreas Wenn die Therapeutin das so gesagt hat, ist sie vielleicht irgendwie bescheuert.
      Glücklicherweise ist sie nicht meine Therapeutin. Ich würde mich nicht wundern, wenn ihre Therapierichtung eher esoterischen als wissenschaftlichen Charakter hat. Ich habe nicht gefragt, was genau sie da macht.
      "Lebe im Verborgenen!"
      (Epikur)
    • Ich habe nächste Woche einen Termin bei der Humangenetik.
      Ich werde dort dann verschiedene Sachen angeben (muss ich mir alles noch aufschreiben):
      Asperger-Syndrom
      von Willebrand Syndrom
      Tietze Syndrom
      Morbus Scheuermann
      Skoliose
      Dandy-Walker-Variante
      Asthma
      Knorpelschäden, also mögliche Bindegewebeprobleme
      und was mir noch bis dahin einfällt.
      Natürlich hängt nichts davon zwangsläufig zusammen, aber es interessiert mich trotzdem.
    • Also ich bin auch die Kleinste in meiner Familie, und Haarwirbel habe ich auch.

      Ich bin aber im Allgemeinen immer eher skeptisch, was die Aussagekraft solcher Merkmale angeht. Das ist individuell so unterschiedlich, dass ich hineininterpretierten Mustern wenig traue.

      Meine körperlichen Merkmale sind sowieso eher ein Punkt, der nicht für ASS spricht. Ich habe ja mal gehört, dass viele Menschen im Spektrum Probleme mit der Motorik haben. Und ich bin von Natur aus sehr gelenkig und habe eine gute Balance und Körperbeherrschung. Also eher ungewöhnlich für ASS... :?
      Wobei ich natürlich froh bin, da keine Probleme zu haben. :thumbup:

      Ich würde mir diesen Test übrigens auch gerne mal ansehen, der im ersten Post erwähnt wurde. Kann mir vielleicht jemand sagen, wo ich den finde? Danke im Voraus! :)
    • Wie in diesem Thread schon mehrfach erwähnt, finde auch ich die These mit den Haarwirbeln etwas zweifelhaft. Bestimmt haben auch neurotypische Menschen ausgeprägte Haarwirbel, oder bekommen wie ich Kopfschmerzen/schmerzende Haarwurzeln, wenn sie den ganzen Tag einen strammen Pferdeschwanz tragen (deshalb trage ich auch meistens superkurze Haare).

      Bei mir selbst ist allerdings auffällig, daß ich eine ziemlich "unweibliche" Figur habe - sehr breite Schultern, breiter Rücken und Brustkorb, sehr schmale Hüften, keine Taille. Mir wurde gesagt, daß auch mein Gang sehr forsch und "männlich" sei. Frauenklamotten passen mir i.d.R. nicht und gefallen mir auch gar nicht.

      Total laienhaft denke ich, daß dies mit einem Testosteronüberschuß zusammenhängen könnte, der beim Autismus ja ganz offensichtlich dafür sorgt, daß man sich nicht (wie die meisten Frauen) in andere hineinversetzen kann, keinen Spaß am stundenlangen Quatschen hat, und die sozialen Bindungen oder die "Beziehungsebene" einer Aussage unwichtiger findet als den Inhalt (oder erst gar nicht versteht).
    • Gertrude wrote:

      Bei mir selbst ist allerdings auffällig, daß ich eine ziemlich "unweibliche" Figur habe...
      Ich auch. Ich habe auch sehr breite Schultern, weshalb Blusen am Rücken immer spannen und das obwohl ich gar keinen Busen habe. Ich hatte nie große Brüste, aber als ich abgenommen habe, habe ich alles an der Brust abgenommen und die sind jetzt kleiner als AAA, ist mir aber ganz recht so, finde BHs nämlich echt unangenehm und die brauch ich jetzt nicht mehr. Wirke also dementsprechend auch nicht sehr weiblich. Obwohl ich lange Haare habe und vom Gesicht weiblich aussehe, wurde ich schon ein paar Mal mit "junger Mann" angesprochen, ich bin aber nicht beleidigt deswegen. 8-)
    • Bei mir ist sowohl Gesicht als auch Körper ziemlich das Gegenteil von unweiblich schätze ich? Obwohl ich habe meine Kopfhaare abrasiert, da entspreche ich dann nicht mehr dem Standardbild der Weiblichkeit. Man kann auch mit Brüsten keine BHs tragen, funktioniert für mich zumindest sehr gut, ausgenommen bei sportlichen Aktivitäten, da empfehlen die sich schon, weil das Rumgehüpfe auch echt unangenehm ist. :d

      Den einzigen Kommentar den ich je gehört habe, der Autismus und körperliche Merkmale verlinkt war: 'Ach deswegen siehst du so jung aus.' Aber ich würde auch da eher annehmen, dass das Korrelation ohne Kausalität ist.
    • Jung aussehen tue ich auch, wurde vor 2 Jahren mal gefragt, als ich eine Blu-ray ab 18 gekauft habe: "Bist du denn schon 18?", ich hab den Ausweis rausgeholt, ihm den da hingelegt und gesagt: "Ja, schon 2 mal." :d
      Habe seitdem nichts mehr gekauft, was eine Altersfreigabe erforderte, aber ich glaube mittlerweile sehe ich doch wie über 18 aus, sah ich aber eigentlich vor 2 Jahren auch schon. Bis ich 34 war, ist mir das aber echt regelmäßig passiert und mit 25 wollten sie mich nicht in einen Film ab 16 lassen, da war ich schon ein bisschen beleidigt.
      Meine Mutter sah aber wohl auch immer viel jünger aus und wurde mit 29, als sie einen größeren Betrag Geld von der Bank abheben wollte, gefragt, ob sie denn ihren Papa dabei hätte.
      Bei mir könnte das aber auch am Kleidungsstil liegen, im Sommer trage ich meist irgendwelche Bandshirts oder Shirts von Fernsehserien o.ä. und im Winter meist Hoodies oder Kapuzenjacken.
    • Hellschwarz wrote:

      Jung aussehen tue ich auch, wurde vor 2 Jahren mal gefragt, als ich eine Blu-ray ab 18 gekauft habe: "Bist du denn schon 18?", ich hab den Ausweis rausgeholt, ihm den da hingelegt und gesagt: "Ja, schon 2 mal." :d
      Das kenne ich nur zu gut. Bin 25 Jahre alt und werde meistens auf maximal 14 Jahre geschätzt. :d Was meinen Körperbau angeht, würde ich mich eher als androgyn einordnen - werde teilweise mal als weiblich gelesen und mal als männlich. Aber das stört mich nicht sonderlich. :)
    • koda96 wrote:

      Bin 25 Jahre alt und werde meistens auf maximal 14 Jahre geschätzt.
      Das kenn ich nur zu gut. Mittlerweile passierts weniger häufig, aber vor ein paar Monaten mal wieder.
      Ich gehe in meiner Reitkleidung zum Bahnhof, da spricht mich ein Bauarbeiter an. (Unterhaltung ist eingedeutscht worden)
      BA: Hallo
      Ich: Guten Morgen
      BA: Gehst du reiten?
      Ich: Ja?
      BA: Wirklich?
      Ich: Ja?
      BA: Musst du nicht zur Schule?
      War zuerst völlig verdattert weil zu dem Zeitpunkt nur Schüler in der 1ten bis 6ten Klasse vor Ort Unterricht hatten und ich wusste nicht was antworten.
      Ich: äh ich bin 26?
      BA: Oh sorry aber ist ja ein Kompliment.

      Als maximal 12 wurde ich schon ne Weile nicht mehr eingeschätzt. Naja eingemummt im Wintermantel sieht man keine Rundungen und ich bin halt klein, also vielleicht verständlich, aber als Kompliment betrachte ich das nicht :d :m(: