Neuer Corona Höchstwert

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    • Aldana wrote:

      HCS wrote:

      der Uli wrote:

      wer hätte auch ahnen können, dass die Menschen nach 8 Monaten "offener Vollzug" + Arbeit (wenn kein Home Office) mal wieder raus wollen?
      "Käfighaltung" ist weder für Hühner noch für Menschen natürlich.
      Und für derlei Realitätsverzerrungen gilt das gleiche.
      Das magst du persönlich vielleicht als Realitätsverzerrung empfinden. Für andere Menschen (mich eingeschlossen) fühlt es sich aber tatsächlich sinngemäß so an, mit entsprechenden psychischen Folgen. Deine Äußerung empfinde ich deswegen als Hohn über mein Leid.
      Ich wüsste tatsächlich nicht wo man bereits so lange am Stück eingesperrt ist.
      Es gab im Frühjahr den Lockdown und dann im Sommer aber doch eine relativ ruhige Zeit mit vielen Möglichkeiten. Die ganzen Einschränkungen kamen doch erst wieder nach und nach zum Herbst/Winter.
      Daher ist 8 Monate "Käfighaltung" halt wirklich Realitätsverzerrung.
      Wenn man sich durchgehend seit dem Frühjahr so fühlt, dann stimmt entweder etwas mit der Wahrnehmung nicht (da sollte man dann ggf allgemein mal ansetzen woher die Schwarzmalerei kommt), oder man hat irgendwie die Lockerungen über den Sommer verschlafen.
      Den "Fehler" sollte man dann aber nicht bei den Maßnahmen suchen, die waren zum größten Teil nicht durchgängig.
      Mit Hohn hat das wenig zu tun, wenn jemand auf eine offensichtliche Übertreibung hinweist.
      Außer Großveranstaltungen fällt mir persönlich nichts ein, was die komplette Zeit gesperrt war.
    • HCS wrote:

      Wenn man sich alles schlecht redet leidet man auch unter allem.
      Ich red mir nichts schlecht, es ist ein Fakt, dass ich seit dem 14.03.20, somit nun mehr fast 10 Monate, nicht tanzen gehen kann, was ich aber zwingend für meine psychische Gesundheit brauche, und zwar eben nicht als Spaßfaktor, sondern zur Emotionsverarbeitung!

      HCS wrote:

      Aber ich kann mich mit dem Notwendigen einrichten.
      Schön, dass DU noch alles Notwendige zur Verfügung hast. ICH habe das nicht und so wie die aktuelle Situation ist, wird sich daran in absehbarer Zeit nichts ändern.
    • Polarlicht wrote:

      Außer Großveranstaltungen fällt mir persönlich nichts ein, was die komplette Zeit gesperrt war.
      Und das hat mich die Night Of The Proms und ein Eric Clapton Konzert gekostet.
      Soll nachgeholt werden, aber bei Clapton sehe ich derzeit die Wahrscheinlichkeit als sehr gering an, dass das schon Mitte des Jahres möglich sein wird.
      Und der Zauberer wird nicht jünger...
    • Aldana wrote:

      HCS wrote:

      Wenn man sich alles schlecht redet leidet man auch unter allem.
      Ich red mir nichts schlecht, es ist ein Fakt, dass ich seit dem 14.03.20, somit nun mehr fast 10 Monate, nicht tanzen gehen kann, was ich aber zwingend für meine psychische Gesundheit brauche, und zwar eben nicht als Spaßfaktor, sondern zur Emotionsverarbeitung!

      Ich gebe mir auch alle Mühe, trotzdem ist es für mich eine Tatsache das ich seit Monaten nicht mehr:

      1. ins Fitness-Studio kann. Da habe ich u.a. auch Sozialkontakte und brauche den Sport für meine Gesundheit.
      2. Tanzen geht nicht mehr.
      3. Bogensport geht nicht mehr.
      4. Urlaubsreise ist zum 2. Mal abgesagt worden (Flug ins Ausland)
      5. Volkshochschule ist zu - kein Malkurs.
      6. Bibliothek ist zu.
      7. Hospiz hat Betretungsverbot - damit keine Ehrenamtstreffen.
      8. Der Chor trifft sich auch seit Wochen nicht mehr.

      Ganz ehrlich - ich finde ein Leben, welches nur noch aus Arbeiten und Haushalt besteht zum Ko**en.
      Von daher kann ich verstehen, wenn Menschen sich über die Verbote hinwegsetzen, auch wenn ich das nicht gut finde.
      Es war nicht einfach für mich, ein gewisses Sozialleben aufzubauen. Wieviel mir davon bleibt, weiß ich noch nicht.
      "Ich kehre in mich selbst zurück und finde eine Welt."

      (Johann Wolfgang von Goethe)
    • Im Sommer gab es für Pandemie-Verhältnisse tatsächlich ziemlich viele Freiheiten. Den Lockdown finde ich auch belastend, aber ich darf mich immerhin draußen aufhalten. Es mag ja sein, dass man in anderen Regionen Deutschlands nur aus einem "triftigen Grund" die Wohnung verlassen darf. Ich kann nur für Köln und Umgebung sprechen. Hier darf man jederzeit rausgehen, es braucht keinen "triftigen Grund". Heute z.B. hatte ich mit meinem Vater einen schönen, langen Spaziergang in den verschneiten Wäldern des Bergischen Landes gemacht. Dass der Lockdown möglicherweise irgendwann noch weiter verschärft wird, bereitet mir allerdings auch Sorgen.
    • @Sonnenseele
      Der Spaziergang würde derzeit als Grund völlig genügen (und wir haben hier in Sachsen schon eine Weile die triftige Grund Regel). Würde als "Sport und Bewegung im Freien im Umkreis von 15km" gelten.
      Bewegung an der frischen Luft ist also (außerhalb der nächtlichen Sperrzeit) trotzdem erlaubt.
      Innerhalb der nächtlichen Sperrzeit muss man dann zB einen Hund mitführen, der mal Pipi muss.
      Es gibt also sogar da noch Möglichkeiten.
      Tagsüber werden nur Rudelbildungen an der frischen Luft nicht geduldet, herumlungern auch nicht.
    • Lilith wrote:

      Von daher kann ich verstehen, wenn Menschen sich über die Verbote hinwegsetzen,

      Das kann ich zwar auch nachvollziehen, weil es einfach menschlich ist, dem "Herdentrieb" zu folgen und sich mit anderen Menschen zu treffen, aber das ist letztlich wohl der Grund, weshalb der aktuelle Lockdown so wenig Wirkung in Bezug auf die Corona-Fallzahlen zeigt.

      Lilith wrote:

      Es war nicht einfach für mich, ein gewisses Sozialleben aufzubauen. Wieviel mir davon bleibt, weiß ich noch nicht.

      Mein Sozialleben bestand vor der Pandemie in wöchentlichen Chorproben mit anschließendem Kneipenbesuch bzw. anschließendem Plausch in kleinerem Kreis und gelegentlichen Spieleabenden. Das alles ist jetzt weg und wird möglicherweise so auch nicht wiederkommen. :(

      Sonnenseele wrote:

      Dass der Lockdown möglicherweise irgendwann noch weiter verschärft wird, bereitet mir allerdings auch Sorgen.

      Es ist die Frage, ob eine weitere "Verschärfung" (ich kann es nicht mehr hören) angesichts des bereits erwähnten natürlichen Herdentriebs, der sich bei den meisten Menschen gar nicht völlig unterdrücken lässt, überhaupt zu niedrigeren Infektionszahlen führen würde. Ich habe da leider wenig Hoffnung. Im Moment stehen die Signale auf Dauerlockdown bis zur Herdenimmunität, wobei ich mir praktisch nicht vorstellen kann, wie man den Lockdown - möglicherweise in noch strengerer Form - über viele Monate pausenlos aufrechterhalten will.
    • MonaLisa wrote:

      Es ist die Frage, ob eine weitere "Verschärfung" (ich kann es nicht mehr hören) angesichts des bereits erwähnten natürlichen Herdentriebs, der sich bei den meisten Menschen gar nicht völlig unterdrücken lässt, überhaupt zu niedrigeren Infektionszahlen führen würde. Ich habe da leider wenig Hoffnung.
      Es muss langfristig eine Besserung in Sicht sein. Ansonsten sehe ich schwarz. (RW)
    • Sonnenseele wrote:

      @der Uli @da_hooliii
      Konsumiert ihr ausschließlich in Gesellschaft Alkohol?
      Kann man so sagen ja - zu Hause trinke ich sonst nur Wasser und wenn ich irgendwo zu Besuch bin trinke ich dort auch kein Alkohol (Ausnahme so was wie z.B. das Anstoßen an Silvester). Das mit dem Alkohol beschränkt sich auf Abends mit Freunden treffen was trinken gehen in einer Bar/Restaurant und dann ein paar mal im Jahr auch Feiern gehen. Es ist aber nicht so, dass ich da wegen Gruppenzwang trinken sondern, dass ich auch mal ein bisschen das genießen will wenn ich so unterwegs bin. Das sind dann meistens Cocktails und das trinke ich ja dann auch ziemlich langsam weil wir ja die ganze Zeit auch noch reden wenn wir uns sehen. Dieses Abends weggehen und was trinken fehlt mir schon sehr. Vor Corona war es selbstverständlich. Oft sah es so aus: Freitag im Büro arbeiten dann nach Hause was essen und ein bisschen mit meinem Spezialinteresse beschäftigen und Abends dann mit dem Zug in die Stadt was trinken gehen und den Abend genießen so lange es geht, eventuell auch mal dazwischen ins Kino oder etwas durch die Stadt laufen und so viertel nach 2 nachts wieder zu Hause. Selbst das abends weggehen ohne in eine Bar, Restaurant oder Kino geht ja aktuell nicht mehr - ich muss ja wegen der Ausgangssperre schon um 20 Uhr zu Hause sein.


      Lilith wrote:


      Ganz ehrlich - ich finde ein Leben, welches nur noch aus Arbeiten und Haushalt besteht zum Ko**en.
      Von daher kann ich verstehen, wenn Menschen sich über die Verbote hinwegsetzen, auch wenn ich das nicht gut finde.
      Es war nicht einfach für mich, ein gewisses Sozialleben aufzubauen. Wieviel mir davon bleibt, weiß ich noch nicht.
      Also ich habe gemerkt, dass durch Corona mein ganzer Tagesablauf komplett durcheinander gekommen ist und ich seit Monaten damit zu kämpfen habe da wieder Ordnung reinzubekommen. Auf der einen Seite spare ich mir zwar durch Home Office aktuell den Weg zur Arbeit und zurück und spare Zeit aber auf der anderen Seite bin ich teilweise trotzdem später am Feierabend machen als früher. Ich kann mich zu Hause oft kaum noch so lange konzentrieren - vorallem auch weil mich diese ganze Coronasituation auch belastet. Wenn der Supermarkt der einzige Laden ist der aktuell aufhat (und einkaufen ist für mich sowieso schon immer sehr anstrengend gewesen) und ich sonst nur zum Arbeiten alleine zu Hause rumhocke frustriert das auf Dauer schon. Freunde sind aktuell auch vorsichtiger und aus den regelmäßigen Treffen jede Woche wird so was wie alle 2 oder 3 Wochen mal ein Treffen und dann auch nur zu Hause zu zweit. So viele Dinge, die ich unternehmen will sind einfach nicht mehr möglich und es geht auch in so eine Richtung "Verlorene Lebensjahre" wenn das so weitergeht. Meine sozialen Fähigkeiten gehen auch total verloren mit der Zeit.
    • der Uli wrote:

      Ich habe hier ein Geschäft gesehen, welches E-Zigarren und Zubehör verkauft.
      Das ist immer noch offen.
      Anscheinend sind E-Zigarren #systemrelevant.
      Anscheinend ist es den Behörden einfach noch nicht aufgefallen oder es werden auch Lebensmittel/Drogerieartikel verkauft.

      der Uli wrote:

      Und ich behaupte, dass es Menschen gibt, denen die Maßnahmen gar nicht hart genug sein können.
      Das "behauptet" auch die Tagesschau anhand irgendwelcher per Festnetztelefon durchgeführter Umfragen.
      Solche Umfragen, sofern sie "repräsentativ" genannt werden, decken alle Teile der Bevölkerung ab. Im Zweifel müssen die Umfrager halt so lange herumtelefonieren, bis sie genug aus allen Gruppen zusammenhaben. Gut, Leute ohne Telefon werden in dem Fall durchs Raster fallen, aber das dürfte eine Minderheit sein. Ich wurde zumindest auch schon auf dem Handy angerufen.
      Dass 50% die Maßnahmen angemessen finden und 25% sich noch schärfere Maßnahmen wünschen, damit diese möglichst schnell wieder vorbei sind, klingt für mich glaubhaft und deckt sich mit meinen Beobachtungen.

      der Uli wrote:

      Ach Wunder, wer hätte auch ahnen können, dass die Menschen nach 8 Monaten "offener Vollzug" + Arbeit (wenn kein Home Office) mal wieder raus wollen?
      "Käfighaltung" ist weder für Hühner noch für Menschen natürlich.
      Man kann jederzeit raus. Im Sommer und Frühherbst konnte man sogar sehr viel, um nicht zu sagen, fast alles.

      der Uli wrote:

      Es ist "Realitätsverzerrung" das die meisten Menschen seit nun mehr fast einem Jahr außer ggf. zur Arbeit nur drinnen sind? Und das quasi sämtliche Freizeitaktivitäten außerhalb der Wohnung mal abgesehen von spazieren gehen und Lebensmittel einkaufen verboten sind?
      Verboten ist im Grunde nur das, was Gruppenbildung nach sich zieht.

      Lilith wrote:

      Ganz ehrlich - ich finde ein Leben, welches nur noch aus Arbeiten und Haushalt besteht zum Ko**en.
      Von daher kann ich verstehen, wenn Menschen sich über die Verbote hinwegsetzen, auch wenn ich das nicht gut finde.
      Ich kann es nachvollziehen, aber nicht verstehen. Wenn sich immer wieder Leute über die Verbote hinwegsetzen, wird es ewig dauern. Ansonsten hätten wir die Welle längst wieder hinter uns. Frankreich, Spanien und Italien waren z.B. deutlich schlimmer dran im November, aber sind bereits im Dezember deutlich nach unten gegangen. Nur bei uns gab es stattdessen keinen Rückgang, sondern eine Plateau-Bildung. Für mich ein Ergebnis des halbherzigen Teil-Lockdowns.
      _,.-o~^°´`°^~o-.,_Ich ess Blumen...,.-o~^°´`°^~o-.,_
    • Aldana wrote:

      es ist ein Fakt, dass ich seit dem 14.03.20, somit nun mehr fast 10 Monate, nicht tanzen gehen kann, was ich aber zwingend für meine psychische Gesundheit brauche, und zwar eben nicht als Spaßfaktor, sondern zur Emotionsverarbeitung!
      Und dennoch ist es eine groteske Verzerrung der Realität, dafür Begriffe wie "Käfighaltung" und "offener Vollzug" zu verwenden - da sind dann doch noch ein paar Zwischenstufen vorhanden. Selbst jetzt, unter den momentanen Bedingungen, die erst seit kurzem gelten, sind wir dort noch nicht angekommen. Denk mal drüber nach, ob solche überzogenen Vergleiche nicht Hohn gegenüber denen sind, die tatsächlich eingesperrt sind. Aber es muss ja heutzutage alles gleich dramatisiert werden: es gibt auch Leute, die halten sich für Sophie Scholl, bloß weil sie öffentlich gegen die Maske sind.
    • HCS wrote:

      Aldana wrote:

      Deine Äußerung empfinde ich deswegen als Hohn über mein Leid
      Wenn man sich alles schlecht redet leidet man auch unter allem. Nein, es macht mir keinen Spaß, unter den Einschränkungen zu leben. Aber ich kann mich mit dem Notwendigen einrichten. Und nochmal: diese Diskussion gehört in die Kontroverse - lass es also hier gut sein.
      also einerseits finde ich empfehlenswert, sich daran zu halten, dass dieser Thread in 'Autistischer Alltag' gestartet wurde; andererseits erkenne ich, dass die (Selbst)Wahrnehmung, wie man in seinem Corona-Alltag zurecht kommt, doch stark abweicht bei verschiedenen Menschen, so dass Kontroversen möglicherweise unvermeidlich sind.

      @HCS du hast eine Familie um dich ?

      The post was edited 1 time, last by Pechblende ().

    • HCS wrote:

      Denk mal drüber nach, ob solche überzogenen Vergleiche nicht Hohn gegenüber denen sind, die tatsächlich eingesperrt sind.
      Wie zb die Pflegeheimbewohner :? .
      Denen geht es wahrscheinlich nicht ums tanzen.
      Oder ums rausgehen. Ich glaube da haben viele einfach gehofft ihre Angehörigen noch einmal zu sehen und zu umarmen.
    • Aldana wrote:

      Ich red mir nichts schlecht, es ist ein Fakt, dass ich seit dem 14.03.20, somit nun mehr fast 10 Monate, nicht tanzen gehen kann, was ich aber zwingend für meine psychische Gesundheit brauche, und zwar eben nicht als Spaßfaktor, sondern zur Emotionsverarbeitung!
      Schön, dass DU noch alles Notwendige zur Verfügung hast. ICH habe das nicht und so wie die aktuelle Situation ist, wird sich daran in absehbarer Zeit nichts ändern.
      ja in den Club gehen zu meiner Musik zu tanzen unter anderen Menschen ist für mich auch sehr wichtig und ich vermisse es sehr


      Lilith wrote:

      Ganz ehrlich - ich finde ein Leben, welches nur noch aus Arbeiten und Haushalt besteht zum Ko**en.
      empfinde ich genau so

      für mich sind einige Dinge weggefallen und zwar durchaus auch über den Sommer
      • die Therapiegruppe war erst ausgesetzt und findet jetzt mit Maskenpflicht statt. in dem besonderen Rahmen finde ich die Maske schon hinderlich, beim Sprechen und bei der Wahrnehmung der Gegenüber in doch intimen Situationen die Vertrauen brauchen.
      • Selbsthilfegruppen oder andere Gruppen können wegen der Kontaktbeschränkung nicht mehr stattfinden oder nur 'virtuell', was aus rein persönlichen Gründen für mich nicht geht
      • ich hatte wieder angefangen, Volleyball zu spielen im städtischen Freizeitprogramm, ist auf unabsehbare Zeit suspendiert
      • Schwimmbad und Therme und Sauna waren für mich gerade im Herbst und Winter wichtige Auszeiten und Erholungszeiten; geschlossen bis auf weiteres mit gewisser Aussischt auf Änderung
      • abendliches und auch mal nächtliches Weggehen in den Club; seit März bis auf weiteres geschlossen ohne Aussicht auf Änderung.
      • Konzerte oder Wegfahren auf Festivals auch als wichtige Auszeiten; seit März abgesagt ohne Aussicht auf Änderung.
      • am Sonntag zum Fußballplatz gehen und dort Fußball schauen und auch Bekanntschaften, die eben genau an diesen Rahmen gebunden sind, pflegen; Saison war lange suspendiert dann paar Spiele im Herbst, jetzt wieder suspendiert mit gewisser Aussicht auf Änderung.
      • meine Urlaubsreisen waren nicht möglich, auch nicht im Sommer und Herbst; da war sicher auch persönliches Pech dabei, u.a. aber auch der Fakt, dass ich in einem Großunternehmen einen sehr starren Jahresurlaubsplan habe; gewisse Aussicht auf Änderung, aber ich befürchte im Sektor Tourismus starke wirtschaftliche Verwerfungen, so dass ich damit rechne, dass Wunschurlaube, die mich für den Moment glücklich und zufrieden machen können, sehr schwer möglich sein werden und ersetzbar durch Alternativen wie Bergwandern im Allgäu sind die nicht
      • überhaupt einfach weniger reale Treffen mit Freunden, was bei allein leben ohne Familie schon spürbar ist

      The post was edited 2 times, last by Pechblende ().

    • da_hooliii wrote:

      Oft sah es so aus: Freitag im Büro arbeiten dann nach Hause was essen und ein bisschen mit meinem Spezialinteresse beschäftigen und Abends dann mit dem Zug in die Stadt was trinken gehen und den Abend genießen so lange es geht, eventuell auch mal dazwischen ins Kino oder etwas durch die Stadt laufen und so viertel nach 2 nachts wieder zu Hause.
      Wir sind zwar ungefähr gleich alt, aber sowas wäre absolut nichts (mehr) für mich. Vor mehr als 10 Jahren bin ich mal mit einigen Mitschülern aus meiner Berufsschulklasse an einigen Freitag- oder Samstagabenden in Cocktailbars gegangen, aber ich war dort eher das fünfte Rad am Wagen. (RW) Alle anderen hatten sich feucht-fröhlich unterhalten, waren in Gruppengespräche vertieft, nur ich saß größtenteils schweigend am Tisch und hatte an meinen Cocktails geschlürft.

      Heutzutage reicht es für mich völlig aus, wenn ich alle zwei bis drei Wochen mit zwei Freunden einen Spieleabend habe oder mit meinem Vater durchschnittlich einmal wöchentlich irgendwo auswärts essen gehe und ein paar Bierchen trinke. Dass der Spieleabend aufgrund des Lockdowns erstmal für eine längere Zeit ausfällt, finde ich gar nicht mal so schlecht, da mich das Verhalten der beiden Freunde teilweise ziemlich stresst.

      Dass ich ein größeres Ruhebedürfnis habe, liegt vermutlich daran, dass ich beruflich viel direkten Menschenkontakt habe. Wenn ich einen Bürojob hätte, hätte ich vielleicht mehr "soziale Energie" für Privates.