Autismuskarten und Ansteckbuttons für Notfälle

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    • Ich brauche für die Disko unbedingt ein Tshirt, wo man zwischen „Dancing Mode“ und „Talking Mode“ hin und her schalten kann. Ich habe nichts dagegen, angequatscht zu werden. Auf der Tanzfläche reagiere ich aber nicht darauf.

      kennt jemand die dritte Staffel von Westworld? Das Tshirt, das automatisch deine aktuelle Gemütsfassung anzeigt? So etwas.
      Achtung: Durch plötzliche Frühlingseinbrüche könnte merkwürdiges, aufgekratztes Verhalten hervorgerufen werden. Bitte entsprechend reagieren.
      Natürlich flirten Autisten. Sie kriegen es nur nicht mit.
    • Stefunie wrote:

      Also so etwas wie: "Bitte lassen Sie mich ausdenken!" ?
      Ne, eher sowas wie: "Bitte warten Sie, bis meine Antwort den Postausgang verlässt." Meistens hab ich das, was ich sagen will, in solchen Situationen trotzdem schnell im Kopf. Es ist nur so, als würden hätten die Worte dann nicht genug Energie, um sofort aus mir rauszukommen. Ich kann dann körperlich nicht kommunizieren. Oder halt nur extrem langsam.
      Halt wie bei einem Mailpostfach mit schlechter Internetverbindung. Man hat auf "senden" geklickt und dann kommt dieser sich drehende Kreis und dann "wird gesendet..." und dann dauert es aber noch ewig, bis dann "Nachricht erfolgreich versandt" aufploppt. Das ist das, was ich an diesen Zuständen so schrecklich finde, dass ich weiß, was ich brauche und was ich (sagen) will, aber das es nicht rauskommt. Und in solchen Momenten hilft es einfach enorm, wenn mein Gegenüber geduldig abwartet, bis es endlich raus ist, als auf gut Glück irgendwas zu versuchen, was alles für mich noch schlimmer macht.

      Mit Leuten, die ich gut kenne, ist "Vorgang wird bearbeitet" tatsächlich mittlerweile ein Codewort. Und wenn ich das bei einem Overload oder so noch rausgequetscht kriege, kann ich mich danach entspannen, weil ich weiß, dass die wissen, dass ich noch "da" bin und das von mir eine Antwort/Reaktion/Handlungsanweisung etc. kommt, wenn ich bereit dafür bin. Und weil ich sicher sein kann, dass die mich in der Zwischenzeit weder anfassen noch zutexten noch einen Krankenwagen holen oder sonst irgendwas machen, was für mich gerade schlecht wäre.
      Wenn Pinguine Flügel bräuchten, hätten sie welche... :)
    • Ich wäre für einen Button mit der Aufschrift "Kontext!"
      Achtung: Durch plötzliche Frühlingseinbrüche könnte merkwürdiges, aufgekratztes Verhalten hervorgerufen werden. Bitte entsprechend reagieren.
      Natürlich flirten Autisten. Sie kriegen es nur nicht mit.
    • Eine Kollegin hatte mal ein T-Shirt an mit dem Aufdruck " ich hasse Menschen"
      Ist vielleicht auch hilfreich die nötige Distanz zu schaffen.

      Was das Kärtchen betrifft, stiftet es bei mir vielleicht eher Verwirrung, ich hab schon eins wegen insulinpflichtigem Diabetes.
      Im schlimmsten Fall weiß nicht mal ich warum ich umkippe...
      Man muss die Schuld auch mal bei den Anderen suchen
    • Vera-Stolze wrote:

      Ich habe schon seit ewigen Zeiten eine Plastikkarte vom britischen Autismusverband im Geldbeutel, habe ich mir seinerzeit dort besorgt, weil es hier nirgends so etwas gab. Das ist in einem Mäppchen, dabei ist in einem Fach ein längerer Text ("der Eigentüber dieser Karte ist ... Bitte auchten Sie auf..."), auch auf Deutsch, zur Vorlage bei Behörden, Polizei etc. falls nötig - das ist gut, weil es nicht nur eine knappe Aussage ist. Ich habe das dabei, falls ich in einen Unfall verwickelt werde und verletzt oder überfordert bin etc. ... und es hat mir auch schon gute Dienste geleistet.
      Was zeigt, dass Deutschland was Autismus angeht leider immer noch Entwicklungsland ist. Das ändert sich zwar gerade; trotzdem leider viel zu spät.

      Einen Button würde ich mir auch nicht nehmen; das wäre mir persönlich zu sehr "auf die Nase". Das Kärtchen für Notfälle schon eher; wobei ich das zu stark signalisierend finde. Diese Präsenz braucht man eher bei in Notfällen lebensbedrohlichen Sachen wie Allergien auf Medikamente, Diabetes, Hämophilie usw.

      Vera, kannst Du vielleicht ein Foto davon zeigen/verlinken? Dann kann man sich in etwa vorstellen, was das ist.
      Achtung: Durch plötzliche Frühlingseinbrüche könnte merkwürdiges, aufgekratztes Verhalten hervorgerufen werden. Bitte entsprechend reagieren.
      Natürlich flirten Autisten. Sie kriegen es nur nicht mit.
    • freebirth_one wrote:

      Das Kärtchen für Notfälle schon eher; wobei ich das zu stark signalisierend finde. Diese Präsenz braucht man eher bei in Notfällen lebensbedrohlichen Sachen wie Allergien auf Medikamente, Diabetes, Hämophilie usw.
      Stell' Dir vor Du wirst durch ein Missverständnis verhaftet und musst aussagen.
      Oder, die leichtere Version, Du musst als Zeuge aussagen.
      Für sowas kann ich mir so ein Kärtchen sehr gut vorstellen.
      Hohe Zahlen bei der Editierungsanzeige zeigen nicht, dass ich permanent meine Meinung ändern würde. Ich habe nur Probleme Rechtschreib- und Grammatikfehler zu tolerieren und korrigiere diese daher, wenn ich sie sehe.
      Dennoch kann auch ich Tippfehler übersehen. In diesem Fall bitte ich um Nachsicht.
    • Oder kommst in eine allgemeine Verkehrskontrolle.

      Hm.

      Ok, hat wirklich was für sich.
      Achtung: Durch plötzliche Frühlingseinbrüche könnte merkwürdiges, aufgekratztes Verhalten hervorgerufen werden. Bitte entsprechend reagieren.
      Natürlich flirten Autisten. Sie kriegen es nur nicht mit.
    • Hallo zusammen, habe ja oft geschrieben, dass oft mein Kopf streikt, ich Probleme habe, meine Bilder und Gefühle im Kopf, in Sprache zu übersetzen und ich einfach ueberfordert bin, alles zu viel ist und ewig brauche bis ich Wörter rausbekomme, da mein Kopf nicht will.
      Wie nennt man so was?
      Folgen von Overloards?

      Ginome wrote:

      Aspies e.V. - Vorstand wrote:

      Allerdings ist die Formulierung "Bitte haben Sie Geduld mit mir" in kollektiver Abstimmung mit vielen Menschen aus der autistischen Selbsthilfe-Community entstanden. Demzufolge meinen also viele autistische Menschen, dass sie es in manchen Situationen hilfreich fänden, eine so
      lche Karte/Ansteckbutton mit genau dieser Formulierung vorweisen zu können, ohne viel reden zu müssen.
      Ich finde die Formulierung gut. Ich kenne es von mir selbst aus vielen Beispielen, dass ich viel zu lange an einer Antwort rumüberlege. In der Regel hat das Gegenüber da tatsächlich weder die Geduld noch die Lust auf meine Antwort zu warten. Die sprechen in meine Gedanken hinein und verwirren mich nur noch mehr - bis überhaupt nichts mehr geht.

      RegenbogenWusli wrote:

      So wie Ginome es beschrieben hat, kenne ich eines meiner Autismus-bedingten probleme auch und finde den Spruch daher nicht unpassend, jedenfalls für mich.
      Es gibt sicher viele Sprüche die helfen könnten aber das ist bestimmt auch abhängig von der Problemsituation.
      Der Spruch würde bei mir helfen wenn ich wie Ginome schon beschrieb, versuche was zu erklären, und andere da eher genervt oder weniger geduldig sind und durch ihr Verhalten bei mir Verwirrtheit und manchmal auch Anspannung und Frust auslösen weil sie mich unterbrechen oder sogar dazu was sagen was ich nicht einordnen kann.
      In anderen Begebenheiten wie zu volle ÖpnVs oder andere Situationen die bei mir Overloads und Fluchtverhalten auslösen, halte ich den Spruch für weniger sinnvoll.
      Da wäre eher ein "Bitte halten Sie abstand, berühren Sie mich bitte nicht" oder ähnliches vielleicht sinnvoller.
      Herzlichen Dank.
      L.G. Daniel :thumbup: :thumbup:
    • Ginome wrote:

      Stell' Dir vor Du wirst durch ein Missverständnis verhaftet und musst aussagen.
      Oder, die leichtere Version, Du musst als Zeuge aussagen.
      Für sowas kann ich mir so ein Kärtchen sehr gut vorstellen.
      Genau so eine Situation als Zeuge hatte ich schon. Mein Freund wurde von mehreren Personen angegriffen und ich konnte am Tatort keine Aussage machen, ich war völlig überfordert. Auch vor Gericht später konnte ich nicht das ausdrücken, was ich eigentlich wollte. Letztendlich wurden nicht die Personen belangt, die ihn angegriffen haben, sondern ein Minderjähriger, der nur am Rande was damit zu tun hatte. Ich weiß nicht, was nötig gewesen wäre, damit ich richtig hätte aussagen können.
      Alles was du sagst, sollte wahr sein. Aber nicht alles was wahr ist, solltest du auch sagen.
      Voltaire
    • Daniel1 wrote:

      Wie nennt man so was?
      Folgen von Overloards?
      Das kann sein. Ein Overload ist ja nichts anderes als eine Überforderung wenn zu viele Eindrücke von außen auf einen eindringen.
      Ich glaube allerdings das das was da von außen auf dich eindringt das geringere Problem in deinem Fall ist. Weil der Overload scheinbar durch deine eigenen Ängste ausgelöst wird, jedenfalls wenn es wie hier um das Thema Kommunikation und fei sprechen geht.
      Ich weiß ja nicht ob dir das auch passiert, wenn du mit anderen Leuten redest oder ob dir sowas nur passiert wenn du mit einer Frau reden willst, die dir gefällt.
      Du hattest ja mehrfach schon erklärt was passiert, aber der Overload kommt da ganz von dir von innen.
      Bei den meisten Autisten kommt der Overload und das nicht sprechen können eher von durch von außen verursachte Reizüberflutung und Ablenkungen von dem was man sagen will.
      Das sind meist Geräusche, andere Personen oder sich bewegende Dinge die man unweigerlich auch mitbekommt, die einen dann von den Gedanken ablenken die man hat.
      Vielleicht stört dich das ja auch, aber du machst dir nebenher dann auch noch zu viele Gedanken darüber wie dich die andere Person findet oder wie sie dich "empfindet" was bei dir Druck und Scham auslöst, du blockierst dich quasi selbst, weil du versuchst zu denken was der andere über dich denkt.
      Von diesem Gedanken solltest du dich lösen oder zumindest eine "mir ist egal was der andere gerade über mich denkt, ich will nur meinen Standpunkt klarmachen"-Einstellung zu dir selbst haben.
      Wenn dir das gelingt, dann verschwindet das Unsichere von ganz vonselbst.
      Also quasi den Fokus mehr auf sich selbst legen und nicht auf den anderen. Du willst zwar was von der Person, aber es ist leider auch eine Tatsache das andere persé erstmal nicht gut über dich denken wenn du selbst nicht gut über dich denkst.
      Du gehst ja quasi so heran an andere das du hoffst das sie dich gut finden und gleichzeitig hast du angst davor das sie es nicht tun werden, weil das in der Vergangenheit schon so oft vorkam.
      Es ist zwar richtig auch für andere offen und da zu sein wenn man gebraucht wird, aber es muss ein Gleichgewicht da sein.
      Andere mögen dich nicht wenn du nur ein armes Würstchen bist, das um Zuneigung bettelt, aber nichtmal das offensichtlich mit Worten hinbekommt weil kein gescheites Wort rauskommt.
      So einen Eindruck hinterlässt du scheinbar. Ich nehme an das du das selbst nicht willst.
      Du bist auch nicht so ein armes Würstchen, du kannst ja reden, du weißt auch was du willst, aber du denkst andere wollen dich nicht.
      Das stimmt aber nicht, du weißt ja garnicht was andere überhaupt wollen, und oft wissen die das selber nichtmal.
      Jedenfalls ist es so, das Menschen positiver auf jemanden reagieren der weiß was er will, und so muss man dann auch auftreten.
      Du weißt ja was du willst, also musst du denen das auch klar zeigen.
      Mit klar zeigen meine ich nicht das du jetzt zum Macho mutieren sollst, und Kommandos geben musst damit andere hören.
      Es bedeutet mehr das man klar sagt was man denkt und will aber dabei trotzdem freundlich und höflich ist.
    • Hallo,
      ich versuche mal, hier Fotos von meiner Autismuskarte anzuhängen. Das blaue Mäppchen hat innen zwei Fächer, eines mit der Autismuskarte (auf der Rückseite mein Name und Notfallkontakt), eines mit einem längeren aufgefalteten Text mit Erläuterungen (gleich in London auch in Deutsch ausgehändigt), darin ein Kapitel "Wichtige Hinweise für Personen im Rechtswesen".
      Ich wurde mal ohne Schuld in einen Unfall verwickelt und diverse Proleten schrieen mich nur noch an, worauf ich gar nichts mehr gesagt habe ... später kam eine Anzeige von der Polizei. Darin wurde ich zur einer Anhörung gebeten und gefragt, ob ich einen Dolmetscher brauche. Tja, dann habe ich dieses Blatt eingereicht und um einen Autismus-Sachverständigen als Dolmetscher gebeten. Hat gut geklappt, ich bekam dann einen späteren Termin zwecks Anhörung bei einem Sozialarbeiter statt einem Dorfpolizist. Das hat mir sehr geholfen, kann ich nur empfehlen! (Der Unfallvorgang wurde dann eingestellt).

