Neuer Corona Höchstwert

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    • Silvi wrote:

      und ich bleibe dabei, dass im Moment fast JEDER von uns in einer schwierigen Lage ist und es uns gut tun würde,
      ich lasse mich ungern zwangskollektivieren, auch wenn es hier erstmal nur um eine geistig-moralische Inbeschlagnahme geht. bringe also den Gedanken der Differenzierung und Individualisierung ein. die schwierigen Lagen gestalten sich nämlich qualitativ und quantitativ doch unterschiedlich.
      nehmen wir mal die Frage des zwischenmenschlichen Kontakts: ein Zusammenleben in einem Mehrpersonenhaushalt, ob Paar, Familie, WG …, erhöht derzeit die Chancen ganz beträchtlich im Vergleich zu einem Einpersonenhaushalt
    • FrankMatz wrote:


      Und auch bei dem, was auf der letzten Strecke von Trumps Präsidentschaft passiert, da soll ich Verständnis haben? Ich meine nicht die Chaoten, die ins Capitol eingedrungen sind, ich meine so etwas wie, dass die Republikaner (und eben nicht Trump allein!) jetzt noch Menschen auf Bundesebene hinrichten lassen, wo auf Bundesebene seit Jahrzehnten und egal unter welchem Präsidenten keine Hinrichtungen mehr stattfanden. Verständnis für solch eine Tötungsorgie? Das fällt mir verdammt schwer.
      Ich meine natürlich, dass wir ' normale Menschen' füreinander Verständnis haben sollen und uns nicht auch noch gegenseitig auf die richtige Meinung hin überwachen sollten.
      Politiker und Staatsoberhäupter hingegen profitieren ja sogar noch von einer gespaltenen Gesellschaft, in der sich die Bevölkerung gegenseitig beschuldigt.
    • Pechblende wrote:

      die schwierigen Lagen gestalten sich nämlich qualitativ und quantitativ doch unterschiedlich.
      Das stimmt. Paare und Familien haben leicht reden, die haben immer jemanden und verlieren nicht die letzten wenigen Kontakte, die sie vorher hatten und sitzen dann 24/7 allein da. (ich rede nicht von mir, ich bin zwar auch Single, aber ich komme klar, obwohl Therapie, Kontakt zu Kollegen und einigen Bekannten weggefallen sind)
      Es ist auch ein Unterschied, ob man nur gerade nicht ins Konzert kann oder in jeden Laden, wo man gern hingehen würde, oder ob man seinen Lebensunterhalt verliert. Gerade Künstler wollen ja nicht nur finanziell über die Runden kommen, sondern auch ihre Berufung ausleben. Oder Selbstständige haben viel investiert, und auch wenn sie dann ALG bekommen können, sind alle Investitionen weg, und die Chancen, sowas ein zweites Mal aufzubauen, sind auch nicht so groß.

      Deshalb ist die Feststellung, es wäre für jeden gerade schwierig, nicht zutreffend. Das ist ganz unterschiedlich verteilt.

      Und ich möchte ansonsten Melanie84 und ifi zustimmen. Es ist was anderes, einer Meinung, in die man sich nicht hineinversetzen kann, zu widersprechen, das kann man machen. Aber Lächerlichmachen, Abwerten, als moralisch minderwertig darstellen, ist was anderes.
      Alles wird galaktisch gut.
    • Shenya wrote:

      Das stimmt. Paare und Familien haben leicht reden, die haben immer jemanden und verlieren nicht die letzten wenigen Kontakte, die sie vorher hatten und sitzen dann 24/7 allein da.
      Ja, jemand der in einer Beziehung lebt, Kinder hat oder mit anderen Menschen in einer WG wohnt oder seine Freunde im gleichen Ort hat der hat es wirklich deutlich leichter. Ich hab da niemanden, den ich mal in den Arm nehmen kann oder an denen ich mich kuscheln kann oder eine Person, die einfach da ist und mir halt gibt in schweren Zeiten. Freunde wohnen auch weiter weg und da kommt die Ausgangsperre hinzu, die es mir deutlich schwerer macht (hier muss man um 20 Uhr zu Hause sein, nach Feierabend unter der Woche sich dann mit jemanden treffen ist unmöglich, es kommt nur der Samstag oder Sonntag in Frage und selbst das klappt aktuell kaum). Da stehe ich mit meinen Problem komplett alleine da wenn man so über Corona mit Kollegen redet und die fast alle einen Rückhalt im eigenen Haushalt haben durch Partner/in und Kinder. Vorallem wollte ich 2020 auch so viel verändern und Corona hat mir einen riesigen Strich durch die Rechnung gemacht.


