Umfrage: Wie siehst Du Autismus?

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    • zaph wrote:

      Ich bin der Meinung, dass sich nur Erwachsene in diesem Forum aufhalten sollten (und mit dieser Meinung bin ich nicht allein).
      Na danke. ^^
      Allerdings lasse ich mich von dir nichts vorschreiben.

      Oder drehen wir den Spieß um: Meiner Meinung nach sollten sich nur Jugendliche auf diesem Forum aufhalten.
      Mal schauen wer sich dran hält.
    • @WannaChangeMyself

      Ja aber warum leidest du darunter. Nur weil es unter NTs nicht respektiert wird wenn man Autismus hat, keiner wirklich ne Ahnung davon hat und sich keiner drauf einstellt. Für Rollstuhlfahrer zB gibt es Rampen. Für Blinde extra Drücker an der Ampel usw. (was auch zu wenig wäre) Was gibt es für Autisten?
      Versteht du jetzt was ich meine...
      Selbstdiagose...
    • WannaChangeMyself wrote:

      Ich hoffe, das meinst du nicht ernst ,denn das halte ich für eine grobe Verletzung der Menschenwürde. Oder würdest du wollen, dass man dir ein Körperteil entfernt?
      Natürlich meine ich das ernst. Dass es nicht durchführbar ist steht auf einem anderen Blatt.
      Irgendwie muss man aber mal langsam der Seuche Homo Sapiens Herr werden.
      Mutter Natur versucht es ja. Viren sind zb eine Antwort auf zuviel Mensch. Das reicht nur nicht.
      Hohe Zahlen bei der Editierungsanzeige zeigen nicht, dass ich permanent meine Meinung ändern würde. Ich habe nur Probleme Rechtschreib- und Grammatikfehler zu tolerieren und korrigiere diese daher, wenn ich sie sehe.
      Dennoch kann auch ich Tippfehler übersehen. In diesem Fall bitte ich um Nachsicht.
    • ADD83 wrote:

      Ja aber warum leidest du darunter. Nur weil es unter NTs nicht respektiert wird wenn man Autismus hat
      Daran liegt es nicht, denn äußerst selten werde ich wegen autistischen Verhaltensweisen kritisiert. Das gößte Problem sind die sozialen Probleme. Ich weiss nicht wie ich ein Gespräch beginnen kann, ich habe soziale Hemmungen, ich kann vor anderen nicht gestikulieren, ich sitze in den Pausen immer alleine an meinem Platz und starre ins Leere, obwohl ich mich gerne unterhalten würde. Mein Asperger hindert mich, meine Persönlichkeit zu entfalten. Zudem habe ich vor anderen ein komisches Auftreten. Vor anderen bin ich manchmal ziemlich ungeschickt, laufe ungeschickt, habe komische Bewegungsabläufe etc. Freunde habe ich auch nicht mehr wirklich. Es gibt zwei Personen mit denen ich zwar schon befreundet bin, aber lange keinen Kontakt mehr hatte.

      Durch diese ganzen Dinge entsteht einfach ein falsches Bild von mir. Ich fühle mich zudem manchmal regelrecht durch mein Asperger Syndrom in meiner Freiheit eingeschränkt.
    • @WannaChangeMyself

      Hört sich für mich jetzt aber genauso an, was du schreibst.
      Selbst wenn du für andere „komisch“ wirkst dürfte das kein Ausschlusskriterium sein! Sie müssten dich respektieren und akzeptieren wie du bist!
      Ich hatte auch schon immer Hemmungen und soziale Probleme und habe keine Freunde. Trotzdem gab es Phasen, in denen ich auf Menschen getroffen bin, denen egal war dass ich komisch war, die haben mich „mitgezogen“ und mich teilnehmen lassen (leider gibt es solche Menschen eben zu selten und jetzt stehe ich wieder seit langem ohne Freunde da).
      In der Ausbildung zB hatte ich ca 1/2 Jahr etwas, was man fast einen Freundeskreis nennen kann, das is jetzt 15 Jahre her. Wir haben nur aus Außenseitern bestanden aber uns war jeweils das komische egal. Das war einfach anders, man konnte sich trauen zu sagen was man denkt, die Hemmungen haben einfach für die Zeit nicht existiert. Einfach weil ich mich akzeptiert gefühlt habe. Und genau sowas bräuchte man. Du auch. Dauerhaft.
      Jemand dem es scheißegal ist, der sich in den Pausen neben dich setzt oder dich jeden Tag fragt ob die mit zu den anderen kommen willst, bis du dich traust ja zu sagen! Und dann ohne blöde Bemerkungen, sondern mit Respekt behandelt. Und glaube mir, dann würdest du lockerer werden, dich trauen zu reden, usw.
      Selbstdiagose...
    • @WannaChangeMyself
      Ich bin nur VA, aber auch ich habe in dem Alter noch riesige Schwierigkeiten damit gehabt, mit anderen Leuten zu interagieren - denn in jungen Jahren wurde ich schlimm gemobbt (und auch davor war ich schon extrem zurückhaltend und schüchtern und hab nicht mit Fremden reden können). Jemanden was fragen (zum Beispiel nach nem Blatt Papier) oder gar jemanden ansprechen um ihn kennenzulernen, mich neben jemand anders setzen in der Mittagspause.. das war mir unmöglich. Ich habe sehr gelitten und mich komplett zurückgezogen, beziehungsweise ein paralleles Leben online geführt, in einem Chat - denn da haben mich die Leute nicht gesehen und ich konnte ja schreiben was ich wollte und zur Not einfach rausgehen und mit einem neuen Username wiederkommen.

