Verzweifle an meinem Verhalten und kämpfe mit nach innengerichtete Agressionen

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    • Daniel1 wrote:

      Da kannst du hinziehen wo du willst.
      Probleme nimmt man mit
      Das ist ein altes Vorurteil. Ich denke, du unterschätzt die Kraft des Neu-Anfangs komplett. Probleme sind oft verbunden mit dem Ort und den Menschen dort, diesen Teil des Lebens kann man immer hinter sich lassen, nur die Erinnerungen daran nimmt man mit und die verblassen. Welche Erleichterung und Wohltat, sich aus dem Dunstkreis von schlechten Erfahrungen zu befreien und ganz woanders ein neues Kapitel anzufangen, sich auch selbst neu aufzustellen. Wobei die persönlichen Eigenarten bleiben, aber nur diese, der belastende Rest ist dann weg.
      Schreib doch mal für dich selbst auf, wie es wäre in einer neuen Wohnanlage oder wenn du eine eigene Wohnung beziehen würdest ganz ohne die Strukturen und Therapeuten eines betreuten Wohnens. Du wärst dann auch nicht mehr alleine als jetzt, nur frei von den Menschen, die dich Kraft kosten, kannst ja vor Ort wieder in ein Fitness-Studio oder einen Verein eintreten, neue Dinge ausprobieren. Nicht "Baden" in den eigenen Beschränkungen, sondern sich freischwimmen!
      Aber natürlich kannst du das nur selbst entscheiden. Nur: uns nichts vorjammern, wenn du doch nichts ändern willst, da bin ich mit RegenbogenWusli einer Meinung.

      Ich bin gerade dabei, den Umzug 3000 km weit weg zu planen, ohne Corona wäre ich schon weg. Sonne und Meer, alles neu! Es ist nicht immer leicht, aber ich denke an die guten Seiten der Veränderung, Glas-halb-voll eben. Auch das geht als Autist!
    • Hallo Daniel,

      ich schildere dir mal meine Sichtweise zu den Dingen.
      Vorab wie du sicherlich weißt, bin ich nicht diagnostiziert und Asperger stand nur mal als Verdacht im Raum.

      Was du alles an Unterstützung hast, empfinde ich teilweise sogar als Luxus, weil es sehr viele Menschen gibt, die beispielsweise nicht in ABW können, weil es an der Finanzierung scheitert. Ich habe mich für mich auch mal erkundigt, allerdings ging es da um betreutes Einzelwohnen und dadurch dass ich einen normalen Job mit durchschnittlicher Bezahlung habe, müsste ich mich an den Kosten beteiligen. Das aber wiederum würde bedeuten, dass ich mir z.B. mein Fernstudium nicht mehr finanzieren könnte.

      Worauf ich aber eigentlich hinaus will: versuch doch mal bisschen das was du hast wertzuschätzen und die positiven Dinge daran zu verstärken, anstelle dich an den schlechten, negativen Dingen festzuhalten. Natürlich gibt’s überall auch Dinge, die nicht so super sind und oft ist es auch so, dass einem die schlechten Dinge erst auffallen, wenn man mittendrin ist.

      Zum Home Office: ja genau, wir im Home Office machen nichts und machen den ganzen Tag private Sachen ;) im ernst, bei mir war es so, dass ich durchaus meine Vorgaben hatte, was zu tun ist. Klar, man war teilweise sogar effektiver, weil das ganze drum herum weggefallen ist. Dennoch war unser Ergebnis messbar, weil trotzdem Zahlen abgeliefert werden mussten…
    • sternenseglerin wrote:

      Was du alles an Unterstützung hast, empfinde ich teilweise sogar als Luxus, weil es sehr viele Menschen gibt, die beispielsweise nicht in ABW können, weil es an der Finanzierung scheitert. Ich habe mich für mich auch mal erkundigt, allerdings ging es da um betreutes Einzelwohnen und dadurch dass ich einen normalen Job mit durchschnittlicher Bezahlung habe, müsste ich mich an den Kosten beteiligen. Das aber wiederum würde bedeuten, dass ich mir z.B. mein Fernstudium nicht mehr finanzieren könnte.
      Hallo, wollte dazu auch kurz etwas sagen.
      Ich vermute das die allermeisten Menschen die diese Wohnformen haben, irgendwie finanziell unterstützt werden, sei es durch Eltern, oder auch durch Grundsicherung.
      Die meisten Menschen die in solchen Wohngruppen oder auch Wohnheimen wohnen, arbeiten nicht auf dem 1. Arbeitsmarkt und bekommen staatliche Unterstützungen, und da wird das wohl mit diesen verrechnet. Ich arbeite in einer WfbM und da gibt es auch einige Menschen die so wohnen. Die bekommen Grundsicherung oder etwas ähnliches, und da wird ein großer Teil davon für diese Wohnform abgezogen.
      So weit ich weiß zahlen die nicht noch zusätzlich etwas um so wohnen zu können.
      Ich vermute für Autisten die weitausselbstständig leben können und nur in einzelnen Dingen Probleme haben, aber arbeiten können, studieren etc, wird das schwerer, die müssen sich finanziell komplett selbst fianziell versorgen. Eventuell geht noch etwas über einen Pflegegrad oder so, wo man dieses Geld nutzen könnte um eine Betreuung zu finanzieren.
      Für mich wäre eine 1-3x die Woche Betreuung aber zu wenig. Ich komme allein schon bei 8 Stunden WfbM Arbeit zuhause allein nicht mehr zurecht.
      Zudem finde ich selbst Organisation und bürokratische Dinge sehr schwer, ich habe damit immer Probleme gehabt und musste deswegen immer Hilfe von anderen (damals im Heim, Psychiatrie oder heute über meine Mutter) bekommen.
    • RegenbogenWusli wrote:

      Warum sind Ratschläge für dich Schläge? Meinst du sie tun dir weh?
      Das verstehe ich nicht.
      Wenn Ratschläge ungefragt erteilt werden sind es auch aus meiner Sicht eher " Schläge", da sagt dann Person A Person B dass und wie sie aus Sicht von Person A anders zu sein hat.
      Anders ist es, wenn jemand Rat erteilt, weil er darum gefragt wurde, dieser Rat kann dann ggfls. zumindest mal eine andere Perspektive beleuchten.

      Vera-Stolze wrote:

      Welche Erleichterung und Wohltat, sich aus dem Dunstkreis von schlechten Erfahrungen zu befreien und ganz woanders ein neues Kapitel anzufangen, sich auch selbst neu aufzustellen. Wobei die persönlichen Eigenarten bleiben, aber nur diese, der belastende Rest ist dann weg.
      Eigenarten, auch "hinderliche" nimmt man mit und diese erzeugen ggfls. ähnliche Konstekllationen wie zuvor, wenn vorher nichts dazugelernt werden konnte.

      Dennoch kann ein Ortwechsel natürlich auch mal hilfreich und "dran" sein, das sehe ich ebenso.
    • ifi wrote:

      Wenn Ratschläge ungefragt erteilt werden sind es auch aus meiner Sicht eher " Schläge", da sagt dann Person A Person B dass und wie sie aus Sicht von Person A anders zu sein hat.
      Anders ist es, wenn jemand Rat erteilt, weil er darum gefragt wurde, dieser Rat kann dann ggfls. zumindest mal eine andere Perspektive beleuchten.
      Ich bin mir nicht sicher ob ich selbst das schonmal so wargenommen habe, aber finde das eine interesannte Sichtweise.
      In Daniels Fall sucht er allerdings glaube ich schon aktiv nach Rat, jedenfalls machen seine Journals auf mich sehr oft den Eindruck.
      Er hat es auch schon öfter gesagt das dieses oder jenes Journal diesen Zweck hat und er auch für die Ideen die andere dann einbringen dankbar ist.
      Darum wundert mich seine Aussage.
      Ich vermute, wenn er in einen Thread eines anderen Users was antwortet als Erfahrungsbericht, und andere gehen hin und geben ihm Ratschläge, käme mir das auch so vor als würde er diese ungefragt bekommen, also auch nicht damit rechnen.
      Ich wüsste aber nicht das ich das hier schonmal beobachtet hätte.
      Mir macht es mehr den Eindruck als habe er das jetzt hier gesagt, weil er manche Ratschläge nicht haben möchte weil sie ihm nichts bringen, und wenn jemand fragt warum er gerade diesen ablehnt obwohl er etwas ändern könnte, kommt dann das mit den Schlägen als Ausrede.
      Ich sage das nicht gerne aber so einen Eindruck macht das auf mich.
      Ich werte das garnicht mal und will auch nicht sagen das sich das nicht gehört, aber ich finde es nicht zielführend.
      Man stößt damit die anderen, die hier wie in diesem Thread Vorschläge und Anregungen einbringen ziemlich vor den Kopf.


