Welche Hilfen kann ich bekommen

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    • Welche Hilfen kann ich bekommen

      Seit Anfang Februar habe ich die Diagnose atypischer Autismus bekommen.
      Ich werde bald 38 und wurde mein ganzes Leben als geistig behindert, lernbehindert durch Intelligenzminderung eingestuft.
      Heute weiß ich, dass ich mit einem IQ von 109 nicht intelligenzgemindert bin, sondern meine Lernbehinderung durch den Autismus bedingt ist.
      Meine Betreuung bisher war in Wohngemeinschaften und Werkstätten für Menschen mit geistiger Behinderung.
      Fast überall habe ich die Erfahrung gemacht, dass man mich loswerden will.
      In meinem bisherigen Leben habe ich gelernt, die Probleme der anderen zu sehen und zu helfen. Solange ich unterstütze und eine Hilfe bin, ist die Welt in Ordnung. Aber brauche ich Hilfe, wird der Umgang mit mir als "schwierig" bezeichnet.
      Ich lebe heute im BEW für Menschen mit geistiger Behinderung, wo ich zuvor in einer WG lebte. Dort ist man nicht auf Menschen mit Autismus spezialisiert.
      Auch in meiner Beziehung mit einem Mann, der MS und 24-Stunden-Assistenz hat, fühle ich mich unverstanden.

      Was würdet ihr an meiner Stelle machen?
      Welche Hilfen kann ich bekommen?
    • Hallo @Dumme Triene (ich finde den Namen irgendwie traurig aber das nur am Rande)

      Inzwischen solltest du die Möglichkeit haben (weil sich das Recht geändert hat) auch in eine andere passendere WfbM können dürfen.
      So weit ich weiß kann man auch das Heim wo man lebt sich selbst aussuchen, es kann nur sein das die Wartezeiten bis ein Platz frei wird lang sein kann, manchmal mehrere Jahre, bestenfalls nur ein paar Wochen oder Monate.
      Vermutlich ist die WfbM wo du im Moment bist wirklich keine gute, weil jeder Mensch sollte mit seinen Bedürfnissen angenommen werden wie er ist.
      Ich arbeite auch in einer WfbM wo ich ganz anders behandelt werde. Bei uns sind auch teilweise Menschen mit Lernbehinderung aber nicht nur, da es eine WfbM für psychisch Behinderte ist und nicht für geistig behinderte.
      Die Leute sind in meiner WfbM sehr rücksichtsvoll, man kann mit den Gruppenleitern sehr gut Probleme besprechen, es wird auf einen eingegangen und wenn man sich für andere engagiert wird man dafür sogar gelobt, man bekommt im Arbeitsbereich sogar mehr Geld wenn man sich sozial den anderen gegenüber zeigt.
      Ich weiß ja nicht warum dich die Leute da als schwierig bezeichnen.
      Autisten haben oft Probleme mit bestimmten Dingen die andere nicht nachvollziehen können, weil sie für die anderen so banal und nichtig scheinen.
      Wenn es laut ist und viele reden, kann einen das stressen und man reagiert gereizt oder garnicht, was andere nicht verstehen.
      Wenn man dann nicht sagen kann was einem fehlt sind die anderen überfordert.
      In meiner WfbM wurde mit mir ein Kriesenplan gemacht wo ich erklärt habe was mich aus dem Konzept bringen kann und was die Betreuer dann tun sollten.
      Sowas wird da mit jedem individuell besprochen und ich finde das auch wichtig, weil jeder andere Probleme wegen seiner Behinderung hat.
      Zusätzlich gibt es bei uns auch einen Behindertenrat bzw Werkstattrat und den sozialen Dienst an die man sich wenden kann.
      Wenn es bei euch sowas nicht gibt, würde ich mir mal andere Werkstätten anschauen.
      Wichtig ist auch das man auf seine Rechte beharrt und diese durchsetzen will. Die Leute sind leider oft so das sie es nicht interessiert wenn man selbst kein deutliches Verhalten zeigt da unbedingt was ändern zu wollen.
      Berlin ist ja riesig, ich kann mir vorstellen das es dort viele WfbMs gibt, vielleicht eine die ein oder andere wo speziell Autisten arbeiten.
      Bei Wohngruppen wird das schon schwieriger.
      In Essen wo ich noch wohne gibt es weder das eine noch das andere.
      Ich möchte deswegen mit meiner Mutter nach Nürnberg umziehen (da habe ich schonmal als Kind gewohnt deswegen kenne ich die Stadt wenigstens) denn dort gibt es eine WfbM für Autisten die Künstler sind (was ich ja beides bin), und es gibt sogar etwas außerhalb dort ein Wohnheim für Autisten wo es auch eine anliegende Werkstatt gibt.
      Das ganze schreckt mich nur etwas ab weil das eben nicht in Nürnberg selbst ist und ich möchte schon gerne recht zentrumsnah dort wohnen.
    • Dumme Triene wrote:

