"Draht" zu Kindern, Tieren usw

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    • "Draht" zu Kindern, Tieren usw

      Mich würde interessieren: wie ist euer Draht (RW( zu Kindern oder Tieren wie z.B. Hunden oder Katzen? Ist das signifikant besser bei euch als gegenüber "normalen" "Erwachsenen"? Oder genauso? Oder ist das vielleicht sogar besser als NTs mit ihnen umgehen können? Vielen Dank.
    • Draht zu Katzen ja, zu anderen Tieren weniger.

      Mit Kindern verstehe ich mich großteils gut. Ich habe schon öfter beobachtet, wie gut es funktioniert, direkt zu sagen, was ich möchte oder eine kurze und einfache Erklärung abzugeben, warum xy jetzt nicht möglich ist. Hören Kinder das heutzutage so selten? Sie schauen mich dann meist mit großen Augen an und akzeptieren das. :d

      Beruflich (im Rahmen von Schul-Projekttagen) finde ich es auch gut, dass mir Kinder im Gegensatz zu Erwachsenen (mit denen ich mitunter auch arbeite) sagen, wenn ihnen etwas nicht gefällt.

      Vorher vergessen: mit Babys kann ich gar nichts anfangen, erst so ab 2-3 Jahren.

      LG
      Stella
      "Ich leide nicht am Asperger-Syndrom. Die anderen leiden." Vera F. Birkenbihl

      The post was edited 1 time, last by StellaS: etwas vergessen ().

    • Sagen wir, ich hab ein Händchen für Tiere aller Art. Gab schon mehrfach solche Momente, wo mich andere angesehen und gestaunt haben, warum ich mit einem Hund oder einem anderen Tier auf Anhieb zurecht komme, während sie nur Probleme haben. Besonders schön ist dann immer die Frage: "Wie machst du das?"

      Kinder... Wenn ich sie sehe, egal welchen Alters, mag ich mich am liebsten umdrehen und wegrennen. Besonders schlimm ist es bei Babys, weil die so unberechenbar (für mich) sind. Das Problem: An solchen Orten wie dem Reiterhof, wo ich mich regelmäßig befinde, kommt es immer wieder vor, dass Kinder auf mich zukommen, ein Gespräch anleiern wollen, oder mich was fragen. Ich muss mich dann immer unglaublich zusammenreißen.
      I am the person who feels guilty because I think I could be a much better person
      if I didn't have to always deal with society hating me.
    • Zu Tieren habe ich einen sehr guten Draht. Egal ob Hund, Katze oder Pferd. Alles kein Problem. Ich kann Tiere einfach besser verstehen als Menschen, denn Tiere lügen nicht, sie verstellen sich nicht. Ich gehe mit ihnen immer so um, wie ihre Artgenossen das machen würden und das funktioniert hervorragend. Besonders für sehr scheue und verängstigte Tiere scheine ich ein Händchen zu haben. Es dauert nie lange und sie fangen an, mir zu vertrauen. Vermutlich, weil ich ihnen gegenüber nicht die Sprache der Menschen benutze, sondern ihre und sie mich deswegen besser verstehen als andere Menschen.

      Kinder hingegen... naja, sie sind mir zu laut, zu unberechenbar. Aber aus einem mir nicht ersichtlichen Grund scheinen sie mich zu mögen (sogar kleine Babys himmeln mich schon an und fangen an zu lächeln, wenn sie mich sehen). Ich musste morgens eine ganze Zeit im Schulbus (Grundschule) mitfahren und die Kiddies haben mich nicht eine Sekunde in Ruhe gelassen. Ich hatte da plötzlich sogar zwei kleine "Freundinnen", die unbedingt immer neben mir sitzen wollten. Ich hab mich dann zusammengerissen und hab mich wohl oder übel mit ihnen beschäftigt, war aber jedes mal froh, wenn die Kiddies an der Grundschule ausstiegen und ich den Rest der Fahrt (der Schulbus war gleichzeitig auch Linienbus und fuhr immer noch weiter in die Stadt) über meine Ruhe hatte.
      Ich bin nicht auf der Welt, um zu sein, wie Andere mich gern hätten.
    • Also ich mag alle Arten von Tieren und habe auch nichts gegen Insekten und Spinnentiere einzuwenden.
      Lästig sind mir lediglich Stechmücken und Bremsen, aber selbst die bringe ich normalerweise nicht um, sondern schnappe sie mir wenn sie anfangen an mir zu saugen, hau ihnen links und rechts eine rein damit sie es nicht nochmal tun und lasse sie dann weiterfliegen. ;)
      Ich freu mich immer wenn ich ein Tier sehe, selbst wenn es nur eine Fliege ist, die sich im Winter ins Büro verirrt.

