Gibt es andere Autisten hier mit Heuschnupfen?

    This site uses cookies. By continuing to browse this site, you are agreeing to our Cookie Policy.

    • Gibt es andere Autisten hier mit Heuschnupfen?

      Hallo zusammen,

      ich hoffe, dass das Thema hier reinpasst, sonst darf das auch gerne verschoben werden. Ich leide seit Jahren extrem unter Heuschnupfen und wollte mal fragen, ob es hier Leidensgenossen (RW) gibt und was ihr macht um besser durch den Tag zu kommen. Ich merke bereits die beginnende Haselnuss- und Erlenblüte deutlich, dazu kommt im Winter immer Ärger mit den Hausstaubmilden durch die trockene Heizungsluft.
      Ich persönlich pfeife mir alles rein, was ich so kriegen kann. 1-2 Loratadin oder Cetirizin am Tag, kortisonhaltige Nasenspray, Vitamin C und Zink, Traubenkernextrakt, abends Haare waschen, Nasenduschen, ... Gefühlt wird es jedes Jahr schlimmer und mir gehen langsam die Optionen aus. Drinnen bleiben möchte ich nicht, weil das macht mich dann eher depressiv und ich habe ein Problem gegen ein anderes eingetauscht. Nimmt vielleicht jemand systemisch Kortison und kann über seine Erfahrungen damit berichten oder hat erfolgreich eine Hyposensibilisierung gemacht bei gleichzeitiger Empfindlichkeit gegen so ziemlich alles was in der Luft rumfliegt (bei meinem letzten Allergietest hat nur das Feld mit der Kochsalzlösung nicht reagiert). In Folge der ganzen Allergie habe ich eine chronische Nasennebenhöhlenentzündung, an die ich mich aber schon irgendwie gewöhnt habe und wo es offensichtlich auch keine wirkliche Hilfe gibt. Ich hätte wirklich mal so gerne den ganzen Schleim daraus und die Nebenhöhle belüftet. Für eine Operation habe ich von Ärzten so viel Pro- und Contra gehört, dass ich das lieber nicht lassen möchte. Auch gibt es viele Berichte von Betroffenen, die relativ zügig nach der Operation wieder die selben Probleme wie vorher hatten, was aus meiner Sicht ja auch logisch ist, weil man das eigentliche Problem (die Allergie) dadurch nicht behebt.

      Viele Grüße
      Chris
      SPOCK: The needs of the many outweigh the needs of the few.
    • Machst du schon Nasenspülungen, wenn es bei mir heftig ist, hilft mir das sehr. Die letzten Jahre war es deutlich besser und da habe ich auch schon vor der Allergiezeit dann regelmäßig gespült. Ich hoffe das hält an.
      Eine Zeitlang war es vorher bei mir schon auf die Lunge umgeschlagen (allergisches Asthma) aber seit mein Manganmangel behoben wurde brauche ich da kein Spray mehr und meiner Lunge geht es wieder gut. (Laut Lungenarzt kein Asthma mehr nachweisbar.)
      Die Pricktests bringen bei mir nie Ergebnisse, deshalb wurden bei mir Bluttests bzgl. Allergien gemacht.
    • Hallo Chris,

      ich kenne das leidige Thema auch und war besonders in der Kindheit bis ins junge Erwachsenenalter stark betroffen. Im Sommer auf einer Wiese sitzen war unmöglich, da mir die Augen zugeschwollen sind und ich schlimme Niesattacken bekam.
      Das Thema Hyposensibilisierung ist nur dann sinnvoll, wenn es ein einzelnes Allergen gibt, auf das man stark reagiert. Da ich damals von Gräsern, über Bäume und Sträucher, Tierhaare und Staub auf alles reagierte, wurde mir davon abgeraten.

      Ein bisschen geholfen hat mir Vaseline in die Nase zu schmieren als Barriere und Kontaktlinsen.