      Dann wechselte ich mit 16 die Schule und stand am ersten Schultag morgens total verängstigt im Flur vor dem Klassenzimmer, wo meine neue Klasse auf den Klassenlehrer wartete. Mir war richtig schlecht vor lauter Angst, jede Menge fremde Menschen und nun auch noch ein Schulgebäude, das ich gar nicht kenne. Und dann kam ein Mädel auf mich zu mit den Worten "Bist wohl neu hier?" und ich konnte nur Nicken. Sie blieb dann einfach bei mir, setzte sich im Klassenzimmer neben mich und begann ein Gespräch. Und so hatte ich aufeinmal eine neue Freundin. Nach einigen Tagen gesellten sich einige dazu und wir waren dann eine kleine Clique, die bis zum Abitur zusammenblieb.
      Das hatte mir enorm geholfen, die Angst wurde immer weniger und ich traute mich immer mehr. Einfach, weil jemand anders den ersten Schritt gemacht hat und mich so behandelt hat, wie jeden anderen auch. Ich gehörte einfachso dazu, ohne mich irgendwie zu verstellen.

      Später im Studium und noch später im Job gab es immer wieder solche Menschen, die diesen ersten Schritt gemacht und mich so akzeptiert haben, wie ich bin. Jetzt mit 32 bin ich, was die sozialen Interaktionen angeht, ein anderer Mensch. Ich bin immer noch introvertiert, ich bin immer noch sehr zurückhaltend vorallem bei Fremden, aber die Angst ist viel viel weniger geworden. Ich kann jetzt einfach wo anrufen, wenn ich etwas will/brauche. Ich kann alleine einkaufen gehen, ohne komplett Panik zu kriegen (unangenehm ist es mir immer noch, aber ich leide darunter nicht mehr). Und da könnte ich noch viele Beispiele aufzählen.

      Ich bin überzeugt, dass wenn dir auch mal jemand über den Weg läuft, der dich einfach akzeptiert und den ersten Schritt macht, dann kannst auch du solche Fortschritte machen und musst in Zukunft weniger drunter leiden :)
    • Moonrise wrote:

      denn in jungen Jahren wurde ich schlimm gemobbt
      Ging mir auch so. Ich wurde nicht extrem schlimm gemobbt, aber scheisse war es trotzdem. Ich habe einige Male hinter meinem Rücken gehört, wie Schüler getuschelt haben: "Der da, der hat so ne Krankheit" Nicht gerade schön.

      Moonrise wrote:

      Dann wechselte ich mit 16 die Schule und stand am ersten Schultag morgens total verängstigt im Flur vor dem Klassenzimmer
      Klingt schlimm. :(
      Würde mir ähnlich gehen.

      Moonrise wrote:

      Und dann kam ein Mädel auf mich zu mit den Worten "Bist wohl neu hier?" und ich konnte nur Nicken.
      Ich wäre auch nervös gewesen.

      Moonrise wrote:

      Sie blieb dann einfach bei mir, setzte sich im Klassenzimmer neben mich und begann ein Gespräch. Und so hatte ich aufeinmal eine neue Freundin. Nach einigen Tagen gesellten sich einige dazu und wir waren dann eine kleine Clique, die bis zum Abitur zusammenblieb.
      Schöne Entwicklung! :) Freut mich für dich!

      Moonrise wrote:

      Jetzt mit 32 bin ich, was die sozialen Interaktionen angeht, ein anderer Mensch. Ich bin immer noch introvertiert, ich bin immer noch sehr zurückhaltend vorallem bei Fremden, aber die Angst ist viel viel weniger geworden.
      Wenn man lange genug trainiert, wäre es bestimmt auch möglich, die Angst vollständig loszuwerden. :d

      Moonrise wrote:

      Ich kann jetzt einfach wo anrufen, wenn ich etwas will/brauche. Ich kann alleine einkaufen gehen, ohne komplett Panik zu kriegen
      Ich bin aufgrund meiner sozialen Inkompetenz und Hemmungen bisher auch noch nie alleine einkaufen gewesen (außer einmal bei einem naheliegenden Bäcker).
      Was kannst du mir empfehlen, um diese Herausforderung zu meistern?
    • WannaChangeMyself wrote:

      Wenn man lange genug trainiert, wäre es bestimmt auch möglich, die Angst vollständig loszuwerden.
      Ja, das denke ich auch. Ich trainier gar nicht mehr bewusst, das passiert einfach so nebenbei ;) Aufjedenfall bin ich mittlerweile sehr zuversichtlich, dass das hinhaut. Ich werd zwar immer schüchtern und zurückhaltend bleiben, und sicherlich unsicher vor schwierigen sozialen Interaktionen, aber das ist denke ich nicht ungewöhnlich.

      WannaChangeMyself wrote:

      Ich bin aufgrund meiner sozialen Inkompetenz und Hemmungen bisher auch noch nie alleine einkaufen gewesen (außer einmal bei einem naheliegenden Bäcker).
      Was kannst du mir empfehlen, um diese Herausforderung zu meistern?
      Ich würde dir raten (und so hab ich es auch selber gemacht), dir kleine Ziele zu setzen, die auch erreichbar sind. Überleg dir vorher schon genau, wie diese Situation in etwa ablaufen wird. Also zum Beispiel: du gehst zum Bäcker, wenn du reingehst, setzt du die Maske auf und grüßt und wartest bis du an der Reihe bist, dann bestellst du 3 Körnerbrötchen, du wirst gefragt ob es noch was sein darf, du sagst nein danke, der Bäcker sagt was es kostet, du gibst passend Bargeld, bedankst und verabschiedest dich und gehst raus. Ich hab mir die Sätze, die ich sage, dann auch vorher genau überlegt.
      Wenn du weißt, wann weniger Leute da sind bzw wann besonders viele da sind, kannst du ja auch erstmal zu einer Zeit hingehen, wo voraussichtlich wenig los ist. Ist jetzt mit Corona ja eh sinnvoller, also braucht man sich nichtmal doof vorzukommen deswegen ;)
      Und wenn es mal doch nicht geht, du aufeinmal Panik kriegst, dann ist es halt so und dann brichst du eben ab. Man hat eben auch bessere und schlechtere Tage, das ist okay und das sollte man sich zugestehen. Besser als sich dann "durchzubeißen" und nachher eine schlechte Erfahrung abzuspeichern.
      Ich war letztens zum Beispiel mit einer Einkaufsliste von 4 Dingen einkaufen. 3 davon waren kein Problem, aber das 4. hätte bedeutet, dass ich deutlich länger im Laden gewesen wäre, man mich vielleicht gefragt hätte, ob man mir weiterhelfen kann usw und das war mir in dem Moment zuviel. Also hab ich es bei den 3 Sachen belassen und hab eine gute Erfahrung mehr gesammelt :)
    • Pechblende wrote:

      Ginome wrote:

      In 1-2 Generationen wäre die Menschheit hoffentlich auf eine brauchbare Größe dezimiert.
      hätte man auch haben können, indem man das Corona-Virus durchlaufen lässt
      Qualvoll ersticken lassen muss man die Leute ja nicht gerade. Keine Kinder zu haben ist nicht wirklich eine Einschränkung, eher im Gegenteil.
      Hohe Zahlen bei der Editierungsanzeige zeigen nicht, dass ich permanent meine Meinung ändern würde. Ich habe nur Probleme Rechtschreib- und Grammatikfehler zu tolerieren und korrigiere diese daher, wenn ich sie sehe.
      Dennoch kann auch ich Tippfehler übersehen. In diesem Fall bitte ich um Nachsicht.
    • Ginome wrote:

      Keine Kinder zu haben ist nicht wirklich eine Einschränkung, eher im Gegenteil.
      Das sehe ich ähnlich.

      Es mag sein, dass der Wunsch nach Kindern ein wichtiges menschliches Bedürfnis ist.
      Wenn es aber nicht anders geht, muss man damit rechnen, gewisse Bedürfnisse für das größere Gut zurückstecken zu müssen.

      Zu viel Individualismus tut niemandem gut.
    • @Robin Gerull Ich habe nicht alle Antworten durchgelesen, darum weiß ich nicht, ob es bereits Kommentare zur Methodik Deiner geplanten Arbeit gab.

      Zu einer "vorwissenschaftlichen" Arbeit müsste auch eine Vorab-Recherche und Planung bzw. eine Argumentation deiner Methodik gehören.
      An das Ende deiner fertig geschriebenen Arbeit gehört auch eine Diskussion der möglichen Schwächen Deiner Aussagen.
      Hierzu möchte ich Dich warnen.

      Es beginnen hier viele Antworten von Teilnehmern mit Äußerungen wie "Ich meine persönlich eher..., habe aber... angekreuzt."

      Du "erzwingst" 3 Kategorien.
      Dadurch reduzierst Du entweder die Teilnehmerzahl - wer nicht bereit ist, einen Kompromiss in seiner Meining zu machen, nimmt nicht teil - und erzeugst dadurch einen bias in Deiner wissenschaftlichen Aussage (eine "schweigende" Gruppe, sozusagen).

      Denk an eine Wahlbefragung:
      "Wenn morgen Bundestagswahl wäre, wen würden Sie wählen: AFD, SPD, bibeltreue Christen; nur diese Antworten sind möglich."

      Wenn jemand Dir sagen wollte, dass er gar nicht wählen gehen würde, oder eine andere Partei wählen wollte, könnten sie das nicht angeben.

      Du erfasst hier also
      a) nur diejenigen, die diesen Thread lesen;
      b) bereit sind, überhaupt teilzunehmen,
      c) dann bereit sind, sich trotz sehr einschränkender (ziemlich klischeehafter) Auswahlmöglichkeiten auf diese zu beschränken.

      Du solltest auf jeden Fall einbeziehen, wie oft dieser Thread gelesen wurde (Mehrfach-Lesungen sind möglich, wenn auch, außer von Dir vielleicht nicht wahrscheinlich; vielleicht solltest Du deshalb die Moderatoren bitten einzufügen, in deinem Startpost nachträglich um eine Vermeidung von Nicht-Statistik-relevanten Diskussionen zu bitten.)
      Die Anzahl, wie oft er gelesen wurde, könnte in etwa zeigen, wie viele Mitglieder sich entschließen, nicht abzustimmen.

      Oder - wenn Du nicht die Teilnehmerzahl reduzierst - bekommst Du ein sehr verzerrtes Bild der "Forum-Community".
      Das kannst Du dann natürlich in Deiner Arbeit am Ende diskutieren.
      Am Wahl-Beispiel wäre das dann:
      "In meiner Arbeit konnten sich die Befragten nur entscheiden zwischen AFD, SPD und PBC. Ein Ergebnis von 45% für die AfD muss daher nicht repräsentativ sein für die tatsächliche Meinung aller Befragten, da sie möglicherweise bei mehr Auswahl anders abgestimmt hätten. Es kann aber einen Trend zeigen, dass... Nach XY et al (2008) könnte dies erklärbar sein durch..."
      - Du machst Dir evtl. selbst das "Leben schwer" (RW), weil Du sehr viel diskutieren musst.

      Ich kann gut verstehen, dass Du das Thema interessant findest.

      Ich finde Deine Methodik allerdings sehr unwissenschaftlich. Das sage ich nicht, um Dich zu kränken, sondern weil ich erwarten würde, dass Deine Arbeit bei dieser Methodik und der daraus entstehenden Statistik eine sehr schlechte Note bekommen wird.

      Ich weiß nicht, in welcher Klasse Du bist.
      Wenn Du in der Mittelstufe bist, frag bitte Deinen Mathe-Lehrer oder die die Arbeit betreuende Lehrkraft um Hilfe.
      Wenn Du in der Oberstufe bist und es tatsächlich um eine selbständige wissenschaftliche Leistung gehen soll, nehme ich an, dass Ihr ein paar Sachen im Unterricht hattet, oder Du etwas im Internet finden kannst.
      Versuch mal "Fehlerquellen Befragung" zu googlen, da findest Du viel.

