Neuer Corona Höchstwert

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    • Garfield wrote:

      also wäre es legitim, dass der Staat da Arbeitslosengeld zahlt.
      Wenn es denn der Staat tut - ALG kommt nur von den Sozialversicherungspflichtigen, nicht von allen. Wenn wir als Gesellschaft Nichtversicherte beglücken wollen (was ich für unbedingt notwendig halte) sollten wir es aus der Staatskasse tun, nicht aus dem normalen ALG-Topf.
    • Dann wäre ja erneut geklärt, wer von dem Quatsch eigentlich profitiert:


      Dr. L84 wrote:

      Großunternehmen , YouTube

      Morgenstern wrote:

      Netflix und Amazon

      der Uli wrote:

      Lieferando, Zoom, Apple, Microsoft,
      Wer noch? ( Vielleicht, ich weiß es nicht:)

      Waspie wrote:

      die Chinesen
      Es gibt noch genug andere, aber jetzt hab ich keine Lust mehr, zu zitieren.

      Glaubt eigentlich irgendjemand noch das Märchen, dass wir da heil rauskommen, wenn wir uns nur an die Hygienevorschriften halten???
    • Melanie84 wrote:



      Glaubt eigentlich irgendjemand noch das Märchen, dass wir da heil rauskommen, wenn wir uns nur an die Hygienevorschriften halten???
      Nö, aber ich finde es interessant, dass die meisten Leute das erst jetzt merken, seit sie "gezwungen" werden, Masken zu tragen... (oder ggf. auch erst jetzt als Ausrede für ihren Unmut anführen?).

      Bisher hat es kaum jemanden interessiert, dass Kulturschaffende und kleine Geschäfte es neben Amazon, Netflix, Zalando, iTunes etc. immer schwerer haben, dass die Innenstädte veröden und die letztgenannten weder ordentlich Steuern zahlen noch sich um Datenschutz und Co. scheren. Konsum ist doch so geil und mit den Internetriesen auch so praktisch!

      Aber wehe, wir müssen/sollten wegen einer Pandemie mal bisschen aufeinander achten und ein paar Unannehmlichkeiten in Kauf nehmen, schon stürmt der Pöbel den Reichstag und alle sorgen sich massivst um den kleinen Schuhladen nebenan...
    • Silvi wrote:

      aber ich finde es interessant, dass die meisten Leute das erst jetzt merken, seit sie "gezwungen" werden, Masken zu tragen...
      Maskenpflicht gibt es schon seit Monaten.
      Neu ist das mit dem Zwang zur FFP2-Maske, ohne das sich Söder & Co. Gedanken um Finanzierung und Beschaffung machen.


      Silvi wrote:

      Bisher hat es kaum jemanden interessiert, dass Kulturschaffende und kleine Geschäfte es neben Amazon, Netflix, Zalando, iTunes etc. immer schwerer haben, dass die Innenstädte veröden und die letztgenannten weder ordentlich Steuern zahlen noch sich um Datenschutz und Co. scheren. Konsum ist doch so geil und mit den Internetriesen auch so praktisch!
      Doch, mich zum Beispiel und viele aus meinem Bekanntenkreis.
      Wenn möglich, haben wir konsequent regional gekauft.
      Nur das geht im Moment nicht, weil die kleinen Einzelhändler diskriminiert werden, falls sie was verkaufen wollen.
      Und damit ist die Mehrheit gezwungen, im Internet zu kaufen.

      Ich habe es z.B. gestern den ganzen Tag in einer Großstadt vergeblich versucht, Schnürsenkel (>165 cm) für die Winterstiefel meines Kindes zu bekommen.
      Völlig genervt habe ich dann welche zu 120 cm gekauft und dann haben wir abends gebastelt und geknotet. :m(:

      Silvi wrote:

      schon stürmt der Pöbel den Reichstag und alle sorgen sich massivst um den kleinen Schuhladen nebenan...
      Um den sorge ich mich schon lange, wie auch um andere Einzelhändler.
      Und da war das noch gar nicht modern.

      Übrigens finde ich die Wortwahl "Pöpel" nicht besonders gut.
      Aber solange sich zwei streiten (RW) bzw. verbal aufeinander einschlagen, freut sich der Dritte.
      Ich störe mich sehr an der Verächtlichmachung von Menschen, ganz gleich ob ich mit ihnen einer Meinung bin.
      "Ich kehre in mich selbst zurück und finde eine Welt."

      (Johann Wolfgang von Goethe)
    • Shenya wrote:

      Maskenpflicht gibt es doch schon seit April letztes Jahr.
      Allerdings bei weitem nicht so ausgeweitet wie aktuell.
      Keine Ahnung wie es in anderen Bundesländern ist, hier in Sachsen darf die auf Arbeit zB nur am eigenen Platz abgelegt werden, wenn da der Abstand gewahrt werden kann.
      Ich bin zB Aufgabenbedingt ein "bewegliches Objekt" mit viel Erklären/zeigen müssen und trag daher quasi den kompletten Tag Maske. Theoretisch sollen wir jetzt sogar FFP2 tragen. Für alle, die das immer nur mal kurz müssen mag es klappen. Ich weigere mich da aktuell noch, da ich das durchgehend definitiv nicht schaffe (ich vermute auch, dass wir da bei den Überlegungen übersehen wurden, weil der Rest die nicht dauernd trägt/tragen muss). Bisher wurde mir gegenüber noch nichts gesagt, ein Kollege mit normaler Maske wurde gestern aber zB drauf hin gewiesen (der trägt die aber immer nur kurz).
      Effektiv ist es derzeit tatsächlich einfacher zu erklären wann ich keine Maske trage...

      Interessanter Weise beschweren sich die, die am wenigsten Tragezeit haben aber am lautesten (wir reden da von unter 5min am Stück und vielleicht 5-8mal am Tag).
      Genauso wie sich in meinem Umfeld die am meisten über den pleite gehenden Einzelhandel beklagen, die schon lange fast nur noch bei Amazon und Co gekauft haben (und stolz erzählen wie viel günstiger es war nachdem man sich vor Ort hatte beraten lassen).

      Generell bin ich der Meinung, dass einem bei passender Hygiene generell vieles erspart bleibt.
      Und wenn es gerade nur die kleine Magen-Darm Erkrankung oder Erkältung ist, dann ist das Immunsystem dennoch besser Einsatzfähig, wenn es von Corona gefordert wird. Das wird glaube ich auch oft vergessen, dass nicht nur der direkte Schutz gegen eine explizite Erkrankung zu einer besseren Prognose beiträgt.
    • Shenya wrote:

      Ich glaube, das ist eine Besonderheit in Sachsen und jetzt neu in Bayern. Hier bei uns ist kein Unterschied, durchgehend seit April ist die Maskenpflicht gleich geblieben.
      ok hier bleibt quasi aktuell nur:
      - die eigene Wohnung
      - das eigene Auto
      - Wald & Feld
      - wenn man Glück hat der eigene Sitzplatz auf Arbeit
      - beim Essen im Pausenraum

      Kurz gesagt gilt die Pflicht überall wo man auf Menschen treffen könnte.
    • Silvi wrote:

      Bisher hat es kaum jemanden interessiert, dass Kulturschaffende und kleine Geschäfte es neben Amazon, Netflix, Zalando, iTunes etc. immer schwerer haben, dass die Innenstädte veröden
      Die von Dir erwähnten Unternehmen sind ganz sicher mitverantwortlich für den Untergang der Innenstädte (bzw. die Menschen, die es vorziehen, online zu kaufen).
      Aber wenn ich mir so manche Innenstadt anschaue (besonders die der größeren Städte), dann kommt wohl auch noch hinzu, dass viele keine Lust haben, dort angebettelt/angepöbelt zu werden und auch der "hygienische Zustand" der ehemals ansprechenden Einkaufsmeilen mittlerweile sehr zu wünschen übrig lässt.
      Wo früher ein "Einkaufserlebnis" möglich war, herrscht jetzt zweifelhafte Freizeitgestaltung, die nicht jedermanns Sache ist.
      Also Henne-/Eiproblem: Was führte zum Anderen?
    • Shenya wrote:

      Maskenpflicht gibt es doch schon seit April letztes Jahr.
      Ja, aber dass Kultur, Kleingewerbe und Co. an vielen Stellen ein massives Problem haben, ist seit Jahrzehnten so und nicht erst seit April bzw. den Lockdowns.


      Lilith wrote:

      Doch, mich zum Beispiel und viele aus meinem Bekanntenkreis.
      Ich sage ja auch nicht, dass es vorher niemanden interessiert hat, aber die Leute, die sich da auch schon vor Corona einigermaßen konsequent versucht haben, gegen die Entwicklungen zu wehren, waren doch immer recht in der Minderzahl, und dann war eben einer der "links-grün-versifften Spinner". Das Thema hat bisher nicht gerade die Massen mobilisiert, oder?


      Lilith wrote:

      Übrigens finde ich die Wortwahl "Pöpel" nicht besonders gut.

      Also im Bezug auf Leute, die vornehmlich lauthals pöbeln finde ich das Wort "Pöbel" jetzt nicht soooo unpassend und verwende es daher ohne schlechtes Gewissen im Bezug auf die Reichstag-Chaoten und ähnlich gesinnte Querdenker.


      Polarlicht wrote:

      Interessanter Weise beschweren sich die, die am wenigsten Tragezeit haben aber am lautesten
      Das war eigentlich der Grundgedanke meines ersten Posts. Ich finde absolut nicht, dass alles hier bei uns super läuft, das die Corona-Strategie der Regierung ohne Fehl und Tadel wäre, dass nicht viele Leute wirklich jetzt in Bedrängnis sind (finanziell am Limit, als Pflegekraft etc. kräftemäßig am Limit etc. etc.), aber dieses "mimimi, mein Friseur hat zu, ich glaub, ich muss von der Brücke springen" (ja, jetzt bewusst und provokant übertrieben) finde ich streckenweise unangemessen und ich bleibe dabei, dass im Moment fast JEDER von uns in einer schwierigen Lage ist und es uns gut tun würde, auch mal zu sehen, dass vieles hier doch noch recht gut klappt und nicht jede Maßnahme direkt eine diktatorische und völlig unnötige Zumutung ist.
    • Silvi wrote:

      Also im Bezug auf Leute, die vornehmlich lauthals pöbeln finde ich das Wort "Pöbel" jetzt nicht soooo unpassend und verwende es daher ohne schlechtes Gewissen im Bezug auf die Reichstag-Chaoten und ähnlich gesinnte Querdenker.
      Gut, da bin ich einfach anderer Meinung.
      Die meisten der Menschen dort sind von Ängsten getrieben, da ist Aufputschen einfach, wenn nur Ein Redner mal ausspricht, was sie denken und befürchten.
      Dem folgen sie dann wie eine Herde.

      Geschichtliche Beispiele haben wir da genug.
      "Wollt Ihr Arbeit? - Ja, natürlich!" (Fabriken, Straßenbau, ...)
      "Wollt Ihr Schutz vor den Bolschewisten, Untermenschen und anderem Abschaum? ... JA!" (Rüstungsfabriken, ...)
      Wollt Ihr den totalen Krieg? Ja, mein Führer!"

      Aber wir sind ja im Land der Dichter und der Denker, da sind ja Wiederholungen ausgeschlossen. :irony:
      Und die Abwertung anderer Menschen sowieso...
      "Ich kehre in mich selbst zurück und finde eine Welt."

      (Johann Wolfgang von Goethe)
    • Die Abwertung von Menschen, die eine andere Meinung, als die haben, die durch die Medien als richtig hingestellt wird macht mir schon seit Jahren Sorgen. Seit 2015 um genau zu sein.
      Es macht mir aber hauptsächlich deshalb Sorgen, weil eben anscheinend wirklich viele Menschen sich dadurch polarisieren lassen.
      Ich kann es einfach nicht verstehen, warum man Meinungen schlecht reden muss.

      @Silvi schau dir mal bitte das Video mit den Reichstagschaoten an.
      Diese Leute sind doch für gar niemanden repräsentativ. Und trotzdem hat die Berichterstattung über sie sehr viel Raum eingenommen.
      Und damit polarisiert man.
    • Lilith wrote:

      Die meisten der Menschen dort sind von Ängsten getrieben, da ist Aufputschen einfach, wenn nur Ein Redner mal ausspricht, was sie denken und befürchten.
      Damit verharmlost Du aber gewaltbereite Rechtsextreme - denn die waren es, die versucht haben den Reichstag zu stürmen, nicht ein paar fehlgeleitete Corona-Verlierer. Das wäre auch keine Entschuldigung dafür, selbst wenn es tatsächlich Leute mit realen Problemen gewesen wären und nicht Irre die glauben, dass das Deutsche Reich weiterbesteht

      Melanie84 wrote:

      Diese Leute sind doch für gar niemanden repräsentativ. Und trotzdem hat die Berichterstattung über sie sehr viel Raum eingenommen.
      Und damit polarisiert man.
      Erstens sind sie natürlich für jemanden repräsentativ, nämlich für eine wenn auch nicht sehr große Szene von Rechtsextremen und deren deutlich größere Sympathisantenschar. Und warum die Berichterstattung über rechtsextreme Straftaten polarisieren soll entzieht sich auch meinem Einsichtsvermögen - soll man es jetzt kleinreden oder gar vertuschen? Und was ist dann mit linker Gewalt - keine ausführlichen Berichte über G20-Ausschreitungen (das nahm damals auch reichlich Raum ein), die könnten ja auch polarisieren? Oder gilt die Regel nur für rechts?

      Silvi wrote:

      Ich finde absolut nicht, dass alles hier bei uns super läuft, das die Corona-Strategie der Regierung ohne Fehl und Tadel wäre, dass nicht viele Leute wirklich jetzt in Bedrängnis sind (finanziell am Limit, als Pflegekraft etc. kräftemäßig am Limit etc. etc.), aber dieses "mimimi, mein Friseur hat zu, ich glaub, ich muss von der Brücke springen" (ja, jetzt bewusst und provokant übertrieben) finde ich streckenweise unangemessen und ich bleibe dabei, dass im Moment fast JEDER von uns in einer schwierigen Lage ist und es uns gut tun würde, auch mal zu sehen, dass vieles hier doch noch recht gut klappt und nicht jede Maßnahme direkt eine diktatorische und völlig unnötige Zumutung ist.
      Sehr schön ausgedrückt.
    • Ich habe nichts gegen andere Meinungen und finde es OK für die Coronamaßnahmen zu sein und ich finde es auch ok dagegen zu sein.
      Es gibt für alle Seiten gute Gründe. Und ich stehe da tatsächlich in der Mitte, weil ich auch keine Lösung weiß.
      Ich finde es jedoch nicht OK pauschal Menschen zu verurteilen.
      Und die Tatsache, dass da eben nur ein paar Leute waren, die auf den Stufen vor dem Reichstag waren, obwohl die Demo sehr groß war, zeigt ja, dass diese Menschen eben nicht repräsentativ sind.
      Ich glaube es ist ein großer Fehler, hier einen Schuldigen zu suchen.
      Wir sollten einander nicht ständig beschuldigen und verurteilen sondern sollten mehr Verständnis für einander haben.
    • Melanie84 wrote:

      finde es OK für die Coronamaßnahmen zu sein und ich finde es auch ok dagegen zu sein.
      Es gibt für alle Seiten gute Gründe.
      Entschuldige, dass ich da jetzt sehr deutlich werde - ich habe noch von niemendem einen einzigen guten Grund gehört, pauschal gegen "die" Coronamaßnahmen zu sein. Die gesamten "Gegenargumente" entbehren jedweder sachlichen Grundlage. Man kann und muss selbstverständlich darüber diskutieren, welche Maßnahmen wie sinnvoll sind - bei der Behauptung alle Maßnahmen seien überflüssig, wie sie die Quer"denker" praktizieren, hört die sachliche Diskussion auf. Klar dürfen sie trotzdem dagegen sein, wir sind ein freies Land mit (laut Ex-Bundespräsident Herzog) einem "Grundrecht auf Dummheit", aber ich bin ganz sicher nicht verpflichtet, diese Meinung als gehaltvoller als die Behauptung zu betrachten, die Erde sei eine Scheibe. Die Faktenlage ist in beiden Fällen gleichermaßen eindeutig.
    • Melanie84 wrote:

      HCS wrote:

      Entschuldige, dass ich da jetzt sehr deutlich werde
      Kein Problem ;)
      Ich finde deine Meinung ok :thumbup:

      Das ist ja ganz im Sinne der Worte, die Voltaire zugesprochen werden:

      „Dummköpfe zu ertragen ist sicherlich der Gipfel der Toleranz.“

      „Ich bin nicht einverstanden mit dem, was Sie sagen, aber ich würde bis zum Äußersten dafür kämpfen, daß sie es sagen dürfen.“
    • Melanie84 wrote:

      Wir sollten einander nicht ständig beschuldigen und verurteilen sondern sollten mehr Verständnis für einander haben.
      Das ist ein Satz, dem man eigentlich nur zustimmen kann. Und trotzdem: Wenn ich jetzt sehe, dass Krankenhausärzte zu fast 100 Prozent impfbereit sind, dass die Impfbereitschaft in der Krankenpflege auch relativ hoch ist, dass sie aber in der Altenpflege (also da, wo jemand beruflich mit sehr vulnerablen Menschen zu tun hat) zum Teil unter 50 Prozent liegt - wofür soll ich denn da Verständnis haben? Dass Altenpfleger weniger klug als Krankenpfleger sind?

      Und auch bei dem, was auf der letzten Strecke von Trumps Präsidentschaft passiert, da soll ich Verständnis haben? Ich meine nicht die Chaoten, die ins Capitol eingedrungen sind, ich meine so etwas wie, dass die Republikaner (und eben nicht Trump allein!) jetzt noch Menschen auf Bundesebene hinrichten lassen, wo auf Bundesebene seit Jahrzehnten und egal unter welchem Präsidenten keine Hinrichtungen mehr stattfanden. Verständnis für solch eine Tötungsorgie? Das fällt mir verdammt schwer.
      "Wir leben vermutlich zum ersten Mal. Wie soll da alles auf Anhieb klappen?"
      (Jürg Halter, Gemeinsame Sprache. Zürich, Dörlemann 2021)