      Mit Kindern habe ich noch keinen Kontakt gehabt, da es ja selten freilaufende Exemplare gibt und wenn die Eltern dabei sind, bin ich viel zu soziophob um mich in irgendeiner Form auf das Kind einzulassen.
      (Wäre auch nicht so günstig wenn ein Mann wie ich einfach so Kinder auf der Straße anspricht.)

      Da ich aber Lärm und Gestank nicht leiden kann, sind Babys und schreiwütige Kleinkinder schon mal nichts für mich.
      Bellende Hunde sind da anders. Auf mich ist schon mal einer wild kläffend und knurrend zugelaufen, dann bin ich stehengeblieben, habe mich zu ihm hinunter gebeugt und er hat damit aufgehört und sich nach einiger Zeit sogar streicheln lassen. :)
      Das Leben ist eine Komödie für den Denkenden und eine Tragödie für die, welche fühlen.
    • Ich hab ja mMn kein AS, aber dennoch auch von mir eine kleine Anekdote zu Katzen:
      Je nach Befinden und Offenheit hab ich nen unglaublichen Draht zu Katzen. Ich weiß nicht ob ihr das kennt, wenn man ne Katze in 20 Meter Entfernung seht und man spürt, dass sie einen bemerkt. Da geht man dann irgendwie in die Hocke, schaut rüber und die Katze kommt hergelaufen. Da ist irgendwie total das Verständnis da. Einmal war es so, dass in ner Hofeinfahrt eine mir unbekannte Katze von nem Ehepaar "bedrängt" wurde, weil sie die Katze wohl streicheln wollten. Die Katze hatte Angst und lies sich nicht streicheln, wich aus und lief zurück. Ich hab das aus 15-20m Entfernung gesehen, mich hingehockt und die Katze kam stattdessen zu mir rüber. Woraufhin die Eheleute irritiert waren wie das denn nun möglich sein konnte. Sowas passiert öfter mal. Es kommt aber auch sehr auf die Katze an und meine Offenheit in dem Moment.

      The post was edited 1 time, last by tobrob ().

    • Tiere mag ich sehr gerne und verstehe mich sehr gut. Ich mag fast alle Tiere, nur Nacktschnecken und einige Käfer mag ich nicht. Ich spiele gerne mit Tieren und bin gerne in ihrer Nähe. Ich finde es schrecklich wenn Tiere leiden müssen weil ihre Menschen sich nicht um sie kümmern oder sie falsch behandeln. In meiner Schule haben wir einen Tierraum in dem es Mäuse und Fische gibt. Die Tiere dort haben viel zu wenig Platz, werden auch viel zu selten gefüttert, der Mäusekäfig wird fast nie gereinigt und das Fischewasser ist entweder tiefbraun oder grün. Aber ich und mein Freund dürfen nicht in den Raum und uns um die Tiere kümmern. :( :m(:

      Bei Kinder kommt es darauf an wie alt sie sind. Ich rede zwar lieber mit Erwachsenen oder Jugendlichen, aber mit Kinder zwischen 5 und 11 Jahren verstehe ich mich meistens gut.

      Zu Katzen: Ich saß schon ein paar Mal mitten im Regen vor der Bushaltestelle um eine Katze zu streicheln, während mich die anderen Kinder unter dem Dach angeschaut haben als wäre ich bescheuert.

      The post was edited 1 time, last by Neko ().

    • Weder noch. Ich kann anscheinend mit keiner Lebensform gut umgehen außer einigen Menschen, mit denen ich mich auf rein verbaler Ebene verständigen kann.

      Man kann schon den Eindruck gewinnen, dass Autisten auf dem Gebiet auffällig häufig besondere Talente hätten, aber persönlich kann ich das weder bestätigen noch verstehen. Ich verstehe die nonverbale Sprache eines Tieres genausowenig wie die eines Menschen und aus den Reaktionen auf mich (von Tier und Mensch) schließe ich zurück, dass auch ich mich nonverbal nicht verständlich ausdrücken kann. Natürlich kann ich ableiten, was es zu bedeuten hat, wenn ein Hund mit dem Schwanz wedelt und fröhlich herumspringt, genauso wie ich gelernt habe, dass hochgezogene Mundwinkel Lächeln/Freude bedeuten, aber das ist erstens angelernt und zweitens sehr grob und ohne Wahrnehmung für feine Nuancen.
    • Zu Hunden habe ich einen besonders guten Draht. Ich bin von klein auf mit einem Hund aufgewachsen und bin noch keinem Hund begegnet, der mich nicht mochte. Im schlechtesten Fall werde ich kurz beschnuppert und dann ignoriert, weil was anderes interessanter ist (auf der Straße). Es kommt aber oft vor, dass die Hunde zu mir (laut Herrchen) ungewohnt schnell ein gutes Verhältnis aufbauen. Manche hören bei mir sogar besser als bei ihren Herrchen oder verhalten sich gar nicht erst falsch.

