Über das Anderssein

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    • @da_hooliii

      Vieles von dem was du schreibst, kommt mir auch bekannt vor. Ich bin auch jetzt noch zurückhaltend in Gesprächen, vor allem mit Fremden.
      Ich würde bei mir die Gründe gerne herausfinden. In der Schule war es wohl eine Mischung aus Angst, ausgelacht zu werden, Angst, mich falsch auszudrücken, generell Angst vor den Reaktionen der Mitschüler,. Ich wurde auch von Mitschülern geärgert. Vielleicht habe ich mich aber auch in deren Augen komisch verhalten. Ich kann mich aber auch schlecht ausdrücken, breche Sätze ab, fange neu an, usw. Spätestens dann werde ich komisch angeguckt. Dann traue ich mir kaum noch was zu sagen.

      Interessanterweise habe ich das Gefühl, dass ich jetzt, wo wir alle Masken tragen, nicht so schnell merkwürdig angeguckt werde wenn ich mit jemandem rede. Ich fühle mich akzeptierter. Ob es daran liegt, dass der Gesichtsausdruck nicht zu sehen ist? Die nonverbalen Kommunikation ist ja durch die Maske eingeschränkt.
    • @Kaffeebecher

      Ich bin mir nicht sicher ob es wirklich nur Angst war weil ich mich ja auch mit Dingen konfrontiert habe und normalerweise müsste die Angst dann nach einer Weile verschwinden aber das unangenehme Gefühl bleibt da weiterhin. Mit der Maske ist es etwas besser weil man nicht mehr meinen Gesichtsausdruck sieht und unnötig viel hineinterpriert in meine Blicke aber verschwinden tun die Probleme dann auch nicht - die Körperhaltung und Stimmlage bleiben ja dann trotzdem noch.
    • @ Lili Mari

      Was du erzählst könnte gut Autismus sein und dass ausenstehende dich nicht als autistisch einstufen muss nichts heißen da sie sich oft nicht wirklich intensiv damit beschäftigt haben. Ich finde dass du auf dein Gefühl hören solltest.

      Mir geht es mit dem nicht sprechen in manchen situationen ähnlich allerdings habe ich die Sprache immr als Synonym für das Verstanden werden gesehen und schon recht früh ein sehr erwachsenes Sprachbild gezeigt.
      Sich underhalten und smaltalk betreiben ist mir fremd aber ich liebe es zu Diskutieren, da es hier bei feste Regeln und Albäufe gibt.
      Ich bin ich, du bist du, wir sind wir, und trotzdem sind wir hier.
    • Hi @Dolphin sorry, dass ich jetzt erst antworte. Ich schaue nicht täglich hier rein, außerdem nehmen einem die sozialen Netzwerken auch Vieles ab. Ständig wird man daran erinnert, dass man hier und da eine Nachricht erhalten hat, einerseits zwar praktisch, aber das sich bewußt für etwas entscheiden verkümmert aus meiner Sicht immer mehr. Naja, das wollte ich nur mal so am Rande erwähnen ...

      Danke für dein Feedback. Ich komme in meiner Recherche schon gut voran. Ich rechne damit spätestens im Frühjahr erste Termine zu bekommen und hoffentlich bald eine gesicherte Diagnose zu haben. Ja, du hast Recht, ich werde da definitiv auf mein Bauchgefühl hören. In solchen Dingen bin ich ziemlich hartnäckig, wenn ich erst mal etwas angestoßen habe, dann lasse ich mich nicht so schnell davon abbringen.

      Das ist sehr interessant, was du beschreibst. Obwohl ich sehr lange dieses Gefühl hatte stumm zu sein, (meine Mutter ist es übrigens heute noch, sie wird diesen Monat 81, ich glaube sie hat auch ASS!), ich mich außerdem nie zugehörig und wie von einem anderen Stern gefühlt habe, ich wie abgeschnitten von der Welt gelebt habe, obwohl ich immer mittendrinn war, habe ich trotz dieser massiven Schwierigkeiten, die ich vor allem in der Kommunikation mit anderen Menschen hatte, es trotzdem geschafft genau so wie du ein sehr ausgeprägtes Sprachverständnis zu entwickeln. Sorry für diesen elend langen Satz! Im Laufe der Jahre ist das zu einem meiner Spezialgebiete geworden. Smalltalk und belangloses Gerede habe ich mir antrainieren müssen, weil ich mir eingeredet habe oder mir von anderen habe einreden lassen, dass gewisse Dinge nun mal zum Leben dazugehören. Wenn es nach mir ginge, könnte man dieses ganze Schauspiel wie Etikette und Smalltalk als unbrauchbaren Quatsch einstufen und liebend gern sofort abschaffen! Manchmal schaue ich mir bewußt Sendungen an, wo solche Sprachstile verwendet werden, einfach, um auf dem Laufenden zu bleiben oder mich kopfschüttelnd zu amüsieren. Ich analysiere solche Konversationen grundsätzlich sehr gerne, auch geschrieben Texte, das ist so ein Tick von mir, damit kann ich mich stundenlang beschäftigen, es macht mir nichts aus.

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    • @ Lili Mari
      Ohh das mit dem Smaltalk ist ein sehr großes Kapitel, ich habe das Gefühl da nicht mit zu kommen, es einfach nicht zu durchdringen.
      Anderer seits bin ich ein wandelndes Lexikon wen es um fachliche Gespräche geht.

      deine Sätze sind was die länge angeht um einiges zu topen. :)
      Ich bin ich, du bist du, wir sind wir, und trotzdem sind wir hier.