      Was würdet ihr an meiner Stelle machen?
      Welche Hilfen kann ich bekommen?
      Ich habe noch nicht ganz verstanden was du eigentlich brauchst.

      Falls du autismusspezifische Hilfe(n) brauchst kannst du dich an
      HOME - ZuB Wohnhaus gGmbH modern - autismusspezifisch oder
      Autismus Deutschland, Landesverband Berlin e.V. - Hilfe für Menschen mit Autismus-Spektrum-Störung (autismus-berlin.de)
      wenden und dich dort beraten lassen.

      Zudem gibt es in Berlin mehrere Selbsthilfegruppen für Menschen mit Autismus. Möglicherweise bekommst du auch da Tipps.
      Kontaktdaten findest du hier: Aspies e.V.
      Surprised by the joy of life.
    • Dumme Triene wrote:

      Dort ist man nicht auf Menschen mit Autismus spezialisiert.
      Dann kannst du versuchen eine spezialisierten Träger zu finden z.B. in Berlin eben ZUB oder Autismus Berlin. Da kann man sich bestimmt auf eine Warteliste setzen lassen, das dauert dann vielleicht ein Weilchen, aber ist ein Anfang.

      Dumme Triene wrote:

      Was würdet ihr an meiner Stelle machen?
      Mir einen spezialisierten Träger suchen Bzw. da bei beiden jeweils einen Termin für ein Beratungsgespräch ausmachen.
      Ggf. eine Ergotherapie oder Psychotherapie anfangen, damit einen Ort damit haben, wo man lösungsorientiert die verwirrenden Dinge des Alltags besprechen kann.

      Den Mann dahin oder zu einer Autismus Beratungsstelle mitnehmen und mal gemeinsam die Bedürfnisse in der Kommunikation klären.

      Viel Erfolg. (Bin auch aus Berlin. Ist zwar ne riesige Stadt, aber vielleicht läuft man sich ja mal unbekannter Weise über den Weg.)
    • Ich hänge mich mit derselben Frage nach Hilfen an diesen Thread dran.

      Momentan bin ich wieder sehr überfordert mit meinem Leben und habe gleichzeitig den Eindruck, dass ich nicht die Hilfen bekomme die ich bräuchte.

