Reizüberflutung durch zu viele Gedanken?

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    • Reizüberflutung durch zu viele Gedanken?

      Hey,

      psychic.de/forum/kummerforum-f…erte-gedanken-t98876.html

      Gibt es eine Reizüberflutung durch zu viele unsortierte Gedanken überhaupt.

      Im Link oben sehe ich meine Thematik gut geschildert.

      Dazu, meine Überforderung durch Reizüberflutung, wenn ich so nennen kann, habe ich ausser den Klinikaufenhalten fast immer.
      Nach den Klinikaufenthalten ist es für wenige Wochen bis Monaten besser, bis wieder alles reiztechnisch beim Alten ist.

      Wie lange braucht es bei euch, bis ihr euch reiztechnisch erholt.

      :thumbup: :thumbup:
    • Ja, durchaus. Aber als Reizüberflutung würde ich das nicht bezeichnen. So genau kenne ich mich mit der posttraumatischen Belastungsstörung nicht aus, aber auch dort können getriggerte Gedanken und Gefühle Überlastungssituationen hervorrufen. Es ist halt die Frage in welchem Kontext dies auftritt. In dem verlinkten Forum steht ja auch was von Angststörung und Angst kann auch ein Trigger für sowas sein.
      Bei mir ist es auch schon vorgekommen, dass ich längere Zeit mich mit bestimmten Situationen beschäftigen musste, ohne ins Detail zu gehen, aber als Zwang würde ich es jetzt nicht bezeichnen, aber es hat mir keine Ruhe gelassen. (RW) In dieser Zeit war ich auch sensibler für äußere Reize und daher schnell im Overload. Das ist aber nur meinerseits subjektiv, du hast ja ziemlich wenig zur Situation geschrieben.
    • Ich kenne das auch: Wenn ich ein Problem, welcher Art auch immer, habe, "verbeiße" ich mich schnell darin. Wenn ich es nicht schaffe, es zu lösen, rattert mein Hirn trotzdem weiter. Das kann, muss aber nicht (!) sehr unangenehm werden. Nach außen werde ich dann aber weniger reizoffen, sondern kriege im Gegenteil einen massiven "Tunnelblick" nach innen. Insgesamt kann das sehr erschöpfend werden. Ich lerne aber, bewusster damit umzugehen, und fühle mich manchmal schon weniger ausgeliefert. Die Gedankenschleifen laufen trotzdem weiter, aber ich kann immer wieder eine Meta-Ebene einnehmen und mir sagen "Lustig, mein Hirn dreht mal wieder seine Runden im Hamsterrad". Mit Angsten ist das Ganze bei mir nicht verbunden, sondern es sind immer Unklarheiten, Entscheidungen, Missverständnisse u.a., die sowas auslösen. Auch mathematische Probleme, Knobelaufgaben, Beweisführungen können sowas bei mir auslösen. Da finde ich es auch nicht unangenehm, solange kein Zeitdruck besteht :)
    • Hallo Daniel1,

      Kann es sein das es mehr eine Kombination aus Reizüberflutung und Zwangsdenken ist?
      Ich meine in einer Klinik gibt es wenige optische und akustische Reize, die einen overload verursachen können. Eine Reizüberflutung beeinträchtigt das Denken stark. bei mir als ob nur noch 50% mitbekomme und mein Denken endet im Chaos. Bei sowas muss ich mich mit sehr einfachen Dingen beschäftigen und gucke Serien die ich schon 100 mal gesehen habe, damit ich nur noch über mir bekannten Dinge nachdenke. Bei Star Trek denke ich immer darüber nach was in der Serie absolute Fantasie ist und weil ich das oft gemacht habe belastet Star Trek mein Gehirn kaum und es entspannt mich. ich habe alle Staffeln bestimmt schon >20 mal angeguckt.
      Bei mir ist das so und ich brauche mehrere Tagen bis 1-2 Wochen bis ich mich von so etwas etwas erholen und wieder mal mit Menschen reden kann. Trotzdem muss ich die Reize auch in meiner Wohnung minimieren und ich denke dir kann das auch helfen.

      Versuche es mal und gucke dir ein Film oder Doku in Endlosschleife an, den ganzen Tag damit du stimmen hörtest und auch mal drauf guckst und nichts neues siehst was dich zum Denken anregt. Wenn man sich einmal da dran gewöhnt hat geht das automatisch. Das funktioniert auch mit Dokumentarfilmen oder Filme die die sehr gefallen. Es muss etwas sein, was dein Denken wenig beansprucht, auch wenn es langweilig ist ein Film den ganzen Tag am laufen zu haben, macht es Spaß sich mit etwas zu beschäftigen und ohne Probleme den Film (die Stimmen) zu hören und macht was anders, wie hier im Forum schreiben oder kurze Spiele spielen.

      Computer spiele lösen bei mir auch einen heftigen overload aus und empfehle dir diese zu reduzieren oder nur spiele zu spiele wo wenige Animationen sind
    • Daniel1 wrote:

      Glaubt ihr an Reizüberflutung durch zu viele Denkschleifen, so dass euch das Denken ueberfordert?

      :thumbup: :thumbup:
      Klingt wie die Grübrlschleife bei Depression. Was man uns in diesem Fall beigebracht hat ist, die Schleife zu erkennen, und ein "Stopp!" Schild zu visualisieren. Oder, was mir auch hilft ist der alte Zen-Trick. Seinen Standpunkt von den Gedanken lösen. Dann kommen die Gedanken angeschwommen; Du kannst sie betrachten, und wegschwimmen lassen, wie Fische.