      Der Text ist zu groß zum Anhängen, pdf-Datei. ....
      Files
    • zaph wrote:

      Ginome wrote:

      Stell' Dir vor Du wirst durch ein Missverständnis verhaftet und musst aussagen.
      Ich glaube nicht, dass das Kärtchen in dieser Situation irgendeine Wirkung zeigen würde.
      Ich denke schon. Im Kombination mit dem SBA und der Möglichkeit die Telefonnummer des Betreuers auf dem Kärtchen zu notieren, wie es ja bei dem ersten Kärtchen der Fall ist, wird das bestimmt eine Wirkung haben.
      Hohe Zahlen bei der Editierungsanzeige zeigen nicht, dass ich permanent meine Meinung ändern würde. Ich habe nur Probleme Rechtschreib- und Grammatikfehler zu tolerieren und korrigiere diese daher, wenn ich sie sehe.
      Dennoch kann auch ich Tippfehler übersehen. In diesem Fall bitte ich um Nachsicht.
    • Vera-Stolze wrote:

      Hallo,
      ich versuche mal, hier Fotos von meiner Autismuskarte anzuhängen. Das blaue Mäppchen hat innen zwei Fächer, eines mit der Autismuskarte (auf der Rückseite mein Name und Notfallkontakt), eines mit einem längeren aufgefalteten Text mit Erläuterungen (gleich in London auch in Deutsch ausgehändigt), darin ein Kapitel "Wichtige Hinweise für Personen im Rechtswesen".
      Ich wurde mal ohne Schuld in einen Unfall verwickelt und diverse Proleten schrieen mich nur noch an, worauf ich gar nichts mehr gesagt habe ... später kam eine Anzeige von der Polizei. Darin wurde ich zur einer Anhörung gebeten und gefragt, ob ich einen Dolmetscher brauche. Tja, dann habe ich dieses Blatt eingereicht und um einen Autismus-Sachverständigen als Dolmetscher gebeten. Hat gut geklappt, ich bekam dann einen späteren Termin zwecks Anhörung bei einem Sozialarbeiter statt einem Dorfpolizist. Das hat mir sehr geholfen, kann ich nur empfehlen! (Der Unfallvorgang wurde dann eingestellt).