      - Ich scheitere daran, einen Beratungsschein zu bekommen, weil ich das rechtliche Problem nicht verständlich formulieren kann. Hilfe bekomme ich nicht, schon 4 Anwälte für Sozialrecht im Umkreis von 20km haben mir abgesagt. Das Amtsgericht hilft mir auch nicht persönlich, wegen der Pandemie.
      - Ich möchte CBD Öl ausprobieren, wegen meiner psychischen Überlastung im Alltag. Mich über frei verkäufliches online einzulesen überfordert mich. Für ein verordnungsfähiges Produkt müsste ich oder ein Arzt einen Antrag bei der Krankenkasse stellen. Auch das überfordert mich.
      - Ich möchte Ergotherapie in Anspruch nehmen, wegen meinen Defiziten. Auch das überfordert mich, das zu beantragen. Ich muss es dem Arzt begründen warum ich das brauche. Meine Hausärztin versteht sowas aber nicht, und ich wirke ja auch nicht beeinträchtigt oder behindert.
      - Gerne würde ich auch eine Arbeitsmöglichkeit haben, aber ohne Ausbildung nimmt mich keiner. Und eine Werkstätte ist nichts für mich. Auch das Thema überfordert mich und ich fühle mich nicht verstanden, bei dem was meine Fähigkeiten und Einschränkungen für einen Job angeht.
      - Die Frau vom begleiteten Wohnen kommt 1x die Woche, das ist zu wenig für mich. Ich bräuchte 2-3x pro Woche Hilfe. Aber mir wurde nicht mehr genehmigt, weil ich bei der Hilfekonferenz (10 fremde sitzen in einem Raum und starren mich an, während ich meine Probleme erklären muss) nicht ich selbst war.
      - Eigentlich bräuchte ich auch wieder einen Betreuer für Behördensachen. Der wurde mir zu Unrecht entzogen. Ich hatte Schwierigkeiten mich sofort auf jemand fremdes einzulassen und war damit überfordert. Das war dem Gericht wohl zu blöd und sie entzogen mir die Betreuung.
      - Um eine Höherstufung im Pflegegrad sollte ich mich auch nochmal kümmern. Die haben widerholt meinen Autismus bei der Bewertung ignoriert. Ich habe zwar meine tatsächlichen Einschränkungen mitgeteilt, aber der Gutachter hat es trotzdem total falsch bewertet. Widerspruch wurde abgelehnt.

      Ich weiß gar nicht womit ich anfangen soll, weil alles irgendwie wichtig ist. Die Überforderung führt dazu, dass ich wie paralysiert bin und gar nichts hinbekomme. Sobald ich irgendwas selbst versuche zu erledigen, geht es schief. Alles wird nur abgelehnt, oder falsch beurteilt. Oder ich bitte um Unterstützung oder Beratung und bekomme einfach keine. Ärzte nehmen mich mit meinen Problemen auch nicht ernst.

      Mir kommt es so vor als würden alle meinen das ich übertreibe, weil ich normaler und selbstständiger wirke, als ich tatsächlich bin. Ich kann mich gut ausdrücken, also glaubt man mir nicht dass Anträge mich überfordern. Ich wohne selbstständig, habe Abitur und einen Führerschein. Also glaubt man mir nicht, dass ich so viel Hilfe brauche oder so sehr Einschränkung habe, wie ich angebe. Ich kann dem Mdk Gutachter selbstständig auf alles antworten, also glaubt man mir nicht dass ich Probleme habe mich mitzuteilen. Weil ich einen Führerschein habe, geht man davon aus dass selbstständig fahren kein Problem für mich ist. Aber es stresst mich extrem und ich wollte den Führerschein nie von mir aus machen.

      Ich weiß nicht mehr weiter, weil ich nicht beweisen kann was für Probleme und Hilfsbedarf ich wirklich habe. Man muss mir meine Aussagen glauben, was aber nicht zu dem Eindruck passt den ich in dem Moment hinterlasse. Entweder lasse ich es sein, mich um etwas zu kümmern was ich brauche, dann bin ich nicht überfordert aber komme auch nicht weiter. Oder ich versuche es alleine und scheitere immer nur, und breche irgendwann dann unter der Überlastung zusammen. Es ist als würde ich eine auseridische Sprache sprechen und keiner versteht was ich sage.

      Was kann ich tun?
    • Avery wrote:

      Was kann ich tun?
      Such dir jemanden der dich bei den Sachen begleitet und dir hilft. Du kannst z.B. zu einer Beratungsstelle der EUTB gehen und zum Sozialpsychiatrischen Dienst.
      Du kannst die Punkte aus dem Beitrag wo du schreibst, was du gerne möchtest mitnehmen zu dem Gespräch.
    • Eutb und soz. Psychiatrischer Dienst habe ich auch beides schon versucht, lief auch wieder blöd. Die von der Eutb hat mir per Mail einen Termin geschickt, zu dem Termin bin ich pünktlich hin gegangen. Es war aber keiner da und die Frau nicht erreichbar. Ich hätte den Termin bestätigen sollen, was für mich nicht ersichtlich war. Der soz. Psychiatrische Dienst hatte mich erst um 30min versetzt. Hatte dann versprochen sich um was zu kümmern und es Wochen später trotz mehrmaligem Nachfragen immer noch nicht gemacht. Und mich noch dazu angelogen. Ich hatte es seitdem bei diesen Anbietern nicht mehr versucht, weil mir die Situationen nur noch mehr Überlastung brachten und ich das nicht nochmal wollte.

