Sich Schreckens Szenarien ausmalen

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    • Sich Schreckens Szenarien ausmalen

      Zum Beispiel bei uns in Bayern giltet ab Montag die FFP2 Maskenpflicht und ich habe Angst dass alle ausverkauft sind und meine Mutter keine mehr bekommt. Und so sehe ich schon vor meinem geistigen Auge dass wir kein Essen mehr kaufen können und verzweifelt sind.

      Oder ich schicke einen Brief ab und es dauert etwas länger als geplant zum Beispiel einen Brief wo ich mir Mühe gegeben habe für meine Freunde ein schönes Bild zu malen und ich denke gleich der Brief kommt leider nie an.

      Oder meine Mutter ist 1 Minute nach der gewohnten Zeit noch nicht da und ich schaue gleich nach ob es in der Nähe zum Beispiel einen Unfall gab.

      Oder ich habe auch große Angst vor dem Gerichtstermin was ich schon im Forum berichtet habe

      Kennt ihr sowas Ähnliches auch und was kann noch helfen ich versuche trotzdem immer positiv zu denken und meistens geht ja alles auch gut aus.
    • Gedankenkarussell99 wrote:

      Zum Beispiel bei uns in Bayern giltet ab Montag die FFP2 Maskenpflicht
      Was? 8o Das ist mir aber neu. Bist du ganz sicher? 8o 8o 8o

      Edit: Ok, wurde offenbar heute beschlossen. Ich persönlich werde einfach sehr viel Essen einkaufen und nur noch mit dem Auto in die Arbeit fahren. Essen horten würde ich euch auch empfehlen.

      Ansonsten zu deiner Frage: Hilft es eventuell, wenn du dir für jedes Schreckensszenario fünf weniger schreckliche Szenarien überlegst, die auch denkbar wären? So mach ich das immer, wenn ich mir wegen etwas Sorgen mache.
      Auch Wolkenkratzer haben mal als Keller angefangen.

      The post was edited 2 times, last by Morgenstern ().

    • Das wäre tatsächlich eine Idee mehr an die Möglichkeiten zu denken die gut sind. Und bei manchen Ängsten die ich habe ist es nach einiger Zeit sogar lächerlich und lachhaft wenn man darüber nachdenkt. Aber es hat wahrscheinlich auch damit zu tun weil es Dinge sind die ungeplant sind oder unerwartet kommen. Ich brauche immer meistens eine 100 prozentige Sicherheit oder sehr lange vorher Information über eine Änderung.
    • Schreckensszenarien ausmalen... ja. Ich habe z.B. derzeit jeden Tag die Sorge, dass irgendwelche neuen Regeln zu Corona eingeführt werden (was dann tatsächlich passiert ist). Oder das Licht an meinem Fahrrad während des Fahrens ausfällt und ich dann kontrolliert werde. Oder das irgendeine Behörde sich eine neue Gemeinheit ausdenkt.
      Halt kein grundlegendes Sicherheitsgefühl.
    • Gedankenkarussell99 wrote:





      Oder meine Mutter ist 1 Minute nach der gewohnten Zeit noch nicht da und ich schaue gleich nach ob es in der Nähe zum Beispiel einen Unfall gab.

      Das mache ich 1:1 genau so!
      Als Kind habe ich immer die Polizei angerufen, wenn meine Mama spät dran war.
      Als Erwachsene google ich Unfälle, sobald jemand, den ich mag, zu spät ist :nerved:

      Auch habe ich zu JEDER Situation das passende Horrorszenario im Kopf!
      Vor allem, wenn es um meine Kinder geht!

      Um das abzumildern kann man diese Kopfkinos einfach zuende denken. Also nicht an der Stelle aufhören, an der es zu schlimm wird, sondern weiterspinnen. Dadurch verlieren die Gedanken ihren Schrecken. Ist ein Tipp von meinem damaligen Psychiater.
      Und zusätzlich kann man sich natürlich am Riemen reißen und einfach mal entspannen und sich zur Vernunft zwingen.
    • Oh ja, ich mach das definitiv auch oft. Bekenne mich auch schuldig, direkt Unfälle zu googlen wenn mein Partner nicht pünktlich zuhause ist.
      Wenn ich dann nicht irgendwie abgelenkt werde, dann steiger ich mich da gerne mal richtig rein.

