Einsamkeit

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    • Gerit wrote:

      Ich wünsche Euch sehr, dass es bei Euch anders ist, aber oft ist es bei anderen wie bei mir auch:

      Kontakt zu anderen hilft oft nur kurz. Langfristig kann er oft nichts gegen die eigenen inneren Dämonen helfen.
      ich zitiere:
      „My inner demons belong to a higher art
      Their names will never be known.
      They are a secret of a demonic nature
      In the depth of my imagination„
      Selbstdiagose...
    • Hallo liebe @Sonne8 , fühle mich auch sehr einsam.
      Wobei meine Sozialarbeiterin vom ABW wenige kennt, welche durch das Autismuszentrum, ABW, Elternhaus, Autismus-Gruppe,Psychiater, soziale Einrichtung so gut eingebettet wären.

      Bei mir ist es auf jeden Fall ein Thema, was mich als Person angeht.
      Richtig durchblicken tue ich da noch nicht.

      Ist eine Autismus-Gruppe in deiner Nähe?
      Fühle mich da sehr gut aufgehoben.

      Vielleicht können Freizeitaktivitäten hier im Forum arangiert werden?

      Was ich noch sagen möchte, ich kann meine Vergangenheit auch nicht wirklich loslassen.

      Wünsche dir alles alles Gute.
      L.G. Daniel :thumbup: :thumbup:

      The post was edited 1 time, last by Daniel1 ().

    • Kugelfisch wrote:

      Ja, entschuldigung, das ist sicher nicht angebracht sich in meiner Situation so zu fühlen. Ich bin nicht allein, ich liebe und werde geliebt, aber trotzdem fühle ich mich manchmal isoliert.
      Entschuldigung brauchst Du nicht; es ist eben so, wie es ist.
      Ja, hier im Thread wird jedenfalls ganz deutlich, dass Menschen mit Partnern nicht notwendigerweise glücklicher sind als diejenigen, die auch nach außen hin allein sind.
      Ich finde es interessant, dass der Partner oft nicht gleichzeitig auch als Freund gesehen wird. Natürlich sind (sexuelle) Partnerschaften anders als (rein platonische) Freundschaften, aber wenn ich einen festen Partner hätte, dann wäre er idealerweise auch gleichzeitig ein guter Freund, dann würde ich mich sicherlich nicht einsam fühlen.
      Ich selbst fühle mich allerdings nur gelegentlich einsam, meist dann, wenn ich mich mit anderen vergleiche, wenn ich entweder im realen Leben oder auch in Büchern oder Filmen offensichtlich glückliche Paare vor Augen habe. Wenn ich hingegen mutterseelenallein in der Natur wandere, dann fühle ich mich überhaupt nicht einsam.
    • Sicher ist jede Beziehung anders, und es macht etwas aus, ob Kinder da sind oder nicht. In vielen Beziehungen haben die Partner aber gar nicht viel miteinander zu tun. Jeder ist den ganzen Tag in der Arbeit, oder einer ist zu Hause und kümmert sich da um alles, und oft muß einer viel früher raus als die anderen, dann sieht man sich morgens schon mal gar nicht. Abends haben viele Menschen Verabredungen mit Freunden, zum Sport, zum Fußball, etc. oder arbeiten echt lang. Abends ist oft Abschalten angesagt, also Buch lesen oder Fernsehen oder Computer., da wird der andere oft gar nicht richtig wahrgenommen..dazwischen dreht sich in Familien fast alles um die Kinder, die Verwaltung und die Finanzen.. ich glaube, man muß nicht AutistIn sein, um sich da oft einsam vorzukommen.

      Außerdem beobachte ich in langjährigen Beziehungen, daß gerade die Männer sozusagen in diesem Trott "einschlafen" und sich ihre Frauen überhaupt nicht mehr gesehen fühlen. Oft ist da kein Raum mehr für gute Gespräche, einem "Wie geht es Dir denn eigentlich im Moment ?", "Was für Sorgen hast Du, was denkst Du ?" und besonders die sexuellen Begegnungen werden selten. Das stört viele Frauen besonders, weil sie sich Mühe geben mit ihrem Aussehen und sowieso schon mit dem Älterwerden hadern, und da besonders den Zuspruch und Trost ihres Ehegatten brauchen könnten, der ihnen sagt, daß sie für ihn immer noch so liebenswert und attraktiv sind wie mit 25... um mich herum kenne ich viele Frauen, denen das nach außen hin nicht anzusehen ist: netter Ehemann, freundliche Kinder, nettes Haus, nette Wohnung, Freunde,... und total einsam.

      Ich weiß, das kam auch in anderen Threads schon, warum bleiben die dann da, warum gehen die nicht einfach ? Warum halten die das aus ?

      Die Frage ist, wohin ? Und was erwartet einen da ? Dann sitzt man komplett alleine rum, sieht seine Kinder weniger, ein Teil der Freunde fällt weg, und man muss eine eigene Wohnung etc bezahlen, oder eine teure Scheidung durchmachen... nein, viele entscheiden sich dazu, nichts zu ändern und zu akzeptieren, daß dieser Teil ihres Lebens vorbei ist.

      The post was edited 2 times, last by Gerit ().

    • Da fragt man sich schon, was ist schlimmer: Ein "ehrliches" Single-Dasein ohne Familie, ohne Partner, oder eine Partnerschaft, bei der hinter der schönen Fassade mindestens ebensoviel gefühlte Einsamkeit da ist. Ist sicherlich beides nicht schön, aber wenn man die Qualität einer vorhandenen Beziehung nicht verbessern kann, ist man als Single zumindest frei und ungebunden, auch in Bezug auf die eigene Lebensgestaltung.
    • Ich würde sagen, dass meinen Mann und mich eine tiefe Freundschaft verbindet.
      Das ändert aber nichts daran, dass ich oft merke wie groß die Unterschiede im Erleben sind wenn ich mit ihm oder meinen Freunden etwas gemeinsam mache.
      Das ist an sich weder gut noch schlecht. Es ist einfach präsent, mal mehr mal weniger bewusst und an manchen Tagen fühle ich mich dadurch einsam und isoliert. D.h. nicht, dass die Beziehungen zu den anderen irgendwie nicht in Ordnung oder schlecht sind.
      Aber sie sind halt auch kein Wundermittel. Einen Partner zu haben heilt mich nicht oder löst alle Probleme. Und das von einem anderen Menschen zu erwarten/erhoffen kann in meinen Augen nur zu Enttäuschung führen. Das würde meinen Gegenüber unzulässig objektifizieren.
      Dafür bekomme ich Liebe und Unterstützung
      Und so sind heute weniger Tage einsam und das ist auch nicht schlecht.
      Btw. ich verbiege mich für niemanden, ich existiere ja nicht dafür das mein Mann mich hübsch findet oder ähnliches und wenn er etwas in meinen Augen falsch macht, gibt es von mir klare Ansagen. Ich habe es so gar nicht mit Klischeerollenbildern. Wir haben schließlich 2021, da sollte jeder genau das tun worin er gut ist und sich nicht in eine Schublade packen lassen. (Heißt z.Bsp. bei uns kocht meistens mein Mann und ich erledige Finanzen etc. weil er extrem zerstreut ist). Hauptsache man hat das von Anfang an ehrlich kommuniziert.
    • ADD83 wrote:

      Es gibt niemanden mit dem ich reden kann.

      ADD83 wrote:

      gemeinsam mit jemanden Dinge zu erleben, einfach das Leben zu „teilen“,
      Du hast ja jetzt schon etwas dazu erklärt, aber wie zwei andere habe auch ich mich sehr gewundert. Einsam kann man sich zwar auch mit Partner fühlen ("nur" ein Partner ist ja vielen auch nicht genug, sondern sie möchten auch Freunde haben), allerdings ist es für mich sehr seltsam zu lesen, einen Partner zu haben und niemanden zum Reden. Das liegt wohl daran, dass ich kein Interesse an Familiengründung habe und nicht zwingend in einer Partnerschaft leben muss. Wenn ich eine eingehe, dann nur mit jemandem, mit dem ich reden kann.

      Sisyphus wrote:

      Das ist vermutliche keine beliebte Meinung, da Therapeuten einen ständig ermutigen wollen so viel wie möglich mit anderen Menschen zu machen
      Meiner nicht. Er sagt immer, dass es ja auch introvertierte Menschen gibt (ich denke, er zählt selbst dazu ;) ).

      Sisyphus wrote:

      Man sollte sich nicht ganz von Menschen abkapseln um mit dem Alleinsein besser zu Recht zu kommen aber ich sehe es schon als Grundzustand an der gelegentlich mal durch Gesellschaft unterbrochen wird und habe akzeptiert dass das soziale vermutlich nie mein Grundzustand sein wird.
      Schön gesagt! Ich war Jahrzehnte lang sehr einsam, aber mittlerweile ist das Gefühl viel weniger stark, da ich alleine überdurchschnittlich gut zurecht komme.

      Pechblende wrote:

      mir persönlich bringt es in Momenten schon oft was unter Menschen zu sein ohne mit ihnen groß in Kontakt zu treten.
      Das kenne ich zB gar nicht. Fremde Menschen sind für mich irgendwie keine "Artgenossen".

      ADD83 wrote:

      allerdings immer ohne mich.
      Warum? Ich habe ja nicht so viel Beziehungserfahrung, doch ich kenne es so, dass man häufiger auch mal zusammen mit den Bekannten/Kollegen/Freunden des anderen macht ...
    • @Fidoline

      ich kann mit niemanden richtig reden, deshalb will ich aber nicht auf einen Partnerschaft verzichten, hat ja viele andere Vorteile. Wir reden schon, aber nicht über Dinge, über die ich mich eben auch austausche will, zB SI, wozu auch wenn es ihn nicht oder anders interessiert?

      Ich gehe nicht mit, weil ich nicht eingeladen werde.
      Selbstdiagose...
    • ADD83 wrote:

      ich kann mit niemanden richtig reden, deshalb will ich aber nicht auf einen Partnerschaft verzichten, hat ja viele andere Vorteile. Wir reden schon, aber nicht über Dinge, über die ich mich eben auch austausche will, zB SI, wozu auch wenn es ihn nicht oder anders interessiert?
      Ja, das sind eben ganz unterschiedliche Erwartungen an eine Partnerschaft. Für mich würde eben gerade das Freundschaftliche und Reden im Vordergrund stehen (und natürlich auch ein bisschen körperliche Nähe).

      ADD83 wrote:

      Ich gehe nicht mit, weil ich nicht eingeladen werde.
      Ok. Das kenne ich halt auch anders. Aber ich weiß, dass es auch solche Partnerschaften gibt.
      (Und dass jeder auch mal alleine was mit Freunden unternimmt, ist auch gut. Nur wenn einer keine hat und sich einsam fühlt, sollte man ihn mal mitnehmen.)
    • Ich glaube bei mir ist es so wie @Gerit schreibt, das Einsamkeitsgefühl hat mit meinen “inneren Dämonen” zu tun. Das kann kein Partner oder Freund auffangen. Bei mir ist es nicht so dass die Beziehung schlecht läuft, und ich bin mir sehr sicher dass es mit jemand anderem nicht besser wäre, und alleine definitiv schlechter.
      Also passt dass vielleicht auch gar nicht hier hin, denn wahrscheinlich ist meine Sehnsucht eher eine nach Sinn und Zugehörigkeit zu etwas, nicht unbedingt einer Person. Manchmal merkt man sowas erst wenn man’s hinschreibt.
    • Fidoline wrote:


      Pechblende wrote:

      mir persönlich bringt es in Momenten schon oft was unter Menschen zu sein ohne mit ihnen groß in Kontakt zu treten.
      Das kenne ich zB gar nicht. Fremde Menschen sind für mich irgendwie keine "Artgenossen".
      ok, ich muss hier auch differenzieren. es hängt schon davon ab, welche fremden Menschen das sind, in welcher Situation, wie sie handeln. und „oft“ war vielleicht auch übertrieben. aber um ein Beispiel zu wiederholen, wenn ich im Sommer am See liege, finde ich es im allgemeinen besser, wenn da Andere friedlich um mich rum sind als wenn ich allein bin
    • MonaLisa wrote:


      Ich finde es interessant, dass der Partner oft nicht gleichzeitig auch als Freund gesehen wird. Natürlich sind (sexuelle) Partnerschaften anders als (rein platonische) Freundschaften, aber wenn ich einen festen Partner hätte, dann wäre er idealerweise auch gleichzeitig ein guter Freund, dann würde ich mich sicherlich nicht einsam fühlen.
      Ich würde mich sehr unter Druck gesetzt fühlen, wenn ich für eine Frau der Partner und gleichzeitig irgendwie der einzige gute Freund sein soll - nicht jeder kann das auffangen. Da unterscheide ich bei mir schon zwischen Freunden und Partnerin. Eine Parternin kann mir Dinge geben, die mir Freunde nicht geben können und umgekehrt. Mit Freundin unternehme ich nur bedingt das gleiche wie mit einer Partnerin.


      MonaLisa wrote:


      Ich selbst fühle mich allerdings nur gelegentlich einsam, meist dann, wenn ich mich mit anderen vergleiche, wenn ich entweder im realen Leben oder auch in Büchern oder Filmen offensichtlich glückliche Paare vor Augen habe. Wenn ich hingegen mutterseelenallein in der Natur wandere, dann fühle ich mich überhaupt nicht einsam.
      Ja, das zieht mich auch schon mal runter wenn ich glückliche Paare sehe und es in meiner Situation so surreal und unwirklich wirkt auch in dieser Situation zu sein. Es gibt bei mir auch Situationen in denen ich mich nicht einsam fühle weil ich es alleine mache wie z.B. sportliches Workout zu Hause bzw. wenn ich rausgehe zum Joggen oder wenn ich im Sommer oft rausgehe in die Natur.
    • Fidoline wrote:

      ADD83 wrote:

      ich kann mit niemanden richtig reden, deshalb will ich aber nicht auf einen Partnerschaft verzichten, hat ja viele andere Vorteile. Wir reden schon, aber nicht über Dinge, über die ich mich eben auch austausche will, zB SI, wozu auch wenn es ihn nicht oder anders interessiert?
      Ja, das sind eben ganz unterschiedliche Erwartungen an eine Partnerschaft. Für mich würde eben gerade das Freundschaftliche und Reden im Vordergrund stehen (und natürlich auch ein bisschen körperliche Nähe).
      Klar könnte ich so eine Erwartungshaltung (Reden) haben und das wäre sicherlich schön, dann müsste ich aber als alte Jungfer sterben.
      Vielleicht hab ich mich falsch ausgedrückt. Ich verstehe mich gut mit meinem Mann, wie lieben uns, wir haben sogar fast denselben Musikgeschmack (für mich extrem wichtig), wir haben auch die gleiche Einstellungen zu vielen Dingen. Also „Freunde“ sind wir schon. Aber mal davon abgesehen dass er extrem wortkarg ist, würde er sich eben nicht für meine SI interessieren so wie ich es tue und sich also erst recht nicht mit mir darüber unterhalten. Aber keiner teilt meine SI, also müsste ich ja nach deiner Logik einfach auf Partnerschaft verzichten und das will ich nicht.

      Warum sollte mich mein Mann zB zu einer Feier mitnehmen, wenn er nur alleine eingeladen ist? Das fände ich schräg.
      Selbstdiagose...
    • Ich fühle mich vergleichsweise selten einsam, obwohl ich die meiste Zeit allein bin. Ich glaube, mir fehlt eher ein interessantes Hobby bzw. ein Lebensinhalt als ein Partner.

      Wenn ich einen ganzen Tag lang Menschen um mich habe, dann bin ich genervt/gestresst und freue mich darauf, wieder meine Ruhe zu haben.

      Das heißt aber nicht, dass ich gar keine Gesellschaft mag. Es muss nur die richtige Gesellschaft sein und darf nicht zu lange dauern. Nach ein paar Stunden ist bei mir einfach der Ofen aus (RW), dann brauche ich mein Alleinsein.

      Diese Woche werde ich vielleicht an einem Tag jemanden treffen (ist noch nicht ganz sicher). Darauf freue ich mich, aber ich finde auch gut, dass ich an den anderen Tagen komplett meine Ruhe habe, weil ich Urlaub habe.
      Alles wird galaktisch gut.
    • ADD83 wrote:

      Klar könnte ich so eine Erwartungshaltung (Reden) haben und das wäre sicherlich schön, dann müsste ich aber als alte Jungfer sterben.
      Vielleicht hab ich mich falsch ausgedrückt. Ich verstehe mich gut mit meinem Mann, wie lieben uns, wir haben sogar fast denselben Musikgeschmack (für mich extrem wichtig), wir haben auch die gleiche Einstellungen zu vielen Dingen. Also „Freunde“ sind wir schon. Aber mal davon abgesehen dass er extrem wortkarg ist, würde er sich eben nicht für meine SI interessieren so wie ich es tue und sich also erst recht nicht mit mir darüber unterhalten. Aber keiner teilt meine SI, also müsste ich ja nach deiner Logik einfach auf Partnerschaft verzichten und das will ich nicht.
      Dann verstehe ich deine Einsamkeit aber wirklich nicht.
      Kannst du nur über dein SI reden? Außerdem musst du ja nicht verzichten. Ich sage nur, dass für mich Reden in einer Partnerschaft sehr wichtig ist.

      ADD83 wrote:

      Warum sollte mich mein Mann zB zu einer Feier mitnehmen, wenn er nur alleine eingeladen ist? Das fände ich schräg.
      Als ich in einer langen Beziehung war (nicht verheiratet), waren wir normalerweise zu Feiern beide eingeladen. Das kenne ich auch von anderen so.
      Wobei man wie gessagt normale Treffen mit Freunden natürlich auch alleine haben kann und sollte (wenn man denn Freunde hat bzw. haben möchte).
    • Ich frage jetzt mal ganz doof, ich habe da wirklich keine Ahnung und mir schon seit Wochen drüber Gedanken gemacht, wie man (mit Absicht verallgemeinernd) die Einsamkeit, zumindest zeitweise, verdrängen kann? Ob man sich nun in einer Beziehung oder ohne Beziehung einsam fühlt ist ja dabei egal. Ich denke, dass dieses Gefühl ja nicht plötzlich da ist, aber mit der immer stärker wird. Liegt es an fehlenden sozialen Kontakten oder daran, dass man sich zu den sozialen Kontakten nicht zugehörig fühlt? Also bei mir ist beides irgendwie da. Ich habe sehr wenige soziale Kontakte und selbst bei diesen ist es nicht so, dass ich da jemanden habe der zu 100% in mein Leben integriert ist. Mit den Leuten aus meinem Verein habe ich ein sehr gutes Zugehörigkeitgefühl, aber dort sind die Menschen gut 35/40 Jahre älter als ich und deshalb gibt es da außerhalb des Vereins keine Berührungspunkte. (RW) Dann habe ich ja noch einen Sportfreund und ich finde das auch gut. Es gibt schon Überschneidungen, aber ein Zugehörigkeitgefühl wie im Verein habe ich da nicht. Keine Ahnung, liegt das an der mangelnden "Auswahl" von Kontakten um jemanden zu finden der die richtige Balance zwischen den Überschneidungen und dem Zugehörigkeitgefühl hat oder an meiner Unfähigkeit tiefergreifende Kontakte aus dem "nichts" aufzubauen? Bei der Partnersuche ist es ähnlich. Das Dating-Apps bei mir, aus den verschiedensten Gründen nicht funktionieren ist mir klar. Da habe ich auch noch niemanden gefunden der die richtige Balance hat. Entweder war die Person an sich interessant, hat aber aus verschiedensten Gründen nicht in mein Leben gepasst, oder die Person hätte in mein Leben gepasst, ich konnte jedoch keinen Zugang zu dieser Person aufbauen. Also für mich sollte die Partnerin schon die Bedingungen erfüllen, dass ich über alles mit ihr reden kann, auch wenn man sich gegenseitig mit etwas zuquasselt was den anderen nun wirklich nicht interessiert. Aber, meiner Meinung nach, ist eine Beziehung auch dafür da den anderen irgendwie aufzufangen (RW), denn sonst würde der Partner sich ja einsam fühlen. Das ist aber nur meine persönliche Ansicht. Also was sollte man (mit Absicht verallgemeinernd) da machen, denn das Problem mit dem Aufbau von Kontakten hat ja auch mit dem Autismus zuntun. Wenn ich nun versuche kognitiv versuche Kontakt zu knüpfen (RW), folge ich da einem Plan, der aber dann bei Abweichungen schiefgeht, mal abgesehen von der ganzen Problematik der Kommunikation u d unabhängig von den Einschränkungen durch Covid-19. Denn vorher hat es ja auch nicht funktioniert. Ich bin zu verschiedenen Radsportveranstaltungen gefahren und habe auch interessante Kontakte herstellen können, aber in eine soziale Gruppe bin ich dadurch nicht gekommen. Das sind meistens lose Verbindungen, die auch untereinander keine festen Strukturen haben. Also Überschneidungen, aber kein Zugehörigkeitgefühl. Ich denke, dass so Ratschläge wie "geh unter Leute" (RW), nutze Dating-Apps, weil sie durch Covid-19 eh gerade viele nutzen (dabei hat die Anzahl der Nutzer nichts mit den Erfolgsaussichten durch meine Art der Kommunikation zu tun) oder andere typische Dinge wenig bringen. Also wie und wo findet man Menschen die zu einem passen, die einem Halt geben (RW), ob in einer Beziehung oder nicht, oder muss man da einfach nur Glück haben, dass es sich so ergibt? Anders scheint es ja nicht zu funktionieren. Keine Ahnung.
    • @platzhalter:

      Selbstständig Kontakte knüpfen fällt mir auch schwer. Was mögliche Partner und schließlich meinen Mann angeht, bin immer ich es die angesprochen wurde (vielleicht hat man es als Frau da einfacher?).
      Da ich keine große Quasselstrippe bin, aber gut vermitteln kann ich würde aufmerksam zuhören hat das dann relativ gut geklappt. Über meinen Mann hat sich dann mein Freundeskreis erweitert. Ich konnte neben ihm "mitschwimmen" und das war nicht so stressig.

      Vor Corona hätte ich ja gesagt, versuche es klassisch in einem Cafe. Da ist es üblich mal länger zu sitzen und nichts besonderes zu tun (ich lese/schreibe da ganz gerne), aber es besteht trotzdem die Möglichkeit nebenbei in ein Gespräch zu kommen oder wenigstens ein wenig die Leute zu beobachten ohne das es seltsam wirkt und wenn man öfters da ist, lernt man nach und nach die Stammkundschaft kennen und die sind meistens kontaktfreudig, so habe ich die Erfahrung gemacht.
      Ich weiß natürlich nicht ob es bei dir in der Gegend was passendes gibt, das vielleicht auch vom Altersschnitt passt. Naja erstmal müssen wir eh noch durch den Lockdown etc.
      Keine Ahnung ob das ein guter Rat ist, aber ich empfinde eine Cafe immer als relativ sicheren Rahmen und es ist ja auch nicht so laut wie eine Kneipe u.ä.

      Wie sich Einsamkeit auf Dauer lindern lässt, da bin ich unsicher. Dafür sind die Menschen zu unterschiedlich.
      Was löst bei dir denn am ehsten die Einsamkeit aus? Was fehlt dir/vermisst du am meisten?