Neuer Corona Höchstwert

    This site uses cookies. By continuing to browse this site, you are agreeing to our Cookie Policy.

    • HCS wrote:

      das haben sie ja auch in Taiwan, Australien etc. nicht gemacht.
      Beides sind Inseln und meines Wissens kommt ohne verpflichtende Quarantäne niemand rein, Touristen schon gar nicht. Taiwan ist ja quasi nicht größer als eine übliche chinesische Stadt. Und in Australien hat man Reisen zwischen den einzelnen Regionen auch beschränkt, wobei dort ja außerhalb der wenigen Städte auch nicht sehr viele Menschen leben. Die haben es also gar nicht nötig, so streng abzuriegeln, da reichen schon die vorhandenen Maßnahmen.
      Wenn man erst mal wieder auf einem so niedrigen Niveau ist, dann reichen schon wenige, dafür strikte Maßnahmen, um eine weitere Welle zu verhindern.
      Aktuell würde das für uns auch nichts bringen, das Virus ist ja längst überall.
      _,.-o~^°´`°^~o-.,_Ich ess Blumen...,.-o~^°´`°^~o-.,_
    • Garfield wrote:

      Die haben es also gar nicht nötig, so streng abzuriegeln, da reichen schon die vorhandenen Maßnahmen.
      Schon klar, dass die es leichter hatten als wir. Sie haben trotzdem im Inneren schärfer reagiert als wir, aber chinesische Maßnahmen wären auch da sicher nicht mehr durchsetzbar, das geht nur in einer Diktatur. Deshalb würde ich mich als Verantwortlicher auch eher an Australien, Japan und Taiwan orientieren als an China (oder gar umgekehrt an dem gerade gescheiterten Putschisten mit der komischen Frisur)
    • Sonnenseele wrote:

      ifi wrote:

      Der Impfstoff bzgl. Influenza wird jedes Jahr neu entwickelt, muss dementsprechend auch jährlich aufs Neue verimpft werden, da sich die Influenzaviren verändern.
      Ja, das stimmt schon. Allerdings gab es wegen Influenza bisher nicht dieses ganze Maßnahmen-Theater wie Lockdowns, Kontakt- und Ausgangsbeschränkungen. Also zumindest weiß ich davon nichts. Oder gab es das wegen Influenza auch schon mal?
      Bei der Spanischen Grippe. Aber da gabs auch keinen Impfstoff. Wobei Grippeimpfungen zu den am wenigsten wirksamsen Impfungen gehören die es gibt (nur um die 50%).

      Gerit wrote:

      Laut Drosten (Corona Update) wirken die Impfstoffe auch gegen die Mutationen. Er behauptet, dass wir uns da keine Sorgen deswegen zu machen brauchen. Der Unterschied wäre so: ein Geimpfter kriegt bei dem Virus gar nichts und bei der Mutation vielleicht leichtes Halskratzen.
      Drosten findet ja auch, dass bei der Impfung alles bestmöglich läuft.

      Vom Aspekt des Risikomanagements muss man davon ausgehen, dass neue Varianten gegen die keine Immunität auftauchen können. Im Grunde wäre das ohnehin dann eine neue Pandemie. Und wenn man sich dann zur Bewältigung fürs Impfen entscheidet, dann muss man vorbereitet sein. Das hiesse z.B., dass man Impfstoffkapazitäten von wenigstens 1% der Bevölkerung/Tag hat. Also aktuell nicht 670 000 Dosen die Woche sondern eher pro Halbtag.

      Garfield wrote:

      In China wurden ja wieder 2 Millionenstädte komplett abgeriegelt wegen nur 200 Fällen. Ich bin nach wie vor der Meinung, dass solche ein Vorgehen insgesamt weniger Einschränkungen und mehr Erfolg bedeutet.Im Frühjahr mit deutlich weniger Infektionen waren die Grenzen fast zu, in den Läden gab es Einlassbeschränkungen. Heute mit den hohen Zahlen ist nichts davon zu sehen.
      Allerdings testen die Chinesen dann auch die Millionen mehrfach in wenigen Tagen durch. Der Ausbruch wird dann wirklich gestoppt und ausgerottet.
    • HCS wrote:

      Ich habe mal mit den Dezemberzahlen rumgespielt - wenn wir Glück haben ist da die englische Mutation schon drin, und die Maßnahem jetzt haben ihren Zuwachs deutlich begrenzt, bei der alten Variante zu einem starken Rückgang geführt. Damit kriegt man den plötzlichen Anstieg im Dezember nach wochenlangem Plateau ganz gut erklärt. Würde allerdings heißen (Achtung: gaaanz grobe Schätzung aus in den letzten zwei Wochen auch noch problematischen Zahlen!), dass die Zahlen wieder ansteigen werden, um 2-5% pro Tag. Wäre übel, aber mittels weiterer Verschärfungen wie einer Home-Office-Pflicht beherrschbar.
      Hast du dir auch mal die nach Alter differenzierten Zahlen angeschaut? Hier in Berlin sind die Zahlen in der jüngeren Alterskohorte seit November kontinuierlich runter gegangen. Schon die ersten Beschränkungen haben also schnell Wirkung gezeigt. Problem sind die älteren (vorallem Ü80), dort war der Peak erst kurz vor Weihnachten erreicht und jetzt stagnierts dort auf hohem Niveau. Das erklärt hier den Anstieg im Dezember, nicht irgendeine Mutation.
      Soweit ich gehört habe, sollen die hohen Zahlen in Sachsen ähnlich zustande gekommen sein, dort soll über die Hälfte der Dezemberfälle auf Infektionen in Alten- und Pflegeheimen zurückgehen.

      Und das ist auch die Altersgruppe, die die Krankenhäuser füllt. Das Durchschnittsalter der Hospitalisierten in Berlin beträgt hier nach letztem Stand 71 Jahre (!). Da muss gezielt angesetzt werden, aber das wurde ja bislang nicht gemacht (erst jetzt mit der Impfung).
      Die Schließung von Gaststätten hat keine Auswirkung auf das Infektionsgeschehen der Ü80, rigorose Infektionsschutzvorkehrungen in den Heimen schon.
    • Sonnenseele wrote:

      Aldana wrote:

      Soweit ich gehört habe, sollen die hohen Zahlen in Sachsen ähnlich zustande gekommen sein, dort soll über die Hälfte der Dezemberfälle auf Infektionen in Alten- und Pflegeheimen zurückgehen.
      Ich verstehe das nicht. Gerade dort gibt es doch sehr strenge Schutzmaßnahmen.
      Strenge Schutzmaßnahmen? Bewohner, die alle immer schön gemeinsam essen und nie eine Maske tragen, Personal, das nicht getestet wird....für mich sind das gar keine Schutzmaßnahmen. Sicher gibts es auch Heime, die strikte Hygienestandards einhalten, aber die sind offensichtlich in der Minderzahl.
    • Aldana wrote:

      Strenge Schutzmaßnahmen? Bewohner, die alle immer schön gemeinsam essen und nie eine Maske tragen, Personal, das nicht getestet wird....für mich sind das gar keine Schutzmaßnahmen. Sicher gibts es auch Heime, die strikte Hygienestandards einhalten, aber die sind offensichtlich in der Minderzahl.
      Bewohner müssen im Heim keine Masken tragen, das stimmt. Aber das Personal und die Besucher werden getestet und müssen FFP2-Masken tragen, zumindest in dem Heim, in dem ich arbeite. Ich wundere mich, dass es anscheinend in einigen anderen Heimen nicht der Fall ist.

      Bewohner werden auch getestet, das hatte ich vergessen.

      The post was edited 1 time, last by Sonnenseele ().

    • Sonnenseele wrote:

      Bewohner müssen im Heim keine Masken tragen, das stimmt.
      Und so kann es sich fleißig im Heim ausbreiten und fällt erst dann auf, wenn der erste erkrankt oder positiv getestet wurde (selbst bei euch werden ja sicher nicht täglich alle Bewohner getestet)

      Testpflicht für Besucher und Personal z.B. ist in Berlin erst seit dem 16.12.20 für alle Heime vorgeschrieben (und es ist fraglich, ob das auch wirklich jedes Heim 100% umsetzt, allein schon wegen der mittlerweile auch hier begrenzten Testkapazitäten)
    • @Aldana
      Das Virus wird ja (wenn überhaupt) eingeschleppt. Sobald ein Mitarbeiter oder ein Besucher positiv getestet wird, muss dieser sofort das Haus verlassen. Diese Tests sind zwar nicht zu 100% zuverlässig, aber nach dieser Argumentation könnte man ja das Testen gleich sein lassen. Abgesehen davon ist eine Maskenpflicht für Bewohner nicht umsetzbar, da viele von ihnen dement sind. Die Bewohner werden einmal wöchentlich getestet, sie können aber die Tests auch verweigern.

      Bewohner müssen geschützt werden, das ist vollkommen richtig. Aber nicht, indem sie dazu gezwungen werden, Masken zu tragen oder sich testen zu lassen. Verpflichtend ist es lediglich für das Personal und die Besucher.

      The post was edited 1 time, last by Sonnenseele ().

    • Aldana wrote:

      Hast du dir auch mal die nach Alter differenzierten Zahlen angeschaut?
      Nein, so detailliert habe ich es nicht gemacht - das frisst dann auch gleich richtig Zeit, und um eine immer noch laienhafte Modellierung zu machen, basierend auf für die letzten 14 Tage nicht aussagefähigen Daten, setze ich mich nicht zwei Tage hin.

      Die nächste Frage wäre dann ja: warum konnte das Virus sich plötzlich in den Heimen soviel stärker ausbreiten als im Rest der Population? Also alle Altersgruppen getrennt berechnen, und dann ist noch nicht klar, ob es wirklich die Heime sind oder ganz generell die Altersgruppe Ü80 - und dafür fehlen dann auch die detaillierten Daten. Da wird es zudem schnell sehr komplex. Es ging mir nur drum, mal durchzurechnen, ob das überhaupt möglich ist; immerhin muss die Mutation bei uns auch schon umlaufen, es glaube keiner, eine Variante, die schon rings um die Erde aufgetreten ist, habe sich ausgerechnet an EU-Binnengrenzen gehalten. Also darum, einfach mal Szenarien durchzuspielen, was alles sein könnte, und im Gegensatz zu dem, was die Verharmloeser beharrlich behaupten, eben nicht nur möglichst schlimme Varianten, sondern auch mal zu schauen, wie realistisch-positive Modelle aussehen könnten.
    • Ja, die vielfach undifferenziert vorliegenden Daten sind schon ein arges Hindernis. Da hatte ich anfangs auch meine Mühe, das für mich zu analysieren. Zum Glück werden hier jetzt schon seit Sommer von der Stadt detailliert aufgeschlüsselte Daten zur Verfügung gestellt, da wird vieles sofort ersichtlich.
      Dass es hier die Heime sind, geht aus Nachrichtenmeldungen auf der Seite der Stadt hervor.
    • HCS wrote:

      Ich habe mal mit den Dezemberzahlen rumgespielt - wenn wir Glück haben ist da die englische Mutation schon drin, und die Maßnahem jetzt haben ihren Zuwachs deutlich begrenzt, bei der alten Variante zu einem starken Rückgang geführt. Damit kriegt man den plötzlichen Anstieg im Dezember nach wochenlangem Plateau ganz gut erklärt. Würde allerdings heißen (Achtung: gaaanz grobe Schätzung aus in den letzten zwei Wochen auch noch problematischen Zahlen!), dass die Zahlen wieder ansteigen werden, um 2-5% pro Tag. Wäre übel, aber mittels weiterer Verschärfungen wie einer Home-Office-Pflicht beherrschbar.
      Das hier ist die englische Mutation:
      pbs.twimg.com/media/ErNtED0XYAA74qj?format=jpg&name=large

      Das steht uns noch bevor.

      Sicher hatten wir schon im November einzelne aus England eingeschleppte Fälle aber es dauert bis die hochkommen. Verdoppelung pro Woche bedeutet nach 4 Wochen erst 16 Fälle aus einem eingeschleppten Fall. Also im Dezember erst 16 Fälle in diesem Cluster, im Januar 256 an diesem Ort, das merkt man noch nicht so deutlich, im Februar aber dann 4096 und in März dann 65536 aus diesem einen Fall.Das merkt man dann schon denn mit 1% krankenhausbedarf sind dann im nächst gelegenen Krankenhaus im Januar nur 2 Fälle, im Februar 41 und im März dann 655 Patienten. Ende Februar bis Anfang März kollabiert also unser Krankenhaussystem und erst im Mai wird es sich entspannen. Ich ewarte daher für Februar einen echten Lockdown.
      Wer das nicht glaubt der soll berücksichtigen daß die engliche Mutation wohl in EINEM immungeschwächten Patienten in England entstanden ist, alle Erkrankten stammen von diesem einen Virus ab, es ist quasi eine zweitte Epidemie in der Pandemie die nur durch Sequenzieren zu finden ist (oder einem zusätzlichen PCR auf das alte Spikeproteingenom der bei dieser Mutation negativ ausfällt).
    • ifi wrote:

      aber gibt es Hinweise, dass das Virus perspektivisch nicht so weit mutieren kann, dass es sich den aktuellen Impfstoffen komplett entziehen kann?
      Man war bei der Auswahl worauf unser Immunsystem trainiert wird relativ pfiffig.
      Es wurde ja der Teil gewählt mit dem sich das Virus überhaupt erst Zutritt in die Zellen verschafft (ohne diesen Mechanismus wäre es nicht vermehrungsfähig).
      Ändert sich dieser Teil so extrem ab, dass er zu stark von der Impfung abweicht kann es sein, dass es eher für das Virus als für uns eine Luftnummer wird. Wenn der Zutritt zur Zelle nicht mehr möglich ist war's das mit der Vermehrung. Die "liegen dann irgendwo rum" sind aber handlungsunfähig.

      Dazu kommt, dass der Impfstoff vergleichsweise schnell modifizierbar wäre und man wohl auch die selben Produktionslinien nutzen könnte. Die könnten dann sofort mit voller Kapazität produzieren und müssten nicht erst noch gebaut werden.
    • Sonnenseele wrote:

      Was meinst du mit "echtem Lockdown"?
      Ausgangssperre und Schulen und Betriebe zu. Alles bis auf Lebenserhaltung.
      Was wir bisher haben sind ja Bitte um Beschränkung der privaten Kontakte, viel mehr nicht. Schon die Zahlen mit dem normalen Virus gehen nicht runter und wenn dann das englische sich ausbreitet dann muss zwingend mehr passieren.
    • aphylla wrote:

      Das hier ist die englische Mutation:
      Die Zahlen sind mir bewusst. Die Frage ist aber, ob wir den Patienten 0 tatsächlich erst im November hatten. War das Mitte September (und dann reicht tatsächlich ein einziger eingeschleppter Fall, ohne jeden Nachschub) passt die Rechnung mit der Verdoppelung pro Woche. Es weiß ja kein Mensch, wann diese Mutation wirklich das erste Mal auftrat - die ersten Nachweise in England sind ja sicher nicht die ersten Fälle. In meiner Rechnung hatte die Mutante um den 18.12. die alte Variante eingeholt bei der Zahl der Infektionen, und das nur, weil die schon deutlich zurückging (das deutete sich ab dem 20.11. mal kurz an, bevor dann Anfang Dezember dieZahlen wieder steil anstiegen). Rechnerisch passt das schon - heißt aber wie gesagt, dass wir bei Beibehaltung der bisherigen Regeln dennoch einen Anstieg der Fallzahlen kriegen, der dann immer noch bei 15-40% wöchentlich liegt, also um oder über dem Wert im Dezember. Keine Entwarnung (falls dieser Schnellschuss denn überhaupt etwas mit der Realität zu tun hat!), nur die Aussage "unerfreulich, aber mit weiteren Einschränkungen beherrschbar".

      Wenn die Mutante aber jetzt erst obendrauf kommt, mit wöchentlicher Verdoppelung trotz der aktuellen Maßnahmen - dann gibt es wohl kein Halten mehr, da rettet uns dann auch keine Verschärfung, höchstens alles außer Feuerwehr und Krankenhäusern 14 Tage zusperren. Dafür brauche ich auch keine Modellrechnung.
    • Waspie wrote:

      Allerdings testen die Chinesen dann auch die Millionen mehrfach in wenigen Tagen durch.
      Das wünsche ich mir ohnehin viel mehr. Z.B. für ÖPNV-Nutzer.

      Aldana wrote:

      Soweit ich gehört habe, sollen die hohen Zahlen in Sachsen ähnlich zustande gekommen sein, dort soll über die Hälfte der Dezemberfälle auf Infektionen in Alten- und Pflegeheimen zurückgehen.
      Die Zahlen waren ja vorher schon hoch. Da das Personal in den Heimen inzwischen oft aus Tschechien, Polen etc. kommt, könnte es die Viren auch von dort (unbeabsichtigt) eingeschleppt haben.

      Aldana wrote:

      Strenge Schutzmaßnahmen? Bewohner, die alle immer schön gemeinsam essen und nie eine Maske tragen, Personal, das nicht getestet wird....für mich sind das gar keine Schutzmaßnahmen. Sicher gibts es auch Heime, die strikte Hygienestandards einhalten, aber die sind offensichtlich in der Minderzahl.
      Wenn Du von solchen Verstößen erfährst, solltest Du vielleicht über eine Meldung oder Anzeige nachdenken.

      aphylla wrote:

      Ausgangssperre und Schulen und Betriebe zu. Alles bis auf Lebenserhaltung.
      Da wird sicher wochenlang diskutiert, was "Lebenserhaltung" ist und dann so viele Ausnahmen definiert, dass man es auch gleich lassen kann.
      Ich wäre dafür, aber fürchte, das ist hier nicht durchsetzbar.
      _,.-o~^°´`°^~o-.,_Ich ess Blumen...,.-o~^°´`°^~o-.,_
    • Sonnenseele wrote:

      Was meinst du mit "echtem Lockdown"?
      Ich vermute mal, alle Bürger am Bett festketten, permanente Militärpräsenz, wer ohne schriftliche Genehmigung vor die Tür, ja auch nur zum Briefkasten geht, wird ohne Vorwarnung sofort erschossen.
      Zumindest steht auf dem Totenschein dann nicht Covid-19 als Todesursache. :sarcasm:

      The post was edited 2 times, last by der Uli ().