      Von solchen Anbietern habe ich auch bestimmte Erwartungen, dass man als Hilfe suchender zumindest dort vernünftig behandelt wird. Weil ich denke, dass so jemand aus Erfahrung mit beeinträchtigten Menschen umgehen können sollte. Jetzt nicht speziell mit Autismus, aber generell mit mehr Achtsamkeit und mehr Rücksicht als es sonst überall der Fall ist. Wenn das aber auch bei solchen Anbietern wieder nicht ohne Komplikationen läuft, schreckt mich das ab es dort trotzdem nochmal zu versuchen. Beim Vdk versuche ich es zum Beispiel erst gar nicht, wegen dem was ich an überwiegend negativen Erfahrungsberichten darüber gelesen habe.
    • Avery wrote:

      Die von der Eutb hat mir per Mail einen Termin geschickt, zu dem Termin bin ich pünktlich hin gegangen. Es war aber keiner da und die Frau nicht erreichbar. Ich hätte den Termin bestätigen sollen, was für mich nicht ersichtlich war.
      Tipp: Termine sollte man immer bestätigen, egal ob das dazu gesagt wird oder nicht.
      Vielleicht kannst du versuchen da noch einmal einen neuen Termin zu machen?

      Es gibt auch ganz viele verschiedene individuelle Stellen der EUTB, du könntest zu einer anderen gehen.

      Ich habe auch schon viele gute Sachen über den VDK gehört. Es gar nicht erst zu versuchen wird halt auch keine Lösung bringen. Man muss es leider leider immer wieder neu probieren.
    • Avery wrote:

      Eutb und soz. Psychiatrischer Dienst habe ich auch beides schon versucht, lief auch wieder blöd. Die von der Eutb hat mir per Mail einen Termin geschickt, zu dem Termin bin ich pünktlich hin gegangen. Es war aber keiner da und die Frau nicht erreichbar. Ich hätte den Termin bestätigen sollen, was für mich nicht ersichtlich war. Der soz. Psychiatrische Dienst hatte mich erst um 30min versetzt. Hatte dann versprochen sich um was zu kümmern und es Wochen später trotz mehrmaligem Nachfragen immer noch nicht gemacht. Und mich noch dazu angelogen. Ich hatte es seitdem bei diesen Anbietern nicht mehr versucht, weil mir die Situationen nur noch mehr Überlastung brachten und ich das nicht nochmal wollte.

