Umfrage: An die Autisten, beherscht ihr Körpersprache?

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    • Eryniell wrote:

      Hm....ich habe "teilweise" angeklickt. Denn eigentlich habe ich eine recht lebhafte Körpersprache, aaaaber ich nutze sie teilweise anders, als es NTs tun würden. Entweder ich nutze mal viel zu wenig Mimik und Gestik oder viel zu viel. Aber manchmal eben auch die falsche Körpersprache zur jeweiligen Situation...Dadurch wirke ich oft etwas "offbeat" oder komisch.
      Dennoch weiß ich, wann man welche Körpersprache anwendet. Nur das Umsetzen ist schwieriger.
      +1
      Selbstdiagose... oder einfach nur komisch?!
    • willentlich kann ich da auch nur sehr begrenzt was beeinflussen. das problem ist, dass ich auch kaum einschätzen kann, wie ich auf andere wirke. ich kann nicht "von außen auf mich draufgucken". ein bisschen hat mir theaterspielen geholfen. aber insgesamt, fällt es mir sehr schwer, überhaupt meine außenwirkung einzuschätzen. folglich ist es auch sehr schwer, dann änderungen einzubauen. vor dem spiegel üben geht da ja auch nur sehr begrenzt.

      menschen, die mich gut kennen, wissen wie man mich "lesen" kann. also eine art eigene körpersprache habe ich ganz gewiss. fremde haben allerdings probleme, mir was anzusehen. wenn es mir sehr schlecht geht, sieht man das allerdings schon. also sehr starke emotionen spiegeln sich schon bei mir (schätze ich jedenfalls).

      meine gestik ist nicht ausgeprägt aber vorhanden. ich saß mal in einer therapierunde neben einer anderen autistin, die sich manchmal wegen meinem gestikulieren erschrocken hat :oops: ;) Also auch hier alles etwas relativ. das macht es für mich natürlich nicht leichter, zu schätzen, wie die außenwirkung ist, da eben auch jeder kommunikations-empfänger anders empfängt. und auf die themen/ den kontext kommt es natürlich auch sehr an. in entspannter atmosphäre geht es auf jeden fall sehr viel eher als wenn ich eh sehr angespannt bin oder schon reizüberflutet. dann versteiner ich eher. ich trage oft ein dauer-lächeln im gesicht, was zwar mich freundlich wirken lässt aber auch zu vielen missverständnissen führen kann (wenn es eigentlich garnicht zum lachen ist).
    • Ich bin mal hartnäckig: Kann mal jemand sagen, worüber wir bei "Körpersprache" überhaupt reden? @Eryniell spricht oben von "Mimik und Gestik", die ersetzen aber meist konkrete Sätze der gesprochenen Sprache. Beispiel: Wenn ich die Augenbrauen hochziehe, heißt das "Was du sagst, gefällt mir gar nicht", wenn ich langsam den Kopf schüttele, bedeutet das "ich hab da so meine Zweifel". Das kann man sich sicher antrainieren.

      Nach meinem Verständnis ist Körpersprache aber viel mehr (hab ich oben schon angedeutet). Ich verstehe darunter eben auch, dass mein ganzer Körper dem Gegenüber vermittelt "Ich bin grade tieftraurig" oder "Hey, ich steh total auf dich", also: Mein Körper drückt ganz ohne mein Zutun und vor allem ohne meinen Willen etwas aus, das ich nicht kontrollieren kann. Wie ich das "perfekt" und "wie eine Fremdsprache" erlernen soll, wie @zaph schreibt, das ist mir schleierhaft.
      "Lies are just another way of telling the truth." (Paravadin Kanvar Kharjappali)
    • FrankMatz wrote:

      Wenn ich die Augenbrauen hochziehe, heißt das "Was du sagst, gefällt mir gar nicht",
      Und ich dachte, das heißt eher neutral sowas wie "Interessant! jetzt hast Du meine volle Aufmerksamheit".