      Leider habe ich auch keine Wunderwaffe dagegen parat (RW). Ich weiß, dass manche Menschen Erfolg hatten mit einer Schlangengifttherapie, aber die muss man leider selbst bezahlen und eine Garantie gibt es auch da nicht. Hier mal ein Artikel dazu: Schlangengift gegen Heuschnupfen

      Alles Gute
      Tyto
    • LeuChris wrote:

      Ich leide seit Jahren extrem unter Heuschnupfen und wollte mal fragen, ob es hier Leidensgenossen (RW) gibt und was ihr macht um besser durch den Tag zu kommen.
      So ausgeprägt ist es bei mir nicht. Ich habe nur phasenweise Druck auf den Nebenhöhlen und morgendlichen Husten bei Post nasalem Drip Syndrom. Bei mir reichen Nasenduschen und cortisonhaltigen Nasensprays, und das Ganze erträglich zu halten. Dieses Jahr, (wenn die Pandemie hoffentlich weitgehend eingedämmt ist), habe ich vor, mich mit meinem HNO Arzt wegen einer eventuell möglichen Hyposensibilisierung zu besprechen.

      Ob und auf welche Allergene ich reagiere, weiß ich noch nicht. Vor 20 Jahren hat bei mir ein Pricktest nur auf Wespengift angeschlagen. Der dürfte aber inzwischen anders ausfallen.


      Eher durch Zufall bin ich letztes Jahr auf ein "Tool" gestoßen, das zumindest stundenweise Erleichterung verschaffen könnte: Urbandoo

      Ich trage dieses FFP3 Schutzschild in Loopschalform wo derzeit eigentlich FFP2 Masken angesagt sind und ich viel sprechen muss. In meiner Autismus-Gruppentherapie sind zum Beispiel derzeit FFP2 Masken angesagt. Damit komme ich aber nicht zurecht, weil die derzeit hier im Handel erhältlichen FFP2 Masken Modelle für mein Gesicht zu groß sind und mir auch bei gut angedrücktem Nasenbügel beim Sprechen in die Augen rutschen.

      Der Loopschal dichtet bei mir im Nasen-und Wangenbereich sehr dicht ab, viel besser als FFP2 Masken, so dass ich nur gefilterte Luft und keine Beiluft durch einen nicht dicht abschließenden Rand atme. Ich merke das deutlich an dem erhöhlten Atemwiderstand. Besonders bei Anstregung zum Beispiel beim Treppensteigen ist damit das Atmen erschwert. Das ist es mir aber wegen der sehr guten Filterwirkung der Luft wert.

      The post was edited 1 time, last by Input ().

    • Input wrote:

      Ich trage dieses FFP3 Schutzschild in Loopschalform wo derzeit eigentlich FFP2 Masken angesagt sind und ich viel sprechen muss.
      Klingt super, nur frage ich mich, inwiefern es ein anerkanntes Produkt im Rahmen einer FFP2 Masken Tragepflicht sein wird :roll: .
    • Vielen Dank erstmal für die Rückmeldung. Vieles von dem, was ihr beschreibt mache ich ja bereits. Hat jemand mal im Selbstversuch die Unterschiede zwischen den verschiedenen Antihistaminika ausprobiert? Im Moment nehme ich ja Loratadin und frage mich ob das (mittlerweile frei verkäufliche) Desloratadin vielleicht besser wirkt. Cetirizin hatte ich früher und ich bilde mir ein, das Lora etwas besser klappt. Kann aber auch nur Einbildung sein. Nehmen tue ich das im Grunde ganzhährig. Im Sommer muss ich dann häufig 2 oder 3 Tabletten am Tag nehmen, obwohl immer nur von einer Höchstdosis von 1 Tablette die Rede ist.


      Tyto wrote:

      Das Thema Hyposensibilisierung ist nur dann sinnvoll, wenn es ein einzelnes Allergen gibt, auf das man stark reagiert. Da ich damals von Gräsern, über Bäume und Sträucher, Tierhaare und Staub auf alles reagierte, wurde mir davon abgeraten.
      Das habe ich auch gehört, gibt es da Belege für? Mir will man auch immer wieder mal sone Sensibilisierung andrehen, aber ich reagiere auf alles allergisch, was die mir auf die Haut schmieren. Alle Pollen, Katzenhaare, Hausstaub, Schimmel. Das volle Programm. Bei Lebensmitteln und Insektenstichen hingegen habe ich offenbar Glück, wobei ich da auch mal irgendwie gerne genauer Bescheid wüsste. Der letzte Wespenstich im Sommer ist auf jeden Fall spurlos an mir vorbei gegangen.
      SPOCK: The needs of the many outweigh the needs of the few.
    • Nehm Cetirizin wenn ich merke dass es gerade mal wieder notwendig ist, war aber bis auf Niesen und dass ich beim Aufwachen die Augen kaum auseinanderkriege nie wirklich stark betroffen. Was ich letztes Jahr sehr irritierend fand war dass ich mitten im November nochmal deutliche Symptome hatte obwohl ich außer Heuschnupfen keine anderen Allgergien habe, ich frage mich ob das von Jahr zu Jahr unterschiedlich ist wie lange welche Pollen unterwegs sind oder ob sich das mit den Jahren eventuell generell etwas verschoben hat.
    • ifi wrote:

      Klingt super, nur frage ich mich, inwiefern es ein anerkanntes Produkt im Rahmen einer FFP2 Masken Tragepflicht sein wird :roll: .
      Das dürfte schwierig sein. Vor allem, weil es von Außenstehenden nur als gewöhnlicher Loopschal erkannt wird. Und weil etwas, was wie ein Schal aussieht, nur schwerlich eine Zulassung als Medizinprodukt berkommen wird.

      In meiner Autismus Therapie Gruppe habe ich mir ausdrücklich die Erlaubnis, den Schal ersatzweise zu tragen, bei einer der Therapeutinnen eingeholt. Und weil es dann in der Gruppe zu fragenden Gesichtern kam, dort auch noch erklärt, dass es sich um einen sehr dicht und rundrum abschließenden FFP3 Schutz handelt. Damit ist es in diesem geschützten Rahmen für mich kein Problem, den Schal zu tragen und stößt auf Verständnis.

      Falls der Schal doch auf Skepsis treffen sollte, hatte ich in der Gruppe auch ein paar Flyer dabei, die dann auch gleich ein paar Gruppenmitglieder interessiert mitgenommen haben. Die sahen, dass das Teil bei mir sehr gut abschließend sitzt und offenbar auch noch bequemer ist, als die FFP2 Masken, die sie trugen.
      Ich bin in meiner Theapiegruppe mit dem Schal wohl am besten von allen geschützt. Auf jeden Fall besser als die Teilnehmer, deren FFP2 Masken nicht ganz dicht sitzen. Und das ist bei der Mehrheit in der Gruppe der Fall.
      Trotzdem müsste ich wohl in öffentlichen Verkehrsmitteln auf einen sehr wohlwollenden Kontrolleur treffen, um damit durchzukommen.


      Nochmal zurück zum Thema: Für Pollenallergiker ist so ein Loopschal nach meinem Empfinden für einen Spaziergang im Freien bei starkem Pollenflug eine gute Lösung. Außer im Hochsommer, weil es mir dann darunter entschieden zu warm wird. Die Schals werden vom Hersteller auch zum Sporttreiben im Freien empfohlen. Das sehe ich aber sehr mit Einschränkungen. Obwohl ich gut trainierte Ausdauersportlerin bin, wäre es keine Option für mich, mit so einem Loopschal beispielsweise zu Joggen. Das FFFP3 Filter Flies & der 2 lagige Stoffschal filtern so stark, dass ich bei körperlicher Anstrengung sehr schnell außer Atem bin.

      The post was edited 1 time, last by Input ().

    • LeuChris wrote:

      Nimmst Du nur 1x pro Tag oder mehr? Weil ich komme mit 1 nicht wirklich über die Runden...
      Mit der Zeit gewöhnt sich der Körper an das Medikament und dann hilft es nicht mehr. Bei Freunden hat da der wechsel des Medikaments geholfen (zumindest für ein paar Jahre).
    • Input wrote:

      Trotzdem müsste ich wohl in öffentlichen Verkehrsmitteln auf einen sehr wohlwollenden Kontrolleur treffen, um damit durchzukommen.


      Danke für Deine Antwort, es wäre wirklich wünschenswert wenn sinnvolle Alternativen so bekannt gemacht werden, dass sie allgemein anerkannt werden.
    • Cetirizin oder Loratadin sind 2 am Tag problemlos möglich.