      Eryniell wrote:

      Um das abzumildern kann man diese Kopfkinos einfach zuende denken. Also nicht an der Stelle aufhören, an der es zu schlimm wird, sondern weiterspinnen. Dadurch verlieren die Gedanken ihren Schrecken. Ist ein Tipp von meinem damaligen Psychiater.
      Klappt das bei dir? Ich hab das Gefühl, dass die die Szenarien auch zuende denke, aber das endet (im Falle wo mein Partner 1 Minuten zu spät ist und ich direkt an nen Unfall denke) immer damit, was ich dann tue wenn mein Partner tot ist, ich durch die Risiko-Lebensversicherung das Haus abbezahlt hab und aber psychisch komplett am Ende bin. Und dann bin ich ganz furchtbar traurig.. aber den Schrecken verloren hat der Gedanke dann nicht wirklich :?
    • Moonrise wrote:




      Eryniell wrote:

      Um das abzumildern kann man diese Kopfkinos einfach zuende denken. Also nicht an der Stelle aufhören, an der es zu schlimm wird, sondern weiterspinnen. Dadurch verlieren die Gedanken ihren Schrecken. Ist ein Tipp von meinem damaligen Psychiater.
      Klappt das bei dir? Ich hab das Gefühl, dass die die Szenarien auch zuende denke, aber das endet (im Falle wo mein Partner 1 Minuten zu spät ist und ich direkt an nen Unfall denke) immer damit, was ich dann tue wenn mein Partner tot ist, ich durch die Risiko-Lebensversicherung das Haus abbezahlt hab und aber psychisch komplett am Ende bin. Und dann bin ich ganz furchtbar traurig.. aber den Schrecken verloren hat der Gedanke dann nicht wirklich :?
      :lol:

      Genau so denke ich diese gruselige Szenarien in meinem Kopf auch zuende!
      Ich glaube mir hilft das tatsächlich. Denn, wenn man dort aufhört, wo es "am dollsten weh tut", dann bleibt der Gedanke weiterhin bedrohlich.
      Beispielsweise wenn ich in Gedanken bei dem Tod einer geliebten Person aufhöre.
      Aber wenn ich weiterdenke: Was tue ich nach deren Tod, wie würde es weitergehen?
      Dann hänge ich emotional nicht in so einer furchtbaren Dauerschleife fest.

      Aber diese Gedanken sind natürlich nach wie vor grauenvoll.
      Aber eben ein bisschen erträglicher :-p
    • Mir hilft es, mir ganz praktisch zu überlegen, was ich tun würde, zB mein Kind kriegt keine Luft... auf den Rücken klopfen, es auf den Kopf stellen, habe ich die Nummer der Rettung eingespeichert, was muss ich da alles sagen... ich versuche mich so gut ich kann auf jedes Schreckenszenario vorzubereiten. Das hilft dann ein bisschen.
    • Eryniell wrote:

      Beispielsweise wenn ich in Gedanken bei dem Tod einer geliebten Person aufhöre.
      Aber wenn ich weiterdenke: Was tue ich nach deren Tod, wie würde es weitergehen?
      Dann hänge ich emotional nicht in so einer furchtbaren Dauerschleife fest.
      Hmm ja jetzt wo du es sagst, denk ich das dann auch wirklich so weiter. Und komme da dann oft auf positive Dinge, die ich dann "endlich" machen kann, weil ich ja nicht mehr auf die Befindlichkeiten dieser Person achten muss. Und dann kommt ein fröhliches Gefühl auf. Und direkt danach dann ein ganz furchtbar schlechtes Gewissen :nerved: Aber der Schrecken ist dann weg :nod:
    • Morgenstern wrote:

      Essen horten würde ich euch auch empfehlen.
      Oh ja damit die Hamsterkäufe wieder losgehen, na dankeschön!

      Seit ca einer Woche bemerke ich wieder ein allmäliges Klopapierhamstern, jedenfalls habe ich am Mittwoch und auch am Montag wo wir einkaufen waren verdächtig viele Leute mit 1-2 Paketen rumlaufen sehen.

      Ich kenne zwar auch teilweise solche Gedanken, aber ich denke auch sehr viel über Umwege nach um dennoch ans Ziel zu kommen.
      Bei dem Thema FFP2 Masken, gibt es auch noch andere Wege diese zu bekommen, genau wie Klopapier oder Lebensmittel.
      Wenn ich etwas nicht in der Nähe bekomme, kaufe ich es auf ebay, das hat bislang immer geholfen, egal ob Lockdown oder nicht.