      Für mich ist Körpersprache alles, was man nicht spricht, sondern mit dem Körper ausdrückt. Also sowohl aktiv eingesetzte Mimik und Gestik als auch unbewusste Dinge wie Haltung, Blickkontakt, nervöse Reaktionen, der Blick in eine bestimme Richtung oder zu einer bestimmten Person, wenn man ein konkretes Detail nennt. Die Serie "lie to me" fand ich in dieser Hinsicht sehr interessant.
      _,.-o~^°´`°^~o-.,_Ich ess Blumen...,.-o~^°´`°^~o-.,_
    • Der Körper kann anderen wohl mitteilen, wenn man z.B. zurückhaltend, ängstlich, selbstbewusst oder aggressiv ist. Ich habe schon einen schlechten Draht zu meinen Gefühlen. Das noch (bewusst?) mit einer bestimmten Körperhaltung verknüpfen, geht gar nicht. Ich habe aber mal gelesen, dass man bei Vorstellungsgesprächen z.B. nicht die Arme vor der Brust verschränken soll, weil das als Abwehr gedeutet werden kann. Ich denke, dass Menschen, die sehr gut Körpersprache lesen können und andere für ihre Zwecke manipulieren wollen, es viel leichter haben. Man will anderen gar nichts mitteilen und tut es trotzdem, aufgrund einer bestimmten Körperhaltung oder Bewegung.q

      Ich habe mich für "Ich beherrsche Körpersprache absolut nicht." entschieden, weil mir nicht klar ist, wie meine Körpersprache auf andere wirkt.
      Das leben ist schön! mit dem richtigen Antidepressivum...

      The post was edited 1 time, last by kim ().

    • Also ich hab das meiste über Gestik/Mimik und Körpersprache in einem Lehrvideo für Polizisten gelernt, das ich mal irgendwo im Netz gefunden hab. War spannend was man alles erkennen kann.
      Selbstdiagose... oder einfach nur komisch?!
    • Garfield wrote:

      FrankMatz wrote:

      Wenn ich die Augenbrauen hochziehe, heißt das "Was du sagst, gefällt mir gar nicht",
      Und ich dachte, das heißt eher neutral sowas wie "Interessant! jetzt hast Du meine volle Aufmerksamheit".
      Ich mache oft die Augenbraue hoch, wenn jemand redet, ohne das Erzählte zu bewerten (oder wenn ich etwas interessant finde) und mir ist aufgefallen, dass zb mein Partner, wenn ich dies gemacht habe, sich korrigiert, sich plötzlich rechtfertigt oder mir sein Gesagtes in anderen Worten nochmal erklärt - also es scheint so rüber zu kommen, als würde ich ihm signalisieren, dass ich denke, er habe "Blödsinn" erzählt.
      Vor Kurzem hat er mir allerdings auch mitgeteilt, dass er festgestellt hat, dass ich oft ohne plausiblen Grund (für ihn) die Augenbraue hochziehe. Ich konnte ihm dann erklären, dass ich das oft mache, wenn mich einer anguckt, weil ich so auf meine Art mit dem anderen kurz in Kontakt trete (und zwar auf eine freundliche Art). Er fand das sehr lustig, aber meinte, dass das meist nicht so rüber käme. Ob das im Allgemeinen so rüber kommt, kann ich mir durch seine Aussage nicht herleiten, aber interessant finde ich es trotzdem sehr.

      Ich verstehe auf jeden Fall schon ganz gut Gestik und Mimik. Mir fehlt aber auch meist einfach der Kontext und manchmal fällt mir dann erst hinterher auf, was eventuell gemeint war (teilweise werden Situationen auch erst Jahre, manchmal aber auch nur Minuten später durch etwaige Zusammenhänge erklärt - genau wissen kann ich es zwar meist nicht, aber die Trefferquote ist hoch, wenn ich die Möglichkeit hatte, etwas mit jemandem aufzuklären).

      Gruß :)
    • Gestik verwende ich kaum. Ich müsste sie bewusst steuern, intuitiv funktioniert es nicht. Meine Mimik ist eher "normal", ich kann mit ihr aber nicht alle Emotionen ausdrücken. In meinem ADOS-Bericht steht dazu folgendes:
      "Die Mimik des Patienten erscheint durchgehend eher starr, der Blickkontakt wird vermieden. Empathische und beschreibende Gesten werden von Herrn X eher wenig verwendet."
    • Ich wurde schon oft von Fremden angesprochen, obs mir gut geht und ob sie mir helfen könnten, wenn ich irgendwo alleine stand und nach meinem inneren Empfinden grad relativ emotionslos/-neutral war (maximal ein bischen gelangweilt). Anscheinend sehe ich dann für andere traurig/leidend/bedrückt o.ä. aus, wie ich durch Rückfragen erfuhr. Das hat mich die ersten Male total irritiert hat, mittlerweile nehm ichs mit nem Schmunzeln.
      Meine Mutter meinte auch, dass man mir von außen nicht so leicht ansieht, wie es mir grad geht. Ich hätte zwar schon ne Körpersprache, aber die wäre gegenüber dem, was sie als Durchschnitt empfindet, auf jeden Fall merklich reduziert. Zumindest in der Fernbetrachtung, in der direkten Interaktion mit mir sei die Abweichung nicht mehr so deutlich, da "taue ich wohl auf".
    • Aldana wrote:

      Ich wurde schon oft von Fremden angesprochen, obs mir gut geht und ob sie mir helfen könnten, wenn ich irgendwo alleine stand und nach meinem inneren Empfinden grad relativ emotionslos/-neutral war (maximal ein bischen gelangweilt). Anscheinend sehe ich dann für andere traurig/leidend/bedrückt o.ä. aus,
      Bei mir denken die Leute immer dass ich extrem angepisst wäre, oder aggressiv... Im Grunde surfe ich dann aber durch meinen Gedankensalat und nehme meine Umgebung auch nur noch begrenzt wahr.

      Mit meiner hohen Kompensationsfähigkeit habe ich eher weniger Probleme, so glaubte ich über fünfzig Jahre lang, und ja, ich komme trotz allem gut klar. Das kann nicht jeder von sich behaupten. Der Preis ist aber wie immer gleich hoch. Der benötigte Kraftakt beeinflusst denn Rest des Lebens.
      Ich wirke allgemein eher unauffällig auf andere, was aber nicht bedeutet dass mir selbst jegliche Schwierigkeiten genommen sind. Innerlich brodelt es permanent.

      Ich glaube, und glaubte, einerseits wie alle anderen zu kämpfen - mit den ganzen kommunikativen Missverständnissen - doch war mir nie bewusst welche Defizite sich bei mir verbargen.
      Es sind die feinen nonverbalen Signale, welche ich nicht beherrsche. Doch hatte man mir dass nie gesagt. Wie auch... ohne Diagnose.

      Ich hatte zwar Bücher über Körpersprache gelesen und aufmerksam Dokumentationen dazu verfolgt, doch war und ist dies ja nur wieder ein Teilbereich der Kommunikation, welcher durch das Fehlen des "wichtigen" Restes eher zu einem verkümmerten Verständnis führte.

      Da war also der "Glaube" an einem Beherrschen der Körpersprache vorherrschend. Nach meiner Diagnose wurde ich mir meiner Defizite erst bewusst, kann sie jedoch nicht mehr kompensieren, so wie ich das in meinem ganzen Leben bisher in anderen Bereichen getan hatte.
      ~ Erst wenn Du einen Anderen so annehmen kannst wie er von Natur aus ist, ist er frei geworden, sich von dort an aufzumachen, derjenige zu werden und zu sein, dessen er befähigt ist ~
    • lakritz wrote:

      Aldana wrote:

      Ich wurde schon oft von Fremden angesprochen, obs mir gut geht und ob sie mir helfen könnten, wenn ich irgendwo alleine stand und nach meinem inneren Empfinden grad relativ emotionslos/-neutral war (maximal ein bischen gelangweilt). Anscheinend sehe ich dann für andere traurig/leidend/bedrückt o.ä. aus,
      Bei mir denken die Leute immer dass ich extrem angepisst wäre, oder aggressiv... Im Grunde surfe ich dann aber durch meinen Gedankensalat und nehme meine Umgebung auch nur noch begrenzt wahr.
      Mit meiner hohen Kompensationsfähigkeit habe ich eher weniger Probleme, so glaubte ich über fünfzig Jahre lang, und ja, ich komme trotz allem gut klar. Das kann nicht jeder von sich behaupten. Der Preis ist aber wie immer gleich hoch. Der benötigte Kraftakt beeinflusst denn Rest des Lebens.
      Ich wirke allgemein eher unauffällig auf andere, was aber nicht bedeutet dass mir selbst jegliche Schwierigkeiten genommen sind. Innerlich brodelt es permanent.

      Ich glaube, und glaubte, einerseits wie alle anderen zu kämpfen - mit den ganzen kommunikativen Missverständnissen - doch war mir nie bewusst welche Defizite sich bei mir verbargen.
      Es sind die feinen nonverbalen Signale, welche ich nicht beherrsche. Doch hatte man mir dass nie gesagt. Wie auch... ohne Diagnose.

      Ich hatte zwar Bücher über Körpersprache gelesen und aufmerksam Dokumentationen dazu verfolgt, doch war und ist dies ja nur wieder ein Teilbereich der Kommunikation, welcher durch das Fehlen des "wichtigen" Restes eher zu einem verkümmerten Verständnis führte.

