Pfefferminzöl oder Lavendelöl bei Overload/Reizüberflutung?

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    • Das ist nicht so einfach zu beantworten.
      Pfefferminzöl hilft eher bei Kopfschmerzen und wird nicht von jedem vertragen.
      Lavendel wirkt schon eher beruhigend, hier mag aber nicht jeder den Geruch.
      Das muss ausprobiert werden.
      In unserem Reformhaus sind auch Test-Flaschen, an denen man vor dem Kauf schnuppern kann.

      Was auch stimmungsaufhellend sein kann, sind die Zitrusdüfte - Orange bei mir noch mehr als Zitrone.
      Mit ätherischen Ölen sollte man aber ohnehin vorsichtig und sehr sparsam umgehen.
      Hast Du die Möglichkeit, dich in einer Apotheke oder einem Reformhaus beraten zu lassen?
      "Ich kehre in mich selbst zurück und finde eine Welt."

      (Johann Wolfgang von Goethe)
    • Ich kriege bei Reizüberflutung starke Kopfschmerzen. Mir wurde u.a. Pfefferminzöl empfohlen, das macht alles für mich nur noch schlimmer, es ist für mich ein weiterer sehr starker Reiz. Ähnlich stelle ich es mir mit Lavendelöl vor. Ich bin sehr geruchsempfindlich und komme z.B. in einer Parfümerie überhaupt nicht klar.
      Du müsstest es vielleicht einfach mal für dich ausprobieren? Ich könnte mir vorstellen, dass es zum einen individuell verschieden sein kann, ob ein weiterer sehr starker Reiz hilft oder verschlimmert, und auch, welcher Geruch oder sogar welche Art von Reiz einem ggf. hilft?
    • Grubber wrote:

      Du müsstest es vielleicht einfach mal für dich ausprobieren? Ich könnte mir vorstellen, dass es zum einen individuell verschieden sein kann, ob ein weiterer sehr starker Reiz hilft oder verschlimmert, und auch, welcher Geruch oder sogar welche Art von Reiz einem ggf. hilft?
      Davon gehe ich auch aus. Ich bin z. B. auch sehr geruchsempfindlich. Von den meisten Parfums wird mir schlecht, selbst wenn sie nicht übertrieben aufgetragen wurden. Ebenso ist es bei vielen "Pflegeprodukten" oder Waschmittel, manchmal überfordert mich aber auch der Geruch meines Gewürzschrankes.

      Aber mit für mich angenehmen Gerüchen umgebe ich mich meistens gern. Im Wohnzimmer habe ich z. B. ein ätherisches Öl aus Fichtennadeln, davon gebe ich hin und wieder einen Tropfen auf ein Stückchen Küchenpapier, welches ich auf die Heizung lege. Ich mag den Geruch von Wald. Oder in meiner Küche habe ich ein Zitronengrasöl, das mag ich auch gern.

      Mir wurde mal ein kleines Lavendelsäckchen geschenkt. Der Geruch ist schon sehr intensiv, aber es wohnt in meinem Rucksack und ich setze es im Zweifel ein, wenn Umgebungsgerüche zu unangenehm für mich werden.

      Pfefferminz hatte ich im Garten. Nach der Ernte roch es danach intensiv in der Küche, wenn ich es zum Trocknen aufhängte. Das mochte ich. Aber wenn ich Kopfschmerzen habe, bevorzuge ich eher keine weiteren Reize, wie starke Gerüche.
      "in truth, only atoms and the void" Sean Carroll (paraphrased Demokritos)
    • Ja, das meinte ich - ätherische Öle können zu intensiv sein, wenn es einem schon nicht mehr gut geht.

      Von daher sollte man schauen, was man selbst gern riecht.
      Für mich ist es Zitrus- oder Zimtgeruch, während ich z.B. Vanille nicht so gern habe.
      "Ich kehre in mich selbst zurück und finde eine Welt."

      (Johann Wolfgang von Goethe)
    • MangoMambo wrote:

      Daniel1 wrote:

      Wirkt es auch gehen Überlastungssituationen wie Reizüberflutung/Overload?
      Phu, da könnte es sein, dass mich das noch viel mehr reizüberflutet.
      Hallo liebe @MangoMambo , stimmt, diese Gefahr ist vorhanden.

      Bin davon ausgegangen, dass diese Öle möglicherweise das zentrale Nervensystem beruhigen, deshalb meine Frage.

      Da ich oft mit meinen Gedanken überflutet bin und das Gefühl habe von ihnen überflutet zu werden, so dass der Kopf zu streiken scheint, kommt gerade der Gedanke, wie weit ich mich von den Gedanken besser distanzieren kann, diesen Teil des Gehirns kurzfristig entlaste, wenn ich mich z.B. durch ethetische Öle auf einen anderen Reiz, den Geruch konzentriere. Dadurch wechsle ich doch die Aufmerksamkeit vom denken zum Geruch?