      Shenya wrote:


      Es ist auch ein Unterschied, ob man nur gerade nicht ins Konzert kann oder in jeden Laden, wo man gern hingehen würde, oder ob man seinen Lebensunterhalt verliert. Gerade Künstler wollen ja nicht nur finanziell über die Runden kommen, sondern auch ihre Berufung ausleben. Oder Selbstständige haben viel investiert, und auch wenn sie dann ALG bekommen können, sind alle Investitionen weg, und die Chancen, sowas ein zweites Mal aufzubauen, sind auch nicht so groß.
      Richtig, da werden ganze Existenzen zerstört. Menschen, die Jahre lang einen Laden oder Restaurant aufgebaut haben und sich durchkämpfen mussten und dann wird einfach alles geschlossen. Man macht den Menschen dann auch noch falsche Hoffnungen - sie haben Hygienekonzepte entwickelt um Ansteckungen zu vermeiden und alles dafür getan damit Auflagen erfüllt werden und selbst dann wird trotzdem einfach alles geschlossen. Solche Menschen können auch nicht einfach einen anderen Job machen und die Coronahilfen, die viel zu spät kommen entschädigen auch nicht wirklich dafür. Leute landen dann völlig unverschuldet in Hartz IV und kommen vielleicht nie wieder da raus. Da haben es Menschen, die im Home Office arbeiten oder "systemrelevant" sind (auch so ein Schlag ins Gesicht für alle anderen die anscheinend nicht systemrelevant sind und vergessen werden) deutlich leichter.
    • FrankMatz wrote:

      Wenn ich jetzt sehe, dass Krankenhausärzte zu fast 100 Prozent impfbereit sind, dass die Impfbereitschaft in der Krankenpflege auch relativ hoch ist, dass sie aber in der Altenpflege (also da, wo jemand beruflich mit sehr vulnerablen Menschen zu tun hat) zum Teil unter 50 Prozent liegt - wofür soll ich denn da Verständnis haben?
      Das liest sich hier etwas anders:
      55,74% der Ärzte empfehlen die Impfung,
      12,3% der Ärzte raten ab,
      30,33% sind sich unschlüssig, ob sie die Impfung empfehlen.
      doccheck.com/de/detail/article…ac29d4c337f30328b73935f52

      Die Unsicherheit ist überall groß.
      Und ich habe schon von 2 Pflegeschwestern und einer mir persönlich bekannten Ergotherapeutin gesagt bekommen, das sie einen guten Job machen, alle Hygieneregeln mehr als erfüllen und nicht bereit sind, die Versuchskaninchen zu spielen.
      Demotivierend wären schon miese Arbeitsbedingungen und ein niedriger Lohn, für mehr wären sie nicht mehr bereit.
      Sie halten schon durch, weil sie ihren Job und die alten Herrschaften lieben.
      Wenn für die drei aber die Impfpflicht kommen sollte, kann jemand anderes die Patienten pflegen und bei Schlaganfall wieder mobilisieren. (Ergotherapeutin)
      Beifallklatscher gab es ja genug ihrer Meinung nach, da können diese sich dann vor Ort mal beweisen.
      "Ich kehre in mich selbst zurück und finde eine Welt."

      (Johann Wolfgang von Goethe)
    • da_hooliii wrote:

      Noch schärfere Maßnahmen? Was will man denn da noch verschärfen? Leute, die alleine leben vereinsamen doch jetzt schon und sehen so gut wie niemanden mehr.
      Wenn sich die vereinsamten Singles in 5 Jahren im siebenunddreißigsten Lockdown alle selbst die Kugel gegeben oder sich zu Tode gesoffen haben, war die Todesursache zumindest nicht Covid-19. :sarcasm:

      Angeblich soll Einsamkeit ja so schädlich sein, als würde man 15 Zigaretten am Tag rauchen.
    • HCS wrote:

      Wenn es denn der Staat tut - ALG kommt nur von den Sozialversicherungspflichtigen, nicht von allen.
      In Krisenjahren mussten fast immer viele Milliarden aus Steuermitteln zugeschossen werden.
      Nur weil die Wirtschaft in den letzten 8-9 Jahren kontinuierlich gewachsen ist und die Arbeitslosenzahlen immer weiter gesunken sind, war das lange nicht mehr nötig.

      Melanie84 wrote:

      Glaubt eigentlich irgendjemand noch das Märchen, dass wir da heil rauskommen, wenn wir uns nur an die Hygienevorschriften halten???
      Wer hat Dir das Märchen erzählt? Seriöse Quellen haben normalerweise immer auf die konkrete Schutzwirkung hingewiesen. Hygiene allein reicht nicht. Maske allein reicht nicht. Abstand allein würde reichen, ist aber offenbar nicht praktikabel. Es braucht ein Gesamtkonzept, wo alle Komponenten stimmen müssen. Was bei uns noch fehlt, sind viel mehr Tests und viel mehr Sequenzierung, um die Ausbreitungswege direkt nachvollziehen zu können, ohne mühsam die Leute zu befragen.

      da_hooliii wrote:

      Noch schärfere Maßnahmen? Was will man denn da noch verschärfen?
      Ich war heute mal unterwegs. Ich habe sehr viele Leute getroffen und nicht alle waren nur einkaufen oder arbeiten. Gerade Jüngere schienen sich einfach nur so zu treffen. Picknick im Treppenhaus und Saufgelage im Parkhaus vom Rewe. Immerhin hatte einer davon ziemlich verängstigt gewirkt, als ich schnurstracks auf ihn zugelaufen bin, während er gerade hinter mein Auto pisste. Er wusste ja nicht, dass es mein Auto ist. Und Dank Maske sah er auch meinen Gesichtsausdruck nicht und hat mit Allem gerechnet.
      Die Busse sind immer noch gut gefüllt.
      Fast alle, die noch einen Job haben, gehen auch arbeiten.

      Lilith wrote:

      55,74% der Ärzte empfehlen die Impfung,
      12,3% der Ärzte raten ab,
      30,33% sind sich unschlüssig, ob sie die Impfung empfehlen.
      doccheck.com/de/detail/article…ac29d4c337f30328b73935f52
      Die Zahlen sind schwer zu beurteilen, wenn man gar nicht weiß, warum genau die Ärzte abraten. Es gibt ja diverse Erkrankungen, bei denen eine Impfung nicht ratsam ist und wo die Ärzte natürlich abraten. In den verlinkten Folien konnte ich nichts weiter dazu finden.

      Ich habe heute mal noch schnell FFP2-Masken gekauft. Die Regale waren voll von Stoffmasken und OP-Masken. Da werden die Händler wohl nun drauf sitzen bleiben, da nicht mehr erlaubt. Aber FFP2 gab es nur auf Nachfrage an der Kasse eine Packung mit 2 Stück. Gute Verfügbarkeit sieht für mich anders aus. In der Firma haben wir jetzt wieder ein paar 100 Stück bestellt. Wahrscheinlich aus China, wahrscheinlich ungetestet, wahrscheinlich nicht so wirksam, wie sie sein sollten. Hoffentlich geht das nicht nach hinten los. Die Menschen denken womöglich, sie wären damit nun besser beschützt, können sich also mehr erlauben. Und wenn die Masken nur billige Fälschungen sind, wird es nicht viel bringen.
      _,.-o~^°´`°^~o-.,_Ich ess Blumen...,.-o~^°´`°^~o-.,_

      The post was edited 1 time, last by Garfield ().

    • Ob sich die Pflegekräfte impfen lassen ist eh überbewertet.
      Wenn die meisten Bewohner geimpft sind, dann werden die nicht krank, egal ob die Pfelger geimpft sind oder nicht.
      Bisher ist nur bekannt, dass die Impfstoffe die Krankheit verhindern. Das schliesst nicht aus, dass auch Geimpfte Corona verbreiten können, dann halt als asymptomatische.
      Wenn die Impfung auch die Verbreitung durch Geimpfte verhindert, und nur dann, würde man diejenigen Personen schützen, die nicht geimpft werden dürfen. Wenn ein Bewohner nicht geimpft werden will, dann ist das seine bewusste Entscheidung, die auch beinhaltet, dass er Corona bekommen könnte.

      Das ist nur Södersche Eigen-PR.

      Wie wenig Ahnung Ärzte haben sieht man z.B. hier:

      Noeker wrote:

      Mich hat ein Freund gefragt, ob da nicht Viren oder ähnliches gespritzt werden. Meine Antwort: nein, sondern es gelangt nur ein totes Partikel in den Körper, das unser Immunsystem befähigt, Coronaviren zu zerlegen, wenn sie in den Körper kommen sollten.
      Das ist schlicht falsch.
      Bei mRNA-Impfstoffen (Biontech, Moderna, Curevac) werden künstlich hergestellte, mit Fett ummantelte Corona-RNA-Stränge gespritzt, die von Zellen aufgenommen werden.
      Bei Vektorimpfstoffen (Sputnik V, AtraZeneca, Sinovac) werden Adenoviren genmanipuliert, dass sie Corona-RNA-Stränge enthalten aber selber keine Vermehrungsgene haben (es sind quasi Hüllen). Die werden von genmanipulierten embyronaen Nierenzellen (sogenannte HEK) vermehrt und dann geimpft. Im Körper dringen die dann in Zellen ein und bringen die Corona-RNA rein.
      Bei beiden ist das nur die RNA für das sogenannte Spike-Protein, quasi das Markenzeichen des Coronavirus und sein Schlüssel fürs Eindringen in Zellen.
      Die Körperzellen produzieren dann dieses Protein. Wird nun dieses Protein von B-Lymphozyten aufgefangen, die produzieren dann passende Antikörper, die an diese Spikes andocken.
      Das Andocken führt einmal dazu, dass die Spikes neutralisert werden, also funktionsunfähig werden. Zum anderen dienen die angedockten Antikörper Monozyten (auch bekannt als Fresszellen) als Zielmarkierung.
      Diese Spike-Proteine sind quasi Übungspuppen.

      Wenn jetzt ein Coronavirus in den Körper kommt, dann reagieren die durch die Impfung vorrätigen Antikörper (die machen ca 20% von Blut und Sekreten aus) sofort mit dessen Spike, so dass es keine Zellen mehr infizieren kann.

      Der Vektorimpfstoff hat wegen den Adenoviren als Trägern einen Nachteil: Weil Adenoviren auch normale Erkältungsviren sind können Körper bereits eine Immunabwehr gegen diese haben. Dann greifen die Antikörper die Impf-Viren an bevor diese die Corona-RNA in die Zellen bringen konnten. Das senkt dann die Wirksamkeit der Impfung, weil weniger Spike-Proteine gebaut werden und das immunsystem somit weniger Trainingspuppen hat.

      Bei den weiteren Verschärfungen sieht man einmal mehr, wie sehr die Politik versagt:
      Wenn hart, dann sofort, wo noch Kräfte und Reserven da sind. Nicht erst wenn nach 3 oder 4 Monaten alle mürbe sind.
      Und das Problem, dass man auch die Impfung nicht schnell durchzieht. Mit 10-20 Mio Dosen pro Woche, die auch verimpft würden hätte man die Sache erledigen können. Dafür hätte man halt im Sommer für jeden aussichtsreichen Impfstoff die entsprechende Produktion vorbereiten müssen.

      The post was edited 1 time, last by Waspie ().

    • Lilith wrote:

      Wenn für die drei aber die Impfpflicht kommen sollte, kann jemand anderes die Patienten pflegen und bei Schlaganfall wieder mobilisieren. (Ergotherapeutin)
      Verstehe ich das richtig: Da sind drei ausgebildete Leute, in der Pflege bzw. als Ergotherapeut, und die sagen: Wenn die Impfpflicht kommen, schmeißen sie ihren Job hin? Auf mich wirkt das völlig verrückt. Was machen die denn dann? Als Ungelernte in der Gastro Kartoffeln schälen? Pakete ausfahren? Bei Amazon im Lager schuften?

      Niedriger Lohn ist übrigens relativ. Wer nach der mittleren Reife eine Ausbildung in der Kranken- oder Altenpflege macht, muss seinen Lohn am Lohn anderer mit gleichem Abschluss und gleich langer Ausbildung messen. Und da stellen sich selbst Altenpfleger (Krankenpfleger kriegen i.d.R. etwas mehr) gar nicht so schlecht, wenn man a) die Bezahlung mit der von Bäckern, Köchen, Bauberufen usw. vergleicht und b) einbezieht, dass Altenpfleger ab Ausbildungsende bis zu Rente ohne Ausfallzeiten durcharbeiten können. In den Bauberufen ist das lange nicht so selbstverständlich, dass jemand ohne Phasen von Arbeitslosigkeit, Kurzarbeit, Zwangsteilzeit das Rentenalter erreicht. Frisöre, Gastro: Auch hier kann eine*r immer wieder mal ohne Job sein - und vor allem: Trinkgeld ist nicht rentenrelevant. Kellner und Frisöre leben oft von schandbar niedrigen Renten, wenn sie nicht sogar aufstocken müssen.

      Nur damit es mir nicht vorgeworfen wird: Ich bin für anständige Löhne für alle. In vielen Berufen ist die Bezahlung leider nicht anständig. Nur: Die einen zu bejammern (die armen Leute in der Pflege) und kein Wort des Bedauerns für all die anderen zu haben, die auch nicht mehr oder sogar weniger verdienen - das ist für mich nicht nachzuvollziehen.

      Impfpflicht besteht übrigens in einer ganzen Reihe von Berufen: Bei der Bundeswehr z.B. gibt's keinen Job ohne Impfung gegen eine ganze Reihe von Krankheiten. Jeder, der für seine Firma ins außereuropäische Ausland geht, kann das nur mit einer ganzen Reihe von Impfungen. Selbst ich als Lehrer musste in meinen Anfangsjahren zwangsweise noch jährlich zum Lunge-Röntgen, zur Eindämmung der Tuberkulose.

      Lilith wrote:

      Das liest sich hier etwas anders:
      55,74% der Ärzte empfehlen die Impfung,
      12,3% der Ärzte raten ab,
      30,33% sind sich unschlüssig, ob sie die Impfung empfehlen.
      doccheck.com/de/detail/article…ac29d4c337f30328b73935f52
      Die Statistik, auf die sich doccheck bezieht, ist von Anfang Dezember. Dass in der Altenpflege aber die geringste Impfbereitschaft besteht (wie ich behauptet hatte), steht auch bei doccheck.
      "Wir leben vermutlich zum ersten Mal. Wie soll da alles auf Anhieb klappen?"
      (Jürg Halter, Gemeinsame Sprache. Zürich, Dörlemann 2021)
    • Garfield wrote:

      Ich war heute mal unterwegs. Ich habe sehr viele Leute getroffen und nicht alle waren nur einkaufen oder arbeiten. Gerade Jüngere schienen sich einfach nur so zu treffen. Picknick im Treppenhaus und Saufgelage im Parkhaus vom Rewe. Immerhin hatte einer davon ziemlich verängstigt gewirkt, als ich schnurstracks auf ihn zugelaufen bin, während er gerade hinter mein Auto pisste. Er wusste ja nicht, dass es mein Auto ist. Und Dank Maske sah er auch meinen Gesichtsausdruck nicht und hat mit Allem gerechnet.Die Busse sind immer noch gut gefüllt.
      Fast alle, die noch einen Job haben, gehen auch arbeiten.
      Also hier ist die Innenstadt quasi tot und es fahren auch kaum noch Leute mit Bus und Bahn. Irgendwelche pöbelnden Jugendlichen wird es wohl immer irgendwo geben. Das lässt sich nicht vermeiden.
    • Lilith wrote:

      Und ich habe schon von 2 Pflegeschwestern und einer mir persönlich bekannten Ergotherapeutin gesagt bekommen, das sie einen guten Job machen, alle Hygieneregeln mehr als erfüllen und nicht bereit sind, die Versuchskaninchen zu spielen.
      Demotivierend wären schon miese Arbeitsbedingungen und ein niedriger Lohn, für mehr wären sie nicht mehr bereit.
      Das ist ja psychologisch sehr nachvollziehbar aber wie kann man denn eine so wichtige Entscheidung gefühlsmäßig treffen? Man muss da doch wenigstens mal Fakten abwägen. Inzwischen dürften 4 Millionen geimpft sein. Da kann man doch wirklich nicht mehr von Versuchskaninchen sprechen. Und was haben denn die schlechten Arbeitsbedingungen mit dieser Entscheidung zu tun? Das wirkt auf mich nicht vernünftig sondern wie die Reaktion eine bockigen Kindes. Keine wichtige Entscheidung sollte mit solchen Motiven getroffen werden. Wenn man sich nicht impfen läßt schadet man doch schlimmstenfalls sich selbst, niemals denen "da oben". Und beim ersten Argument muss man halt fragen ab wieviel Millionen Anwendungen sie sich nicht mehr als Versuchskaninchen fühlen würde. Solange soll sie dann halt warten.

      Für mich zählt hier nur die Abwägung der Riskien. Risiko der Erkrankung gegen Risiko der Impfung. Andere Argumente sehe ich nicht. Ich habe das Gefühl (ohne Antifeminist zu sein) daß vor allem Frauen hier zu mehr gefühlsmäßigen Entscheidungen neigen und Argumenten wenig zugänglich sind. Das nutzen die Querdenker und schüren Panik vor Unfruchtbarkeit usw.

      Pflegerinnen liegen bei dieser Frage genau im Volksdurchschnitt. Man sollte sie nicht so sehr als "Fachpersonal" sehen da ihnen die wissenschaftliche Grundlagen einfach fehlen. Ich sehe es wenn ich mit ihnen als Patienten spreche. Auch wenn sie in ihrem Beruf sehr gut sind so wissen sie doch nicht wirklich was RNA ist. Sie müssen also auch schauen wem sie vertrauen. Und da sind dann "Vorbilder" sehr wichtig. Ich wäre also auch dafür daß sich diverse Prominente öffentlich impfen lassen würden, das wäre für viele wichtiger als wissenschaftliche Argumente. Man muss die Menschen da abholen wo sie sind und wirklich streng sachlich denken tut wohl nur eine kleine Minderheit.
    • Mal ein Tipp an alle, die sich wegen der Kontaktbeschränkungen einsam fühlen:
      Man kann telefonieren oder skypen.
      Das ist zwar nicht dasselbe wie ein persönlicher physischer Kontakt, aber besser als gar nichts.
      Diejenigen, die niemanden zum Anrufen oder skypen haben, sind nicht wegen Corona einsam, sondern die waren auch vor Corona schon einsam.
      Es ist dann zwar möglich und bequem, das ganze eigene Elend auf die durch Corona beschlossenen Einschränkungen zu schieben, aber das ist objektiv gesehen dann wirklich nicht die "ganze Wahrheit".
    • Waspie wrote:



      Wie wenig Ahnung Ärzte haben sieht man z.B. hier:

      Noeker wrote:

      Mich hat ein Freund gefragt, ob da nicht Viren oder ähnliches gespritzt werden. Meine Antwort: nein, sondern es gelangt nur ein totes Partikel in den Körper, das unser Immunsystem befähigt, Coronaviren zu zerlegen, wenn sie in den Körper kommen sollten.
      Das ist schlicht falsch.
      Bei mRNA-Impfstoffen (Biontech, Moderna, Curevac) werden künstlich hergestellte, mit Fett ummantelte Corona-RNA-Stränge gespritzt, die von Zellen aufgenommen werden.
      Bei Vektorimpfstoffen (Sputnik V, AtraZeneca, Sinovac) werden Adenoviren genmanipuliert, dass sie Corona-RNA-Stränge enthalten aber selber keine Vermehrungsgene haben (es sind quasi Hüllen). Die werden von genmanipulierten embyronaen Nierenzellen (sogenannte HEK) vermehrt und dann geimpft. Im Körper dringen die dann in Zellen ein und bringen die Corona-RNA rein.
      Bei beiden ist das nur die RNA für das sogenannte Spike-Protein, quasi das Markenzeichen des Coronavirus und sein Schlüssel fürs Eindringen in Zellen.
      Die Körperzellen produzieren dann dieses Protein. Wird nun dieses Protein von B-Lymphozyten aufgefangen, die produzieren dann passende Antikörper, die an diese Spikes andocken.
      Das Andocken führt einmal dazu, dass die Spikes neutralisert werden, also funktionsunfähig werden. Zum anderen dienen die angedockten Antikörper Monozyten (auch bekannt als Fresszellen) als Zielmarkierung.
      Diese Spike-Proteine sind quasi Übungspuppen.

      Wenn jetzt ein Coronavirus in den Körper kommt, dann reagieren die durch die Impfung vorrätigen Antikörper (die machen ca 20% von Blut und Sekreten aus) sofort mit dessen Spike, so dass es keine Zellen mehr infizieren kann.

      Der Vektorimpfstoff hat wegen den Adenoviren als Trägern einen Nachteil: Weil Adenoviren auch normale Erkältungsviren sind können Körper bereits eine Immunabwehr gegen diese haben. Dann greifen die Antikörper die Impf-Viren an bevor diese die Corona-RNA in die Zellen bringen konnten. Das senkt dann die Wirksamkeit der Impfung, weil weniger Spike-Proteine gebaut werden und das immunsystem somit weniger Trainingspuppen hat.

      Bei den weiteren Verschärfungen sieht man einmal mehr, wie sehr die Politik versagt:
      Wenn hart, dann sofort, wo noch Kräfte und Reserven da sind. Nicht erst wenn nach 3 oder 4 Monaten alle mürbe sind.
      Und das Problem, dass man auch die Impfung nicht schnell durchzieht. Mit 10-20 Mio Dosen pro Woche, die auch verimpft würden hätte man die Sache erledigen können. Dafür hätte man halt im Sommer für jeden aussichtsreichen Impfstoff die entsprechende Produktion vorbereiten müssen.
      Wieso soll das falsch sein?
      Es ist richtig, da wird ein totes Partikel injiziert. Und am Ende des nicht genannten Prozesses, den Du da so ausführlich beschreibst, ist das Immunsystem befähigt, das Virus zu zerstören. Das machen Immunsysteme in der Regel.
      Es ist also lediglich stark vereinfacht. Aber deswegen noch lange nicht falsch. Es fehlen allenfalls die Details, die die meisten Leute sicherlich auch nicht so detailiert wissen wollen. Und wenn doch, werden sie sich informieren können.
      _,.-o~^°´`°^~o-.,_Ich ess Blumen...,.-o~^°´`°^~o-.,_
    • Garfield wrote:

      Fast alle, die noch einen Job haben, gehen auch arbeiten.
      Das ist leider relativ zu sehen - meine Bekannte, die in Mitteldeutschland Kurzarbeitergeldanträge bearbeitet, mailte mir heute, dass in ihrem Bezirk innerhalb von nur einer Woche gut 10 Tausend neue KUG-Anträge gestellt wurden.
      Und so sieht es leider bundeweit aus.

      In der kleinen Fußgängerzone meiner Stadt z. Bspl. hat jedes dritte Geschäfft für immer geschlossen. Diese Beschäftigten stellen keine KUG-Anträge mehr...
      Auch dies dürfte kein Einzelfall sein.

      Ich weiß nicht, ob das den Leuten so klar ist, wir steuern auf die größte Wirtschaftskrise in der Geschichte dieses Landes zu.

      Ich lese, dass über 80% der Infektionen mit schwerem und/oder tödlichem Verlauf multimorbide hochbetagte Ü80-Menschen und solche in Pflegeeinrichtungen betreffen.

      Wo bleiben die Schutzmaßnahmen für diesen Personenkreis - bei gleichzeitig bundesweit offensichtlich nachlässig und äußerst gemächlich anlaufenden Impfaktionen?

      Gleichzeitig lese ich, dass der Auslastungsgrad der Intensivbetten langsam geringer wird.
      Die Sterberate in D ist wie jeden Winter marginal saisonal in Relation zur Geburtenrate der anno 1930-40 ff Geborenen erhöht, liegt aber nicht im Bereich der Übersterblichkeit.

      Ich frage mich mach wie vor, mit welcher wissenschaftlich fundierten Begründung diese neuerliche Verschärfung der allgemeinen Einschränkungen nun erfolgen soll?

      Ich gehe davon aus, dass die neuesten Meldungen über evtl. Maßnahmeverschärfungen bundesweit panische Massenkäufe auslösen werden, was m.E. wieder kontraproduktiv auf die positiven PCR-Testzahlen wirken wird.
      Das wäre m.E. eine politisch erzeugte Fall-Eskalation.

      Ich meine, es läuft lt. Systemmedien, Drosten und WHO gerade die schlimmste Pandemie seit Menschengedenken, die uns alle dahinraffen wird, wenn wir keine Masken tragen.
      Und was macht die Politik?

      Wahlkampf - Business as usual...
      :nerved:
    • FrankMatz wrote:

      Impfpflicht besteht übrigens in einer ganzen Reihe von Berufen: Bei der Bundeswehr z.B. gibt's keinen Job ohne Impfung gegen eine ganze Reihe von Krankheiten.
      Der Unterschied ist aber, dass diejenigen vor der Entscheidung für einen solchen Job wissen, dass Impfungen Voraussetzung sind.
      Wenn man in einem Job ist und dann eine Impfpflicht beschlossen wird, ist das etwas anderes.

      aphylla wrote:

      Inzwischen dürften 4 Millionen geimpft sein. Da kann man doch wirklich nicht mehr von Versuchskaninchen sprechen.
      Wie kommst Du auf diese Folgerung aufgrund der Zahl von Geimpften?
      Wenn diese 4 Millionen auch in 12 Monaten keine negativen Nebenwirkungen entwickelt haben, dann kann man eine vorsichtige derartige Folgerung ziehen.
      Ich will damit auf keinen Fall sagen: "Lasst euch bloß nicht impfen", es geht mir nur um Deine in meinen Augen etwas merkwürdige "Logik".
    • zaph wrote:

      Mal ein Tipp an alle, die sich wegen der Kontaktbeschränkungen einsam fühlen:
      Man kann telefonieren oder skypen.
      es ist eine und meine Möglichkeit, sich nicht einsam zu fühlen, indem man sich in eine Menge von Menschen begibt ohne tatsächlichen Kontakt im Gespräch und ohne irgendwie mit diesen bekannt zu sein vorher; einfach an einem Ort an dem mehrere bis viele Menschen zusammen kommen, z.B. im Club oder Konzert; das funktioniert auch wie über Telefon oder Skype ?
    • FrankMatz wrote:

      Niedriger Lohn ist übrigens relativ. Wer nach der mittleren Reife eine Ausbildung in der Kranken- oder Altenpflege macht, muss seinen Lohn am Lohn anderer mit gleichem Abschluss und gleich langer Ausbildung messen. Und da stellen sich selbst Altenpfleger (Krankenpfleger kriegen i.d.R. etwas mehr) gar nicht so schlecht, wenn man a) die Bezahlung mit der von Bäckern, Köchen, Bauberufen usw. vergleicht und b) einbezieht, dass Altenpfleger ab Ausbildungsende bis zu Rente ohne Ausfallzeiten durcharbeiten können. In den Bauberufen ist das lange nicht so selbstverständlich, dass jemand ohne Phasen von Arbeitslosigkeit, Kurzarbeit, Zwangsteilzeit das Rentenalter erreicht.
      Ich denke nicht, dass die genannten Berufe eine vergleichbare Verantwortung haben, weil nicht direkt am Menschen gearbeitet wird - Fehler führen also selten zum Tod oder langfristigen Schäden.
      _,.-o~^°´`°^~o-.,_Ich ess Blumen...,.-o~^°´`°^~o-.,_
    • Das ist falsch.
      Das sind keine toten Partikel. Tote Partikel gibt es bei Totimpfstoffen. Was tot ist muss vorher gelebt haben. Und die können sich reaktivieren, man kann also die echte Krankheit bekommen. Das geht bei allen bisherigen Coronaimpfstoffen nicht. Bei Vektorimpfstoffen werden hingegen sogar echte (und soweit man das von Viren sagen kann lebende) Viren gespritzt. Aber halt andere als das Coronavirus und nur als Vehikel.
      Zerstören kann es das Immunsystem auch so. Es geht ums Erkennen und frühzeitige Unschädlichmachen.

      Das Problem ist dann auch genau das, dass die "Guten" genauso falsch reden wie die "Bösen". Denn wenn sich jetzt jemand informiert und sieht "Oh, da werden ja doch Viren geimpft", dann ist die Glaubwürdigkeit des "Guten" ruiniert.