      Vielleicht machst Du einfach einen 2. Versuch hier, lässt die Moderatoren in deinem Startpost auf den 2. Versuch verweisen und startest einen neuen Thread mit einem neuen Befragungs-Design?

      Ich möchte Dich nicht entmutigen.
      Ich werde beim 2. Versuch gerne mitmachen.
      Ich wünsche Dir dann viel Erfolg.

      Edit: Ich habe Deine Umfrage so verstanden, dass Du die Sammelkategorie "Sonstige/anderes" vermeiden möchtest.
      Das hat o.g. Nachteile.
      Wenn Du die von Dir erbetenen sonstigen Bemerkungen entsprechend auswerten möchtest, solltest Du die Länge der Statements vielleicht begrenzen.
      "Wer sich mit keiner Kategorie identifizieren kann, kann gerne eine eigene Definition schreiben. Zur Auswertbarkeit bitte nur 1 Satz, maximale Länge ... Wörter."

      The post was edited 1 time, last by Kpax ().

    • Moonrise wrote:

      Überleg dir vorher schon genau, wie diese Situation in etwa ablaufen wird.

      Moonrise wrote:

      Ich hab mir die Sätze, die ich sage, dann auch vorher genau überlegt.
      Ist das wirklich eine gute Idee. Wenn ich alles vorrausplane, macht mich das nicht unflexibel?

      Moonrise wrote:

      Und wenn es mal doch nicht geht, du aufeinmal Panik kriegst, dann ist es halt so und dann brichst du eben ab.
      Das würde ich versuchen zu vermeiden, jedenfalls würde ich die Panik nicht zeigen. In diesem Fall hätte ich beim nächsten Besuch nämlich wegen dem Scham noch größere Hemmungen, und würde vermutlich mit einer Tüte über dem Kopf das Geschäft betreten. :oops: :lol:

      Ich vermeide ich möglichst, dass man mir die Anspannung anmerkt, damit alles nicht noch schlimmer wird.

      Moonrise wrote:

      Ich war letztens zum Beispiel mit einer Einkaufsliste von 4 Dingen einkaufen. 3 davon waren kein Problem, aber das 4. hätte bedeutet, dass ich deutlich länger im Laden gewesen wäre, man mich vielleicht gefragt hätte, ob man mir weiterhelfen kann usw und das war mir in dem Moment zuviel. Also hab ich es bei den 3 Sachen belassen und hab eine gute Erfahrung mehr gesammelt
      Ist das nicht eher ein Fehlschlag? Du wolltest 4 Dinge kaufen, hast es aber nur geschafft 3 Dinge zu kaufen. Für mich wäre an deiner Stelle das Ziel, beim nächsten Besuch alle 4 Sachen zu kaufen, um das "Ziel" auch zu erreichen, anstatt quasi aufzugeben.
    • WannaChangeMyself wrote:

      Ist das wirklich eine gute Idee. Wenn ich alles vorrausplane, macht mich das nicht unflexibel?
      Das sollst du ja nicht bis zum Ende deiner Tage so machen ;) Das ist für die ersten Schritte zum Üben gut. Falls du dann aber mittendrin dich noch mehr traust und auch noch ein Stück Torte kaufen willst oder mit dem Bäcker über das Wetter quatschen möchtest, darfst du das natürlich tun :D

      WannaChangeMyself wrote:

      Das würde ich versuchen zu vermeiden, jedenfalls würde ich die Panik nicht zeigen. In diesem Fall hätte ich beim nächsten Besuch nämlich wegen dem Scham noch größere Hemmungen, und würde vermutlich mit einer Tüte über dem Kopf das Geschäft betreten.

      Ich vermeide ich möglichst, dass man mir die Anspannung anmerkt, damit alles nicht noch schlimmer wird.
      Ja gut, das kann ich nachvollziehen ;) Wenn du aber noch gar nicht angekommen bist, oder zwar schon in der Bäckerei bist, aber noch nicht drangekommen, kannst du ja wieder gehen. Wenn du denkst, es fällt irgendwem auf, kannst du ja als Vorwand zum Beispiel aufs Handy gucken und sowas murmeln wie "oh mist, keine Zeit.." oder so.
      Das Wichtige, was man immer im Hinterkopf haben sollte: unter Stress kann man nicht lernen, denn Stresshormone verhindern das Abspeichern im Langzeitgedächtnis. Wenn man sich also durch die Situation zwingt, dann mag man zwar erfolgreich sein (=man hat gekauft, was man kaufen wollte), aber das wird nicht als positive Erfahrung abgespeichert. Eher wirst du es im Nachhinein als negative Erfahrung abspeichern, weil du so gestresst warst und dann wirst du in Zukunft weitere solcher Situationen vermeiden wollen.