      Ich hatte in der Jugend etwas Heuschnupfen, im Studium dann heftig, danach fast nicht mehr. Was im Studium anders war? Ich wohnte in einem alten Wohnheim mit feuchten Wänden. Schimmel reizt das Immunsystem dermaßen daß man gegen tausend Sachen allergisch wird. Wenn mir jemand sowas berichtet frage ich zuerst nach der Wohnung. Wenn da auch nur früher mal feuchte Wände waren dann kann man eigentlich nur zum Umzug raten. Viele Mieter haben keine Ahnung was mit einer frisch renovierten Wohnung los ist. Ich kenne hier im Ort Wohnungen die alle paar Monate neue Mieter finden, es ist schon klar warum. Vermieter blocken da meist ab, man muss die Vormieter nach ihren Erfahrungen fragen. Biliig hochgezogene Hochhäuser haben manchmal eine Wetterseite die feucht ist (Nordwest) und eine trockene Seite.

      Ansonsten hilft natürlich die FFP2-Maske auch gegen Pollen, will man natürlich im Frühling im Freien nicht.

      Kortison hilft natürlich, sollte man aber nur gelegentlich mal (5mg Prednisolon plus Magenschutz) nehmen, halt nur elegentlich.

      Akupunktur an der Ohrspitze kann man leicht mal probieren, ich habe schon einen gehabt der damit eine ganze Saison keine Probleme hatte.

      Wenn deutlich eine Pflanze im Vordergrund steht dann kann man schon mal eine Desensibilisierung machen, wenn viele Allergene gleichwertig sind dann bringt das praktisch nichts.

      Auch eine radikale Ernährungsumstellung kann man mal probieren, vegetarisch und viel Joghurt um die Darmflora mal umzukrempeln, hat durchaus Einfluß auf das Immunsystem.
    • @aphylla

      Ich war 2015 Mal bei einem Arzt für TCM in Behandlung (wegen meinem Burnout) und bekam neben irgendwelchen Tees auch Akkupunktur und eine Laserblutbehandlung (war ein bisschen Science-Fiction). In dem Jahr hatte ich tatsächlich keinerlei Beschwerden. Leider war das auch enorm teuer und ich kann mir das heute nicht mehr leisten. Aber nen Akkupunkteur kann ich mir hier Mal suchen.
      SPOCK: The needs of the many outweigh the needs of the few.
    • LeuChris wrote:

      @aphylla

      Ich war 2015 Mal bei einem Arzt für TCM in Behandlung (wegen meinem Burnout) und bekam neben irgendwelchen Tees auch Akkupunktur und eine Laserblutbehandlung (war ein bisschen Science-Fiction). In dem Jahr hatte ich tatsächlich keinerlei Beschwerden. Leider war das auch enorm teuer und ich kann mir das heute nicht mehr leisten. Aber nen Akkupunkteur kann ich mir hier Mal suchen.
      Man kann das auch mit ein paar Dauernadeln (ganz kleine sterile reißzwecken) selber machen: Der Punkt an der Ohrspitze ist der wichtigste:

      ak-ohrakupunktur.de/html/allergie.html
      ebay.de/itm/100-Ohr-Dauernadel…543cde:g:v-wAAOSwrkJe9HCh

      Leider sind chinesische Kräuter recht oft mit Kortison versetzt. Wenn du also den ganzen Frühling/Sommer durch die Tees getrunken hast könnte es auch daran liegen.
    • Ich bin wegen meiner Allergien beim Allergologen (Hausarzt mit Zusatzquali).

      Bei mir sind es Pollen (Gräser, Birke, Erle).

      Er meinte damals zu Cetirizin, daß es eigentlich schädlich für das Immunsystem ist, da es pauschal das Immunsystem drückt und nicht das eigentliche Problem angeht.

      Seit 20 Jahren mache ich eine sog. Hyposensibilisierung, die dann für 6-7 Jahre nachwirkt.

      Bei dir stellt sich mich schon die Frage, ob eine Kreuzallergie mit Nahrungsmitteln vorliegt (d.h. das du etwas zu dir nimmst, was dein Körper nach allen Regeln der Kunst abwehrt (RW)). Auch hat Glutamat allergiefördernde Wirkungen. Spreche bitte deinen Arzt darauf an.

      Freundliche Grüße

      infla

      PS: Cetirizin - schachmatt nach Einnahme, Loreno - keine Wirkung