Hürden bei Wohnungssuche

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    • Das mag ja erst toll klingen, wenn es einen Hauswart gibt und man dort dafür sorgt, dass nur Mieter da sind, die sich an die Hausordnung halten.
      Ich hab aber auch mal in so einer Wohnung gelebt und es war ganz schrecklich. Die Nachbarin, welche inoffiziell diese "Hauswart"-Rolle hatte, mochte uns aus irgendeinem Grund nicht. Wir waren ruhig, haben immer pünktlich bezahlt, haben die Treppe immer gewischt wenn wir Putzdienst hatten, haben Ordnung gehalten usw. Aber wir haben 1, 2 Einladungen der Nachbarin abgelehnt, an Silvester oder so. Und haben eben nicht von uns aus ein Gespräch mit ihnen angefangen, sondern nur nett gegrüßt. Vielleicht war es das. Oder die langen Haare von meinem Freund. Oder man merkt mir an, dass ich etwas anders bin.. keine Ahnung.

      Aufjedenfall hat die dann dauernd beim Vermieter angerufen und sich über uns beschwert. Hat dann absichtlich Flecken im Treppenhaus gemacht und geprüft, ob wir die auch alle wegmachen. Einmal war es dann so ein Benzinfleck, der gar nicht weg ging und der auch nicht wirklich als Fleck erkennbar war. Davon machte sie dann ein Foto mit Zeitung nebendran als Beweis für das Datum und schickte es ihm. Das würde eindeutig beweisen, dass wir ja wirklich nie putzen, was sie ja schon immer behauptet habe! Es gab viele solcher Dinge und der Vermieter machte diesen Kindergarten mit und so mobbte man uns da quasi raus.

      Unter uns haben zeitweise Leute gelebt, die waren laut, hörten in der Nacht laut Musik, zerstörten im Suff mitten in der Nacht Möbel usw. Oder die über uns, die wischten tatsächlich nie den Flur wenn sie dran waren (hatten sie uns sogar mal gesagt) und hatten den Fernseher sehr laut gestellt. Aber gegen die alle wurde nichts unternommen.

      Bei der Schlüsselübergabe, als wir da endlich ausgezogen sind, da hatte ich nen Meltdown, mit Sachen werfen - zum Glück NICHT auf den Vermieter. Ich habe in meinem ganzen Leben vielleicht 3 Meltdowns gehabt.. es war also wirklich extrem schlimm. Ich würde deswegen niemals mehr eine Wohnung nehmen, wo schon von vornherein klar ist, dass da ganz genau geguckt wird, wie man sich benimmt, und wenn dann auch noch Minderheiten so offensichtlich nicht gemocht werden. Ich kann das Bauchgefühl also durchaus nachvollziehen.
    • Ja, ich plädiere auch dafür, daß Bauchgefühl ernst zu nehmen.
      Vielleicht kannst du in das Gefühl reingehen und abwarten welche Gedanken dazu kommen. Da könnte deine Antwort drin liegen und unbegründete Ängste können sich durch die Technik ja auch auflösen.
      Kannst/Konntest du dich in anderen Situationen auf dein Bauchgefühl verlassen?

      Wenn die Vermieter diskriminierend sind, wie sieht es mit einer möglichen Diskriminierung aufgrund des Autismus aus?
      Ich wurde telefonisch mal abgelehnt, weil man sich nicht noch einen schwierigen Fall ins Haus holen wollte. Scheiße in dem Moment, aber da wäre der Ärger mit solchen Kleingeistern ja fast vorprogrammiert.