Rückzug/Flucht von aussen, gefangen in der eigenen psychischen Welt

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    • Rückzug/Flucht von aussen, gefangen in der eigenen psychischen Welt

      Hey, berichte ja immer wieder über meinen Tunnelblick und den visuellen und akustischen Verarbeitungsproblemen.
      Über Probleme mit Aufmerksamkeit, Konzentration berichte ich ja auch immer wieder.

      Dieser Artikel erklärt meine Thematik sehr gut, wobei ich immer noch nicht ganz durchblicke.
      ADHS/ADS ist hiervon aber trotzdem schwer abzugrenzen.
      L.G. Daniel :thumbup: :thumbup:

      Quelle.

      autismus-wemi.de/autismus-88.html

      Zitat.

      Gefangen in der eigenen psychischen Welt

      Mit Autismus bezeichnet man den Rückzug in die eigene psychische Welt, was der Schweizer Psychiater Bleuler bereits im Jahre 1911 beschrieben hat. Das Symptom des Rückzuges ist auch bei schizophrenen Menschen zu beobachten.

      Während sich die einen komplett der Außenwelt entziehen und ein Herankommen fast unmöglich ist, "erstarren" andere nur in bestimmten, meist ungewohnten Situationen oder in einer fremden Umgebung. Manche ziehen sich in "ihre Welt" zurück, wenn sie gerügt werden oder etwas nicht so ist, wie sie es gewohnt sind.

      Der Rückzug kündigt sich bei den weniger Betroffenen meistens an und beginnt mit einem starren Blick in eine Richtung, dies kann auch der direkte Blick in die Augen des Gegenübers sein. Als nächstes ist der Autist nicht mehr anzusprechen. Das heißt, die zu ihm gesprochenen Worte werden zwar gehört, aber nicht mehr verarbeitet.
      Zitat ende.
    • Du zitierst hier Thesen aus dem Anfängen des letzten Jahrhunderts, die heute wiederlegt sind. Autismus ist kein Rückzug in eine eigene psychische Welt. Sonst könnte ja kein Autist am sozialen Alltag teilnehmen.

      Der Artikel der Webseite hat direkt am Anfang schon eine vollkommen falsche Gliederung des Autismus.

      - Kanner Autismus = frühkindlicher Autismus, der untergliedert wird in LFA und HFA (Low High functional) Der LFA wird untergliedert in mit Intelligenzminderung und ohne Intelligenzminderung.

      - Es gibt keine Asperger Störung, nur das Asperger Syndrom
      - atypischen Autismus

      Die Untergliederung gibt es mit ICD 11 nicht mehr, weil alle drei zur Autismus Spektrum Störung gehören.

      Eine ASS beinhaltet Symptomatiken aus mehreren Persönlichkeitsstörungen (Dissozial. Schizoid, etc. ) Diese Symptome sind nur ein minimaler Anteil und nicht ausreichend um eine der genannten Persönlichkeitsstörungen zu diagnostizieren.

      Die Persönlichkeitsstörungen sind ausserdem ein Ausschlusskriterium für ein ASS Diagnose.

      Autismus ist keine Psychose. Das solltest du eigentlich mittlerweile wissen und ich frage mich warum du so einen veralteten Kram, der wiederlegt und wissenschaftl. nicht haltbar ist verbreitest.

      Weisst du überhaupt was eine Psychose für Auswirkungen hat?
      Deinem Hintergrundwissen nach, weisst du es nämlich nicht. Über so etwas macht man keine Witze und das ist alles anderes als lustig.

      Oder wie würdest du es finden, wenn sich alle über deine Postings lustig machen??


      Daniel1 wrote:

      Hey, berichte ja immer wieder über meinen Tunnelblick und den visuellen und akustischen Verarbeitungsproblemen.
      Über Probleme mit Aufmerksamkeit, Konzentration berichte ich ja auch immer wieder.

      Statt ständig davon zu berichten und rum zu vermuten, ob es auf dich zutrifft und wenn es ja soooo wichtig für dich ist, dann lass es von einem Arzt diagnostisch abklären und du hast Fakten, also etwas greifbares, statt zu fantasieren u. realitätsfern.

      Aufmerksamkeits, und Konzntrationsschwierigkeiten hat jeder Mensch mal. Von ADHS / ADS habe ich keinen Beitrag von dir gesehen.
    • Tux wrote:

      Du zitierst hier Thesen aus dem Anfängen des letzten Jahrhunderts, die heute wiederlegt sind. Autismus ist kein Rückzug in eine eigene psychische Welt. Sonst könnte ja kein Autist am sozialen Alltag teilnehmen.
      Meines Wissens nach ist der innere Rückzug nach einer Reizüberflutung gemeint, welche Autisten meines Wissens nach zum Teil haben. Wüsste wirklich nicht, dass diese These wiederlegt ist. Dass im Artikel der Rückzug von Autisten und Menschen mit Psychosen in einem Satz steht, finde ich natürlich bedauerlich, da es was anderes ist.
      Ich fühle mich ständig reizüberflutet und überfordert, dadurch habe ich riesige Probleme im hier und jetzt zu sein, wodurch ich zwangsläufig in meiner eigenen Welt bin, wenn ich starke visuellen und akustischen Verarbeitungsproblemen habe.
      Gehe davon aus, dass die 'eigene innere Welt' eine Art 'Sparmodus bei Reizüberforderung' bei mir ist.
      Wundere mich dass ich mich trotzdem in der äußeren Welt irgendwie bewegen kann, da ich mich sehr schwer tue achtsam zu sein.