      ifi wrote:

      Eigenarten, auch "hinderliche" nimmt man mit und diese erzeugen ggfls. ähnliche Konstekllationen wie zuvor, wenn vorher nichts dazugelernt werden konnte.

      Dennoch kann ein Ortwechsel natürlich auch mal hilfreich und "dran" sein, das sehe ich ebenso.
      Im grunde stimmt das auch, ja. Mir hatte er allerdings auch erzählt, das es in der Nachbarstadt eine Einrichtung geben soll die sich mit Autismus besser auskennen und generell las es sich so als hätte er dort eine bessere kompetentere Möglichkeit der Förderung.
      Das war auch der Grund warum ich das mit dem dort hinziehen überhaupt vorgeschlagen hatte.
      Wenn er das nicht machen will, weil er seine momentane AbW Betreuerin behalten will, kann er das natürlich auch tun.
      Ich versuche nur irgendwie auch das gesammte in ein Bild zu bekommen.
      Wenn ich mir die zahllosen anderen Thread anschaue die ähnlich sind wie dieser hier, wird da sehr viel von "meine Umwelt versteht mich nicht, ich finde aber auch keine Therapeuten und Einrichtungen die mein problem behandeln wollen weil ich auch Autist bin, was kann ich tun?" und dann wird mir davn erzählt das es anderswo nichtmal weit weg aber was geben würde was diesen Kreislauf durchbrechen könnte.
      Naja, ich vermute ich wäre nicht der einzige der dann sagt "dann musst du umziehen".
    • Hallo lieber @Regenbogenwussli, wollte dich erst nicht korrigieren, als ich jetzt las, dass du das geschriebene von vorhin wiederholst, korrigiere ich dich.

      Ich lebe bei Ulm.
      Autismus Schwaben ist für Ulm zuständig, wo meine Sozialtherapeutin und ich in Sachen Autismus Unterstützung bekommen, wofür ich sehr dankbar bin

      Momentan sind wir beim Thema Teacch um mein Alltag besser in den Griff zu bekommen.
      Vor Corona fuhr ich regelmäßig nach Reutlingen zur Autismus-Gruppe wenn es meine Konzentration zuliess, da ich in näherer Umgebung in Sachen Autismus keine Gruppe finde.

      autismus-verstehen.de/selbsthi…lbsthilfe_reutlingen.html

      Dass gemeinpsychiatrische Zentrum in Ulm empfinde ich so, dass kranke Menschen dort nur abgestellt werden.
      Auf der Internetseite präsentiert sich die Tagesstaedten von Neu Ulm resourceorientierte finde ich.

      rehaverein.de/kontakt/gpz-ulm/

      diakonie-neu-ulm.de/ueber-uns/…uer-seelische-gesundheit/

      Ab da hatte ich den Eindruck, dass du mir vorschlugst, dass ich nach Neu Ulm ziehe, damit ich in die dortige Tagesstaedten kann, obwohl ich immer wieder schrieb, dass ich mit der WG zufrieden bin und andere innere Lösungen suche.

      Da ich mit WG Kollegen/Kolleginnen im Grunde nicht in Kontakt bin, empfandst du dich veräppelt, da ich die Thematik hier schon angesprochen habe.
      Da ich im zwischenmenschlichen nicht fit bin und Menschen mit Borderline nicht gewachsen bin, wenn Haushalt mit Freizeit und emotionale 'Freundschaften' verbunden wird, wurde mir vom ABW vorgeschlagen wohnen und Freizeit voneinander zu trennen womit ich besser fahre als vorher.

      Verstand von dir immer wieder, dass ich doch umziehen soll, ob in WG oder Heim obwohl ich es immer wieder verneinte.

