Hörgerät

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    • MonaLisa wrote:

      Garfield wrote:

      Es gibt auch bereits erste Trends, dass sich gut hörende Normalos Hörgeräte anpassen lassen, um damit noch besser und fokussierter zu hören.
      Im Ernst??? 8o

      Das klingt ein bisschen wie der Trend zur Brille mit Fensterglas, nur dass diese ein Modeaccessoire darstellt, was bei einem Hörgerät eher nicht der Fall sein dürfte. Wo hast Du das denn her?
      Warum sollte denn jemand, der wirklich gut hört, überhaupt auf den Gedanken kommen, man könnte noch etwas beim Hören verbessern? Dann müsste es ja doch irgendein Defizit geben. :roll:
      Da heute gerade wieder ein passender Artikel herumstreunt:
      heise.de/news/Wie-In-Ears-funk…en-5034967.html?seite=all
      _,.-o~^°´`°^~o-.,_Ich ess Blumen...,.-o~^°´`°^~o-.,_
    • Ich bin als Folge einer angeborenen Lippen-Kiefer-Gaumenspalte (häufige, auch unbemerkte Mittelohrentzündungen) schwerhörig und habe seit vier Jahren Hörgeräte.

      Als ich sie bekommen habe bemerkte ich zuvor seit einigen Monaten zunehmende Schwierigkeiten Gesprächen zu folgen. Und das hat sich nur teilweise gebessert. Es kommt zwar kein "Stimmenbrei" mehr an, aber ansonsten kostet es nach wie vor ungeheuer viel Konzentration um sich an Gesprächen (bei 2 und mehr Gesprächspartnern) zu beteiligen. Je nach Tagesform schweife ich dann gedanklich mehr oder weniger frühzeitig ab.

      Ansonsten waren die Hörgeräte mehr als drei Jahre gut auf mich eingestellt. In letzter Zeit aber habe ich, vermutlich stressbedingt, eine Hyperakusis. Im Büro beispielsweise nervt mich mein unruhiger Zimmerkollege, viele Tätigkeiten wie Dokumente lochen lassen mich zusammenzucken. Deshalb nehme ich sie während der Arbeit inzwischen weites gehend ab. Aber dies ist auch keine Dauerlösung.
    • Aloha1978 wrote:

      Ansonsten waren die Hörgeräte mehr als drei Jahre gut auf mich eingestellt. In letzter Zeit aber habe ich, vermutlich stressbedingt, eine Hyperakusis. Im Büro beispielsweise nervt mich mein unruhiger Zimmerkollege, viele Tätigkeiten wie Dokumente lochen lassen mich zusammenzucken. Deshalb nehme ich sie während der Arbeit inzwischen weites gehend ab. Aber dies ist auch keine Dauerlösung.
      Mir fehlt einfach das Training.
      Zu Hause macht außer mir niemand Geräusche.
      Um so brutaler ist bereits ein Gang in den Supermarkt.
      Noch sind im Großraumbüro kaum Leute, aber wenn das wieder gut gefüllt ist, werde ich auch wieder zu meinen aktuell Staub ansetzenden Kopfhörern mit aktiver Geräuschunterdrückung greifen müssen.
      Im Büro hab ich fast nur das Musik-Programm aktiv im Hörgerät - da kommen die Stimmen nicht so deutlich durch und auch schrille Geräusche fallen weniger auf.
      Zu Hause achte ich darauf, dass ich sie trotzdem täglich nutze und lass auch mal das Radio quasseln, damit ich das Verstehen der Sprache nicht ganz verlerne.
      _,.-o~^°´`°^~o-.,_Ich ess Blumen...,.-o~^°´`°^~o-.,_
    • Illi wrote:

      @VanTaek hast du die Diagnosen AVWS und Autismus? Ich habe gelesen, dass man, wenn man Autist ist, die Diagnose AVWS nicht mehr kriegt, weil das sozusagen inklusiv ist. Hilft dir die Logopädie?
      Ich habe Diagnose Autismus und AVWS .Ja Logopädie hilft mir und meine Sprach und hör Problematik erst dadurch noch Bewusster geworden ist.
      Das Do ist der Weg. :prof:
    • VanTaek wrote:

      Illi wrote:

      @VanTaek hast du die Diagnosen AVWS und Autismus? Ich habe gelesen, dass man, wenn man Autist ist, die Diagnose AVWS nicht mehr kriegt, weil das sozusagen inklusiv ist. Hilft dir die Logopädie?
      Ich habe Diagnose Autismus und AVWS .Ja Logopädie hilft mir und meine Sprach und hör Problematik erst dadurch noch Bewusster geworden ist.
      danke. Ich habe bis zu dem Hörtest gar nicht gewusst, wie viele meiner sozialen Probleme auf dem schlechten Hören, bzw Vermeidung von Hörsituationen beruhen.
    • Mir wurde ja von der HNO Ärztin bei der Avws Diagnosik gesagt, für mich würde für die Umschulung eine mit Sprache und Hören Schwerpunkt Sinn machen ein Berufsförderwerk.
      Zoom Meeting muss ich mein Tablet auf komplett laut stellen. Zoom Meeting sind anstrengend.
      Das Do ist der Weg. :prof:
    • Capricorn wrote:

      Und dass die Batterien für die kleinen Geräte teuer sind.
      Deshalb mach ich es so, dass ich zu Hause die Hörgeräte meistens raus nehme, und wenn ich am PC oder TV sitze, benutze ich sowieso lieber Kopfhörer. So spar ich etwas an den Batterien.
      Es gibt aber auch Verkaufsunterschiede zwischen den Läden, und manchmal gibt's z.B. bei Aldi auch so Angebote, die besonders günstig sind. Da kauf ich dann ziemlich viel auf einmal und horte es zu Hause.
    • Ich hab den Eindruck, dass die Zink-Luft-Batterien auch ohne Nutzung nach einer Woche leer sind.
      Akkus sind da leider auch noch keine Alternative, die halten oft nicht mal einen Tag durch.
      Ich finde, dass die meisten hochwertigen Geräte zu stark miniaturisiert sind. Mein erstes Gerät war noch recht groß. mit den Batterien, die da passten, könnte ich die aktuellen Geräte locker doppelt so lang nutzen und die wären nur ein klein wenig größer.

      Als es mal bei Kaufland Batterien für 1,80 statt der üblichen 5-6€ pro Packung welche gab, hab ich auch gleich alle gekauft, die da waren. Die halten ja recht lange.
      _,.-o~^°´`°^~o-.,_Ich ess Blumen...,.-o~^°´`°^~o-.,_
    • Man könnte sich vielleicht von Betroffenem zu Betroffener austauschen, wenn es wieder Batterien zu kleinem Preis gibt....
      Macht ist das Spielzeug der Reichen, das sie mit niemandem teilen (Muriel Barbery, "Die Eleganz des Igels")
    • Capricorn wrote:

      Man könnte sich vielleicht von Betroffenem zu Betroffener austauschen, wenn es wieder Batterien zu kleinem Preis gibt....
      Heute habe ich im Kaufland mal wieder den 6er Pack für 2€ gesehen.
      Leider war das wohl das Angebot von letzter Woche. Also war nur noch die Größe 13 übrig. Aber wer gerade die braucht, sollte zuschlagen.
      Die waren wieder von Ansmann und haben bei mir damals genau so lange gehalten wie Panasonic oder Energizer.
      _,.-o~^°´`°^~o-.,_Ich ess Blumen...,.-o~^°´`°^~o-.,_
    • Ich war heute beim HNO eigentlich wegen einer anderen Geschichte (RW) und habe nur kurz gefragt, was ich gegen die starke Geräuschempfindlichkeit machen kann. Dabei kam raus, dass ich vermutlich eine Tiefton Schwerhörigkeit habe, welche (laut Google) eine erhöhte Sensitivität bei den mittleren und hohen Frequenzen bewirkt.
      Hat das auch jemand von euch?
      Ich habe erst seit ca. 2 Jahren so starke Probleme mit der Geräuschempfindlichkeit, davor war es meistens erträglich, wenn auch nicht angenehm (abhängig von meiner psychischen Verfassung). Die Psychiaterin, welche die Diagnose gestellt hat, erklärte es mit dem erhöhten Stress (im Vergleich zur Kindheit) und der schweren Depression. Ich hab hier jetzt schon von vielen gelesen, dass sie geräuschempfindlich sind, aber ich dachte, dass bei dem meisten 'nur' der Autismus und der damit verbundene Stress dahinter steht (RW)?