      Von solchen Anbietern habe ich auch bestimmte Erwartungen, dass man als Hilfe suchender zumindest dort vernünftig behandelt wird. Weil ich denke, dass so jemand aus Erfahrung mit beeinträchtigten Menschen umgehen können sollte. Jetzt nicht speziell mit Autismus, aber generell mit mehr Achtsamkeit und mehr Rücksicht als es sonst überall der Fall ist. Wenn das aber auch bei solchen Anbietern wieder nicht ohne Komplikationen läuft, schreckt mich das ab es dort trotzdem nochmal zu versuchen. Beim Vdk versuche ich es zum Beispiel erst gar nicht, wegen dem was ich an überwiegend negativen Erfahrungsberichten darüber gelesen habe.
      Ja, sowas kenne ich leider auch.
      Bei mir war ich dann auch emotional an einem Punkt wo es für mich nicht mehr weiter ging und ich keinen Sinn sah.
      Irgendwann habe ich für mich entschieden und erkannt, dass ich so nicht voran komme und das ich gleichzeitig meine Langsamkeit in den Dingen (Probleme Dinge zu verstehen und einzuordnen) akzeptieren muss. Dafür ist es aber wichtig hartnäckig zu bleiben. Gleichzeitig ist es auch wichtig Pausen einzulegen, bis man emotional wieder bereit ist. Also Selbstfürsorge und zwischdurch abschalten, was Schönes machen.
      Ein Nein ist in diesen ganzen Bereichen kein Nein (sondern ein ich will nicht, oder du hast noch nicht oft genug probiert, den Fall noch nicht verständlich genug geschildert, keine Emphatie erzeugen können, nicht die juristisch korrekte Anspruchsgrundlage genannt).
      Durch meine kommunikativen Probleme werde ich oft nicht richtig verstanden und andere Menschen haben ja auch nicht immer einen guten Tag (und ohne den und Geduld und Achtsamkeit geht es mit mir nicht), sodass es zu Missverständnissen kommt. Oft liegt der Fehler auch auf meiner Seite, ich tauche dank Adhs auch gerne an komplett falschen Tagen auf, oder übersehe halt auch den Termin zu bestätigen.
      Es ist schwierig Gelassenheit zu bewahren, wenn viel schief läuft.
      Mittlerweile erwarte ich gar nicht mehr, dass die Dinge gut laufen, sondern plane einfach mit sturer Hartnäckigkeit was ich erwarte und sehe den Weg dahin als experimentell an (und Fehler als mir verzeihbar und zur Behinderung gehörig). Gleichzeitig versuche ich auch anderen gegenüber entspannt zu bleiben und ihre Fehler anzunehmen.
      Einfach so abstrakt betrachtet ist die Welt Aspie von der Welt NT extrem weit entfernt. Ich habe 16 Jahre studiert und kann mich immer noch nicht perfekt ausdrücken und verständlich machen (trotz Gesellschaftswissenschaften und Sprachstudium). Und die Komponente der anderen Person spielt ja dann auch mit rein. Manche Menschen trigger ich einfach an, die kommen auf mich nicht klar (und oft auch ich nicht auf sie). Mit manchen Menschen wird es über einen längeren Zeitraum des sich Kennen Lernens und des Kommunizierens besser, und bei manchen schlimmer und die sortiere ich dann aus (außer sie sind die einzige Person und ich muss ihre Zustimmung für etwas haben, dann probiere ich andere Wege).
      Mittlerweile habe ich eine gute Psychotherapeutin und einen guten Betreuer, gut = sie tun mir emotional gut und wir können, wenn auch mit Hindernissen kommunizieren. Lesen hier im Forum hilft mir auch oft die richtigen Worte zu finden, oder Dinge in meinem Kopf zu ordnen.

      Hoffe mein Bericht hilft dir und macht dir Mut deinen Weg weiter zu gehen (und zu finden).
    • Ja MangoMambo, das mit den Terminen habe ich jetzt auch gelernt. :)
      Aber unabhängig davon fand ich es nicht gut, wie die EUTB sich in der Sache verhalten hat. Sie hätten sich nochmal melden können wegen dem Termin (vielleicht habe ich die Mail nicht bekommen? Oder vergessen Bescheid zu sagen?) Ich war hinterher davon ausgegangen, dass eine Stelle die speziell für Menschen mit Behinderungen zuständig ist, von sich aus und aus Erfahrung sich eher unterstützend verhalten würde. Für manche Behinderten Menschen kann es schon ein Problem sein, so eine Terminvereinbarung gemeistert zu bekommen. Die Frau war ja zu dem Termin nicht Mal mehr in ihrem Büro, also ging sie schon vorher (fälschlich) einfach davon aus, dass ich den Termin nicht wahrnehmen würde. Ohne zur Sicherheit vielleicht einfach nochmal nachzufragen. Auch wenn ich mich hätte melden müssen, was ich jetzt weiß, braucht man da doch nicht stillschweigend darauf zu bestehen wie ein 3-jähriges trotziges Kind. Sondern kann mir entgegen kommen und sich auch dann bei mir melden, auch wenn es eigentlich meine Aufgabe gewesen wäre.

      Vielleicht kannst du versuchen da noch einmal einen neuen Termin zu machen?
      Das wäre eine sehr große Überwindung für mich, weil ich speziell zu dieser Frau nicht mehr möchte. Ich habe auch Angst, dass dann die Sache mit dem Termin angesorochen wird und da würde ich vermutlich eher nicht sehr nett darauf antworten. Aber ich frage mal die vom begleiteten Wohnen, ob sie dort einen Termin ausmacht und mich dann auch dort hin begleitet.