      Ich suche nach Lösungen, kein Thema.
      Als Autist weiss ich aber dass ich meine Thematik nicht in der jetzigen WG lassen kann, wenn ich umziehe, da ich ein Autist bin und bleibe. Dazu bin ich mit der jetzigen Lösung in der WG sehr zufrieden.
      Da wir wohnen und Freizeit nicht vermischen wollen und ich ausserhalb von geschützten Einrichtungen nicht in Kontakt komme, suchen wir nach Lösungen, wie ich damit besser umgehen kann um erstmal meine Harmoniebeduerftigkeit, emotionale Abhängigkeit in den Griff zu bekommen, da ich auf Augenhöhe agieren kann.
      Da ich nicht der einzige Autist bin, Frage ich immer wie andere es machen

      Für dich ist es ok, in eine Einrichtung zu leben wie ich heute immer wieder raushöre.

      Durch die soziale Einrichtung wo ich helfe, sehe ich aber, welche Menschen und Schicksale in den Wohnheimen leben.

      Menschen, welche nach Suizidversuche ihre Gliedmassen verloren haben, sind dort genauso, wie sehr schwer traumatisierte Menschen und Menschen wo ich nicht einordnen kann aber sichtbar schwer krank sind.

      Ich bin nett zu den Menschen, mir zerfrisst es aber das Herz, wenn ich z.B ein Kerl mit abgetrennte Gliedmassen sehe, da ich mich überhaupt nicht abgrenzen kann.
      Da ich viel zu emotional bin und es mir das Herz zereisst, wenn ich die Schicksale sehe, bediene ich sie sehr gerne, wenn sie in der sozialen Einrichtung sind, wo ich helfe.

      Wenn ich mit ihnen zusammen wohnen würde, würde ich draufgehen, da ich das Leid nicht dauernd ausblenden kann.

      In einem Wohnheim mit psychisch sehr kranke Menschen zusammenzulegen muss man als Asperger Autist erstmal können, da ich in erster Linie nur durch den Asperger mit Begleitstoerungen eingeschränkt bin.

      Für mich ist daher die ganze Zeit im Vordergrund, wie ich mit meinem Verhalten anders mit meinen Themen umgehen kann.
      Mir kommt vor, dass du dich veräppelt vorkommt, da du mir den Rat mit dem umziehen nennst und ich es nicht mache aber dauernd hier 'rumheule'.

      Mir kommt gerade vor, dass wir gerade nebeneinander vorbeireden, da du von dir schreibst, aber nicht verstehst, weshalb ich nach Erfahrungen eurerseits bitte, aber nicht mache was du sagst.

      Wenn ich was durcheinandergebracht habe bitte korrigieren.
      Ich habe es jetzt so niedergeschrieben wie ich es verstanden habe.
      Menschen welche in betreute WGs oder Heimen leben sind seelisch sehr krank. Da Autismus Wgs in meiner Gegend nicht gibt und 'fuer gesunde Menschen' es auch nicht leicht ist, mit Menschen mit Borderline, Traumatas,Narzissmus, schwere Depressionen,etc. Persönlichkeitsstörungen als ganzes , permanent zusammenzulegen,Freizeit zu verbringen muss es für mich als Autist mit gewissen zwischenmenschlichen Themen es auch nicht leicht sein.

      :thumbup: :thumbup:

      The post was edited 1 time, last by Daniel1 ().

    • RegenbogenWusli wrote:

      Mir macht es mehr den Eindruck als habe er das jetzt hier gesagt, weil er manche Ratschläge nicht haben möchte weil sie ihm nichts bringen, und wenn jemand fragt warum er gerade diesen ablehnt obwohl er etwas ändern könnte, kommt dann das mit den Schlägen als Ausrede.

      @Daniel1 sucht hier sicher viel Rat. Und vieles bleibt wohl unkommentiert.
      Daher habe ich hier auch wenig gelesen und geschrieben.

      Und ich kann auch gar nicht alles mitlesen, da es mir zu viel input wird.

      @Daniel1: hast Du durch das was hier geschrieben wurde schonmal wirklich etwas Neues verwertbares für Dich umsetzen können?

      Für mich wäre es undenkbar mir hier im Forum Lebens Rat zu holen, weil ich es schwer finde die eigene Position verständlich zu erklären, so viel würde ich auch nicht gerne preisgeben wollen von mir.
      Selbst privat fällt es mir allerdings schwer mir wirklich mal Rat oder Hilfe zu suchen.