      WannaChangeMyself wrote:

      Ist das nicht eher ein Fehlschlag? Du wolltest 4 Dinge kaufen, hast es aber nur geschafft 3 Dinge zu kaufen. Für mich wäre an deiner Stelle das Ziel, beim nächsten Besuch alle 4 Sachen zu kaufen, um das "Ziel" auch zu erreichen, anstatt quasi aufzugeben.
      Kommt immer auf den Kontext an, ob das ein Fehlschlag ist oder eher ein Triumph ;) Ich war noch nie alleine in diesem Geschäft und ich war bisher nur einmal dort und das ist schon einige Jahre her. Ich wusste also nicht genau, wo ich die Dinge finde, die ich brauche und ob sie überhaupt da sind. Außerdem wusste ich nicht, ob ich dort mit meiner Karte bezahlen kann, oder ob ich Bargeld brauche. Ich wollte aber vermeiden, noch zum Geldautomaten zu fahren, da das ein großer Umweg gewesen wäre. Da war ich schon schlecht gelaunt und gestresst, als ich losgefahren bin. Und es hätte passieren können, dass ich dann erst an der Kasse erfahren hätte, dass ich Bargeld brauche und hätte dann fragen müssen, wo da in der Nähe der nächste Geldautomat ist, dorthin fahren usw... das wär echt peinlich gewesen.
      Tatsächlich hab ich dann im Laden relativ schnell alles gefunden und ich konnte mit Karte bezahlen und die Kassiererin war supernett, so dass ich mit einem Lächeln und einem guten Gefühl aus dem Laden rausgegangen bin und meine schlechte Laune von davor war verflogen.

      Vor 5 Jahren wäre ich dort gar nicht alleine hingefahren, und ohne Bargeld hätte ich mich auch nicht hingetraut. Insofern bin ich stolz auf meine Leistung und habe jetzt weniger Hemmungen, ein weiteres Mal dort einzukaufen.
    • Ginome wrote:

      Keine Kinder zu haben ist nicht wirklich eine Einschränkung, eher im Gegenteil.
      Das Gegenteil ist der Fall. Vor allem im höheren Alter und für Menschen, die auch keine Geschwister haben. Unter anderem bedeutet das, dass meistens mehrere Jahre früher als im Durchschnitt und in einem geistig und körperlich noch besseren Zustand das Pflegeheim ansteht.

      Aber die Pflege im Alter ist natürlich nicht der Grund, weshalb man Kinder hat. Es geht um viel elementarere Bedürfnisse, den eigenen Platz im "Gewebe des Lebens", darum, etwas weiterzugeben. Um eine Verbindung zum Leben insgesamt. Klar, wenn man sich selbst rein negativ als Parasit erlebt, kann man das anders sehen. Insofern hat eine misanthrope Lebenseinstellung vermutlich auch Vorteile. ;)
      From my youth upwards my spirit walk'd not with the souls of men. (...)
      My joys, my griefs, my passions, and my powers, made me a stranger.
    • Leonora wrote:

      Es geht um viel elementarere Bedürfnisse, den eigenen Platz im "Gewebe des Lebens", darum, etwas weiterzugeben. Um eine Verbindung zum Leben insgesamt.
      Schön geschrieben. Wer das nicht empfindet oder aus welchen Gründen auch immer auf Kinder verzichten will, soll es tun; bloß sollte er gegenüber jenen, die anders empfinden, auf Vorschriften verzichten.
      Ich wollte selbst nie Kinder haben, und bin sehr froh darum, dass es anders kam.
      Achtung, eigene Sprache!
    • WannaChangeMyself wrote:



      Das stimmt, aber die Gene können auch von NT's weitervererbt werden. Es pflanzen sich zwar nicht alle Autisten fort, aber bei Asperger Autisten kommt das mitunter schon vor, was ich persönlich als unverantwortlich ansehe. Wenn Geschwister Kinder haben ist das ja auch unverantwortlich.
      Du vergleichst Inzest tatsächlich mit der Fortpflanzung von (Asperger-)Autisten?