      Der Text ist zu groß zum Anhängen, pdf-Datei. ....
      Gefällt mir, aber gibt es in Deutschland auch eine Autismus-Hotline? Ich glaube nicht. Das wäre mal eine Hilfe.
    • Der Satz: "Ich bin Autist" löst eine Kaskade von Befürchtungen / Vorurteilen aus. Der Gegenüber denkt dann erstrecht die Person sei gefährlich, nicht zurechnungsfähig, geistesgestört, muss ruhiggestellt werden etc. Die Bitte um Geduld ist zwar nicht schlecht aber da fehlt noch was dazwischen, was diese Vorstellung auflöst. Wenn die Person z. B. nen Overload hat. weil ihr etwas zu laut ist, denken die Leute sonst die spinnt und eigentlich ist gar nichts laut oder kommen nicht mal auf die Idee dass das irrational erscheinende Verhalten einen rationalen Grund haben könnte. So als Beispiel. Und selbst im ICD klingt es ja so als würden Autisten sich unbegründet seltsam verhalten. :( Also mir geht es darum, dass so eine Karte helfen müsste, dass die Person auch ernstgenommen wird und auch, dass man sie nicht für völlig unzurechnungsfähig hält.
      I could work hard to be normal, but I prefer to hold myself a higher standard. Ego lex sum.
    • Als Nicht-Autistin eher ruhiger pragmatischer Mentalität hätte ich zunächst eine Frage an @Aspies e.V. - Vorstand :

      Habt Ihr die Reaktionen - speziell auf den Button - ausprobiert, indem Ihr selbst den regelmäßig im Alltag tragt und könnt über Eure Erfahrungen berichten?

      Meine eigene Reaktion auf so eine Aspie-karte wäre vermutlich in erster Linie Erleichterung und zwar im Sinne der "Differenzialdiagnose".

      Denn plötzlich erstarrte Mimik mit Unfähigkeit sich zu artikulieren könnte auch ein Schlaganfall sein, was weiß ich als Laie da schon, und da geht es um Minuten.
      Oder durch Drogen ausgelöste Weggetretenheit, ein sich anbahnender Anfall, ein Schock oder oder oder

      Vor einem Autisten zu stehen ist da definitiv die relativ einfachste Situation, denn sie erfordert keinen Notarzt oder sofortige Flucht (Selbstschutz) und die Person, die vor mir steht, ist an sich normalerweise kommunikationsfähig, denn sonst wäre sie, nach meiner Logik, gar nicht unbegleitet unterwegs.

      Nun stellt sich mir die Frage: wie kann ich am besten helfen bzw. am wenigsten schaden?

      Am einfachsten wäre es für mich, ihr hättet in dem Freitextfeld "Hinweise" auf der Rückseite der Karte eingetragen, wie sich im kommunikativen Ausfall Euer Gegenüber verhalten soll, oder dazu eine extra "Gebrauchsanweisung" dabei, die ihr mir dann unter die Nase haltet.

      Wenn ihr dann wünscht, dass ich Euren Ansprechpartner anrufe, so zeigt auf den Namen desselben.

      Aber nur, wenn Ihr das möchtet. Denn wenn ruhiges Abwarten genügt, ist das kein Problem, als Katzenliebhaberin habe ich den "schwarzen Gürtel in Geduld".
    • Mir ist noch eingefallen, dass ich erwähnen sollte: in England gab es damals, als ich die Karte da holte, schon die Vorgabe, dass in jeder Polizeiwache und jeder Justiz-Administration immer ein Angestellter sein musste, der eine Schulung für den Umgang mit Autisten durchlaufen hatte. War ganz selbstverständlich dort. Die sind da echt weiter.

      Die "Gebrauchsanweisung" für den Umgang mit Autisten im Notfall, die Stefanie sich da wünscht, ist sicher gut gelöst mit dem Papier, das dem englischen Kärtchen beiliegt und dort in diversen Sprachen angeboten wurde. Die Notfallnummer in England würde hier sicher niemand anrufen, wenn ich einen Notfall signalisieren würde, aber man würde auf der Rückseite meinen Namen und eine Kontaktnummer finden, dazu beiliegend das Infoblatt, das ist schon besser als nichts.

      Ich habe mich seinerzeit darum bemüht, weil ich im Film "Mein Name ist Khan" gesehen habe, wie in USA ein Aspie verhaftet wird und dann eine solche Notfallkarte bekommt. Naja, und weil es hier sowas nicht gab und ich öfter in London war, habe ich dann dort die Autismus-Organisation kontaktiert und das bekommen. Möchte ich nicht mehr missen.