      Die Gefahr vor einer weiteren Reizüberflutung scheint sicherlich vorhanden, möchte ich aber mal ausprobieren.
      Siehe.


      wirr-wege.de/psychische-erkrankungen/notfalltasche-skills/
      Weiss natürlich nicht wie es sich bei Autisten auswirkt.
      Was meint ihr??


      :thumbup: :thumbup:

      The post was edited 2 times, last by Daniel1 ().

    • Daniel1 wrote:

      Weiss natürlich nicht wie es sich bei Autisten auswirkt.
      Bei mir machen es viele dieser Reize, die man da setzt (also klassische Skills wie sie z.B. bei Borderline immer empfohlen werden) schlimmer bzw. führen dann erst richtig zum Overload. Sei vorsichtig wenn du damit experimentierst.

      Dagegen funktionieren für mich Stimmings bewusst eingesetzt in der Situation, also z.B. repetitive Bewegungen, Wörter wiederholen.

      Daniel1 wrote:

      Da ich oft mit meinen Gedanken überflutet bin und das Gefühl habe von ihnen überflutet zu werden
      Da klappt für mich geführte Meditation oder Sport am besten. Oder Stimming und Musik.
    • MangoMambo wrote:

      Phu, da könnte es sein, dass mich das noch viel mehr reizüberflutet.
      Wäre bei mir auch so.
      Im Grunde bin ich diesen Düften zwar nicht abgeneigt, aber meine Nase reagiert eh schon recht empfindlich auf Gerüche, ganz egal was für welche, ich nehme sie immer recht intensiv wahr.
      Bei Overloads könnte ich das nicht gebrauchen, wohlmöglich wenn jemand eventuell selbst ein Parfüm hat und sehr stark danach riecht, und mich damit in einer für mich eh schon angespannten Situation belästigt, könnte das das Tüpfelchen auf dem I sein (RW) was dann den Overload noch schneller auslöst.
      Ich erlebe sehr starke Gerüche in der Nase auch als schmerzhaft.
      Der Sinn hinter der Geruchsflut ist vermutlich, das man als Autist auf den Geruch einen Fokus bekommt und andere Dinge durch den Geruch als Input überlagert werden sollen, aber weil dieser Reiz sehr stark sein muss, also nicht nur einfach ein bischen danach duften sondern schon recht stark wie ein brennendes Räucherstäbchen oder ein stark einparfümierter Mensch, ist das für mich zu stark.
    • Ich kann mir vorstellen, dass das bei mir sehr gut funktionieren könnte. Bin extrem empfindlich was Gerüche angeht, die lösen bei mir aber auch immer Gefühle aus. Ich bräuchte wahrscheinlich nur einen dezenten Durft (zB momentan ein Tropfen in die Maske machen), um von allen anderen Reizen ein bisschen abgeschottet zu werden.

      Kann mich dann auf den Geruch, den ich mag, konzentrieren.

      Ich würd auch Lavendel nehmen, oder ander beruhigende Stoffe... oder nach Schnubberprobe irgendwas, was mir richtig gut gefällt. Kann man dann ja je nach Laune das eine oder andere anwenden.

      Ist hald gut für Situationen, die man nicht ändern kann, aber aushalten muss.
    • Musst Du vorsichtig ausprobieren. Vielleicht wirkt es wie ein Stimming, d.h. der Duftreiz überblendet die Flut an anderen Reizen.

      Bei mir funktionieren in solchen Fällen extrem scharfe Gummi-"bärchen". Der Reiz der davon ausgeht, fokussiert mich irgendwie.
    • TalkativeP wrote:

      Bei mir funktionieren in solchen Fällen extrem scharfe Gummi-"bärchen". Der Reiz der davon ausgeht, fokussiert mich irgendwie.

      Bei den Skills von Menschen mit Borderline, Traumatas, wird ja auch davon gesprochen dass ein Sinneskanal entlastet wird, wenn man die Wahrnehmung auf einen anderen Sinneskanal z.B. durch das draufbeisen auf eine Chilischote umlenkt.
      So verstand ich es zumindestens.
      Deshalb kam bei mir der Gedanke ob es auch bei Reizüberflutung/ Overloards wirkt.
      Meines Wissens nach ist der Mensch nicht Multitasking-fähig, wobei Frauen besser und schneller umschalten können.
      Dies habe ich zumindestens mal gelesen glaube ich.

      wirr-wege.de/psychische-erkrankungen/notfalltasche-skills/

      Herzlichen Dank
      L.G. Daniel :thumbup: :thumbup:

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