      Da war also der "Glaube" an einem Beherrschen der Körpersprache vorherrschend. Nach meiner Diagnose wurde ich mir meiner Defizite erst bewusst, kann sie jedoch nicht mehr kompensieren, so wie ich das in meinem ganzen Leben bisher in anderen Bereichen getan hatte.
      Die Situation, dass andere Leute denken, ich wäre total angepisst oder aggressiv kenne ich sehr gut.

      Mir hat mal jemand versehentlich eine Flasche Bier über die Hose geschüttet. Während ich erstmal damit beschäftigt war zu realisieren, was gerade passiert ist und noch gar nicht dazu gekommen bin, die Situation für mich in irgendeiner Weise zu bewerten, ist die Person schon hektisch vom Tisch aufgestanden und aus dem Festzelt gelaufen. Als ich dann mal realisiert habe, dass mir da Bier über die Hose läuft - auf sowas achte ich nicht, wenn ich gerade auf etwas anderes fokussiert bin - in diesem Fall die Band, die im Festzelt gespielt hat - habe ich mich schon Beschwichtigungsversuchen meiner Schwiegermutter und meiner Frau ausgesetzt gesehen, dass doch alles gar nicht so schlimm sei und ich doch nicht so wütend sein müsse. Dabei bin ich zu diesem Zeitpunkt nicht mal richtig in der Situation angekommen gewesen, ganz zu schweigen davon, dass ich noch gar keine Bewertung der Situation vorgenommen gehabt habe.

      Aber alle Leute um mich herum sind der Meinung gewesen, dass ich grad total wütend und aggressiv geschaut und damit den "Übeltäter" in die Flucht geschlagen hätte, weil der Angst gehabt habe, dass ich ihm gleich Haue verpasse. Das habe ich überhaupt nicht verstanden, da ich mir weder bewusst gewesen bin, einen aggressiven Gesichtsausdruck an den Tag gelegt zu haben (hätte mich bei meiner verminderten Mimik auch sehr gewundert) noch habe ich mit den Händen irgendeine Gestik gemacht (auf die habe ich nämlich meinen Kopf gestützt gehabt). Abgesehen davon finde ich es ohnehin idiotisch sich zu prügeln und wegen so einer Kleinigkeit wäre das ja objektiv ja noch die Steigerung von Schwachsinn gewesen.

      Nachdem viele Jahre später meine Ärzte und Psychotherapeutin auch zunächst der Meinung gewesen sind, dass ich doch sehr viel Körpersprache benutzen würde, hat meine Rückfrage an sie: "Und was sagt man damit aus, wenn mit seinen Händen herumfuchtelt? Dann könnte ich das ja auch gezielt verwenden." nach weiteren Überprüfungen zu dem Ergebnis geführt, dass ich eigentlich so gut wie keine Körpersprache einsetze, sondern die vermeintliche Körpersprache nur daraus resultiert, dass ich als hyperaktiver Mensch ständig in Bewegung bin und wenn ich z.B. sitze meinen Bewegungsdrang durch Handbewegungen befriedige.

      Das Erkennen von Körpersprache (Gestik und Mimik) bei anderen Menschen gelingt mir so gut wie überhaupt nicht. Das ist mir aber lange Zeit gar nicht bewusst gewesen und hat z.B. im Verhältnis zu meiner Frau zu vielen Konflikten geführt, weil ich nicht verstanden habe, wenn sie mir etwas nonverbal zu signalisieren versucht hat. Ich habe das entweder gar nicht als Signal erkannt oder das Signal völlig falsch gedeutet. Meine Frau hingegen hat gedacht, dass ich sie in diesen Momenten entweder nicht ernstnehme oder mich über sie lustig mache, weil ich meist total unpassend reagiert habe (z.B. Signale der Distanz als Aufforderung zu Nähe verstanden habe oder Schweigen situationsunabhängig als Zeichen von Traurigkeit interpretiert habe).

      Wir haben uns darum trotzdem nicht viele Gedanken gemacht, weil wir als Paar super harmonieren und die Streitigkeiten, die aus solchen Missdeutungen resultiert sind, bei uns nach zwei Minuten wieder gegessen (rw) sind und nie wieder aufgewärmt werden (rw).