      Daniel1 wrote:

      Menschen welche in betreute WGs oder Heimen leben sind seelisch sehr krank.

      Das Zusammenleben in diesem Kontext stelle ich mir auch zwichenmenschnlich anfällig vor und ich kann nachvollziehen, dass man gerade als Autist dort schnell in toxische Bezehungen rutscht in dem Umfeld.
      Wenn wäre eine auf Autismus spezialisierte Umgebung vermutlich leichter handzuhaben.
    • Daniel1 wrote:

      Ab da hatte ich den Eindruck, dass du mir vorschlugst, dass ich nach Neu Ulm ziehe, damit ich in die dortige Tagesstaedten kann, obwohl ich immer wieder schrieb, dass ich mit der WG zufrieden bin und andere innere Lösungen suche.
      Okay ich dachte du wohnst in Ulm und nicht mehrere km davon entfernt.
      Das ändert natürlich was.

      Ich finde deinen Satz oben aber nicht richtig geschildert. Du hast jetzt vielleicht 2mal gesagt das du nicht umziehen willst. Und nicht wie oben impliziert das ich dir das jetzt schon 5-10mal geraten hätte, das ist nämlich nicht so.

      Das du mit der WG zufrieden bist, hat sich in den anderen Threads (und auch weiter oben in diesem hier wo diese Mitbewohnernin die Traumapatientin ist) für mich oft so angehört, das du oft bemängelt hast, mit den Leuten da auf Grund ihrer Diagnosen nicht so gut klarkommst.
      Das liest sich für mich so als würdest du dir andere Mitbewohner wünschen mit dir passenderen Diagnosen.
      Es ist auch schon etwas her, aber in einem anderen Thread schriebst du mal das das du es nicht ideal gefunden hast, das deine Betreuerin bezüglich der anderen WG Bewohner keine wirklich hilfreichen Ratschläge geben würde.


      Daniel1 wrote:

      Da ich im zwischenmenschlichen nicht fit bin und Menschen mit Borderline nicht gewachsen bin, wenn Haushalt mit Freizeit und emotionale 'Freundschaften' verbunden wird, wurde mir vom ABW vorgeschlagen wohnen und Freizeit voneinander zu trennen womit ich besser fahre als vorher.
      Ich finde das kontraproduktiv und traurig. Hier wird auch wieder gesagt "Die Leute mit denen du zusammen wohnst sind nicht der richtige Umgang, also halte selbst Distanz zu ihnen" aber es wird verlangt das du weiter mit denen zusammen wohnen sollst.
      Ideal finde ich das nicht, aber das ist nur meine Meinung.
      Ich arbeite ja auch nicht mit Leuten zusammen mit denen ich mich nicht verstehe, das klappt nicht.
      Genauso wenig könnte ich mit Leuten zusammen Wohnzimmer, Küche oder was auch immer teilen, wenn sie mich nicht gut behandeln oder ich nur Probleme mit ihnen bekomme wenn ich sie wie eine Familie betrachte.
      Man lebt doch mit denen, man begegnet denen vermutlich auch mindestens einmal am Tag.
      Für mich wäre das undenkbar.


      Daniel1 wrote:

      Verstand von dir immer wieder, dass ich doch umziehen soll, ob in WG oder Heim obwohl ich es immer wieder verneinte.
      Also ich habe das keineswegs immer wieder gesagt, ich habe es erst gestern das erste mal überhaupt vorgeschlagen, und habe nicht verstanden warum du das ausschließt, weswegen ich dann einmal auch hier nochmal darauf einging.
      Du stellst dich hier total als Opfer hin, ich werde jetzt nicht mehr auf den Kram eingehen den du schreibst, weil ich finde das nicht richtig.
    • Man kann es vielleicht so zusammenfassen, dass ich durch meine Probleme mit der Abgrenzung, mit Menschen welche Einschränkungen durch den Autismus haben besser zusammenleben könnte, als mit seelisch schwerkranke Menschen.
      Die schwer traumatisierte Frau welche du gerade erwähntest ist nicht in der WG sondern in der Einrichtung wo ich helfe.
      Bin halt normal den ganzen Tag mit Schertraumatische und sonst sehr schwer psychisch angeschlagene Menschen zusammen, da ich keinen Zugang 'in dir normale Welt' finde.
      Seit ca 2013 gehe ich ins Fitnessstudio immer wieder schwimmen etc, mit dem Kontakt bekomme ich es nicht wirklich hin, wobei sich sehr schnell meine Verletzlichkeit meldet da ich seelisch auch sehr stark verwundet bin.
    • ifi wrote:

      RegenbogenWusli wrote:

      Mir macht es mehr den Eindruck als habe er das jetzt hier gesagt, weil er manche Ratschläge nicht haben möchte weil sie ihm nichts bringen, und wenn jemand fragt warum er gerade diesen ablehnt obwohl er etwas ändern könnte, kommt dann das mit den Schlägen als Ausrede.
      @Daniel1 sucht hier sicher viel Rat. Und vieles bleibt wohl unkommentiert.
      Daher habe ich hier auch wenig gelesen und geschrieben.

      Und ich kann auch gar nicht alles mitlesen, da es mir zu viel input wird.

      @Daniel1: hast Du durch das was hier geschrieben wurde schonmal wirklich etwas Neues verwertbares für Dich umsetzen können?
      ICH habe mehr Überblick über mein Leben.
      Die Konversation miteinander hat sehr stark meine Reflektierung über mein Leben angeregt.

      :thumbup: :thumbup:
    • @Daniel1, bist Du schon aus dem Urlaub zurück? Wie war es bzw ist es? Ich würde auch gern jetzt wegfliegen, irgendwo in die warme, sonnige Einsamkeit, vielleicht klappt es mit Griechenland, mal beobachten...
      mitten im Burnout - aber alles wird gut :nerved:
    • Hallo liebe @Chch , erstmal herzlichen Dank.

      Bin noch unten.
      Es tut sehr sehr gut.
      Kann nur deutsch und ausser mir dûrften nur noch mindestens 2 weitere Deutsche im Hotel sein die herzlich aber auch für sich allein da sind.
      Obwohl man mit 38 Jahren Englisch können müsste, nimmt es mir niemand übel und ich komme über Animateure, mit türkischen, polnischen und russischen Gästen in Kontakt, was ich sehr angenehm finde.
      Werde so genommen wie ich bin, was ich in Ulm so nicht kenne.

      Wenn ich erlich bin muss ich aber zugeben, dass ich dem 'Gaestemanegement' von Anfang an, 'klaren Wein' über meinen Autismus ' eingeschenkt habe'
      Das Personal scheint es zu wissen und sie sind wirklich herzlich zu mir.

      Gleichzeitig bin ich mit meiner Sozialtherapeutin vom ABW im Kontakt, wobei wir Ziele für dieses Jahr definieren, da meine Themen für mich gerade offensichtlich sind.

      Da meine Überlebensstrategie war, durch Überanpassung durchs Leben zu kommen, ich gleichzeitig stark emotional abhängig bin, ich aber nicht weiss, wie ich in Kontakt komme, wie ich Gespräche beginnen, beenden kann, Grenzen nicht zu direkt zu setzen,
      wollen wir mit dem Autismuszentrum diese Themen neben dem Teacch Ansatz behandeln.


      Es ist schon lustig oder traurig.
      In Ulm bin ich schon seit 2012, wobei ich trotz zig Versuche mit Mitmenschen in Kontakt zu kommen, scheitere.
      Wenn ich früher, z.B. über die Mitgehbörse, Kontakte für Kinobesuche, Cafe ausgemacht habe, wurde gleich Augen gerümpft, als ich auf die Jobfrage antwortete.
      Mein angespannten, ängstliche, schambehaftet Verhalten, schreckte scheinbar auch nicht wenige ab.

      mitgehboerse-ulm.de/

      Hier in der Anlage sehe ich gerade nur Akzeptanz, wobei ich teilweise mit gleicher Kleidung rumgelaufen bin, da alles zu viel war und keine gewaschene Kleidung getrocknet war und selbst ich die Socken roch.

      Wünsche alles alles Gute und herzlichen Dank.
      L.G. Daniel :thumbup: :thumbup: