Gelassenheit lernen?

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    • Melanie84 wrote:

      Man reißt Zitate aus dem Zusammenhang, übertreibt/ verfälscht diese und verwendet sie so gegen jemanden mit einer anderen Meinung.
      Das fände ich auch schlecht, nur ist dies meiner Meinung nach hier nicht geschehen. Es ging darum, dass nicht jegliches Verhalten Privatsache ist, und in diesem Sinne wurde auch geantwortet. Es sei denn, ich hätte etwas gründlich missverstanden.
      Achtung, eigene Sprache!
    • Eva39 wrote:

      Ich bin da wirklich so, dass ich meinen Mann ständig darauf hinweise, was z.B. passiert, wenn ..
      Kleiner Hinweis: das ist u.U. gefährlicher, als nichts zu sagen. Ich habe mal vor Schreck fast einen Unfall gebaut, weil meine Frau plötzlich interveniert hat (seither macht sie es nicht mehr). Aber ganz grundsätzlich kommt mir Dein Problem vertraut vor. Damals in meiner Selbständigkeit meinte mein Kompagnon mehrmals, ich wolle mir wohl den Staatsehrenpreis für Korrektheit verdienen, bloß weil ich in steuerlicher Hinsicht und was "Vermögensverschiebungen" angeht (ich habe v.a. allem insolvenzgefährdete Unternehmer beraten, bei denen die Versuchung, schnell noch Geld zur Seite zu schaffen, sehr hoch ist) seiner rheinisch geprägten Meinung nach übertrieben pingelig war.

      Was Deinen Schwiegervater angeht: ich hoffe, dass Du Deinen Mann davon überzeugen kannst, das Angebot seines Vaters "dann eben nicht mehr zu kommen" dankend anzunehmen. Du hast nicht überreagiert, sondern versucht, jemanden der gegenüber Dir, Deinem Mann und Deinen Kindern verantwortungslos handelt, zur Raison zu bringen. Er reagiert wie ein trotziges Kind, da wäre es nur konsequent, zumindest für die Dauer der Gefahrensituation den Kontakt abzubrechen. Aber das ist natürlich nicht so einfach, weil Schwiegervater...

      Ansonsten: versuche zwischen Regeln, die für die Gesellschaft wichtig sind (StVO, Steuerrecht, Coronareln,...), die Dir wirklich wichtig sind und solchen, die sinnvoll, aber nicht zwingend notwendig sind (also z.B. Benimmregeln für die Kinder) zu unterscheiden - und noch wie z.B. im Falle der Interventionen beim Fahren zu berücksichtigen, ob ein Versuch Deinerseits, die makellose Einhaltung der Regeln zu erwirken, nicht womöglich kontraproduktiv ist. Und ziehe in Betracht, bei den Kindern bestimmte Situationen Deinem Mann zu überlassen - Mütter sind gefühlt nun mal für die unbedingte Risikovermeidung zuständig, Väter für den kontrollierten Umgang damit. Meine Frau hätte unsere damals keine 2 Jahre alte Tochter niemals auf die hohe Leiter in den Apelbaum steigen lassen, ich bin halt hinter ihr rauf, stets fangbereit, und abgestiegen ist dann ein total stolzes Kind. Manche Regeln, die man sich selbst macht, sind zwar prinzipiell sinnvoll, aber v.a. dann, wenn man sie auch mal mit Umsicht verletzt.
    • Melanie84 wrote:

      Man reißt Zitate aus dem Zusammenhang, übertreibt/ verfälscht diese und verwendet sie so gegen jemanden mit einer anderen Meinung.
      Nur dass da überhaupt nichts "aus dem Zusammenhang gerissen" wurde. Es wurde eindeutig gesagt, dass man sich von einem anderen Bürger selbst bei einem so krassen Fehlverhalten ggf. nicht "bevormunden" lassen würde (Konjunktiv). Und ich habe darauf geantwortet, dass ich dann nicht zögern würde, ihn anzuzeigen (ebenfalls Konjunktiv). Nicht nur er hat nicht gesagt "ich tue es", auch ich nicht - es wurde beiderseits ein fiktives Szenario durchgespielt.

      Ich finde es offen gestanden einigermaßen erschreckend, dass die Aussage "selbst wenn ich Mernschenleben gefährden würde, ginge das nur mich und die Staatsmacht, aber niemanden sonst etwas an" offenbar manchen hier als akzeptable Meinungsäußerung gilt, die Aussage "das sehe ich anders und würde entsprechend selbst in Sachen Strafverfolgung aktiv" dann gleich von mehreren Usern verdammt und in Deinem Falle als verfälschend verunglimpft wird.

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    • Melanie84 wrote:

      In letzter Zeit findet jedoch wie ich finde eine bedenkliche Entwicklung statt.
      Die Menschen fangen an sich gegenseitig zu kontrollieren, ob die behördlich angeordneten Regeln auch eingehalten werden. Das ganze ist auch sehr emotional aufgeladen.
      Ja, in der Tat. Das sieht man auch an solchen Antworten, wenn statt Argumenten Beleidigungen hageln:

      HCS wrote:

      Dieser Satz steht examplarisch für Dein äußerst merkwürdiges Verständnis von Staat und Gesellschaft. Es ist die Denke eines trotzigen 3jährigen, bei einem Erwachsenen schon fast kriminell verantwortungslos. Selbstverständlich ist es nicht "unhöflich", einem Irren die Meinung zu sagen, der mit 200 durch die Tempo 50-Zone rast. Ich halte es vielmehr für die Pflicht eines jeden Einzelnen, solch unverantwortlichem Treiben ein Ende zu setzen. Die Gefährdung des Lebens Anderer ist ganz sicher keine Frage allein Deiner Eigenverantwortung, sondern im Zweifelsfalle der Verantwortung aller, die von Deinem Treiben wissen oder erfahren. Ich würde nicht eine Sekunde zögern, Dich anzuzeigen.

      Pflicht jedes Einzelnen? Nein! Dafür gibt es Polizei und Behörden.

      Neulich war ich beim Einkaufen, wie immer ohne Maske (mit Attest), und als ich schon fertig mit Einkaufen war und hinter den Kassen stand, meinte so eine dumme Tussi zu mir: "Maske!.... Maske!". Ich war so frei und habe ihr meine Meinung gezeigt und bin weitergegangen. Was glaubt die denn? Ich komme in einen Supermarkt, gehe an der Security vorbei, erledige meinen Einkauf, passiere ein halbes Dutzend Marktmitarbeiter, und dann braucht es sie, um mich daran zu erinnern, dass ich keine Maske trage? Ernsthaft?
      Nein, das ist nicht die Pflicht jedes Einzelnen. Die einzige Pflicht jedes Einzelnen ist, sich um seine eigenen Angelegenheiten zu kümmern. Vielleicht hätte die Dame ja auch noch gern mein Attest durchgelesen, oder?

      Melanie84 wrote:

      Das stört mich an Diskussionen. Man reißt Zitate aus dem Zusammenhang, übertreibt/ verfälscht diese und verwendet sie so gegen jemanden mit einer anderen Meinung.
      Das und noch andere Tricks.
      Alles wird galaktisch gut.
    • Regeln sind wichtig, sonst funktioniert ein Zusammenleben einer bunten Masse an Individuen nicht, möglicherweise schon aus dem Grund weil dann in so vielen alltäglichen Situationen Lebensgefahr besteht.
      Das gilt auch und vor allem für ungeschriebene Regeln (v.a. im sozialen Zusammenleben).


      Irgendwo haben Regeln dann aber schon klare Grenzen, insbesondere wenn ein nachhaltiger und für die Gesellschaft förderlicher Langzeiteffekt entweder fehlt oder nur sehr fragwürdig belegt werden kann.
      Gerade in aktuellen Zeiten haben Regeln vor allem den Charakter einer "Bestrafung" oder "Umerziehung", dazu trägt auch die extreme mediale Bombardierung zu ein und demselben Thema und die extreme Diffamierung/Wertung von bestimmten Gruppen in den sozialen Medien bei.

      Gurtpflicht, Abstand halten oder Tempolimits beachten sind da ein schlechter Vergleich. Die Sinnhaftigkeit und vor allem der starke positive Nutzen für die Gesellschaft sind hier offensichtlich, nämlich das Unfallrisiko im PKW auf einen akzeptablen und dem Alltag vergleichbaren Wert zu drücken. Früher war der Autoverkehr nämlich wirklich tödlich... bei 100 von der Fahrbahn abgekommen? Direkt tot, das war (v.a. vor Etablierung eines Notrufsystems) leider traurige Realität auf deutschen Straßen.

      Durch die momentane Verbotseuphorie sehe ich zudem eine problematische Folge: das Aufweichen und Ignorieren bereits bestehender und wirklich sinnvoller Regeln. Kaum einer befolgt gerne wirklich alle Regeln, und irgendwann ist bei den meisten eine gewisse Grenze erreicht, was das sich selbst einschränken betrifft. Wenn diese Regeln dann auch noch immerfort mit dem moralischen Zeigefinger eingefordert oder nur begründet werden, ist bei den meisten irgendwann eine Ignoranz da, auch wenn es im Gegensatz zu aktuellen Regeln wirklich wichtige und vor allem für das Zusammenleben essentielle Verhaltensvorgaben sind. Ich hoffe, dass die Verantwortlichen sich darüber Gedanken gemacht haben...

      ... obwohl, ganz sicher nicht. Ist ja auch Frühjahr 2020 ja nicht passiert.
      Nichts beschleunigt Dich so sehr wie ein Linearmotor.

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    • Shenya wrote:

      wenn statt Argumenten Beleidigungen hageln:
      Offenbar verwechselst Du eine abweichende Meinung neuerdings mit Beleidigungen (und zwar mit "hageln" sogar in einer imaginierten Mehrzahl) - oder ist es eher so, dass Du Dir den von Dir kritisierten Diskussionsstil zu eigen gemacht hast?

      Shenya wrote:

      Pflicht jedes Einzelnen? Nein! Dafür gibt es Polizei und Behörden.
      Doch, exakt das. Spätestens bei Gefährdung Anderer (und das ist bei 200 km/h in einer 50 km/h-Zone sicher der Fall) ist es eine Frage der persönlichen Verantwortung, geeignete Maßnahmen zu ergreifen - und das wäre im diskutierten Szenario Polizei und Behörden zu verständigen, damit die dann tätig werden können (und nichts anderes habe ich geschrieben). Im Falle von Straftaten (und da ist so ein Raser ganz schnell dabei, sobald es geknallt hat) habe ich sogar das Recht, den Täter per vorläufiger Festnahme an der Flucht zu hindern - das ist im "Jedermannparagraphen" §127 StPO festgelegt
    • Eva39 wrote:

      Ich habe wirklich versucht, die Perspektive zu wechseln und Verständnis aufzubringen.
      Funktioniert nicht.

      Kann ich lernen gelassener mit sowas umzugehen oder bin ich gar nicht das Problem?
      Wie schaffe ich es, dass mir sowas egal wird?
      Für den Fall, dass ich wirklich verstehe, was du meinst:

      Viele Regeln haben den Hintergrund, dass mit ihnen das Zusammenleben in der Gesellschaft besser klappt.
      Das ist sogar ziemlich unabhängig von der jeweiligen Gesellschaftsform. Solche Regeln gibt es eigentlich überall.
      Sich daran zu halten ergibt Sinn, besonders wenn sich alle daran halten, aber es klappt nur bei gleichzeitiger enger (sozialer) gegenseitiger Kontrolle. Zum Beispiel in sehr kleinen Gemeinden oder in Schulen mit überschaubarer SchülerInnenzahl.

      Ich finde derartige Regularien sehr praktisch, kann den Sinn dahinter gut nachvollziehen und da ich mehr so einen inneren Freiheitsdrang als den äußeren Drang nach unbegrenzter Freiheit habe, fällt es mir nicht schwer, mich daran zu halten.
      Andere Menschen sehen das vielleicht anders. Sobald ich mit denen Kontakt habe, muss ich mich entscheiden, wie ich mich dazu stelle: Ob ich meckere, ob ich milde lächle und drüber hinweg sehe oder ob ich nur mit den Schultern zucke....

      Ich habe mich nach langen Hadern (mit mir selber) dazu entschieden, meine Energie nicht zu vergeuden, was der Fall wäre, würde ich bei Unbelehrbaren auf Einhaltung dieser Alltagsregeln bestehen.

      Dort, wo ich noch Chancen auf Einsicht erkenne, (was bei deinem Schwiegervater nicht der Fall zu sein scheint), kann ich gerne das Gespräch suchen. Möglicherweise kann ich ja auch meine Ansichten dadurch ändern. Wäre ein gutes Hirntraining!

      Aber ansonsten versuche ich mich schlicht mit dem Gedanken zu trösten, dass ich (allein) nicht die ganze Welt ändern kann. Oder erziehen. Oder eines Bessern belehren. Unterstützung erwarten darf ich leider auch nicht. dafür habe ich alleine das Recht, mich entweder aufzuregen oder meine Ressourcen zu schonen und den lieben Gott einfach einen guten Mann sein zu lassen (RW). Letzteres ist energiesparend und ab+zu sehr zu empfehlen.


      Eva39 wrote:

      Fahren ohne Kindersitz? Niemals!
      Radfahren ohne Fahrradhelm? Nein!
      Bei diesen Themen sehe ich es wie du, denn da geht es schließlich um die Gesundheit/Unversehrtheit von Schutzbefohlenen bzw. um die eigene Gesundheit.
      Genau wegen dieses Themas habe ich vor Jahren den Kontakt zu einem nahen Verwandten verloren. 8o

      Ich sehe es - trotz des Bedauerns über den Verlust - aber so, dass ich nicht der Blödmann in dieser Geschichte bin.

      Was du nicht ändern kannst, musst du halt lassen. Das zu akzeptieren kann dauern, aber du kannst es üben und so lernen.
      If you're happy and you know it clap your hands.....(three times!)

      "Man sieht nur mit der Lupe gut" - Prinzessin Petronia (ihr in den königlichen Mund gelegt von Katharina Greve)
    • Shenya wrote:

      Neulich war ich beim Einkaufen, wie immer ohne Maske (mit Attest), und als ich schon fertig mit Einkaufen war und hinter den Kassen stand, meinte so eine dumme Tussi zu mir: "Maske!.... Maske!". Ich war so frei und habe ihr meine Meinung gezeigt und bin weitergegangen. Was glaubt die denn? Ich komme in einen Supermarkt, gehe an der Security vorbei, erledige meinen Einkauf, passiere ein halbes Dutzend Marktmitarbeiter, und dann braucht es sie, um mich daran zu erinnern, dass ich keine Maske trage? Ernsthaft?
      Nein, das ist nicht die Pflicht jedes Einzelnen. Die einzige Pflicht jedes Einzelnen ist, sich um seine eigenen Angelegenheiten zu kümmern. Vielleicht hätte die Dame ja auch noch gern mein Attest durchgelesen, oder?
      Da gebe ich Dir ohne Weiteres Recht. Nur ist das etwas ganz anderes, als z.B. mit 200 kmh durch einen bewohnten Ort zu fahren. Das ist sehr wohl Angelegenheit der Anwohner und nicht nur des Fahrers.
      Achtung, eigene Sprache!
    • HCS wrote:

      Manche Regeln, (....) sind zwar prinzipiell sinnvoll, aber v.a. dann, wenn man sie auch mal mit Umsicht verletzt.
      Ja - leider fängt dann bei dem Begriff "Umsicht" schon wieder die Diskussion an, was Umsicht ist und wie die auszusehen hat.

      Trotzdem: Ich finde es gut, wenn man sich ab und zu auch mal an die eigene Nase packt und entweder übt, Fünfe gerade sein zu lassen (RW) oder eben mehr Selbst-Disziplin einzuhalten versucht.

      "Was du nicht willst, was man dir tu', das füg' auch keinem anderen zu."
      oder
      "Was beschwerst du dich über den Splitter im Auge des Anderen und siehst nicht den Balken im eigenen Auge?" - das Alter dieser Sprüche zeigt, dass sich frühere Generationen auch schon bei dem Thema abgeplagt haben ;) :d
      If you're happy and you know it clap your hands.....(three times!)

      "Man sieht nur mit der Lupe gut" - Prinzessin Petronia (ihr in den königlichen Mund gelegt von Katharina Greve)

      The post was edited 1 time, last by Capricorn ().

    • Eva39 wrote:

      Kann ich lernen gelassener mit sowas umzugehen oder bin ich gar nicht das Problem?
      Wie schaffe ich es, dass mir sowas egal wird?
      Egal sollte es Dir nie werden - das wäre Wurschtigkeit, und die scheint mir nach dem was Du schreibst nicht zu Deinem Naturell zu passen. Gelassener umgehen wäre hilfreich für Dich - hatte ich ja schon ein wenig dazu geschrieben, kann man üben und ergibt sich partiell auch mit den Jahren - bei manchem, wo ich mit 20 noch wie Rumpelstilzchen unterwegs gewesen wäre, hebe ich heutzutage nur noch eine Augenbraue (naja, beides ein wenig über- bzw. untertrieben).

      Aber das Problem bist Du ganz sicher nicht, Du hast möglicherweise(!) eines damit, dass Du mit Dir und anderen manchmal etwas zu streng bist; da gibt es aber (wenn dem überhaupt so ist) mE weit Schlimmeres - Wurschtigkeit z.B.
    • Markus7733 wrote:

      ok, es war ein schlechtes Beispiel. Machen wir aus den 200 kmh halt 70 oder 65 kmh. Dann stimmt das Beispiel oder auch Bild was ich zeichnen wollte.

      Post scribtum: derzeit habe ich in Flensburg 0 Punkte
      Um Dich und Deine Person ging es auch nicht; ich hoffe, dass das klar ist.
      Zu Deinem neuen Beispiel sei gesagt, dass ich auf Leute, die in bewohnten Gegenden zu schnell fahren, sehr gereizt reagiere. Solange nicht andere erheblich gefährdet werden, bin ich übrigens ganz Deiner Meinung, dass Entscheidung und Verantwortung für das eigene Verhalten bei einem selbst liegen.
      Achtung, eigene Sprache!
    • Mir ist Rücksichtnahme sehr wichtig. Ich habe beim Autofahren (wenn wir schon bei diesem Beispiel sind) ständig den rückwärtigen Verkehr im Auge. Ich bemühe mich, niemandem unnötig im Weg zu sein, niemanden zu schneiden, nicht allzu dicht aufzufahren usw. Andere verhalten sich zwar insofern regelkonform, dass sie z.B. nicht zu schnell fahren, aber es gibt darunter auch Menschen, die nur alle Schaltjahre mal in den Rückspiegel sehen, oder auch solche, die lieber 20 km/h zu langsam fahren und sich nicht dafür interessieren, dass sie eine Schlange Autos hinter sich ansammeln. Da wäre es mir lieber, so jemand würde mal ein bisschen zu schnell fahren. Die Leute sind aber sicher davon überzeugt, dass sie ja alles richtig machen.

      Rücksichtnahme durch selbstständiges Denken und Aufmerksamkeit ist oftmals wichtiger als nur das gedankenlose Einhalten von Regeln.
      Alles wird galaktisch gut.
    • Eurich Wolkengrob wrote:

      Ich würde sogar sagen "grundsätzlich".
      Sehe ich genauso.

      Ich würde sogar soweit gehen und sagen, dass bewusste Regelverletzungen manches Mal sogar schlimmere Situationen verhindert oder zumindest stark abgeschwächt haben.

      Am Ende ist nichts so offensichtlich, wie es scheint. Mit Regeln, Verboten und erhobenem Zeigefinger muss sehr sorgsam und wohldosiert umgegangen werden, denn wenn es zu viel wird, sehen wir das was aktuell in Reallife und sozialen Medien passiert: Egoismus, Ignoranz, Ausblenden der wesentlichen Informationen, oder schlicht Wut und Frust, was problematische Handlungen möglicherweise überhaupt erst entstehen lässt.
      Nichts beschleunigt Dich so sehr wie ein Linearmotor.
    • Taron wrote:

      Ich würde sogar soweit gehen und sagen, dass bewusste Regelverletzungen manches Mal sogar schlimmere Situationen verhindert oder zumindest stark abgeschwächt haben.

      Am Ende ist nichts so offensichtlich, wie es scheint. Mit Regeln, Verboten und erhobenem Zeigefinger muss sehr sorgsam und wohldosiert umgegangen werden, denn wenn es zu viel wird, sehen wir das was aktuell in Reallife und sozialen Medien passiert: Egoismus, Ignoranz, Ausblenden der wesentlichen Informationen, oder schlicht Wut und Frust, was problematische Handlungen möglicherweise überhaupt erst entstehen lässt.
      Wie ich schon sagte: Am wichtigsten sind die Regeln, die man ignoriert. :d
      Achtung, eigene Sprache!
    • Markus7733 wrote:

      Post scribtum: derzeit habe ich in Flensburg 0 Punkte
      War schon klar, dass Du nicht sagen wolltest, Du seiest tatsächlich ein krimineller Raser. Trotzdem trifft es insgesamt nicht zu, dass es Deine Mitmenschen nichts angeht, was Du machst, weil nur die Behörden zuständig seien. Sind sie in einer funktionierenden Gesellschaft eben nicht allein, da gehört bürgerschaftliches Engagement für die Allgemeinheit - und zwar einschließlich der Sorge um die Einhaltung von Regeln - dazu. Und ich würde Dich deshalb ganz sicher zur Rede stellen, wenn Du hier bei uns mit 60 durchheizen würdest (50 sind erlaubt, aber eigentlich wäre 30 sinnvoll), ganz einfach weil das objektiv eine Gefahr für Dritte wäre, und da habe ich sehr wohl das Recht (mE sogar die Pflicht), etwas dazu zu sagen - Du aber nennst es "äußerst unhöflich". Nein, das wäre es ganz sicher nicht - je nach den Umständen allerdings möglicherweise die Form, in der ich es vorbringe.

      Deine Vorstellung entspricht ganz dem preußischen Obrigkeitsstaat: es geht allein die Behörden an, was Du tust, und das Bußgeld zahlst Du ggf. dann bereitwillig. Das hat nichts mit Zivilgesellschaft zu tun und ist insofern in der Tat ein merkwürdiges Staats- und Gesellschaftsbild. Besonders verquer ist an der Diskussion allerdings, dass offenbar genau diejenigen, die bereits die Maske für einen ungeheuerlichen Eingriff in ihre Freiheit halten, ein solches Staatsverständnis (das ihrem Freiheitsverständnis diametral entgegengesetzt ist) gutheißen.