      Bei Kannerautisten ist es meines Wissens stark ausgeprägt, was nicht heisst, dass ich es nicht habe.

      Wüsste wirklich nicht, dass diese These wiederlegt ist, weshalb mich interessiert was andere und @RegenbogenWusli dazu sagen.
      So lange ich was nicht kapiere suche ich weiter nach Lösungen, um die Thematik zu verstehen, sorry
      Herzlichen Dank
      L.G. Daniel :thumbup: :thumbup:

      The post was edited 4 times, last by Daniel1 ().

    • Daniel1 wrote:

      Wüsste wirklich nicht, dass diese These wiederlegt ist, weshalb mich interessiert was andere und @RegenbogenWusli dazu sagen.
      Ich denke auch wie Tux, das der Text den du verlinkt hast ziemlich veraltet ist, aber das heißt ja nicht das alles an ihm falsch ist.

      Von dem was ich so von neureren Erkenntnissen gelesen habe, sieht man bei Autismus die dinge etwas anders.
      Das was man früher als einen Rückzug in eine eigene Welt angesehen hat, wird heute eher anders gesehen, nähmlich als Blockieren von äußeren Reißen, weil die äußeren Reize zu viel sind, in diesem Moment.
      Stärker betroffene Autisten, haben in einer für sie persönlich nicht geeigneten Umwelt nunmal häufig dieses problem und zeigen daher auch häufig dieses Verhalten.
      Das erkannte damals auch Leo Kanner, der davon berichtet hat das seine stark betroffenen Patienten Besserungen zeigten, wenn man sie in eine für sie gute Umgebung brachte und sie demendsprechend förderte. Verschlimmerte man ihre Lebenssituation, dann wurden die Symptome wieder stärker.
      Das ist nichts neues aber man weiß heute das es umso wichtiger für die Therapie ist und auch für den autistischen Menschen.
      Früher hat man noch zu sehr versucht den Autisten ihre Eigenheiten abzuerziehen wo es nur ging.
      Heute sollte man wissen das sich vieles von selbst auflöst, wenn die Umgebung an die Bedürfnisse des Autisten angepasst wird.
      Auch wenn man dadurch einen Autisten nicht komplett frei von Auffälligkeiten machen kann, es hilft definitv mehr als das typische Kompensationstraining.
      Bei stark Betroffenen ist das sicher schwerer als bei mittel bis leicht Betroffenen.

      Edit: Ich wollte auch noch betonen, das die autistischen Abschottungen der äußeren Reize nichts mit dem Verhalten von traumatisierten menschen zutun hat, was man vielleicht kennt, wenn jemand in einer eigenen Kinderwelt zurückbleibt und in dieser Welt quasi festhängt weil das Erlebnis so eingreifend in die Entwicklung war. Das ist bei Autisten idR nicht der Fall, ich kenne auch keine Autisten die so sind. Meist habe ich eher erlebt das Autisten zumindest im hochfunktionalen Bereich sehr erwachsen und reflektiert reden und eher dann stumm werden, wenn sie mit dem Thema oder einer anderen Sache wie einer ablenkenden Umgebung nicht umgehen können. Hier wird entweder garnicht reagiert oder eben verzögert.

      Zu dem ADHS kann ich wenig sagen, aber ich weiß das einige nach außen hin bemerkbare Symptome die bei ADHS auftreten, bei Autismus auch nicht selten sind.
      Hier muss man aber unterscheiden.
      Beispiel: - Aufmerksamkeit bei bestimmten Themen
      ADHS - Zwang nach Wechsel, unbewusst schwankt das Gehirn auf neue andere Reize
      Autismus - kein wirkliches Interesse an einer Sache, das Gehirn kann nicht fokussiert sein
      (so habe ich es zumindest mal gelernt)
      Ein nach außen hin gleich wirkendes Symptome hat aber unterschiedliche Ursachen.
      Es gibt noch andere Lebensbereiche und Beispiele, ich glaube zum Beispiel das eine Sache anfangen aber nicht beenden können weil man abgelenkt wird, kann auch bei beiden auftreten.
      Auch hier gibt es unterschiedliche Gründe.
      Mir passiert das oft beim Aufräumen. Ich sehe einfach zu viele Baustellen auf einmal.

      Was Tux über den ICD11 sagt, ich habe seine Aussage nicht so ganz verstanden.
      Im Moment WIRD nach dem ICD10 diagnostiziert, und nicht nach dem ICD11, das heißt, im Moment müssen Psychiater etc noch in Asperger Syndrom, frühkindlichem Autismus zu dem auch HFA gehört oder Atypischen Autismus unterteilen, auch wenn sie einem sagen das eine Autismusspektrumstörung vorliegt.
      Der ICD11 ist noch nicht offiziell für die Diagnosen herausgegeben worden.
      Jedenfalls habe ich noch nichts davon mitbekommen, es würde mich überaschen weil ich erst neulich irgendwo las das es auf 2023 verschoben wurde, oder sogar noch weiter in die Zukunft.

      The post was edited 1 time, last by RegenbogenWusli ().