      Ich muss nochmal in ein paar Wochen hin für einen neuen Hörtest (der aktuelle ist über 1 Jahr her und war direkt nach einem Hörsturz). Sollte sich der Verdacht der Tieftonschwerhörigkeit bestätigen, habe ich ja die Hoffnung durch Hörgeräte eine Erleichterung zu bekommen (derzeit helfen Ohrstöpsel für Schlagzeuger). Aber dann stellt sich die Frage, warum ich auf einmal schwerhörig geworden bin?
    • Bei mir ist es ähnlich. Je weniger ich mit über die Jahre den Autismus habe kompensieren können, desto schwerer wurden meine zu Anfang nicht - oder jedenfalls nicht bewusst wahrgenommenen - Hörprobleme.

      Ich bin sehr Geräuschempfindlich, was sich bei mir dahingehend äußert, dass ich Geräusche als viel lauter wahrnehme, als sie es objektiv sind. Außerdem verstehe ich gesprochene Sprache insgesamt schlechter und wenn sich Sprache mit Hintergrundgeräuschen mischt, dann wird es für mich noch schwieriger was zu verstehen.

      Um das einzuordnen: Mir ist bewusst, dass z.B. Hintergrundgeräusche viele Leute beim Veestehen von z.B. Gesprächen beeinträchtigen. Wenn bei mir aber das Verstehen stark oder gar komplett auf null reduziert ist, verstehen meine Frau und meine Freunde immer noch 80-90% des Gesprochenen.

      Wenn mir Geräusche bereits zu laut sind, bestätigt mir jeder, dass sie normal laut sind.

      Mein HNO-Arzt hat eine Hyperakusis bei mir festgestellt. Das Problem ist, dass eine Behandlung mit einem Hörgerät in meinem Fall derzeit alles noch verschlimmern würde, weil viele Frequenzen, die ich wegen des Hörschadens bereits zu laut wahrnehme, dann noch lauter wahrgenommen würden.

      Mein HNO-Arzt hat mir jedoch angeordnet, dass ich jährlich zum Hörtest kommen muss, um gegebenenfalls irgendwann per Hörgerät Abhilfe oder zumindest Besserung schaffen zu können.
    • Marnie wrote:

      Sollte sich der Verdacht der Tieftonschwerhörigkeit bestätigen, habe ich ja die Hoffnung durch Hörgeräte eine Erleichterung zu bekommen
      Das halte ich für unmöglich, aus technischer Sicht.
      Hörgeräte sind in erster Linie dazu da, die menschliche Stimme bzw. deren Frequenzbereiche zu verstärken, damit man Sprache wieder versteht.
      Tiefe Töne schaffen Hörgeräte gar nicht. Nicht umsonst sind die Tieftonlaufsprecher immer die Größten.
      Ich nutze meine Hörgeräte gekoppelt mit dem Smartphone auch zum Telefonieren und notfalls auch mal zum Fernsehen. Bei Nachrichtensendungen geht das noch, aber Filme oder gar Musik klingt furchtbar ohne die tiefen Töne. Normalerweise schalte ich zum Musikhören sogar in ein spezielles Programm, wo nicht die Stimmen so stark verstärkt werden.

      Vermutlich wird es bei Dir dann eher in eine Dämpfung der hohen und ggf. auch mittleren Frequenzen hinauslaufen mit speziellen Ohrstöpseln.