      Was mir schon früh aufgefallen ist: Bis auf wenige Ausnahmen sind Hunde ehrlich. Wenn man die Zeichen deuten kann, weiß man genau, was der Hund für Laune hat und ob man ihn streicheln darf. Es gibt ja sogar unterschiedliche Arten, zu knurren und nicht jede heißt "ich werde beißen".

      Mit Katzen komme ich noch nicht so gut klar, wenn ich sie nicht kenne. Aber da fehlen mir auch 20 Jahre Übung.
    • Mit Kindern komme ich oft sehr gut klar, wenn sie nicht in zu großen Gruppen auftreten. Oft habe ich den Eindruck, Kinder sind wesentlich toleranter als Erwachsene, allerdings bestimmt nicht alle.
      In größeren Gruppen gibt es dann doch oft den Einen oder Anderen, der versucht, sich selbst interessanter zu machen, indem er sich über mich lustig macht oder irgendwelche Machtspielchen mit mir betreibt.

      Von Tieren halte ich mich lieber etwas fern, insbesondere bei so gefährlichen Arten wie zum Beispiel Löwe, Tiger, Krokodil oder Mücke. :d
      Although it can be a problem, I wouldn't swap my autism for anything. It makes me, who I am. I just wouldn't be the same without it.
      Obwohl er Probleme machen kann, würde ich meinen Autismus gegen nichts in der Welt tauschen. Er macht mich zu der, die ich bin. Ich wäre einfach nicht dieselbe ohne ihn. (Rosie King)
    • Ich komme mit den meisten Kindern und Tieren besser klar als mit ebenso *fremden* erwachsenen Menschen. Mit *fremd* meine ich u.a. Menschen, die ich z.B. über meinen Freund kennenlernte- z.B. auf Hochzeiten seiner Freunde.

      Die Tiere duldeten mich und duldeten nicht, dass ich mit dem Krauelen aufhörte. Ich gesellte mich zu den kleinen Kindern und spielte etwas mit ihnen- es waren umgängliche Kinder und die Babies sehr kontaktfreudig und mit Wasser und Sand hab ich als Kind schon gern rumgepanscht ^^
      Es war einfach schön, eine Oase Abstand zwischen vielen fremden erwachsenen. Wenige kannte ich und davon war einer der frisch getraute Ehemann- so war ich zwar in (Kinder)Gesellschaft, aber es war dennoch sowas wie Abstand zu den vielen fremden Hochzeitsgästen.
      Ich bin verantwortlich für das, was ich schreibe und nicht für das, was Du verstehst und darin zu lesen meinst.
    • Ich komme mit den meisten Tieren sehr gut zurecht, mit Kindern komme ich an sich auch sehr gut Zurecht.
      Die meisten Kinder mögen mich sehr gerne und Tiere sind meist sehr zutraulich, das mag vielleicht auch an meiner ruhigen Art liegen.
    • Mir ist eben aufgefallen, dass ich auf die Frage nach dem Umgang mit Kindern nicht eingegangen bin. Ich weiß aber auch nicht genau, was ich dazu schreiben soll, denn mir fehlen da die Erfahrungen.
      Ich weiß nur, dass der ehemalige Nachbarsjunge (3 Jahre alt) mich gar nicht mehr in Ruhe lassen wollte, wenn ich mal da war. Eigentlich wollte ich seine Eltern besuchen, saß dann aber oft mit ihm in seinem Zimmer und wir haben mit seinen Autos gespielt.
      Und manchmal auf Vereinstreffen habe ich die Kinderbetreuung übernommen: ca. 10 Kinder und dann mit denen was spielen oder basteln. Das eine Mal war sehr lustig, denn irgendwer hatte die Idee aus Müll Musikinstrumente zu bauen. Und dann sind wir mit leeren Bierflaschen, Blechdosen und was wir so gefunden haben, rumgezogen und haben Lärm gemacht. :d
    • Windtänzerin wrote:

      Zu Tieren habe ich einen sehr guten Draht. Egal ob Hund, Katze oder Pferd. Alles kein Problem. Ich kann Tiere einfach besser verstehen als Menschen, denn Tiere lügen nicht, sie verstellen sich nicht. Ich gehe mit ihnen immer so um, wie ihre Artgenossen das machen würden und das funktioniert hervorragend. Besonders für sehr scheue und verängstigte Tiere scheine ich ein Händchen zu haben. Es dauert nie lange und sie fangen an, mir zu vertrauen. Vermutlich, weil ich ihnen gegenüber nicht die Sprache der Menschen benutze, sondern ihre und sie mich deswegen besser verstehen als andere Menschen.