      Hoffe mein Bericht hilft dir und macht dir Mut deinen Weg weiter zu gehen (und zu finden).
      Ich denke, die Sache mit der Hartnäckigkeit ist einer meiner Schwachpunkte. Ich finde scheinbar auch irgendwie nicht den richtigen "Ton" (RW) mit dem Gegenüber zu kommunizieren. Bin ich sehr sachlich, scheint es bei manchen überheblich, besserwisserisch oder sehr fordernd/vorschreibend rüber zu kommen. Was negativ ist, weil sich Behörden oder andere zuständige Mitarbeiter nicht gerne bevormunden lassen wollen von Antragsstellern. Bin ich weniger sachlich schreibe ich ewig lange Begründungen und Ausführungen, die für den Gegenüber aber scheinbar nicht verständlich sind worauf ich hinaus möchte. Aber irgendwas dazwischen kann ich nicht, das hat auch nichts mit Übung zu tun.

      Als mir mal beim Arbeitsamt eine Mitarbeiterin half einen Antrag für die Reha Abteilung auszufüllen (sie stellte mir Fragen und suchte sich aus meinen Antworten das heraus, was für den Antrag wichtig war; Genau so bräuchte ich es zum Beispiel beim Antrag für den Beratungsschein) war ich sehr erstaunt darüber, was sie da zu den jeweiligen Fragen rein schrieb. Nie im Leben wäre ich darauf gekommen, dass die Frage darauf hinaus wollte oder, dass diese Info zu dieser Frage ausreicht.
    • Cbd Öl habe ich in einem speziellen Laden hier in Berlin gekauft, da wurde ich gut beraten.
      Es gibt auch welches bei DM, ist aber etwas teurer.
      Die Tropfen mache ich auf einen kleinen Löffel von Milka Ostereiern.
      Das landet dann unter der Zunge
      Vor allem soll man danach eine halbe Stunde nichts essen/trinken.

      Mit dem Termin, das kann ich verstehen.
      Ich habe die allgemeinen Geschäftsbedingungen gelesen vergesse ich auch gerne anzuklicken, dann passiert auch nix
      Man muss die Schuld auch mal bei den Anderen suchen
    • Avery wrote:

      Das wäre eine sehr große Überwindung für mich, weil ich speziell zu dieser Frau nicht mehr möchte.
      Dann bei einer anderen Stelle der EUTB oder einer anderen Person dort.

      In der Regel bedeutet es, wenn man Terminvorschläge nicht bestätigt, dass man den Termin nicht wahrnehmen möchte. Egal ob Arzttermin oder Vorstellungsgespräch oder eben z.B. eine Beratung.

      Avery wrote:

      Als mir mal beim Arbeitsamt eine Mitarbeiterin half einen Antrag für die Reha Abteilung auszufüllen
      Genau so jemand brauchst du für den Rest. Gibt es eben z.B. bei Beratungsstellen (manchmal muss man da mehrere Leute durchprobieren bis man jemand findet der passt) und dann wenn man das beantragt hat auch über z.B. ambulantes betreutes Wohnen.
    • Genau so jemand brauchst du für den Rest.
      Stimmt das wäre sehr hilfreich.

      Und ich denke ich muss auch lernen oder mir angewöhnen, schon von vorne herein mehr Hilfe einzufordern. Nichts gegen Selbstständigkeit und es versuchen, aber wenn ich manche Dinge erst komplett alleine versuche, mache ich mir dadurch manchmal wohl auch unnötig weitere Probleme. Wenn ich schon von Anfang an zu etwas Hilfe einfordere (oder darum bitte) und eine Sache dadurch direkt problemlos läuft, erspart mir das sicher auch einiges an Überforderung. Die Hilfe brauche ich ja so oder so, ob ich mir vorab direkt helfen lasse, oder ob man mir helfen muss nachdem ich alleine gescheitert bin, ändert nichts daran dass ich die Hilfe brauche. Nur würde ich mir die Überforderung ersparen, wenn ich etwas nicht mehr völlig eigenständig versuche. Mich bei etwas zu untersützen heißt ja auch nicht, mir eine Sache komplet abzunehmen.