      Andererseits habe ich auch das Gefühl, die tiefen Töne viel zu gut zu hören, womöglich als Folge dessen, dass ich die hohen Töne kaum noch wahrnehme.
      _,.-o~^°´`°^~o-.,_Ich ess Blumen...,.-o~^°´`°^~o-.,_
    • Habe von meinem HNO Hörgeräte verschrieben bekommen. habe sie einige Zeit getestet. Ging gar nicht nur Stress da alles viel zu laut.
      Und bei etwas höheren Geräuschpegel drum herum mein Gegenüber trotzdem nicht verstanden.
      Das Leben ist zu komplex um eine festgelegte Meinung zu haben.
    • Zum Testen meines Hörvermögens benutze ich gelegentlich diesen Tongenerator
      Mein Gehör hat in den letzten Jahren deutlich nachgelassen, vor allem auf der linken Seite. Mehr oder weniger habe ich dort auch einen Hochfrequenz Tinnitus.
      Ich weiß nicht, ob das stressbedingt ist oder war.
      Ich hatte in den letzten Jahren leider mehrere Hörstürze.
      Sollte sich das ganze verschlechtern dann denke ich vielleicht auch über ein Hörgerät nach.
      Man muss die Schuld auch mal bei den Anderen suchen
    • Watzlawick wrote:

      Und bei etwas höheren Geräuschpegel drum herum mein Gegenüber trotzdem nicht verstanden.
      Bei meinem HG werden die Störgeräusche reduziert. Dadurch komme ich jetzt sogar besser klar, der Mixer oder die Straßenreinigungsmaschiene sind aushaltbar und ich verstehe daneben ggf. noch Menschen.

      Garfield wrote:

      Tiefe Töne schaffen Hörgeräte gar nicht. Nicht umsonst sind die Tieftonlaufsprecher immer die Größten.
      Also ich habe eine Tieftonschwerhörigkeit und mir helfen die Hörgeräte sehr. Musik klingt jetzt auch deutlich anders/besser. Gedämpft werden die oberen Frequenzen nicht. Es werden Ohrpasstücke genommen, um die Ohren möglichst gut zu verschließen und dann kommen von außen fast keine Töne mehr rein und es werden die hohen Töne nur normal oder etwas leiser ausgegeben und eben die tiefen Töne verstärkt. Jetzt klingt die linke Hälfte vom Klavier genauso laut wie die rechte Hälfte.

      The post was edited 2 times, last by MangoMambo ().

    • Es gibt drastische Unterschiede zwischen Hörgeräten, günstige Geräte können oft nicht so viel. Ich vermute, Störgeräuschminimierung ist eher was das im oberen Preisrahmen zu finden ist. Beraten kann hier ein (guter!) Hörgeräteakustiker. Leider sind die Kassen hier sehr knausrig, ich habe fast alles selbst bezahlt.

      Ich trage seit 2012 Hörgeräte, bei mir ist der mittlere Frequenzbereich stark eingeschränkt. Ohne die Geräte verstehe ich Sprache nur wenn ansonsten still ist, sonst gar nicht. Mir helfen die Dinger massiv, die reduzieren Störgeräusche und helfen mir, mich auf das zu fokussieren was wichtig ist.

      Die Anpassung war hart, am Anfang musste ich mich regelrecht zwingen die Geräte drin zu lassen weil ich plötzlich mit Geräuschen konfrontiert war die ich vorher gar nicht gehört habe. Da muss man halt durch, das geht ein paar Wochen bis man sich richtig dran gewöhnt hat und das Feintuning beim Akustiker abgeschlossen ist. Ich würde sie nicht missen wollen, Ohne wäre mein Leben deutlich komplizierter.
    • Hush wrote:

      günstige Geräte können oft nicht so viel. Ich vermute, Störgeräuschminimierung ist eher was das im oberen Preisrahmen zu finden ist. Beraten kann hier ein (guter!) Hörgeräteakustiker.
      Genau. Es kommt auch auf die gute Einstellung an. Ich habe tatsächlich ein Kassengerät (d. h. die Kasse hat es bezahlt und ich musste nur die Rezeptgebühr zahlen) und höre damit sehr gut.

      Vorher hatte ich im Störgeräusch große Probleme und jetzt erreiche ich damit Werte, die okay sind und kann auch bei Störgeräuschen andere Menschen verstehen.

      Hush wrote:

      Ich würde sie nicht missen wollen, Ohne wäre mein Leben deutlich komplizierter.
      So geht es mir auch.