      Daher ist erst in den Aufnahmeuntersuchungen einer psychosomatischen Reha bei einem Test, der von uns Patienten verlangt hat, anhand von Bildern die Mimik der abgebildeten Gesichter zu bestimmen, aufgefallen, dass ich das nicht kann. Nachdem man erst gedacht hat, ich wolle mich über den Test lustig machen, weil ich nicht einem der Bilder das richtige Gefühl zugeordnet gehabt habe, haben die dortigen Therapeuten festgestellt, dass es nicht daran liegt, dass ich den Querulanten geben möchte, sondern das ich es schlicht nicht kann.
      Diagnose ADHS: 1996 ; Diagnose ASS/HFA: 02/2020
    • Körpersprache als Werkzeug bekomme ich inzwischen ganz gut hin. Ich beobachte gerne Leute und habe mir ein Sammelsorium an "passenden" Gesten/ Haltungen für verschiedene Personen/ Situationen zugelegt, mit denen ich gut durch den Alltag komme. Ist aber auf Dauer sauanstrengend :nerved:
      Wenn ich das nicht aktiv tue, geht es mir wie einigen in den vorherigen Beiträgen, d.h. Innenwahrnehmung und Außenwahrnehmung durch die anderen stimmen überhaupt nicht überein.
      Als Jugendliche habe ich daher öfters zu hören bekommen, dass ich starr, kalt oder arrogant wirke, obwohl ich mich selbst einfach ruhig und "normal" gefühlt habe. :m(:
    • @ FrankMatz

      Zu der Frage was Körpersprache ist, meine Definition ist dass alles was nonverbal komuniziert wird Körpersprache ist, also sowohl Gesten als auch die Haltung, die position der Hände ...
      Aus der Summe und der Aneinanderreihung ensteht dann die Botschaft. richtig schwierig wird es ab dem Punkt wo zu erwähnen ist dass es individuelle Abweichungen gibt.

      ( Und dann gibt es ja noch die Gebärdensprache )
      Ich bin ich, du bist du, wir sind wir, und trotzdem sind wir hier.
    • Ich merke, wie mir fremde Personen regelmäßig anfangen das vorher gesagt zu rechtfertigen/begründen weil ich wohl einen negativen Gesichtsausdruck bekomme (vermute ich) wenn ich das gesagte aufnehme und durchdenke oder weil ich über 5 Ecken schon an irgendwas andres dazu gedacht habe was ein potentielles Problem darstellen könnte. Habe inzwischen gelernt dann zu beschwichtigen und zu sagen dass ich kein Problem mit der vorherigen Aussage habe.

      Ansonsten heißt es in meinem Befund:

      > Seine Mimik ist sehr gleichbleibend und seine mimischen Signale zur interaktiven Steuerung sind sehr reduziert ausgeprägt. Er zeigt fortlaufend instrumentelle und deskriptive Gesten, jedoch fehlen empathische oder emotionale Gesten.
    • Ich glaube mal irgendwo erfahren zu haben, daß bei einer gängigen Unterhaltung die nonverbalen Signale (aus dem Gesicht des Gegenüber) die Bedeutung des gesagte unterstreichen, oder in gewisser Weise "einfärben", damit sie in eine bestimmte Richtung vom Empfänger gedeutet werden können.
      Das alles soll nicht willentlich geschehen - wäre also dahingehend nicht kompensierbar. Es ist wohl eher ein Ding das sich jeder schon in der Säuglingsphase beginnend aneignet - nur eben die Menschen im Spektrum nicht. Wenn wir selbst keine nonverbalen Signale aussenden können (wenn wir keine Fähigkeiten dazu entwickelt haben) , können auch keine von uns empfangen werden, keine von uns interpretiert werden und unsere Kommunikation hinkt hinterher.

      Wie sollte ich auch etwas anwenden, wenn ich es selbst nicht verstehe? Bis zu einem gewissen Grad glaube ich manchmal auch nonverbale Signale erkennen zu können, muss aber eingestehen keine Ahnung zu haben :lol:
      Vielleicht sende ich ja auch nonverbal irgendwas aus was passt und werde deswegen als so unauffällig beschrieben. Tatsache jedoch ist, dass ich irgendwann in jeder Unterhaltung verstumme, oder in Gedanken festhänge, oder die Unterhaltung völlig fehlgedeutet habe.

      Das no verbale wird wohl eine Kommunikationsform bleiben, welche sich für mich nicht wirklich erschließt :roll:
      ~ Erst wenn Du einen Anderen so annehmen kannst wie er von Natur aus ist, ist er frei geworden, sich von dort an aufzumachen, derjenige zu werden und zu sein, dessen er befähigt ist ~
    • @ lakritz

      Das ist meiner ansicht nach eine ganz gute Beschreibung.
      und es ist warscheinlich einfach wie eine Fremdsprache mancheiner spricht sie besser mancheiner schlechter,
      doch wie eine Muttersprache wohl die wenigsten.
      Ich bin ich, du bist du, wir sind wir, und trotzdem sind wir hier.