      Kinder hingegen... naja, sie sind mir zu laut, zu unberechenbar. Aber aus einem mir nicht ersichtlichen Grund scheinen sie mich zu mögen (sogar kleine Babys himmeln mich schon an und fangen an zu lächeln, wenn sie mich sehen). Ich musste morgens eine ganze Zeit im Schulbus (Grundschule) mitfahren und die Kiddies haben mich nicht eine Sekunde in Ruhe gelassen. Ich hatte da plötzlich sogar zwei kleine "Freundinnen", die unbedingt immer neben mir sitzen wollten. Ich hab mich dann zusammengerissen und hab mich wohl oder übel mit ihnen beschäftigt, war aber jedes mal froh, wenn die Kiddies an der Grundschule ausstiegen und ich den Rest der Fahrt (der Schulbus war gleichzeitig auch Linienbus und fuhr immer noch weiter in die Stadt) über meine Ruhe hatte.


      Deine Aussage trifft weitestgehend auch auf mich zu :)

      Der Umgang mit Tieren fällt mir recht leicht. Außerdem ist mir aufgefallen, dass ich mich befreiter und entspannter fühle. Häufig habe ich während der Kommunikation mit anderen Menschen einen Druck auf dem oberen Brustbereich. Sobald ich alleine bin oder unter Tieren fällt dieser Druck weg.

      Kinder kann ich kaum ab, weil mir die hohe Stimmlage zu schaffen macht. Sie haben zu häufig quietschende Stimmen, das schmerzt in meinen Ohren.

      Schlimm sind da vor allem Mädchen, die behalten ihre hohe Stimme so lang wie möglich bei (wahrscheinlich ist der "Niedlichkeitsfaktor" von ihnen sogar gewollt, für mich wirkt das nicht süß sondern abstoßend).
    • Mit Kindern kann ich gar nicht, Erwachsene sind viel berechenbarer und daher einfacher.
      Kinder sollten zu mir einen Sicherheitsabstand von mindestens 5 Metern halten und mich nicht ansprechen. ;)
      Das Problem ist, dass ich nicht weiß, wie ich mich verhalten soll, habe kein Verhaltensrepertoire für den Umgang mit Kindern, und kann mich auch nicht auf deren Fantasiespiele einlassen. Maximal geht mal ein Brettspiel, die haben wenigstens Regeln.

      Vor Hunden hab ich keine Angst, bin aber manchmal auch etwas ratlos, was sie von mir wollen. Streicheln ist ok, aber spielen ist schon schwieriger.

      Katzen sind mir etwas lieber, weil man die nicht so bespaßen muss, und schmusen ist schön.

      Die meiste Erfahrung hab ich mit Meerschweinchen. Die sind okay. Wollen allerdings nicht schmusen. ;)
      Menschen sind auch nur Tiere. - Ich mag Tiere!
    • Was Kinder angeht, geht es mir exakt wie Shenya.
      Zu Tieren habe ich fast immer einen guten "Draht", auch zu "Problemtieren", vor denen gewarnt wird, die unheimlich scheu sind und derlei. Tierisches Verhalten, Mimik und Gestik sind für mich wesentlich einfacher zu verstehen und zu deuten als menschliches, da die oft weitgehenden Hintergedanken und hintergründigen Manipulationen fehlen.
      Nichts ist, wie es scheint...
    • Meine Mutter züchtet Katzen, dementsprechend habe auch ich ein Faible für Katzen und selbst einen Kater. Vor Hunden habe ich allerdings Angst.

      Mit Kinder komme ich gut klar, sie mögen mich und ich mag sie. Ich denke auch, dass die offene, unverblümte Art von Kindern Autisten generell entgegen kommt. Meine beiden kleinen Schwestern haben jedenfalls nicht unter mir gelitten.
    • Shenya wrote:

      Vor Hunden hab ich keine Angst, bin aber manchmal auch etwas ratlos, was sie von mir wollen. Streicheln ist ok, aber spielen ist schon schwieriger.

      :d Versuch's mal im Winter- nimm Schnee, forme einen Ball und wirf ihn weg und frage den Hund: "(Name des Hundes), wo ist der Ball?" Luna, Hündin meines besten Freundes hat daraufhin den halben Acker umgegraben :lol: Jetzt ist sie schlauer und man kann sie nicht mehr veralbern wie früher.
      Ich bin verantwortlich für das, was ich schreibe und nicht für das, was Du verstehst und darin zu lesen meinst.